{"id":396272,"date":"2025-09-04T13:12:12","date_gmt":"2025-09-04T13:12:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/396272\/"},"modified":"2025-09-04T13:12:12","modified_gmt":"2025-09-04T13:12:12","slug":"u-boot-wrack-in-der-nordsee-u16-nun-vollstaendig-geborgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/396272\/","title":{"rendered":"U-Boot-Wrack in der Nordsee: U16 nun vollst\u00e4ndig geborgen"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/uboot-138.webp\" alt=\"Ein Teil eines mehr als 100 Jahre alten deutschen U-Boot-Wracks liegt im Hafen von Cuxhaven.\" title=\"Ein Teil eines mehr als 100 Jahre alten deutschen U-Boot-Wracks liegt im Hafen von Cuxhaven. | NDR, Sebastian Duden\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>\n            Stand: 04.09.2025 14:05 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Ein 1919 vor der Nordseeinsel Scharh\u00f6rn gesunkenes U-Boot-Wrack ist jetzt geborgen. Beim ersten Versuch war die U16 zerborsten. Nun wurde auch das Heck aus dem Wasser gezogen.<\/p>\n<p class=\"\">\nDie Bergung am Mittwoch sei erfolgreich verlaufen, sagte ein Sprecher der Generaldirektion Wasserstra\u00dfen und Schifffahrt (GDWS) dem NDR Niedersachsen am Donnerstag. Bei dem nun gehobenen Teil des U-Bootes aus dem Ersten Weltkrieg handele es sich um den hinteren, also um das Heck. Die am Sonntag gehobenen Rumpfteile liegen laut Schr\u00f6der bereits in Cuxhaven. Eigentlich sollte das komplette Wrack der U16 von einem Kran gehoben werden, es zerbrach jedoch <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/oldenburg_ostfriesland\/auf-nordseegrund-gesunken-weltkriegs-u-boot-zerbricht-bei-bergung,wrack-112.html\" title=\"Auf Nordseegrund gesunken: Weltkriegs-U-Boot zerbricht bei Bergung\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">beim Anheben in zwei Teile<\/a>.<\/p>\n<p>    Arch\u00e4ologe kritisiert unprofessionelle Bergungsarbeit<\/p>\n<p class=\"\">\nDass das U-Boot beim Bergen durchgebrochen ist, spricht aus Sicht des Kieler Unterwasserarch\u00e4ologen und &#8222;TerraX&#8220;-Moderators Florian Huber nicht f\u00fcr professionelle Arbeit. Er h\u00e4tte es f\u00fcr sinnvoll gehalten, das U-Boot aus dem Ersten Weltkrieg an Ort und Stelle zu lassen. Wenn das Boot ein Hindernis f\u00fcr die Schifffahrt gewesen sei, h\u00e4tte es auch ein St\u00fcck versetzt werden k\u00f6nnen, meint Huber. Wenn das Boot aber geborgen werden musste, dann h\u00e4tte sich der Arch\u00e4ologe gew\u00fcnscht, dass es dabei nicht besch\u00e4digt wird. Ein solches Boot unter Wasser zu untersuchen, sei relativ schwierig. Und es gebe keine U-Boote aus der Zeit des Ersten Weltkriegs, die nicht unter Wasser seien. U16 sei damals auf dem neuesten Stand der Technik gewesen. &#8222;Im Inneren des U-Boots k\u00f6nnen sich noch spannende Artefakte befinden&#8220;, sagte Huber dem NDR Niedersachsen.<\/p>\n<p>    Bundesamt: U-Boot h\u00e4tte unter Wasser zur Gefahr werden k\u00f6nnen<\/p>\n<p class=\"\">\nNach Angaben des Bundesamtes f\u00fcr Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) lag die U16 im Elbfahrwasser. Es habe die Gefahr bestanden, dass der 57 Meter lange Stahlrumpf unter Wasser unkontrolliert auseinanderbricht und daraufhin das Heck- oder der Bug des U-Boots in die H\u00f6he ragt. Dann w\u00e4ren laut BSH an der Stelle geringere Tiefen entstanden, wodurch der Schiffsverkehr h\u00e4tte gef\u00e4hrdet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>    Wrackteile liegen ungesch\u00fctzt in Cuxhaven<\/p>\n<p class=\"\">\nArch\u00e4ologe Huber kritisiert unterdessen auch, dass das bereits am Sonntag gehobene Wrackteil nun in Cuxhaven ungesch\u00fctzt im Hafen liegt. Dort beginne das Material zu rosten. Hubers Kollege Jens Auer, Sprecher der Kommission f\u00fcr Unterwasser- und Feuchtbodenarch\u00e4ologie im Verband der Landesarch\u00e4ologen, teilt diese Ansicht: &#8222;Alles, was ich an die Oberfl\u00e4che bringe, kann schnell problematisch werden.