{"id":397549,"date":"2025-09-05T01:12:12","date_gmt":"2025-09-05T01:12:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/397549\/"},"modified":"2025-09-05T01:12:12","modified_gmt":"2025-09-05T01:12:12","slug":"dresden-festival-in-hellerau-blickt-zurueck-auf-die-90er","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/397549\/","title":{"rendered":"Dresden: Festival in Hellerau blickt zur\u00fcck auf die 90er"},"content":{"rendered":"<p class=\"text\">\n<a name=\"In\">Am<\/a> Europ\u00e4ischen Zentrum der K\u00fcnste Hellerau in <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/kultur\/ausflug-tipps\/dresden-gratis-kultur-tipps-106.html\" title=\"Dresden kostenlos: Unsere Tipps f\u00fcr Ausstellungen, Konzerte &amp; Sehensw\u00fcrdigkeiten\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Dresden<\/a> ist am Donnerstagabend das Festival &#8222;Transformation Forever&#8220; er\u00f6ffnet worden. Es widmet sich bis Anfang Dezember den gesellschaftlichen Umbr\u00fcchen in den 1990er-Jahren. &#8222;Das ist ein Projekt, das in zwei Teilen stattfindet&#8220;, so die Hellerau-Intendantin Carena Schlewitt bei MDR KULTUR. Es gebe zun\u00e4chst eine Spurensuche im Hellerau der 90er-Jahre, dann \u00f6ffne sich das ganze Projekt mit internationalen Produktionen in Richtung Mittel- und Osteuropa.\n<\/p>\n<p><a name=\"Auftakt\">Auftakt <\/a>mit Ausstellung und Vortrag in Hellerau<\/p>\n<p class=\"text\">\nZum Auftakt des Festivals wurde auch die Ausstellung &#8222;Zoom 90-06&#8220; er\u00f6ffnet. Sie widmet sich der wechselhaften Geschichte des Festspielhauses in Hellerau \u2013 beispielsweise in Interviews mit ehemaligen Akteurinnen und Akteuren der Szene. &#8222;Es ist ein Ausschnitt aus dem Werk der Neunziger, das in Hellerau geschaffen wurde, von sehr vielen freien K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern&#8220;, so Carena Schlewitt. Dieser Ausschnitt zoome in die damalige Realit\u00e4t des Festspielhauses und der Geschichten, die sich dort abgespielt h\u00e4tten. &#8222;Das Ganze ist nat\u00fcrlich auch eine Anregung f\u00fcr das Publikum, selber in die Neunziger mit ihren eigenen Geschichten einzutauchen&#8220;, betonte die Intendantin.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nDas Festival bietet dazu Panels, Gespr\u00e4che und Diskussionen an, etwa \u00fcber die Gr\u00fcndung freier Produktionsh\u00e4user in Ostdeutschland oder \u00fcber Tanz in Hellerau in den 90ern. Am Er\u00f6ffnungsabend fand ein Vortrag von Jan Wenzel zu seinem Buch &#8222;Das Jahr 1990 freilegen&#8220; statt.\n<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"text\">Das Ganze ist auch eine Anregung f\u00fcr das Publikum, selber in die 90er mit ihren eigenen Geschichten einzutauchen.<\/p>\n<p>Carena Schlewitt, Intendantin<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Gastspiele mit Positionen aus Europa<\/p>\n<p class=\"text\">\nUnter dem Motto &#8222;<a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/kultur\/ausflug-tipps\/industriekultur-chemnitz-zehn-orte-100.html\" title=\"Chemnitz: 10 beeindruckende Orte der Industriekultur\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Transformation<\/a> Forever&#8220; stehen dann die Gastspiele von mittel- und osteurop\u00e4ischen K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern. Hier soll Tanz, Performance und Musik gezeigt werden. Den Auftakt macht am Freitagabend das St\u00fcck &#8222;Genetik Woyzeck&#8220;, eine Medien-Pop-Installation von Harriet Maria und Peter Meining, die bereits 1997 im Festspielhaus Hellerau gezeigt wurde. Jetzt \u2013 28 Jahre nach der Premiere \u2013 stellt die Inszenierung neue, gegenw\u00e4rtige Fragen zu Medien, Realit\u00e4t und Identit\u00e4t im Zeitalter von KI und Fake News.\n<\/p>\n<p><a name=\"Festival\">Festival<\/a> trotz massiver K\u00fcrzungen f\u00fcr Hellerau<\/p>\n<p class=\"text\">\n\u00dcber dem Festival &#8222;Transformation Forever&#8220; liegt f\u00fcr die Veranstalter aber auch ein Schatten. Das Europ\u00e4ische Zentrum der K\u00fcnste Hellerau ist <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/dresden\/hellerau-carena-schlewitt-kultur-news-100.html\" title=\"Hellerau-Intendantin: Streichung von Kultur-Bundesmitteln bedeutet radikale Einschr\u00e4nkung des Programms\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">von massiven K\u00fcrzungen<\/a> betroffen. Unter anderem bekommt es als Teil des B\u00fcndnisses internationaler Produktionsh\u00e4user in diesem Jahr deutlich weniger Geld vom Bund als noch 2024. <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/dresden\/kulturausschuss-dresden-geld-beschluss-kultur-news-100.html\" title=\"Dresden: Kulturausschuss beschlie\u00dft Verteilung von F\u00f6rdergeldern\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Auch die Stadt Dresden k\u00fcrzte<\/a> ihre Zuwendungen.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nCarena Schlewitt erkl\u00e4rte dazu: &#8222;Nat\u00fcrlich ist es so, dass wir im Moment haupts\u00e4chlich das Programm realisieren k\u00f6nnen, f\u00fcr das wir Drittmittelf\u00f6rderung bekommen haben.&#8220; Das sei auch beim Festival &#8222;Transformation Forever&#8220; der Fall. Es gebe F\u00f6rderungen der Kulturstiftung des Bundes sowie vom Beauftragten der Bundesregierung f\u00fcr Kultur und Medien. Ohne diese Kombination von Drittmitteln h\u00e4tte der Schwerpunkt 90er-Jahre &#8222;in dieser Gewichtung&#8220; nicht durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nMit Blick auf m\u00f6gliche weitere Streichungen von F\u00f6rdergeldern werde man sich auch mit Kollegen aus osteurop\u00e4ischen L\u00e4ndern austauschen, so Schlewitt: &#8222;Das alles findet ja statt, zum Beispiel in Ungarn und zunehmend in der Slowakei und hat stattgefunden in Polen.&#8220; Es gehe darum, von dortigen Akteuren zu lernen: &#8222;Wie macht man denn dann \u00fcberhaupt weiter, wie geht das?&#8220; Auch um diese Fragen wird es f\u00fcr die Veranstalter w\u00e4hrend des aktuellen Festivals, das bis Anfang Dezember geplant ist, gehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am Europ\u00e4ischen Zentrum der K\u00fcnste Hellerau in Dresden ist am Donnerstagabend das Festival &#8222;Transformation Forever&#8220; er\u00f6ffnet worden. 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