{"id":395253,"date":"2025-09-04T03:38:10","date_gmt":"2025-09-04T03:38:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/395253\/"},"modified":"2025-09-04T03:38:10","modified_gmt":"2025-09-04T03:38:10","slug":"us-kriegsschiffe-vor-venezuela-trump-droht-maduro-und-belebt-den-war-on-drugs-wieder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/395253\/","title":{"rendered":"US-Kriegsschiffe vor Venezuela: Trump droht Maduro und belebt den &#8222;War on Drugs&#8220; wieder"},"content":{"rendered":"<p>                    US-Kriegsschiffe vor Venezuela<br \/>\n                Trump droht Maduro und belebt den &#8222;War on Drugs&#8220; wieder<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t              \tVon Roland Peters, New York<br \/>\n\t\t\t\t              04.09.2025, 04:54 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Schon in seiner ersten Amtszeit versuchte Trump, den venezolanischen Machthaber Maduro zu st\u00fcrzen. Der US-Pr\u00e4sident scheiterte. Nun schl\u00e4gt er daf\u00fcr ein neues Kapitel im &#8222;War on Drugs&#8220; auf.<\/strong><\/p>\n<p>Ein Schnellboot voller Drogen, das die US-Streitkr\u00e4fte auf dem Weg von Venezuela in die Vereinigten Staaten gezielt ausschalten und dabei elf &#8222;Narcoterroristen&#8220; des Kartells &#8222;Tren de Aragua&#8220; t\u00f6ten. So stellt es US-Pr\u00e4sident Donald Trump dar &#8211; und macht namentlich Venezuelas Pr\u00e4sident Nicol\u00e1s Maduro verantwortlich. Der sei f\u00fcr &#8222;Massenmord, Drogenschmuggel, Sexhandel, Gewalt und Terror in den Vereinigten Staaten und der westlichen Hemisph\u00e4re verantwortlich&#8220;. Das Boot sei in internationalen Gew\u00e4ssern unterwegs gewesen, schreibt Trump: &#8222;Lasst dies eine Warnung sein.&#8220;<\/p>\n<p>Die Beziehungen zwischen Washington und Caracas n\u00e4hern sich einem erneuten Tiefpunkt an. Die Frage ist nur: Wo wird der sein? Wie weit ist Trump diesmal bereit, zu gehen? Den Kampf gegen Drogen hat zu einem der wichtigsten seiner Pr\u00e4sidentschaftsziele erkl\u00e4rt. Wegen des h\u00e4ufig t\u00f6dlichen Fentanyl hat er engere Kooperation mit Mexiko vereinbart und Sanktionen gegen die Exporteure von Fentanyl-Komponenten aus China eingef\u00fchrt. Doch Venezuela ist etwas anderes, schon in seiner ersten Amtszeit war das \u00f6ffentlich erkl\u00e4rte Ziel der USA ein Regime-Change in Caracas.<\/p>\n<p>Doch viele Jahre sp\u00e4ter sitzt der autorit\u00e4re Maduro, seit 2014 im Amt, trotz Massendemonstrationen, Aufst\u00e4nden, Putschversuchen, historisch hoher Inflation und Wirtschaftskrise, Ern\u00e4hrungsnotstand und vielem mehr, weiterhin im Regierungspalast von Miraflores. Die Vereinigten Staaten erkennen wie andere L\u00e4nder der westlichen Welt auch die vergangene Wahl 2024 nicht an &#8211; Maduro lie\u00df sich trotz einer von Betrugsvorw\u00fcrfen begleiteten Wahl, landesweiter Proteste und internationaler Kritik f\u00fcr eine dritte Amtszeit bis 2031 vereidigen.