{"id":398748,"date":"2025-09-05T12:21:27","date_gmt":"2025-09-05T12:21:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/398748\/"},"modified":"2025-09-05T12:21:27","modified_gmt":"2025-09-05T12:21:27","slug":"welche-lesungen-im-september-lohnen-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/398748\/","title":{"rendered":"Welche Lesungen im September lohnen &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">\u201eDeine Mama hat Schlitzaugen, deine Mama hat Schlitzaugen!\u201c Diesen Satz rufen zwei blonde M\u00e4dchen ihrer Mitsch\u00fclerin auf der ansonsten leeren Stra\u00dfe hinterher. Wie umgehen mit solcher H\u00e4me? Es ist nicht der einzige Vorfall dieser Art, den die Ich-Erz\u00e4hlerin Aki\u00a0\u2013 japanische Mutter, deutscher Vater\u00a0\u2013 in ihrer Kindheit erlebt. Und die M\u00fcnchner Autorin Yuko Kuhn, die in \u201eOnigiri\u201c diese Szene aufgeschrieben hat, kennt solche Ausgrenzungsversuche vermutlich ebenso gut wie ihre Romanfigur.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\"><strong>Yuko Kuhn<\/strong> schreibt in \u201eOnigiri\u201c \u00fcber das Leben von Aki und insbesondere ihrer Mutter, die zwischen den Welten nie richtig ihren Platz findet \u2013 auch deren Depressionen und zunehmende Demenz geh\u00f6ren zum Bild einer dysfunktionalen Familie. Mit einer Lesung von Yuko Kuhn, moderiert von Doris D\u00f6rrie (nur noch Stream-Tickets), beginnt am 16. September die Herbstsaison im Literaturhaus.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Nicht nur dort startet man weltl\u00e4ufig in den Herbst. Das Amerikahaus richtet am selben Abend den Blick auf eine Grande Dame der US-amerikanischen Literatur: Die Krimiautorin <strong>Sara Paretsky<\/strong> stellt\u00a0ihren neuen Krimi \u201eWunder Punkt\u201c vor, in dem die Privatdetektivin V. I. Warshawski in Kansas nach einer vermissten Studentin sucht. Unpolitisch sind sicherlich weder das Buch noch der Abend, mit dem das Krimifestival in den Herbst geht \u2013\u00a0und das 25-j\u00e4hrige Bestehen der Krimibuchhandlung Glatteis geb\u00fchrend gefeiert wird.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Auch im Literaturhaus hat man die US-amerikanische Literatur im Blick: Bestsellerautor <strong>Ocean Vuong<\/strong>\u00a0stellt am 17. September seinen Roman \u201eDer Kaiser der Freude\u201c vor; auch hier gibt es nur noch Stream-Tickets. Die in New York lebende Schweizer Schriftstellerin\u00a0<strong>Dorothee Elmiger<\/strong>, mit \u201eDie Holl\u00e4nderinnen\u201c f\u00fcr den Bayerischen wie den Deutschen Buchpreis nominiert, wird am 19. September zu Gast sein, und drei Tage sp\u00e4ter der britische Satiriker <strong>Jonathan Coe<\/strong>, in dessen Roman \u201eDer Beweis meiner Unschuld\u201c es unter anderem um rechtsextreme Umtriebe geht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/bayerischer-buchpreis-shortlist-2025-literatur-muenchen-li.3307437\" aria-label=\"Artikelverlinkung:\" data-track-szde=\"{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;shortlist_mit_sechs_autorinnen&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;kultur_in_muenchen&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;li.3307437&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;metered&quot;,&quot;section&quot;:&quot;muenchen&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}\" data-manual=\"teaser-url\" data-tb-link=\"\" aria-labelledby=\"teaser-httpswwwsueddeutschedemuenchenbayerischer-buchpreis-shortlist-2025-literatur-muenchen-li3307437\" class=\"css-14tg8sh\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/5a31efaf-6a95-46a7-921c-329363c6748b.jpg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Bayerischer Buchpreis 2025<\/p>\n<p>:Shortlist mit sechs Autorinnen<\/p>\n<p class=\"css-a6ecqs\" data-manual=\"teaser-text\" data-tb-description=\"\" data-schema-org-speakable=\"true\">Die Shortlist f\u00fcr den Bayerischen Buchpreis steht fest: Sechs Autorinnen machen in diesem Jahr den Wettbewerb in den Kategorien Belletristik und Sachbuch unter sich aus.