{"id":397543,"date":"2025-09-05T01:09:33","date_gmt":"2025-09-05T01:09:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/397543\/"},"modified":"2025-09-05T01:09:33","modified_gmt":"2025-09-05T01:09:33","slug":"niedersachsen-plant-preisbremse-fuer-acker-und-gruenland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/397543\/","title":{"rendered":"Niedersachsen plant Preisbremse f\u00fcr Acker- und Gr\u00fcnland"},"content":{"rendered":"<p class=\"\">\n                    Niedersachsen f\u00fchrt eine Preisbremse f\u00fcr l\u00e4ndlichen Grund und Boden ein. Dazu hat Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte (Gr\u00fcne) ein\u00a0\u201eAgrarstrukturgesetz\u201c\u00a0vorgelegt. Ziel sei es, aktiven b\u00e4uerlichen Betrieben den Zugang zu Acker- und Gr\u00fcnland zu erleichtern. Spekulationen mit Grund und Boden sollen einged\u00e4mmt, Fl\u00e4chenk\u00e4ufen durch Investoren au\u00dferhalb der Agrarbranche entgegengewirkt werden.\n            <\/p>\n<p>            Ackerland als Spekulationsobjekt<\/p>\n<p class=\"\">\n                    \u201eAckerland ist in den letzten Jahren zu einem Spekulationsobjekt geworden\u201c, sagte Staudte (Gr\u00fcne) am Mittwoch in Hannover. Viele landwirtschaftliche Betriebe k\u00f6nnten bei Pacht- und Kaufpreisen nicht mehr mithalten. So sei der Pachtpreis bei Ackerland von 2010 bis 2023 von durchschnittlich 351 auf 643 Euro pro Hektar gestiegen. Explodiert seien auch die Kaufpreise f\u00fcr Ackerland: von 20.434 (2010) auf 65.717 Euro je Hektar (2023). Berufseinsteiger k\u00f6nnten diese Kosten in ihrem Berufsleben nicht refinanzieren, so Staudte weiter.\n            <\/p>\n<p class=\"\">Lesen Sie auch: <a href=\"https:\/\/www.noz.de\/lokales\/kreis-steinfurt\/artikel\/das-ist-das-erfolgsrezept-von-bauer-hanno-haselroth-aus-tecklenburg-gegen-duerre-48877299\" class=\"link underline-blue\" title=\"Ohne Pflug und ohne Bew\u00e4sserung: Wie ein Bauer aus Tecklenburg der D\u00fcrre trotzt\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\">Ohne Pflug und ohne Bew\u00e4sserung: Wie ein Bauer aus Tecklenburg der D\u00fcrre trotzt<\/a><\/p>\n<p class=\"\">\n                    Das Gesetz soll dazu beitragen, den rasanten Preisanstieg zu d\u00e4mpfen. Die 51 sogenannten Grundst\u00fccksverkehrsaussch\u00fcsse bei den Landkreisen und Gro\u00dfst\u00e4dten sollen nach dem Entwurf mehr Befugnisse erhalten. Sie k\u00f6nnen k\u00fcnftig Kauf- oder Pachtvertr\u00e4ge untersagen, wenn die Preise mehr als 50 Prozent \u00fcber dem regionalen Durchschnitt liegen.\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    Die Beh\u00f6rden k\u00f6nnen zudem eingreifen, wenn es zu einer \u201enachteiligen Fl\u00e4chenanh\u00e4ufung\u201c kommen w\u00fcrde. Daf\u00fcr sind Grenzen definiert: im Pachtverkehr das Vierfache der durchschnittlichen Betriebsgr\u00f6\u00dfe von 73 Hektar, beim Kauf das Achtfache f\u00fcr Einzelbetriebe und das Zehnfache f\u00fcr Personengesellschaften. Die Landkreise m\u00fcssen den Verkauf von Fl\u00e4chen k\u00fcnftig auf ihren Online-Portalen \u00f6ffentlich machen.\n            <\/p>\n<p>            Fl\u00e4chen sollen innerhalb der Agrarbranche gekauft werden<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Eingriffe plant das Land auch bei sogenannten \u201eShare Deals\u201c: also wenn Anteile an Gesellschaften mit Grundbesitz verkauft werden. F\u00fcr die Genehmigung ist k\u00fcnftig das Agrarministerium in Hannover zust\u00e4ndig. Verst\u00f6\u00dfe gegen die sogenannte Anzeigepflicht k\u00f6nnten mit Bu\u00dfgeldern bis zu einer Million Euro geahndet werden.\u00a0\n            <\/p>\n<p>\n                                Rund 2,6 Millionen Hektar Fl\u00e4che werden in Niedersachsen landwirtschaftlich genutzt.<br \/>\n                            Foto: dpa\/ Jan Woitas<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/landwirtschaft-bauern.jpg\" title=\"Rund 2,6 Millionen Hektar Fl\u00e4che werden in Niedersachsen landwirtschaftlich genutzt.