&#8220;<\/p>\n<p>    Wrack bricht auseinander &#8211; Arch\u00e4ologe sprachlos<\/p>\n<p class=\"\">\nZum fehlgeschlagenen ersten Bergungsversuch sagte Auer: &#8222;Ich bin also ein bisschen sprachlos und kann auch nicht wirklich verstehen, wie man dazu gekommen ist, das so zu machen.&#8220; Aus fachlicher Sicht sei die Aktion &#8222;der Super-GAU&#8220;. Dass sie von einer Bundesbeh\u00f6rde veranlasst wurde, sei besonders problematisch, da die Erhaltung eines Denkmals an seinem nat\u00fcrlichen Standort das prim\u00e4re Ziel sei. &#8222;Das ist ja schlie\u00dflich deutsches Kulturerbe. Wir k\u00f6nnen das ja nicht einfach kaputt machen&#8220;, sagte Auer. Zumindest muss es seiner Ansicht nach vorher dokumentiert werden.\u00a0Auer erg\u00e4nzte: &#8222;Es gab keine Dokumentation, keine arch\u00e4ologische Begleitung, keine fachliche Begleitung, keine Recherche vorher, nichts.&#8220;<\/p>\n<p>    Zukunft der U16-\u00dcberreste unklar<\/p>\n<p class=\"\">\nWas mit den beiden Wrackteilen passieren soll, ist derzeit noch unklar. &#8222;Aktuell liegen Anfragen von der Stiftung Deutsches Marinemuseum in Wilhelmshaven und vom Fahrzeug- und Technikmuseum Benneckenstein vor&#8220;, sagt Dominik Schr\u00f6der, Sprecher der Generaldirektion Wasserstra\u00dfen und Schifffahrt (WSA), dem NDR Niedersachsen. Auch von einer m\u00f6glichen Verschrottung war die Rede.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/uboot-124.webp\" alt=\"Ein mehr als 100 Jahre altes deutsches U-Boot-Wrack liegt im Hafen von Cuxhaven.\" title=\"Ein mehr als 100 Jahre altes deutsches U-Boot-Wrack liegt im Hafen von Cuxhaven. | NDR, Sebastian Duden\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Eine H\u00e4lfte des Wracks ist nach Cuxhaven gebracht worden. Museen zeigen derweil Interesse an m\u00f6glichen Exponaten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 04.09.2025 14:05 Uhr Ein 1919 vor der Nordseeinsel Scharh\u00f6rn gesunkenes U-Boot-Wrack ist jetzt geborgen. Beim ersten Versuch&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":396273,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[27353,29,15850,30,13,16187,14,15,7292,104422,12,10,8,9,11,19519,73436,64711],"class_list":{"0":"post-396272","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-cuxhaven","9":"tag-deutschland","10":"tag-erster-weltkrieg","11":"tag-germany","12":"tag-headlines","13":"tag-meer-und-kueste","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-nordsee","17":"tag-scharhoern","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-top-news","20":"tag-top-meldungen","21":"tag-topmeldungen","22":"tag-topnews","23":"tag-u-boot","24":"tag-u16","25":"tag-wrack"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115146204558724783","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/396272","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=396272"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/396272\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/396273"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=396272"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=396272"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=396272"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}