{"id":396473,"date":"2025-09-04T15:02:14","date_gmt":"2025-09-04T15:02:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/396473\/"},"modified":"2025-09-04T15:02:14","modified_gmt":"2025-09-04T15:02:14","slug":"grossbritannien-schliesst-steuerschlupfloch-verlassen-superreiche-das-land","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/396473\/","title":{"rendered":"Grossbritannien schliesst Steuerschlupfloch: Verlassen Superreiche das Land?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"headline__lead\">Anstatt zu zahlen, verlassen wohlhabende Expats das Land. Nun ist die Frage, ob die Massnahme \u00fcberhaupt Geld einbringen wird.<\/p>\n<p>   <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" alt=\"Bassim Haidar nutzte ein jahrhundertealtes Schlupfloch im Vereinigten K\u00f6nigreich, das wohlhabenden Ausl\u00e4ndern zugutekam.\" data-nzz-tid=\"article-image\" width=\"1280\" height=\"1707\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/4760825f-b756-468d-b5fd-5690f3948cb8.jpg\" loading=\"eager\"  class=\"image-placeholder__image\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1);\"\/>    Bassim Haidar nutzte ein jahrhundertealtes Schlupfloch im Vereinigten K\u00f6nigreich, das wohlhabenden Ausl\u00e4ndern zugutekam. <\/p>\n<p>Laura Pannack<\/p>\n<p>  Optimieren Sie Ihre Browsereinstellungen <\/p>\n<p>\n        NZZ.ch ben\u00f6tigt JavaScript f\u00fcr wichtige Funktionen. 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Der Start ist holprig.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j40ndj6n0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">\u00abIch bin gerade dabei, zu gehen\u00bb, sagte Bassim Haidar, ein in Nigeria geborener libanesischer Gesch\u00e4ftsmann, der 2010 hierherzog. \u00abEs kommt der Zeitpunkt, an dem man sich nicht mehr willkommen f\u00fchlt, und dann ist es Zeit, einfach zu packen und zu gehen.\u00bb<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j40nfup30\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Haidar ist eine der gesch\u00e4tzten 74\u00a0000 Personen, die ein jahrhundertealtes Steuerschlupfloch nutzten, das im April abgeschafft wurde und den globalen Reichen zugutegekommen war. Der sogenannte Non-Dom-Status erlaubte es Ausl\u00e4ndern, die im Vereinigten K\u00f6nigreich lebten, nur auf ihre inl\u00e4ndischen Eink\u00fcnfte Steuern zu zahlen. Im Ausland erzielte Gewinne wurden ignoriert, solange sie nicht ins Vereinigte K\u00f6nigreich gebracht wurden.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j40nigsk0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Von hohen Staatsschulden und einer maroden Infrastruktur geplagt, hoffte das Vereinigte K\u00f6nigreich, durch die Abschaffung des Non-Dom-Status bis 2030 etwa 45 Milliarden Dollar einzunehmen. Doch anstatt zu zahlen, str\u00f6men wohlhabende Expats zum Ausgang \u2013 was Fragen aufwirft, ob der Schritt \u00fcberhaupt Geld einbringen wird.<\/p>\n<p>Streit \u00fcber die Besteuerung der Reichen<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j40njhpj0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Das britische Experiment hat die schwierige Politik der Besteuerung von Reichen offengelegt. Die Besteuerung von Spitzenverdienern ist auf der Linken zu einem Schlachtruf geworden als L\u00f6sung f\u00fcr Einkommensungleichheit und br\u00f6ckelnde soziale Sicherungsnetze. Bef\u00fcrworter niedriger Steuern sagen, Steuern f\u00fcr Reiche seien kontraproduktiv, da sie Arbeitspl\u00e4tze gef\u00e4hrden und Grossverdiener vertreiben w\u00fcrden.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j40nk4880\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">In den USA hat Zohran Mamdani, der demokratische B\u00fcrgermeisterkandidat von New York City, eine \u00abMillion\u00e4rssteuer\u00bb f\u00fcr New Yorker vorgeschlagen, die mehr als 1 Million Dollar pro Jahr verdienen \u2013 was dazu f\u00fchrte, dass wohlhabende Personen lautstark ank\u00fcndigten, sie w\u00fcrden in Staaten mit niedrigeren Steuern wie Florida oder Texas umziehen.