{"id":397562,"date":"2025-09-05T01:19:17","date_gmt":"2025-09-05T01:19:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/397562\/"},"modified":"2025-09-05T01:19:17","modified_gmt":"2025-09-05T01:19:17","slug":"grassimesse-leipzig-2025-leipziginfo-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/397562\/","title":{"rendered":"Grassimesse Leipzig 2025 &#8211; LEIPZIGINFO.DE"},"content":{"rendered":"<p>Die Grassimesse als Plattform f\u00fcr erlesene Handwerkskunst und originelles Produktdesign hat eine lange Tradition, die bis ins Jahr 1920 reicht. Hier wurden und werden noch immer die aktuellen Trends guter Gestaltung vorgestellt. Renommierte Designer und Gestalterinnen mit herausragenden St\u00fccken stehen neben jungen Kunsthandwerkern und Hochschulabsolventinnen, die mit \u00dcberraschungen auftrumpfen.<br \/>Auf der dreit\u00e4gigen Grassimesse geht es um \u00c4sthetik, um hervorragenden Umgang mit Materialien und Funktionalit\u00e4t sowie das \u201eEintauchen\u201c in gute Gestaltung. Hier werden qualit\u00e4tsvolle Einzelst\u00fccke und Kleinserien verkauft, das Publikum kommt auf dieser inspirierenden Verkaufsmesse mit den Kreativen ins Gespr\u00e4ch und erlebt eine immense Vielfalt angewandter Kunst. F\u00fcr Designfans, Kunstbegeisterte und an Gestaltung Interessierte ist die Grassimesse ein Highlight im Ausstellungskalender.<\/p>\n<p>Die Grassimesse l\u00e4dt zum Schauen, Informieren und Kaufen ein und zeigt Neuestes aus den Bereichen Schmuck und Accessoires, Keramik und Porzellan, Mode und Textil, M\u00f6bel, Holz, Metall, Glas und Papier. Aus einem Bewerberkreis von mehr als 290 K\u00fcnstlerinnen und Designern weltweit w\u00e4hlte eine Fachjury im Fr\u00fchsommer die rund 140 Teilnehmenden an 80 Messest\u00e4nden f\u00fcr den Herbst aus. In diesem Jahr kommen sie aus elf L\u00e4ndern in Europa und Asien. Es werden acht Grassipreise vergeben, die mit insgesamt 11.000 Euro sowie Sachpreisen und Ank\u00e4ufen f\u00fcrs Museum dotiert sind.<\/p>\n<p>Die 80 Messest\u00e4nde erstrecken sich auf rund 4.000 qm im Erdgeschoss und im 1. OG des Museums. In gro\u00dfen Ausstellungsr\u00e4umen, der charakteristischen Art d\u00e9co-Pfeilerhalle, den Foyers und auch direkt in der Dauerausstellung sind die Messest\u00e4nde aufgebaut. So wandeln die G\u00e4ste zwischen hellen galerie\u00e4hnlichen R\u00e4umen und den S\u00e4len des historischen Bereichs der Dauerausstellung \u201eAntike bis Historismus\u201c. F\u00fcr eine Messe einmalig ist diese unmittelbare Korrespondenz der zeitgen\u00f6ssischen Exponate zu den kulturhistorischen Vorbildern und Meisterwerken der Sammlungen.<\/p>\n<p><strong>Schmuck<\/strong><\/p>\n<p>Neben klassischen Materialien wie Gold und Silber sind ebenso unkonventionelle Materialien wie Pappmach\u00e9 oder Kunststoff vertreten. Letzterer zeigt sich besonders wandlungsf\u00e4hig: Bei Margit J\u00e4schke aus Halle\/ Saale dient er als farbige malerisch gestaltete Fl\u00e4che, bei der Leipzigerin D\u00f6rte Dietrich wird er zur skulpturalen Interpretation floraler Formen. Das finnische Designerduo Chao-Hsien und Eero Hintsanen l\u00e4sst sich von der Natur inspirieren. Ihre gegossenen Silberobjekte \u2013 einzeln als Ohrschmuck oder als Kette aneinandergereiht \u2013 wecken Assoziationen: Knochen? Mythische Symbole? F\u00fcr Eni Cani aus Wien wird Schmuck zum Helfer in einer Welt ohne Insekten. In ihrer Zukunftsvision dienen Ring und Schulterschmuck der Best\u00e4ubung, eine Brosche mit synthetischen Insektenger\u00e4uschen soll Artgenossen anlocken \u2013 Bienen best\u00e4uben das Gold von morgen!<\/p>\n<p><strong>Keramik<\/strong><\/p>\n<p>Der experimentelle Umgang mit Ton und Glasur ist auf der Messe stark vertreten. So baut der S\u00fcdkoreaner Philsoo Heo \u201einnere Strukturen\u201c \u2013 keramische Begleiter in herausfordernden Lebensphasen. Im Kontrast dazu stehen die klaren, k\u00fchl anmutenden Gef\u00e4\u00dfe von Jungwoon Lee, der sich mit der \u00c4sthetik industrieller Produkte besch\u00e4ftigt. Ungewohnte Perspektiven und scheinbare Pseudofunktionen fordern dazu auf, Vertrautes neu zu betrachten. F\u00fcr die S\u00fcdkoreanerin Youkoung Sin steht sinnliche Haptik im Mittelpunkt: Die Oberfl\u00e4chen ihrer Gef\u00e4\u00dfe zeigen Spuren der Herstellungsprozesse, die dekorativ sichtbar bleiben und das Material sprechen lassen.