{"id":397600,"date":"2025-09-05T01:40:23","date_gmt":"2025-09-05T01:40:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/397600\/"},"modified":"2025-09-05T01:40:23","modified_gmt":"2025-09-05T01:40:23","slug":"kunstmuseum-stuttgart-freier-eintritt-ins-kunstmuseum-stuttgart-was-bringt-das","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/397600\/","title":{"rendered":"Kunstmuseum Stuttgart: Freier Eintritt ins Kunstmuseum Stuttgart \u2013 was bringt das?"},"content":{"rendered":"<p>Die SPD im Stuttgarter Landtag hatte den freien Eintritt in \u00f6ffentliche Museen immer gerne auf ihrer Agenda, j\u00fcngst hat sich die SPD-Fraktion im Stuttgarter Rathaus daran erinnert. \u201eWir beantragen\u201c, hie\u00df es am 3. Juni, \u201edass alle Stuttgarter Museen \u00fcber die gesamten Sommerferien das Modell des Freien Eintritts in einer Testphase anbieten, um den sowieso sehr besucherschwachen Sommer so zu beleben und zu evaluieren, welche neuen Besucher:innengruppen in die jeweiligen H\u00e4user kommen\u201c. Ernsthaft verfolgt hat die<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.streitthema-in-stuttgart-freier-eintritt-ins-museum.8c0479f3-147c-4bcc-991b-d2fa6a3bea9d.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"> Initiative von Sara Dahme<\/a> niemand. Dabei ist der freie Eintritt l\u00e4ngst nicht nur parteipolitisches Ziel. Seit mehr als 30 Jahren etwa ist der <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.maria-wuerth-im-interview-unsere-idee-von-kunst-ist-zu-verbinden-nicht-zu-trennen.ce6910f7-37b2-40c9-ac75-6c83dd02039c.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Eintritt in alle Museen der W\u00fcrth-Gruppe kostenlos<\/a> und engagiert sich Reinhold W\u00fcrth immer wieder auch \u00fcber Partnerschaften f\u00fcr freien Eintritt vor allem in \u00f6ffentliche Sammlungen. <\/p>\n<p>Interessant am Antrag der Stuttgarter SPD war der Verweis auf das <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Kunstmuseum_Stuttgart\" title=\"Kunstmuseum Stuttgart\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kunstmuseum Stuttgart<\/a>. Tats\u00e4chlich ist dort seit M\u00e4rz 2025 der Eintritt kostenlos. Der Hintergrund: Am Schlossplatz wird ein Doppeljubil\u00e4um gefeiert; 100 Jahre St\u00e4dtische Kunstsammlung, 20 Jahre Kunstmuseum. L\u00e4ngst ist der Bau der von Berlin aus agierenden Stuttgarter Architekten Rainer Hascher und Sebastian Jehle zu einem Fixpunkt in der City geworden \u2013 vor allem der markante vierst\u00f6ckige Kubus mit seinen spektakul\u00e4ren Aussichten auf und \u00fcber Stuttgart dient als Markenzeichen. F\u00fcr das Doppeljubil\u00e4um hat sich Erfolgsdirektorin Ulrike Groos ein besonderes Konzept ausgedacht: keine spektakul\u00e4re Gro\u00dfausstellung mit internationaler Besetzung, sondern eine immer wieder \u00fcberraschende \u00dcberpr\u00fcfung des eigenen Sammlungsbestandes. <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.kunstmuseum-stuttgart-feiert-doppelt-was-taugt-die-doppelkaeseplatte.2618feaf-ad01-40de-b06a-1e8b04fbca71.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">\u201eDoppelk\u00e4seplatte\u201c hei\u00dft die zentrale Schau<\/a> \u2013 zu sehen auf den drei Kubus-Ausstellungsstockwerken, eine Ausstellung mit verbl\u00fcffenden Begegnungen und gro\u00dfartigen Comebacks wie etwa von Ida Kerkovius und Anton Stankowski. <\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/media.media.c676e945-ec1f-448d-981d-12e4d5f02f63.original1024.media.jpeg\"\/>     Markstein in Stuttgart: Kunstmuseum am Schlossplatz    Foto: Lichtgut\/Leif Piechowski    <\/p>\n<p>M\u00f6glichst viele Menschen sollten und sollen 2025 m\u00f6glichst vieles aus der Sammlung gesehen haben und sehen \u2013 aus dieser Idee heraus ist der von Ulrike Groos mit Sponsorenhilfe, aber auch mit Eigenmitteln initiierte freie Eintritt bis zum \u201eDoppelk\u00e4seplatte\u201c-Finale am 12. Oktober nur folgerichtig. Wirkt er aber auch? Das legte der Antrag der Stuttgarter SPD vom 3. Juni nahe. \u201eAllein im ersten Quartal 2025 sind mehr als doppelt so viele Menschen ins Museum gekommen (knapp 140 000)\u201c, hei\u00dft es da. Und: \u201eInteressant hieran ist laut der Museumsleitung, dass das Museum zu anderen Zeiten besucht wird, die bisher nicht relevant waren und das ganz neue Besucher:innengruppen das Haus betreten, teils nur kurz aber daf\u00fcr mehrmals. Gerade Familien, die regul\u00e4r bis durchschnittlich 30 Euro oder mehr zahlen m\u00fcssten und Jugendliche sind pl\u00f6tzlich pr\u00e4sent im Museum.\u201c Das Fazit von Sara Dahme seinerzeit; \u201eDie Stimmung ist gut, die Barriere ist durchbrochen.