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j40nmepa0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Eine Herausforderung bei der Besteuerung der Reichen ist deren hohe Mobilit\u00e4t \u2013 mit H\u00e4usern rund um die Welt, Privatjets und einem Heer von Beratern, die Visa und b\u00fcrokratische Formalit\u00e4ten schnell besorgen bzw. erledigen k\u00f6nnen. L\u00e4nder wie Dubai, Italien und Monaco haben ihnen den roten Teppich ausgerollt und bieten ihnen Steuerbefreiung oder Strukturen, die dem alten Non-Dom-Status des Vereinigten K\u00f6nigreichs \u00e4hneln.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Bassim Haidar plant, das Vereinigte K\u00f6nigreich diesen Sommer zu verlassen.\" data-nzz-tid=\"article-image\" width=\"1280\" height=\"1707\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" loading=\"lazy\"  class=\"image-placeholder__image\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1);\"\/>    Bassim Haidar plant, das Vereinigte K\u00f6nigreich diesen Sommer zu verlassen. <\/p>\n<p>Laura Pannack<\/p>\n<p> Haidar und andere Verm\u00f6gende verlassen Grossbritannien<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j40nnkgg0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Haidar verdient den Grossteil seines Geldes mit Unternehmen, die er im Ausland gegr\u00fcndet hat. Er sch\u00e4tzt, dass die Steuerreform seine britische Steuerrechnung um das F\u00fcnf- bis Siebenfache erh\u00f6hen wird. Als Vater von f\u00fcnf Kindern macht er sich auch Sorgen \u00fcber die Erbschaftssteuer von 40 Prozent im Vereinigten K\u00f6nigreich, die nun auf sein weltweites Verm\u00f6gen anfallen w\u00fcrde.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j40nofrl0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Haidar verkauft seine Immobilien im Vereinigten K\u00f6nigreich und plant, im Sommer auszuwandern. Er wird seine Zeit zwischen Dubai und Griechenland aufteilen.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j40np21m0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Nassef Sawiris, ein \u00e4gyptischer Milliard\u00e4r und Mitbesitzer des englischen Fussballteams Aston Villa, ist laut beh\u00f6rdlichen Angaben vom Vereinigten K\u00f6nigreich nach Italien umgezogen. Der deutsche Krypto-Milliard\u00e4r Christian Angermayer zog letztes Jahr <a target=\"_blank\" data-li-document-ref=\"1848454\" href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/steuerflucht-in-die-schweiz-labours-haushaltsplaene-machen-londons-superreiche-nervoes-ld.1848454\" rel=\"nofollow noopener\">von London in die Schweiz<\/a>. Das Vereinigte K\u00f6nigreich hat zwar eine neue Steuerverg\u00fcnstigung f\u00fcr Auslandseinkommen eingef\u00fchrt, aber sie ist auf vier Jahre begrenzt und gilt f\u00fcr viele der fr\u00fcheren Inhaber des Non-Dom-Status nicht.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j40nqs2g0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">\u00abDie Regierung war vielleicht zu zuversichtlich, dass die internationalen Reichen London so sehr liebten, dass sie nicht gehen w\u00fcrden\u00bb, sagte Charlie Sosna, Partner in der Private-Wealth-Abteilung der Anwaltskanzlei Mishcon de Reya.<\/p>\n<p>Ein Privileg mit langer Geschichte<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j40ns4mq0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Wie die meisten L\u00e4nder besteuert das Vereinigte K\u00f6nigreich das weltweite Einkommen der Personen, die dort leben. Das ist anders als das auf Staatsb\u00fcrgerschaft fussende System der USA, nach dem alle Amerikaner der amerikanischen Steuer unterliegen, egal wo sie leben.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j40nso1n0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Wohlhabende Briten versuchen seit Jahrzehnten, den hohen Steuers\u00e4tzen des Vereinigten K\u00f6nigreichs zu entkommen. In den siebziger Jahren zogen die Rolling Stones nach Frankreich, um Steuern zu vermeiden, w\u00e4hrend David Bowie in die Schweiz ging.