{"id":398059,"date":"2025-09-05T06:03:11","date_gmt":"2025-09-05T06:03:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/398059\/"},"modified":"2025-09-05T06:03:11","modified_gmt":"2025-09-05T06:03:11","slug":"supercomputer-jupiter-geht-an-den-start","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/398059\/","title":{"rendered":"Supercomputer &#8222;Jupiter&#8220; geht an den Start"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 05.09.2025 06:38 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Er soll Klimamodelle berechnen, Medikamente entwickeln &#8211; und Europas Position im globalen KI-Rennen st\u00e4rken. &#8222;Jupiter&#8220; ist der schnellste Supercomputer Europas. Er steht in J\u00fclich und wird heute offiziell eingeweiht.  <\/strong>\n    <\/p>\n<p>Von Sebastian Moritz, WDR\n                        <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEin Rechenzentrum in der rheinischen Provinz &#8211; und doch ein Ort, an dem Europas digitale Zukunft mitentschieden werden soll. Der Supercomputer &#8222;Jupiter&#8220; am Forschungszentrum J\u00fclich ist der erste europ\u00e4ische Rechner der sogenannten Exascale-Klasse und damit ein Hoffnungstr\u00e4ger im Wettlauf um die k\u00fcnstliche Intelligenz.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMit einer Rechenleistung von mehr als einer Trillion Operationen pro Sekunde &#8211; vergleichbar mit der von einer Million Smartphones &#8211; ist &#8222;Jupiter&#8220; der derzeit schnellste Supercomputer Europas. Au\u00dferdem gilt er als besonders energieeffizient. Ein Faktor, der beim enormen Stromverbrauch f\u00fcr KI-Rechenoperationen immer wichtiger wird.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Jupiter&#8220; kann KI-Modelle mit riesigen Datenmengen trainieren. Die Jupiter AI Factory soll zum zentralen Ort f\u00fcr die Entwicklung neuer KI-Modelle werden und dazu beitragen, dass Europa im weltweiten KI-Rennen mithalten kann. &#8222;Wenn die Rechenleistung erst einmal da ist, k\u00f6nnten viel mehr Ideen f\u00fcr Start-ups und Unternehmen im Bereich der k\u00fcnstlichen Intelligenz entstehen\u201c, sagt Jannis Hecker, Referent f\u00fcr k\u00fcnstliche Intelligenz beim Digitalverband Bitkom.<\/p>\n<p>    &#8222;Technologische Revolution&#8220; &#8211; aber reicht das?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNordrhein-Westfalens Ministerpr\u00e4sident Hendrik W\u00fcst spricht von einer &#8222;technologischen Revolution&#8220;. Tats\u00e4chlich ist die weltweit verwendete <a href=\"https:\/\/epoch.ai\/\" title=\"Epoch AI\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Rechenleistung f\u00fcr KI-Training in den letzten f\u00fcnf Jahren um den Faktor 3.000 gestiegen<\/a>. Europa hat hier jedoch an Boden verloren: Der Anteil an den weltweiten Supercomputer-Kapazit\u00e4ten ist auf nur noch f\u00fcnf Prozent gesunken.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDeutschland liegt in der <a href=\"https:\/\/top500.org\/lists\/top500\/2025\/06\/\" title=\"Rangliste der Supercomputer\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">globalen Rangliste der Supercomputer<\/a> mit gut 40 Rechnern zwar weit vorne, doch das ist nicht das ganze Bild. Unternehmen wie Amazon, Microsoft und Google beispielsweise lassen ihre wesentlich leistungsst\u00e4rkeren Rechner nicht in die Liste aufnehmen, und auch China reicht seit Jahren keine Daten mehr ein. Und obwohl die Europ\u00e4ische Union mit der Gigafactory-Initiative weiter aufr\u00fcsten will, werden in absehbarer Zeit weiter Rechenkapazit\u00e4ten fehlen. &#8222;Wenn wir in Europa souver\u00e4n unsere industriespezifischen KI-Modelle trainieren wollen und die KI-Anwendungen in sicherheitskritischen Bereichen ebenfalls in Europa laufen sollen, brauchen wir massiv mehr Rechenkapazit\u00e4ten als bisher geplant sind\u201c, so Jannis Hecker von Bitkom.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDaf\u00fcr w\u00e4ren hohe Investitionen n\u00f6tig. Laut einer <a href=\"https:\/\/www.deloitte.com\/content\/dam\/assets-zone2\/de\/de\/docs\/issues\/sustainability-climate\/2025\/Deloitte-KI-Infrastruktur-Studie.pdf\" title=\"KI-Infrastruktur-Studie\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Studie<\/a> der Unternehmensberatung Deloitte fehlen bis 2030 rund 60 Milliarden Euro f\u00fcr den Ausbau KI-f\u00e4higer Rechenleistung. Zur Einordnung: Der &#8222;Jupiter&#8220;-Rechner in J\u00fclich hat rund 500 Millionen Euro gekostet. Europaweit sollen in den n\u00e4chsten Jahren insgesamt 13 KI-Fabriken entstehen, f\u00fcnf davon werden zu sogenannten Giga-Fabriken ausgebaut. Auch J\u00fclich ist daf\u00fcr ein vielversprechender Kandidat.<\/p>\n<p>    Digitale Souver\u00e4nit\u00e4t statt Abh\u00e4ngigkeit<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWissenschaft und Unternehmen k\u00f6nnten f\u00fcr ihre KI-Berechnungen theoretisch auch Computer in den USA nutzen. Doch das birgt Risiken: &#8222;Wenn der US-Pr\u00e4sident Trump hei\u00dft und etwas nicht gef\u00e4llt, was wir hier in Europa machen, kann der Zugang zu diesen Systemen schnell eingeschr\u00e4nkt werden&#8220;, warnt Holger Hoos von der RWTH Aachen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Supercomputer &#8222;Jupiter&#8220; sei ein wichtiger Schritt zur digitalen Souver\u00e4nit\u00e4t. Letztendlich ist der Ausbau der KI-Rechenkapazit\u00e4ten nicht nur eine technische, sondern auch eine stratregische Entscheidung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 05.09.2025 06:38 Uhr Er soll Klimamodelle berechnen, Medikamente entwickeln &#8211; und Europas Position im globalen KI-Rennen st\u00e4rken.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":398060,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[13,10158,671,14,15,12,60390,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-398059","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-headlines","9":"tag-jupiter","10":"tag-ki","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-supercomputer","15":"tag-top-news","16":"tag-top-meldungen","17":"tag-topmeldungen","18":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115150179933323470","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/398059","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=398059"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/398059\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/398060"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=398059"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=398059"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=398059"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}