<\/p>\n<p>Trump hatte 2019 versucht, mit Hilfe des damaligen venezolanischen Parlamentspr\u00e4sidenten Juan Guaid\u00f3 einen Regierungswechsel im Land zu erzwingen. Ein geplanter Milit\u00e4rputsch gegen Maduro fiel jedoch schnell in sich zusammen. Eine privat organisierte S\u00f6ldnertruppe, die auf dem Seeweg ins \u00f6lreiche Karibikland eindrang, wollte Maduro mit Waffengewalt st\u00fcrzen und scheiterte an ihrem eigenen Dilettantismus. <\/p>\n<p>Tausende US-Soldaten verlegt<\/p>\n<p>Ob das alles stimmt, was Trump nun \u00fcber das Boot mitgeteilt hat, ist unklar. Auf einem von ihm ver\u00f6ffentlichten Video ist das Schiff mit drei Au\u00dfenbordmotoren zu sehen, offensichtlich beladen, und darauf mehrere Personen &#8211; aber maximal sechs sind auszumachen, nicht elf. Viel wichtiger d\u00fcrfte sein, was noch passieren wird. US-Au\u00dfenminister Marco Rubio sagte, solche Eins\u00e4tze in den karibischen Gew\u00e4ssern w\u00fcrden weiter durchgef\u00fchrt. Laut kolumbianischer Marine ist nicht die Karibik, sondern die Pazifikroute im Westen der Hauptkorridor f\u00fcr den Drogenschmuggel nach Norden.<\/p>\n<p>F\u00fcr einen Milit\u00e4rschlag ist grunds\u00e4tzlich die Zustimmung des Kongresses n\u00f6tig. Eins\u00e4tze der Armee gegen Drogenkartelle sind aber gar nicht vorgesehen. Ungeachtet dessen hat die US-Marine in den vergangenen Wochen mindestens 4000 Soldaten, einen Hubschraubertr\u00e4ger mit See-Land-Streitkr\u00e4ften, ein Marine-Aufkl\u00e4rungsflugzeug, ein U-Boot und mehrere Kriegsschiffe in die N\u00e4he Venezuelas verlegt. Sie sollen Drogenorganisationen in der Region bek\u00e4mpfen. <\/p>\n<p>Die venezolanische Oppositionelle Mar\u00eda Corina Machado bedankte sich im vergangenen Monat bei Trump und Rubio f\u00fcr die Entsendung der Schiffe und bezeichnete den Schritt als &#8222;richtigen Ansatz&#8220; gegen\u00fcber der Regierung Venezuelas, die sie als &#8222;kriminelles Unternehmen&#8220; bezeichnete. Im Februar hatte die US-Regierung das mexikanische Sinaloa-Kartell, Tren de Aragua und die das C\u00e1rtel de los Soles zu Terrororganisationen erkl\u00e4rt. Das &#8222;Sonnenkartell&#8220; wird laut US-Beh\u00f6rden von venezolanischen Offizieren und Maduro an der Spitze gesteuert und ist ein andere Bezeichnung f\u00fcr einen staatlichen Bereicherungsapparat mit illegalen Aktivit\u00e4ten.<\/p>\n<p>&#8222;Wenn Maduro etwas gut kann, dann ist es, die oberen R\u00e4nge satt und gl\u00fccklich zu halten&#8220;, wird Geoff Ramsey, Experte f\u00fcr Venezuela bei der Denkfabrik Atlantic Council, von der &#8222;New York Times&#8220; zitiert: &#8222;Er hat die milit\u00e4rische F\u00fchrung und den Parteiapparat durch massive Patronage-Programme und ein landesweites Netz von Korruption gekauft.&#8220; Ramsey h\u00e4lt einen Milit\u00e4reinsatz der USA f\u00fcr unwahrscheinlich. Es sei eher eine Demonstration der St\u00e4rke. Zudem k\u00f6nnte es ein Signal an die Latino-Bev\u00f6lkerung im US-Bundesstaat Florida sein, die mehrheitlich eine harte Hand gegen Venezuela und Kuba begr\u00fc\u00dfen. <\/p>\n<p>Die Bezeichnung &#8222;Terroristen&#8220; f\u00fcr Drogenschmuggler ist die Definition der US-Regierung. Darauf fu\u00dft die rechtliche Argumentation des Wei\u00dfen Hauses, um Venezolanern ihren Aufenthaltsstatus in den USA zu entziehen und sie abzuschieben. Demnach griffen sie als Mitglieder terroristischer Vereinigungen wie Tren de Aragua die USA an, weshalb sie auf Basis eines 227 Jahre alten Gesetzes festgenommen und au\u00dfer Landes gebracht werden. Ein endg\u00fcltiges juristisches Urteil dar\u00fcber, ob dies legal ist, steht aus.