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j40nt6fl0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Das lukrative Non-Dom-Schlupfloch hatte den gegenteiligen Effekt und zog reiche Ausl\u00e4nder nach London. Das System geht zur\u00fcck auf 1799, als die erste Einkommenssteuer des Landes eingef\u00fchrt wurde, um den Krieg gegen Napoleon zu finanzieren.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j40ntog20\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Nur Einkommen, das im Vereinigten K\u00f6nigreich verdient wurde, unterlag der Steuer, wodurch Investitionen in den Kolonien des Imperiums steuerfrei blieben. Die Ausnahme wurde im Laufe der Zeit eingeschr\u00e4nkt, so dass sie weitgehend Ausl\u00e4ndern zugutekam, die nicht dauerhaft im Vereinigten K\u00f6nigreich leben wollten.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j40o01sh0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">In den 1970er Jahren kamen \u00d6l- und Schifffahrtsmagnaten nach London und kauften Villen, Hotels und Kaufh\u00e4user. Darauf folgte in den 1990er Jahren eine Welle russischer Oligarchen, was der Hauptstadt den Spitznamen <a target=\"_blank\" data-li-document-ref=\"1774547\" href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/-ld.1774547\" rel=\"nofollow noopener\">\u00abLondongrad\u00bb<\/a> einbrachte. In den letzten Jahren sind chinesische und indische Staatsangeh\u00f6rige zu einer gr\u00f6sseren Kraft geworden.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j40o0m0n0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Das Vereinigte K\u00f6nigreich war sich immer bewusst, dass einige reiche Einwohner wegen der Steuer\u00e4nderungen wegziehen w\u00fcrden, und ber\u00fccksichtigte das bei seinen Prognosen. Die unabh\u00e4ngige Haushaltsaufsichtsbeh\u00f6rde, das Office for Budget Responsibility, sch\u00e4tzte, dass von einer grossen Gruppe von Inhabern des Non-Dom-Status etwa 12 Prozent wegziehen w\u00fcrden. Aber diesen Monat warnte sie davor, dass die Abwanderung h\u00f6her sein k\u00f6nnte, und sagte, \u00abdie wachsende Abh\u00e4ngigkeit des Vereinigten K\u00f6nigreichs von dieser kleinen und mobilen Gruppe von Steuerzahlern stellt daher ein fiskalisches Risiko dar\u00bb.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Jurisdiktionen wie Dubai haben f\u00fcr die globalen Reichen den roten Teppich ausgerollt.\" data-nzz-tid=\"article-image\" width=\"1280\" height=\"853\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" loading=\"lazy\"  class=\"image-placeholder__image\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1);\"\/>    Jurisdiktionen wie Dubai haben f\u00fcr die globalen Reichen den roten Teppich ausgerollt. <\/p>\n<p>Rachel Mendelson<\/p>\n<p> Experten warnen vor fiskalischem Risiko<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j40o2lfp0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Aktionsgruppen, die sich f\u00fcr niedrigere Steuern einsetzen, zeichnen ein d\u00fcstereres Bild. Ein Bericht des Centre for Economics and Business Research, in Auftrag gegeben von der Kampagne Land of Opportunity, prognostizierte, dass ein h\u00f6herer Anteil von Inhabern des Non-Dom-Status wegziehen w\u00fcrde, und deutete an, dass die Regierung Geld verlieren k\u00f6nnte, wenn die Abwanderungsrate 25 Prozent \u00fcbersteige.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j40o3roc0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Wissenschaftliche Studien zu den Steuersystemen im Vereinigten K\u00f6nigreich, in der Schweiz und in den USA zeigen eine Spaltung unter den Reichen. Die Superreichen und \u00c4lteren ziehen eher um, wenn ihre Steuern oder Erbschaftssteuern erh\u00f6ht werden. Familien mit schulpflichtigen Kindern oder Menschen in einem Angestelltenverh\u00e4ltnis, wie etwa Anw\u00e4lte, ziehen seltener weg.