{"id":398382,"date":"2025-09-05T09:02:14","date_gmt":"2025-09-05T09:02:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/398382\/"},"modified":"2025-09-05T09:02:14","modified_gmt":"2025-09-05T09:02:14","slug":"foerderverein-sichert-seit-20-jahren-die-frauenberatung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/398382\/","title":{"rendered":"F\u00f6rderverein sichert seit 20\u2005Jahren die Frauenberatung\u00a0"},"content":{"rendered":"<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Im vergangenen Jahr haben 1150 Frauen die Angebote wahrgenommen. Doch die Arbeit ist nur zu gut 80 Prozent Stadt und Land finanziert, jedes Jahr werden rund 60\u2005000 Euro zus\u00e4tzlich gebraucht. Zum Teil erwirtschaftet das der Verein durch Vortr\u00e4ge und Fortbildungsangebote. Weiteres Geld zusammenzubringen, hat sich der F\u00f6rderverein der Frauenberatung auf die Fahnen geschrieben. Er wird heute 20 Jahre alt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eDie Finanzierung von Hilfestrukturen zur Pr\u00e4vention und Verhinderung von sexualisierter und h\u00e4uslicher Gewalt sollte keine freiwillige Leistung der Kommunen und L\u00e4nder sein\u201c, finden die Frauen der Beratungsstelle und des F\u00f6rdervereins, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Daher begr\u00fc\u00dfen sie auch das neue Gewalthilfegesetz sehr, das die alte Bundesregierung Anfang des Jahres beschlossen hat. Damit haben Betroffene von h\u00e4uslicher Gewalt einen Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung. Der aber erst 2032 gilt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eWir m\u00fcssen noch sechs Jahre lang die Existenz der Beratungsstelle sichern\u201c, macht Gisele Heidelberg-Leske vom F\u00f6rderverein deutlich. Denn wegen steigender Kosten reiche die staatliche Unterst\u00fctzung immer weniger. Dabei steigen die Zahlen h\u00e4uslicher und sexualisierter Gewalt. \u201eWir nehmen immer mehr Anfragen wegen Gewalt wahr\u201c, berichtet Sabine B\u00f6se, langj\u00e4hrige Mitarbeiterin der Beratungsstelle und Gr\u00fcnderin des Vereins. Mehr als die H\u00e4lfte der Anfragen habe damit zu tun. Zudem steige die Zahl der \u201eHochrisiko-F\u00e4lle\u201c.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch Thanila Werner von der Fachberatungs- und Interventionsstelle H\u00e4usliche Gewalt und Stalking berichtet davon: \u201eIn diesem Sommer hatten wir wahnsinnig viel zu tun, kein R\u00fcckgang wie sonst in dieser Jahreszeit.\u201c 2024 sind nach Angaben der Polizei in Wuppertal 911 F\u00e4lle h\u00e4uslicher Gewalt bekannt geworden, 100 mehr als 2023. Allerdings l\u00e4sst sich bei den Polizeizahlen kein eindeutiger Trend erkennen, da die Zahlen 2019 noch h\u00f6her lagen.<\/p>\n<p>Idee des Vereins war, <br \/>die Beraterinnen zu entlasten      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Den F\u00f6rderverein der Beratungsstelle hat Sabine B\u00f6se am 5. September 2005 mit sieben Frauen gegr\u00fcndet, teils Kolleginnen aus der Beratungsstelle, teils Frauen aus dem Netzwerk der Beratungsstelle wie die Psychologin Ilse Dittmar und die Lehrerin Gisela Heidelberg-Leske, die bis heute im Verein aktiv sind. Sabine B\u00f6se erkl\u00e4rt, die Idee sei gewesen, die Beraterinnen davon zu entlasten, Projektantr\u00e4ge zu schreiben und um Spenden zu werben. \u201eDamit haben sie mehr Zeit f\u00fcr ihre eigentliche Arbeit.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Seitdem sammelt der Verein Spenden und Geld von Sponsoren, wendet sich an Firmen, Serviceclubs und Stiftungen, meldet sich auch politisch zu Wort, etwa zum Internationalen Frauentag am 8. M\u00e4rz oder dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November. Aktuell wirbt er mit der Aktion \u201e500 mal 30 Euro\u201c um Menschen, die dem Verein dauerhaft 30 Euro im Jahr zukommen lassen. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Angelina Rieser, die als Beraterin zum Team gesto\u00dfen ist und sich auch im F\u00f6rderverein engagiert, will \u00fcber Soziale Medien f\u00fcr den Verein werben. Das Geld wird gebraucht, um etwa eine Aushilfe zu finanzieren, die die B\u00fcrokraft der Beratungsstelle unterst\u00fctzt, Weiterbildungen f\u00fcr die Beraterinnen zu bezahlen, Personalkosten f\u00fcr die Gruppenarbeit zu \u00fcbernehmen, die sonst nicht stattfinden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eUnser gro\u00dfes Highlight ist ,Tilda\u2019, die mobile Beratungsstelle\u201c, sagt Sabine B\u00f6se. 2024 konnte die Beratungsstelle den farbig gestalteten Transporter mit einer Sitzecke im Inneren in Betrieb nehmen. Mit \u201eTilda\u201c k\u00f6nnen die Mitarbeiterinnen in den Stadtteilen oder bei Veranstaltungen eine niedrigschwellige Beratung anbieten. \u201eDas Angebot wird sehr gut angenommen\u201c, erz\u00e4hlt Sabine B\u00f6se. Anschaffung und Einrichtung wurden zum Teil \u00fcber das B\u00fcrgerbudget finanziert. F\u00fcr den Betrieb muss der F\u00f6rderverein weiter Geld einwerben, um Versicherung, Steuern, Benzin und Stellplatzgeb\u00fchren zu zahlen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der F\u00f6rderverein organisiert zudem Ausstellungen mit Werken von K\u00fcnstlerinnen in der Beratungsstelle, unterst\u00fctzt die Beratungsstelle bei Aktionen und Veranstaltungen und organisiert eigene Benefizveranstaltungen und Akquise-Aktionen. Den Geburtstag feiern sie intern und hoffen als Geschenk auf viel weitere Unterst\u00fctzung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im vergangenen Jahr haben 1150 Frauen die Angebote wahrgenommen. 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