{"id":397201,"date":"2025-09-04T21:47:12","date_gmt":"2025-09-04T21:47:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/397201\/"},"modified":"2025-09-04T21:47:12","modified_gmt":"2025-09-04T21:47:12","slug":"ist-der-vater-schuldfaehig-mord-an-sohn-wird-neu-verhandelt-panorama","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/397201\/","title":{"rendered":"Ist der Vater schuldf\u00e4hig? Mord an Sohn wird neu verhandelt &#8211; Panorama"},"content":{"rendered":"<p class=\"rhp-dpa-teaser\"><b>Nach dem Mord an seinem kleinen Sohn steht ein Vater erneut vor Gericht. Es geht um die Frage seiner Schuldf\u00e4higkeit. Dass er den Siebenj\u00e4hrigen t\u00f6tete, bezweifelt niemand.<\/b><\/p>\n<p><a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Bremen\" data-rtr-id=\"24544f0cca0c5752a1b6f2601c6270e19098306f\" data-rtr-score=\"29.974417282546902\" data-rtr-etype=\"location\" data-rtr-index=\"6\" href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/themen\/bremen?utm_source=rheinpfalz.de&amp;utm_medium=tms&amp;utm_campaign=intext\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bremen<\/a> (dpa) &#8211; Es war heimt\u00fcckischer Mord &#8211; da sind sich alle Beteiligten sicher: Im September 2023 t\u00f6tete ein heute 48-J\u00e4hriger in seiner Wohnung in Bremen seinen siebenj\u00e4hrigen Sohn mit einem Messer. Er stach mehrmals auf den wehrlosen K\u00f6rper ein und versetzte dem Kind einen Kehlenschnitt. Das Landgericht Bremen verurteilte den Mann im April 2024 zu einer 13-j\u00e4hrigen Haftstrafe. Er wurde in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Wegen einer psychischen Erkrankung sei die Steuerungsf\u00e4higkeit und damit auch seine Schuldf\u00e4higkeit bei der Tat eingeschr\u00e4nkt gewesen. <\/p>\n<p>Mutter des Kindes wirkt gefasst<\/p>\n<p>Nun sitzt der Deutsche vor einer anderen Schwurgerichtskammer erneut wegen der Tat auf der Anklagebank. Er erschien am ersten Verhandlungstag im dunklen Anzug, dazu trug er ein wei\u00dfes Hemd. Neben ihm sa\u00df eine Dolmetscherin, die ins T\u00fcrkische \u00fcbersetzte. Wie schon im ersten Prozess sieht der 48-J\u00e4hrige deutlich \u00e4lter aus als er ist. Seine Ex-Frau, die Mutter des Kindes, ist wieder Nebenkl\u00e4gerin. Sie wirkte \u00e4u\u00dferlich gefasst.<\/p>\n<p>Der <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Bundesgerichtshof\" data-rtr-id=\"094bbf3c01c7f42bf2f258cbc36f093fffe14d6a\" data-rtr-score=\"32.616764881074545\" data-rtr-etype=\"organisation\" data-rtr-index=\"1\" href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/themen\/bundesgerichtshof?utm_source=rheinpfalz.de&amp;utm_medium=tms&amp;utm_campaign=intext\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundesgerichtshof<\/a> (BGH) hatte auf Antrag der Staatsanwaltschaft die Entscheidung des Landgerichts Bremen teilweise aufgehoben. Die Verurteilung wegen Mordes zweifelte es nicht an. \u00abOffen ist weiterhin die Frage nach der Schuldf\u00e4higkeit des Angeklagten &#8211; und damit im Prinzip auch nach dem Warum\u00bb, sagte ein Sprecher des Landgerichts. Laut BGH sei die Begr\u00fcndung zur verminderten Schuldf\u00e4higkeit und damit auch die Annahme einer erheblich eingeschr\u00e4nkten Steuerungsf\u00e4higkeit nicht in ausreichendem Ma\u00dfe erfolgt. Daher m\u00fcsse ein zweites Mal verhandelt werden. <\/p>\n<p>Der Sohn war \u00fcbers Wochenende beim Vater<\/p>\n<p>Der Gerichtssprecher sagte, sollte der Angeklagte dieses Mal als voll schuldf\u00e4hig angesehen werden, k\u00f6nnte er statt in die Psychiatrie ins Gef\u00e4ngnis