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j40o4uov0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Andy Summers, ausserordentlicher Professor f\u00fcr Recht an der London School of Economics, untersuchte eine fr\u00fchere Reform des britischen Non-Dom-Programms im Jahr 2017 und stellte fest, dass etwa 5 Prozent der Betroffenen weggingen. Diejenigen, die blieben, zahlten 50 Prozent mehr Steuern in Grossbritannien.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j40o5ikf0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">\u00abEs ist nicht das erste Mal, dass Verm\u00f6gensberater den Untergang prophezeien\u00bb, sagte er. \u00abAber diesmal ist der Aufschrei viel lauter.\u00bb Summers glaubt, dass die Abschaffung des Non-Dom-Status, der seit Jahrzehnten als unfair kritisiert wird, Geld einbringen wird. \u00abEs ist schwer, ein faires Argument daf\u00fcr zu finden, dass eine Gruppe von Menschen, die im Vereinigten K\u00f6nigreich lebt, niedrigere Steuers\u00e4tze zahlen sollte als andere\u00bb, sagte er.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j40o96nj0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Unternehmen, die sich auf die Reichen spezialisiert haben, sind von den Abwanderungen betroffen. Laut dem Immobilienunternehmen Knight Frank sind die Verk\u00e4ufe von Londoner Wohnimmobilien im Wert von mehr als 10 Millionen Dollar im ersten Quartal um 37 Prozent zur\u00fcckgegangen. Die Preise bef\u00e4nden sich auf einem Zehnjahrestief und Verhandlungen, die fr\u00fcher nur wenige Tage gedauert h\u00e4tten, z\u00f6gen sich jetzt \u00fcber Wochen hin, sagte Stuart Bailey, Leiter des Bereichs Super-Prime-Verk\u00e4ufe in London bei Knight Frank.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j40ob4o60\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">\u00abEs steht ausser Frage, dass die Leute London verlassen\u00bb, sagte er. \u00abAber es ist definitiv nicht der Weltuntergang.\u00bb Viele wohlhabende Expats argumentieren, dass ihr Beitrag zum Vereinigten K\u00f6nigreich \u00fcber Steuern hinausgeht.<\/p>\n<p>Eine kanadische Investorin gibt auf<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j40obdil0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die Kanadierin Ann Kaplan Mulholland zog 2022 ins Vereinigte K\u00f6nigreich, nachdem sie ihr Unternehmen f\u00fcr Kredite im Bereich Medizin verkauft hatte und ihr j\u00fcngstes Kind an ein College gekommen war. Sie kaufte ein heruntergekommenes Schloss aus dem 13.\u00a0Jahrhundert und gab 15 Millionen Pfund (umgerechnet 20 Millionen Dollar) f\u00fcr Renovierungsarbeiten und den Bau von Restaurants und einem Hochzeitsgesch\u00e4ft auf dem Gel\u00e4nde aus.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j40of0dp0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Mulholland stellte etwa hundert Mitarbeiter ein, schloss sich ihrer lokalen Kirche an und begann, ihre Lebensmittel beim Einzelh\u00e4ndler Marks &amp; Spencer einzukaufen. Aber jetzt ist auch sie daran, wegzuziehen. Sie und ihr Mann, ein plastischer Chirurg, beantragten den <a target=\"_blank\" data-li-document-ref=\"1886655\" href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/europas-neues-steuerparadies-tausende-reiche-ziehen-nach-mailand-sehr-zum-unmut-der-bevoelkerung-ld.1886655\" rel=\"nofollow noopener\">Umzug nach Italien<\/a>, das f\u00fcr Expats eine Pauschale von etwa 230\u00a0000 Dollar pro Jahr erhebt anstelle einer Steuer auf ihr Auslandseinkommen.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j40ogl0r0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" data-vars-danzz-last-article-element=\"true\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">\u00abEs ist sehr schwierig, zu gehen, weil wir uns eingelebt haben\u00bb, sagte sie. \u00abIch w\u00e4re die gl\u00fccklichste Person \u00fcberhaupt, wenn all dies r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht w\u00fcrde.\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Anstatt zu zahlen, verlassen wohlhabende Expats das Land. 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