\u201c Und sie gibt zu bedenken: \u201e Zus\u00e4tzlich erg\u00e4nzt das Kunstmuseum den freien Eintritt mit einem breiten Vermittlungsangebot, das auch gratis ist.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDer freie Eintritt versetzt in Feierlaune\u201c  <\/p>\n<p>Und wie sieht man im <a href=\"https:\/\/www.kunstmuseum-stuttgart.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Kunstmuseum Stuttgart<\/a> selbst die Situation nach nun acht Monaten freiem Eintritt? Sprecher Constantin Neumeister reagiert vorsichtig: \u201eDas Kunstmuseum Stuttgart\u201c, best\u00e4tigt er eher, \u201egew\u00e4hrt erstmals im Rahmen seines Doppeljubil\u00e4ums f\u00fcr einen l\u00e4ngeren Zeitraum freien Eintritt. Erm\u00f6glicht wird dies durch die Unterst\u00fctzung von Sponsoren, die die fehlenden Eintrittsgelder kompensieren\u201c. Dann aber sagt er: \u201eDie Resonanz best\u00e4tigt, dass die Ma\u00dfnahme richtig war. Der freie Eintritt wirkt und versetzt in Feierlaune!\u201c Die Begr\u00fcnung ist schnell gegeben: \u201eSeit wir freien Eintritt anbieten, hat sich unser Haus sp\u00fcrbar ge\u00f6ffnet\u201c, so Neumeister. \u201eDie Besucher:innenzahlen sind deutlich gestiegen, viele nutzen die Chance zu einem spontanen Besuch und entdecken dabei ein Angebot, das ihnen vorher vielleicht gar nicht vertraut war.\u201c Mit am wichtigsten vielleicht: \u201eWir k\u00f6nnen\u201c, best\u00e4tigt Neumeister, \u201emomentan beobachten, dass der freie Eintritt tats\u00e4chlich auch neue Besucher:innengruppen anspricht, die sonst nicht den Weg ins Museum gefunden h\u00e4tten\u201c. \u201ePr\u00e4zisere Aussagen \u00fcber die Erstbesucher:innen\u201c seien indes nicht m\u00f6glich, da \u201ekeine Befragungen\u201c durchgef\u00fchrt w\u00fcrden. <\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/media.media.05162695-4442-4b22-ac29-e48601607ec3.original1024.media.jpeg\"\/>     Werke von Anton Stankowski im Oberlichtsaal des Kunstmuseums    Foto: Forstbauer    <\/p>\n<p>Klar ist aber f\u00fcr den Sprecher des Kunstmuseums Stuttgart, dass das Projekt freier Eintritt ablesbar Wirkung zeigt. \u201eDer freie Eintritt im Jubil\u00e4umsjahr\u201c, so Neumeister, \u201emacht sichtbar, wie stark \u00f6konomische Barrieren die Reichweite kultureller Institutionen formen. Der Effekt war ein deutlicher Zuwachs an Besucher:innen und eine Diversifizierung des Publikums. Das bleibt als Erfolg bestehen\u201c. Im Kunstmuseum Stuttgart versteht man den freien Eintritt im Jubil\u00e4umsjahr indes offenbar auch als Herausforderung: \u201eWie nachhaltig dieser Effekt ist\u201c, sagt Constantin Neumeister, \u201ewird sich erst noch zeigen. Entscheidend ist, dass zahlreiche Erstkontakte zum Kunstmuseum zustande kamen\u201c, seien dies doch \u201eFundamente f\u00fcr l\u00e4ngerfristige Bindungen\u201c. <\/p>\n<p>L\u00e4nger schauen am Freitag  <\/p>\n<p class=\"infobox\"> <strong>\u00d6ffnungszeiten<\/strong><br \/>Das Kunstmuseum Stuttgart hat diese \u00d6ffnungszeiten; Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, Freitag 10 bis 21 Uhr. Montag geschlossen, au\u00dfer an Feiertagen. <\/p>\n<p class=\"infobox\"> <strong>Ausstellungen<\/strong><br \/>Zentrale Schau im Jubil\u00e4umsjahr 2025 ist im Kubus die Ausstellung \u201eDoppelk\u00e4seplatte\u201c mit Werken aus der Sammlung des Kunstmuseums. Zudem zeigen sich auch in den Sammlungsr\u00e4umen im Erd- und Untergeschoss neue Werkdialoge. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die SPD im Stuttgarter Landtag hatte den freien Eintritt in \u00f6ffentliche Museen immer gerne auf ihrer Agenda, j\u00fcngst&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":397601,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1775],"tags":[1793,29,214,30,80,1794,10226,215],"class_list":{"0":"post-397600","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-art-and-design","9":"tag-deutschland","10":"tag-entertainment","11":"tag-germany","12":"tag-kultur","13":"tag-kunst-und-design","14":"tag-kunstmuseum-stuttgart","15":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115149145707476393","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/397600","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=397600"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/397600\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/397601"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=397600"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=397600"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=397600"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}