{"id":396704,"date":"2025-09-04T17:11:08","date_gmt":"2025-09-04T17:11:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/396704\/"},"modified":"2025-09-04T17:11:08","modified_gmt":"2025-09-04T17:11:08","slug":"museum-wiesbaden-zeigt-feininger-muenter-modersohn-becker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/396704\/","title":{"rendered":"Museum Wiesbaden zeigt \u201eFeininger, M\u00fcnter, Modersohn-Becker\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Im Jahr seines 200. Geburtstags hat das Museum <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Wiesbaden\" data-rtr-id=\"69d5fc480fc1fc03846b046ecde7f0a239cedbcb\" data-rtr-score=\"14.707044107965768\" data-rtr-etype=\"location\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/thema\/wiesbaden\" title=\"Wiesbaden\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wiesbaden<\/a> allen Grund, vor Freude hell zu strahlen. Und genau dies ist auch der Eindruck, den man gewinnt, wenn man die gro\u00dfe Herbstausstellung \u201eFeininger, M\u00fcnter, Modersohn-Becker\u201c betritt, eine gro\u00dfangelegte Ausstellung zur \u201eKlassischen Moderne\u201c des Museums zur Geschichte seiner Sammlung.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Denn zu seinem Jubil\u00e4um kann das Museum in Teilen erstmals eine Sammlung pr\u00e4sentieren, die ein Wiesbadener Privatsammler dem Haus schon seit einigen Jahren testamentarisch versprochen hat und dies nun auch \u00f6ffentlich machen will. \u201eSehr gl\u00fccklich und sehr dankbar\u201c sei er, sagt Museumsdirektor Andreas Henning, \u00fcber die \u201egro\u00dfherzige Schenkung\u201c des M\u00e4zens, der lieber anonym bleiben m\u00f6chte: \u201eEs ist eine Sammlung, die unsere St\u00e4rken st\u00e4rkt und unsere L\u00fccken schlie\u00dft.\u201c<\/p>\n<p>Durch Schenkungen zu f\u00fchrendem Museum geworden<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Denn mit etwa 100 Werken hat sie ihren Schwerpunkt auf K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern aus dem Umfeld der \u201eNeuen K\u00fcnstlervereinigung M\u00fcnchen\u201c, des \u201eBlauen Reiters\u201c und der K\u00fcnstlergruppe \u201eBr\u00fccke\u201c sowie der Neuen Sachlichkeit. Sie weist gro\u00dfe Namen wie Erich Heckel, Alexej von Jawlensky, Ida Kerkovius und Max Pechstein auf, macht mit selten ausgestellten K\u00fcnstlerinnen wie Erma Bossi, Elisabeth Epstein oder Ilona Singer bekannt und verf\u00fcgt \u00fcber Skulpturen von Ernst Barlach, Marg Moll oder Louise Stomps. Und kann vielerlei Bez\u00fcge zu anderen Werken des Museums Wiesbaden herstellen, die ebenfalls mehrheitlich durch Schenkungen ans Haus gekommen sind.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">\u201eSeit 200 Jahren begleitet uns b\u00fcrgerliches Engagement\u201c, sagt Henning, der betont, dass das Museum Wiesbaden fast ausschlie\u00dflich aufgrund dieser Unterst\u00fctzungen heraus zu einem der f\u00fchrenden Museen f\u00fcr Expressionismus in Deutschland geworden sei. \u201eWir haben keinen ausgewiesenen Ankaufsetat.\u201c So seien unter den 105 jetzt ausgestellten Kunstwerken auch nur zehn, die das Museum Wiesbaden selbst angekauft habe.