<\/p>\n<p>&#8222;Maximal auf Verteidigung Venezuelas vorbereitet&#8220;<\/p>\n<p>Trump belebt mit seinem Vorgehen ein St\u00fcck weit den &#8222;War on Drugs&#8220; der 1980er bis in die 2000 Jahre in Kolumbien wieder. Venezuelas Nachbarland kooperierte mit der US-Anti-Drogenbeh\u00f6rde DEA, die ihre eigenen bewaffneten Eins\u00e4tze gegen Drogenproduzenten, -kartelle und deren Anf\u00fchrer durchf\u00fchrte. Im Zuge der Zusammenarbeit wurde etwa im Jahr 1993 der ber\u00fcchtigte Drogenboss Pablo Escobar erschossen. Die innenpolitische Begr\u00fcndung war damals wie heute nationale Sicherheit, die Bedrohung das geschmuggelte Kokain.<\/p>\n<p>Die US-Beh\u00f6rden haben bis zu 50 Millionen Dollar Belohnung f\u00fcr Informationen \u00fcber Maduro ausgesetzt, die zur Festnahme des Staatschefs f\u00fchren. In einem am Ende von Trumps erster Amtszeit ausgestellten Haftbefehl wird Maduro bezichtigt, einen Narco-Staat etabliert und sich mit abtr\u00fcnnigen Einheiten der fr\u00fcheren kolumbianischen Guerilla FARC-EP verb\u00fcndet zu haben, um mit Kokain als Waffe die USA zu \u00fcberschwemmen. Venezuela ist ein wichtiges Transitland f\u00fcr den Schmuggel der Droge aus Kolumbien in Richtung USA und Europa.<\/p>\n<p>Maduro bezeichnet die US-Milit\u00e4rpr\u00e4senz in der Karibik als &#8222;gr\u00f6\u00dfte Bedrohung&#8220; seit einem Jahrhundert. Er warnte die USA vor milit\u00e4rischem Eingreifen in dem s\u00fcdamerikanischen Land und drohte im Falle eines Angriffs mit bewaffnetem Widerstand. &#8222;Wenn Venezuela angegriffen w\u00fcrde, w\u00fcrden wir sofort zum bewaffneten Kampf zur Verteidigung unseres Territoriums \u00fcbergehen&#8220;, sagte er. &#8222;Wir sind maximal auf Verteidigung Venezuelas vorbereitet.&#8220; Seine Regierung hatte zuvor Tausende Soldaten an die Grenze zu Kolumbien verlegt und neue Mitglieder f\u00fcr Milizen rekrutiert. <\/p>\n<p>&#8222;Herr Pr\u00e4sident Donald Trump&#8220;, sagte Maduro am Montag, &#8222;passen Sie auf, Herr Rubio will Ihre H\u00e4nde mit Blut beflecken&#8220;. Er bezeichnete den Au\u00dfenminister als &#8222;Kriegsherr&#8220;. Dem venezolanischen Machthaber zufolge hat Caracas zwei Kommunikationslinien mit Trumps Regierung: eine mit dem US-Au\u00dfenministerium und eine weitere mit Trumps Gesandtem f\u00fcr Sondermissionen, Richard Grenell. Rubio, so Maduro, versuche ihn zu st\u00fcrzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"US-Kriegsschiffe vor Venezuela Trump droht Maduro und belebt den &#8222;War on Drugs&#8220; wieder Von Roland Peters, New York&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":395254,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[106,433,13,14,15,23560,16,12,10,8,9,11,1700,103,104],"class_list":{"0":"post-395253","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-donald-trump","9":"tag-drogen","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-nicolas-maduro","14":"tag-politik","15":"tag-schlagzeilen","16":"tag-top-news","17":"tag-top-meldungen","18":"tag-topmeldungen","19":"tag-topnews","20":"tag-venezuela","21":"tag-welt","22":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115143947497294417","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/395253","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=395253"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/395253\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/395254"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=395253"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=395253"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=395253"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}