{"id":395868,"date":"2025-09-04T09:35:13","date_gmt":"2025-09-04T09:35:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/395868\/"},"modified":"2025-09-04T09:35:13","modified_gmt":"2025-09-04T09:35:13","slug":"grossbritannien-regierung-will-afghanen-aufnehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/395868\/","title":{"rendered":"Gro\u00dfbritannien: Regierung will Afghanen aufnehmen"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Die britische Regierung hat sich zur Aufnahme von zus\u00e4tzlich 7000 als gef\u00e4hrdet eingestuften Afghanen verpflichtet, kann aber die Kosten ihrer Aufnahme im Vereinigten K\u00f6nigreich offenbar nicht richtig kalkulieren. Die Entscheidung zur Beherbergung der Afghanen, die fr\u00fcher meist als Ortskr\u00e4fte f\u00fcr die Briten t\u00e4tig waren, fiel im April vorigen Jahres ohne Kenntnis der \u00d6ffentlichkeit. Sie war die Folge eines schweren Datenlecks: Ein Mitarbeiter des britischen Verteidigungsministeriums hatte im Jahr 2022 eine Tabelle mit den Namen und Personaldaten von 19.000 Afghanen, die Visa f\u00fcr Gro\u00dfbritannien und damit die Ausreise aus Afghanistan beantragt hatten, verschickt und somit \u00f6ffentlich gemacht.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Ein damals bestehendes R\u00fcckf\u00fchrungsprogramm umfasste die \u00dcbersiedlung von 16.000 Afghanen, einschlie\u00dflich ihrer Familienangeh\u00f6rigen. Nach dem Datenleck wurde insgeheim ein weiteres Programm aufgelegt, das Aufnahmevisa f\u00fcr 7000 Personen vorsieht. \u00dcber die Datenpanne und ihre Folgen konnte bis zum vergangenen Juli nicht \u00f6ffentlich berichtet werden, nachdem das Verteidigungsministerium noch in der Regierungszeit der Konservativen gerichtlich eine Nachrichtensperre \u00fcber den Vorfall erlangt hatte, die erst jetzt aufgehoben wurde.<\/p>\n<p>Von 150.000 Euro je \u00dcbersiedlungsfall ist die Rede<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Nun arbeitet das Verteidigungsministerium an der \u00dcbersiedlung der weiteren exponierten Ortskr\u00e4fte, von denen viele in Pakistan auf eine Entscheidung warten. Ein Sprecher des Ministeriums gab an, man erf\u00fclle die moralische Verpflichtung, die man jenen schulde, die an der Seite der britischen Soldaten gestanden und ihr Leben f\u00fcr diesen Einsatz riskiert h\u00e4tten. Das Verteidigungsministerium wehrt sich zugleich gegen Vorw\u00fcrfe, es k\u00f6nne die Kosten f\u00fcr die durch die Datenpanne verursachten zus\u00e4tzlichen Aufnahmen nicht genau beziffern.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Die Nationale Pr\u00fcfbeh\u00f6rde, eine Art britischer Rechnungshof, hatte Zweifel an den Kalkulationen ge\u00e4u\u00dfert. Nach Angaben des Verteidigungsressorts sollen die Kosten je \u00dcbersiedlungsfall bei umgerechnet knapp 150.000 Euro liegen; insgesamt sollen sie etwa eine Milliarde Euro betragen. Die Rechnungsbeh\u00f6rde kritisiert jedoch, es seien keine Ans\u00e4tze f\u00fcr Schadenersatzanspr\u00fcche oder juristische Kosten in den Kostenkalkulationen enthalten.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Offenbar sind die M\u00e4ngel in der Kalkulation auch auf die Geheimhaltung zur\u00fcckzuf\u00fchren, die nach dem Datenleck \u00fcber die zus\u00e4tzliche R\u00fcckf\u00fchrungsaktion verh\u00e4ngt wurde. Viele Haushaltsposten wurden anschlie\u00dfend offenbar nicht \u00f6ffentlich gemacht, um keine Hinweise auf weitere R\u00fcckf\u00fchrungen zu geben. Der Vorsitzende des Haushaltsausschusses im Unterhaus, der Konservative Sir Geoffrey Clifton-Brown, sagte der Zeitung \u201eGuardian\u201c, es gebe eine anhaltende Verwirrung, wie viele Millionen schon aufgewendet seien und wie viel Geld noch f\u00fcr die weiteren R\u00fcckf\u00fchrungen ben\u00f6tigt werde. Der Ausschuss werde den Sachverhalt in der kommenden Woche untersuchen und Transparenz herstellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die britische Regierung hat sich zur Aufnahme von zus\u00e4tzlich 7000 als gef\u00e4hrdet eingestuften Afghanen verpflichtet, kann aber die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":395869,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3976],"tags":[331,332,13,14,15,12,3992,3993,3994,3995,3996,3997],"class_list":{"0":"post-395868","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-vereinigtes-koenigreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-uk","15":"tag-united-kingdom","16":"tag-united-kingdom-of-great-britain-and-northern-ireland","17":"tag-vereinigtes-koenigreich","18":"tag-vereinigtes-koenigreich-grossbritannien-und-nordirland","19":"tag-vereinigtes-koenigreich-von-grossbritannien-und-nordirland"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115145351143120940","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/395868","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=395868"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/395868\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/395869"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=395868"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=395868"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=395868"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}