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Und was ist mit Deutschland? \u201eWot se Fack, Deutschland?\u201c fragt der Kabarettist und Autor <strong>Vince Ebert<\/strong> in einem neuen Buch. Bei einem \u201eSkeptischen Salon\u201c im Caf\u00e9 Luitpold spricht er am 17. September mit dem Philosophen Nikil Mukerji \u00fcber eine aus den Fugen geratene Welt und f\u00fcrchtet, so die Ank\u00fcndigung, dass \u201eunsere Gef\u00fchle den Verstand verloren haben\u201c: Rationalit\u00e4t, Selbstbestimmung und Meinungsfreiheit st\u00fcnden auf dem Spiel \u2013 das l\u00e4sst einigen Diskussionsstoff ahnen. Wer einen vermeintlich weniger kontroversen\u00a0Salon vorzieht, kann die Monacensia ansteuern: Dort findet einen Tag sp\u00e4ter einmal wieder ein <strong>Poetik-Salon<\/strong> statt; Dagmar Leupold und Norbert Niemann diskutieren mit den G\u00e4sten Katrin Lange und Frieder von Ammon \u00fcber Lesen und Schreiben.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Vor allem jedoch scheinen die gro\u00dfen Konfliktthemen unserer Zeit in den Programmen der zweiten Septemberh\u00e4lfte auf, insbesondere das Thema Antisemitismus. \u201eKeine Schonzeit f\u00fcr Juden\u201c, konstatiert etwa der Titel des neuen Buches von <strong>Rafael Seligmann<\/strong>, der am 17. des Monats im J\u00fcdischen Gemeindezentrum mit Moderator Christian Ude die Geschichte und Gegenwart des Antisemitismus bewusst subjektiv beleuchten will.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Wie Judenhass einst in den Massenmord des Holocaust m\u00fcndete, wird am Beispiel der M\u00fcnchner Autorin\u00a0<strong>Elisabeth Braun<\/strong> deutlich: Ein Abend am 16. September in der Monacensia widmet sich dem Schicksal und Erbe der zeitweiligen Besitzerin des Hildebrandhauses. Einen Tag sp\u00e4ter ist dort das Prelistening eines H\u00f6rspiels von <strong>Dana von Suffrin<\/strong> zu erleben: In \u201eNie wieder gut\u201c umkreist sie den Fall des j\u00fcdischen Staatskommissars Philipp Auerbach, der in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00fcnchen<\/a> wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg Opfer einer Kampagne wurde.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Die nicht minder konfliktreiche Gegenwart wird die israelische Schriftstellerin <strong>Ayelet Gundar-Goshen<\/strong>\u00a0am 18. September im Literaturhaus anhand ihres Romans \u201eUngebetene Freunde\u201c thematisieren. Welche Schl\u00fcsse hingegen ein ukrainischer Jude zieht, der in den Neunzigerjahren mit seiner Familie in Deutschland einwanderte, ist am 29. September im Restaurant \u201eNash\u201c im Stadtmuseum zu erfahren, wo\u00a0<strong>Mihail Groys<\/strong>\u00a0sein Buch \u201eMeine deutsche Geschichte\u201c vorstellt. Welche Erfahrungen dieser Autor wohl in seiner Kindheit gemacht hat?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eDeine Mama hat Schlitzaugen, deine Mama hat Schlitzaugen!\u201c Diesen Satz rufen zwei blonde M\u00e4dchen ihrer Mitsch\u00fclerin auf der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":398749,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[772,29,30,2392,2863,18885,2864,1268,149],"class_list":{"0":"post-398748","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-bayern","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-kultur-in-muenchen","12":"tag-literatur-in-muenchen","13":"tag-literaturhaus-muenchen","14":"tag-monacensia","15":"tag-muenchen","16":"tag-sueddeutsche-zeitung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115151666191681178","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/398748","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=398748"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/398748\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/398749"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=398748"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=398748"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=398748"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}