\" alt=\"Rund 2,6 Millionen Hektar Fl\u00e4che werden in Niedersachsen landwirtschaftlich genutzt.\" class=\"lightbox__single-image__content__image-wrapper__img\" loading=\"lazy\" width=\"375\" height=\"240\"\/>Icon MaximizeIcon Lightbox Maximize<\/p>\n<p>SchliessenX ZeichenKleines Zeichen welches ein X symbolisiert<\/p>\n<p><img class=\"lightbox--enabled__container__image-wrapper__img\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p class=\"\">\n                    Scharf kritisierte Staudte Unternehmen au\u00dferhalb der Agrarbranche, die begehrte Ackerfl\u00e4chen aufkaufen w\u00fcrden. So wollte die \u201eSAG Agrargesellschaft\u201c, die zu einer Tochtergesellschaft der Sparkasse Hildesheim-Goslar-Peine geh\u00f6rt, eine Fl\u00e4che von 30.000 Hektar erwerben. Der Grundst\u00fccksverkehrsausschuss untersagte den Kauf und bekam vorm Amtsgericht Wennigsen (Region Hannover) Recht.\n            <\/p>\n<p>            Kritik vom Landvolk Niedersachsen<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Das\u00a0Landvolk Niedersachsen\u00a0kritisierte Staudtes Gesetzentwurf. Vizepr\u00e4sident Frank Kohlenberg sprach von einem \u201eAgrarstrukturverschlimmerungsgesetz\u201c. Es w\u00fcrde dazu f\u00fchren, dass weitere Fl\u00e4chen aus der landwirtschaftlichen Produktion fallen und die B\u00fcrokratie zunehme. Staudte widersprach auf Anfrage unserer Redaktion.\n            <\/p>\n<p class=\"\">Auch interessant: <a href=\"https:\/\/www.noz.de\/deutschland-welt\/niedersachsen\/artikel\/naehrstoffbericht-stickstoffgrenzwerte-leicht-ueberschritten-48716722\" class=\"link underline-blue\" title=\"G\u00fclle unter Kontrolle? Niedersachsen ver\u00f6ffentlicht neuen N\u00e4hrstoffbericht\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\">G\u00fclle unter Kontrolle? Niedersachsen ver\u00f6ffentlicht neuen N\u00e4hrstoffbericht<\/a><\/p>\n<p class=\"\">\n                    Die\u00a0Arbeitsgemeinschaft B\u00e4uerliche Landwirtschaft\u00a0dagegen begr\u00fc\u00dfte den Entwurf als \u201etragf\u00e4higen Kompromiss\u201c. Zustimmung kam aus der rot-gr\u00fcnen Koalition: \u201eLandwirtschaft ist kein Monopoly, deshalb braucht es klare Regeln f\u00fcr den Fl\u00e4chenmarkt\u201c, so Gr\u00fcnen-Agrarexperte Pascal Leddin. Nach Ansicht von Karin Logemann (SPD) aus Berne (Weserwarsch) geht das Gesetz \u201eein gro\u00dfes Problem unserer Landwirtschaft\u201c an.\n            <\/p>\n<p>            CDU argumentiert gegen den Entwurf<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Die CDU-Opposition im Landtag lehnt den Entwurf ab. Die geplanten umfangreichen Anzeige- und Nachweispflichten\u00a0sowie die zus\u00e4tzlichen Pr\u00fcfungen von Betriebsgr\u00f6\u00dfen und Pachtpreisen\u00a0w\u00fcrden den Verwaltungsaufwand massiv erh\u00f6hen, ohne tats\u00e4chliche Steuerungseffekte zu erzielen, sagte der Landtagsabgeordnete Marco Mohrmann (CDU). Statt B\u00fcrokratieabbau und mehr Handlungsspielraum f\u00fcr die Betriebe setzt das Gesetz auf versch\u00e4rfte Eingriffe und weitere Kontrollen.\n            <\/p>\n<p class=\"\">Weiterlesen: <a href=\"https:\/\/www.noz.de\/deutschland-welt\/politik\/artikel\/niedersachsens-wirtschaftsminister-will-mehr-dynamik-aus-berlin-49193221\" class=\"link underline-blue\" title=\"Niedersachsens Wirtschaftsminister Tonne: \u201eJetzt muss sich der Bund bewegen\u201c\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\">Niedersachsens Wirtschaftsminister Tonne: \u201eJetzt muss sich der Bund bewegen\u201c<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Niedersachsen f\u00fchrt eine Preisbremse f\u00fcr l\u00e4ndlichen Grund und Boden ein. Dazu hat Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte (Gr\u00fcne) ein\u00a0\u201eAgrarstrukturgesetz\u201c\u00a0vorgelegt. 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