<\/p>\n<p><strong>Holz<\/strong><\/p>\n<p>Das oft totgesagte erzgebirgische Kunsthandwerk erlebt mit der jungen Designerin Emma Brix eine engagierte Wiederbelebung. Mit ihren \u201eLuftschl\u00f6ssern\u201c interpretiert sie die klassische Weihnachtspyramide neu: Die beweglichen Miniaturh\u00e4user k\u00f6nnen vom Nutzer individuell zusammengebaut werden \u2013 gesch\u00fctzt unter einem m\u00e4rchenhaften Schlossdach.<\/p>\n<p><strong>Textil und Mode<\/strong><\/p>\n<p>Hier begegnen sich traditionelles Handwerk und zeitgen\u00f6ssische Statements. Die 1990 in Mexiko geborene Yameli G\u00f3mez Jim\u00e9nez stickt feministische und politische Parolen auf kleinformatige Textilien. Durch das meditative Arbeiten wird das Politische auch zu ihrem pers\u00f6nlichen Ausdruck. Im Bereich Mode thematisiert das nordmazedonische Label LUDUS Emotionen in ihrer ganzen Komplexit\u00e4t. Designer Dragan Hristov, Absolvent der Brera-Akademie der Sch\u00f6nen K\u00fcnste in Mailand, entwirft minimalistische monochrome Kollektionen, die melancholische Stimmungen aufnehmen und zugleich die sich wandelnden Geschlechterrollen der westlichen Gesellschaft reflektieren.<\/p>\n<p><strong>Hochschulprojekte<\/strong><\/p>\n<p>Jedes Jahr begeistern Semesterprojekte verschiedener Hoch-und Fachschulen mit ihren innovativen und kreativen Ans\u00e4tzen. Alte und neue Techniken treffen aufeinander. Vertreten sind in diesem Jahr:<\/p>\n<ul>\n<li>Oslo National Academy of the Arts<\/li>\n<li>Bauhaus-Universit\u00e4t Weimar<\/li>\n<li>Hochschule f\u00fcr Grafik und Buchkunst Leipzig<\/li>\n<li>Hochschule Wismar\/ Fakult\u00e4t Gestaltung<\/li>\n<li>Hochschule Hof\/ Textildesign<\/li>\n<li>Staatliche Fachschule Keramik H\u00f6hr-Grenzhausen<\/li>\n<li>Wests\u00e4chsische Hochschule Zwickau\/ Fakult\u00e4t Angewandte Kunst Schneeberg<\/li>\n<\/ul>\n<p>Weitere Programmangebote:<\/p>\n<ul>\n<li>University Insights &#8211; Die Hochschulen stellen sich vor<br \/>Fr, 24.10. 14.00 \u2013 18.00 Uhr, Foyer 1. Obergeschoss<\/li>\n<li>Standgespr\u00e4che \u201cResteverwertung \u2013 der Reiz einer von Prozessen inspirierten \u00c4sthetik\u201d<br \/>mit Schnuppe von Gwinner; Sa, 25.10., 11 Uhr + So, 26.10., 15 Uhr<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>\u00dcber die Grassimesse<\/strong><\/p>\n<p>Die historischen Wurzeln der GRASSIMESSE liegen im Jahr 1920. Gestern wie heute sind k\u00fcnstlerische Qualit\u00e4t in Gestaltung und Ausf\u00fchrung ebenso wie Eigenst\u00e4ndigkeit und Experimentierfreudigkeit entscheidende Kriterien f\u00fcr die Auswahl der Jury. Diese international ausgerichtete Verkaufsmesse f\u00fcr angewandte Kunst und Produktdesign z\u00e4hlt zu den bedeutendsten ihrer Art in Europa.<\/p>\n<p><strong>GRASSIMESSE LEIPZIG<\/strong><br \/>24.10.\u201326.10.2025<\/p>\n<p>\u00d6ffnungszeiten:<br \/>Fr, 24.10. + Sa, 25.10., jeweils 10\u201319 Uhr<br \/>So, 26.10. 10\u201318 Uhr<\/p>\n<p>Eintritt:<br \/>Tagesticket 8 \u20ac f\u00fcr Erwachsene, erm\u00e4\u00dfigt 5,50 \u20ac bzw. 4 \u20ac; Abendticket 4 \u20ac<br \/>bis 18 Jahren freier Eintritt<\/p>\n<p>Ort:<br \/>GRASSI Museum f\u00fcr Angewandte Kunst<br \/>Johannisplatz 5-11<br \/>04103 Leipzig<\/p>\n<p>Weitere Informationen:<br \/><a href=\"https:\/\/www.grassimesse.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">www.grassimesse.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Grassimesse als Plattform f\u00fcr erlesene Handwerkskunst und originelles Produktdesign hat eine lange Tradition, die bis ins Jahr&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":397563,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1832],"tags":[3364,29,30,71,859],"class_list":{"0":"post-397562","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-leipzig","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-leipzig","12":"tag-sachsen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115149063073238953","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/397562","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=397562"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/397562\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/397563"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=397562"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=397562"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=397562"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}