gehen. Es sei aber auch m\u00f6glich, dass er erneut als vermindert schuldf\u00e4hig angesehen werde. <\/p>\n<p>Der Angeklagte hatte seinem Sohn, der \u00fcbers Wochenende bei ihm zu Besuch war, im September 2023 in einem Eistee aufgel\u00f6ste Schlaftabletten gegeben. Anschlie\u00dfend t\u00f6tete er das schlafende Kind mit einem K\u00fcchenmesser. Der Junge verblutete am Tatort. Nach der Tat versuchte der Mann, sich das Leben zu nehmen. Telefonisch verabschiedete er sich von seiner Schwester, diese w\u00e4hlte den Notruf. \u00abOhne Behandlung w\u00e4re der Angeklagte verstorben\u00bb, las der Vorsitzende Richter Bj\u00f6rn Kemper aus dem ersten Urteil vor. <\/p>\n<p>Angeklagter glaubte an eine Drogenzukunft des Sohnes<\/p>\n<p>Die Eltern des Kindes hatten sich ein Jahr zuvor getrennt. Dem Urteil des Landgerichts zufolge konnte der Mann nicht akzeptieren, dass seine Ex-Frau einen neuen Partner hatte. Demnach steigerte er sich in die Vorstellung hinein, dass deren Freund mit Drogen zu tun habe. Seinen Angaben zufolge t\u00f6tete er den Jungen, um ihm ein Leben als Drogenabh\u00e4ngiger zu ersparen.<\/p>\n<p>Ein Gutachter hatte dem Angeklagten im ersten Prozess eine mittelschwere Depression mit einer schizoaffektiven St\u00f6rung attestiert. Auch gebe es Hinweise auf \u00abhirnorganische Komponenten\u00bb, hatte die damalige Vorsitzende Richterin gesagt. Seit 2015 war der Mann in psychiatrischer Behandlung. <\/p>\n<p>Mutter wird wieder als Zeugin aussagen<\/p>\n<p>Der Prozess wird am 17. September fortgesetzt. Der Verteidiger k\u00fcndigte an, dass sein Mandant sich dann \u00e4u\u00dfern wolle. Zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt soll auch wieder die Mutter des Kindes als Zeugin befragt werden. \u00abEr hat komplett unser Leben ruiniert\u00bb, hatte sie beim ersten Mal unter Tr\u00e4nen gesagt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/6830311_1_articledetail_Der_Angeklagte_ist_in_einer_psychiatrischen_Klinik_untergebracht._.webp.webp\" alt=\"Vater nach Mord an Sohn erneut vor Gericht\" title=\"Vater nach Mord an Sohn erneut vor Gericht\" width=\"753\" height=\"502\" class=\"nfy-mobile-first\"\/> Der Angeklagte ist in einer psychiatrischen Klinik untergebracht.Foto: Sina Schuldt\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach dem Mord an seinem kleinen Sohn steht ein Vater erneut vor Gericht. Es geht um die Frage&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":397202,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1844],"tags":[1634,2420,6644,3364,29,30,8903,1584,2183,2283,1997,78398,7490,2408],"class_list":{"0":"post-397201","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-karlsruhe","8":"tag-baden-wuerttemberg","9":"tag-bremen","10":"tag-bundesgerichtshof","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-karlsruhe","15":"tag-kriminalitaet","16":"tag-mord","17":"tag-prozess-gericht","18":"tag-staatsanwaltschaft","19":"tag-touchme","20":"tag-vermischtes","21":"tag-zusammenfassung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115148229490876703","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/397201","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=397201"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/397201\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/397202"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=397201"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=397201"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=397201"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}