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"F\u00fcgt sich gut in die Wiesbadener Sammlung: Gabriele M\u00fcnter, \u201eBlumenstillleben mit Sofa und Kissen\u201c, 1910\" height=\"2726\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/fuegt-sich-gut-in-die.jpg\" width=\"2362\" class=\"sm:w-content-sm w-full\" tabindex=\"0\"\/>F\u00fcgt sich gut in die Wiesbadener Sammlung: Gabriele M\u00fcnter, \u201eBlumenstillleben mit Sofa und Kissen\u201c, 1910VG Bild-Kunst, Bonn 2025, Foto: Grisebach GmbH<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Der Rundgang durch die Ausstellung, die neben 50 Werken der j\u00fcngsten Zueignung noch einmal fast ebenso viele aus fr\u00fcheren Schenkungen pr\u00e4sentiert, beginnt mit dem expressiven Impressionismus zu Beginn des Jahrhunderts und f\u00fchrt \u00fcber den deutschen Expressionismus mit seinen pr\u00e4genden K\u00fcnstlergruppierungen in M\u00fcnchen und Berlin bis hin zur Neuen Sachlichkeit in den Zwanziger- und Drei\u00dfigerjahren. Gleich zu Beginn soll den Besuchern deutlich gemacht werden, welche Bedeutung die j\u00fcngste Schenkung hat. \u201eHier passiert etwas Gro\u00dfes\u201c, sagt Kurator Roman Zieglg\u00e4nsberger.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Menschenbild einer Neuen Sachlichkeit: Ulrich Neujahr, \u201eTatjana Magid-Riester\u201c, 1928\" height=\"1600\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/menschenbild-einer-neuen.jpg\" width=\"1304\" class=\"sm:w-content-sm w-full\" tabindex=\"0\"\/>Menschenbild einer Neuen Sachlichkeit: Ulrich Neujahr, \u201eTatjana Magid-Riester\u201c, 1928Sammlung Brabant<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">So werden neben der neuen Sammlung andere gro\u00dfe Konvolute ebenb\u00fcrtig vorgestellt: Die Avantgarde-Sammlung des Privatiers Heinrich Kirchhoff (1874-1934), die f\u00fcr Wiesbaden vorgesehen war, von den Nationalsozialisten aus dem Museum entfernt wurde und sich heute in Museen der ganzen Welt befindet. Die Kunstsammlung von Hanna Bekker vom Rath, die in ihrem Testament bestimmte, dass 30 der wichtigsten Werke einem Museum im Rhein-Main-Gebiet zukommen sollen \u2013 und das Museum Wiesbaden erhielt den Zuschlag, weil sich in dem Konvolut neben Arbeiten von Max Beckmann und Ernst Ludwig Kirchner auch Exponate von Jawlensky befanden. Oder von Frank Brabant, der sich 2017 entschied, seine Kunstsammlung nach seinem Tod zur H\u00e4lfte an die Staatlichen Museen in Schwerin, wo er geboren wurde, und zur anderen H\u00e4lfte an das Museum Wiesbaden zu geben, in dessen Umfeld seine Kollektion entstanden ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Diese Malerin gilt es besser zu entdecken: Ilona Singer, \u201eBildnis Francesco von Mendelssohn\u201c, 1928\" height=\"2200\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/diese-malerin-gilt-es-besser.jpg\" width=\"1852\" class=\"sm:w-content-sm w-full\" tabindex=\"0\"\/>Diese Malerin gilt es besser zu entdecken: Ilona Singer, \u201eBildnis Francesco von Mendelssohn\u201c, 1928Ketterer Kunst GmbH &amp; Co KG, M\u00fcnchen<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Auch darum geht es in der \u00fcberaus sehenswerten Ausstellung, wie sie in ihrem Untertitel bereits verr\u00e4t: \u201eWie Kunst ins Museum kommt\u201c l\u00e4sst sich ebenso erfahren. Mit dem M\u00e4zen, dessen Sammlung in der Zukunft einmal an das Museum geht, habe Kurator Zieglg\u00e4nsberger seit Jahren zusammen gearbeitet, so sei ein gro\u00dfes Vertrauensverh\u00e4ltnis entstanden, sagt Henning. Das Besondere an der Kollektion sei nun, dass sie vom Sammler auf den Bestand des Museums abgestimmt worden sei. Vor jeder Neuerwerbung habe er die sch\u00f6ne Frage gestellt: \u201eIst das auch f\u00fcr das Museum interessant?\u201c<\/p>\n<p>Feininger, M\u00fcnter, Modersohn-Becker Museum Wiesbaden, bis 26. April 2026 <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Jahr seines 200. Geburtstags hat das Museum Wiesbaden allen Grund, vor Freude hell zu strahlen. 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