{"id":398993,"date":"2025-09-05T14:33:11","date_gmt":"2025-09-05T14:33:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/398993\/"},"modified":"2025-09-05T14:33:11","modified_gmt":"2025-09-05T14:33:11","slug":"ausgaben-der-gesetzlichen-krankenkassen-steigen-weiter-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/398993\/","title":{"rendered":"Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen steigen weiter an"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 05.09.2025 15:28 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen sind im ersten Halbjahr weiter gestiegen. Das erkl\u00e4rte Ziel von Gesundheitsministerin Warken bleiben stabile Beitr\u00e4ge. Offen ist jedoch, ob das gelingen kann.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland sind im ersten Halbjahr um 7,8 Prozent auf 176,8 Milliarden Euro gestiegen, wie Bundesgesundheitsministerin Nina Warken in Berlin mitteilte. Damit steigt der Druck auf die Politik, L\u00f6sungen f\u00fcr die Finanzierung der Krankenkassen zu finden, denn: Die schwarz-rote Koalition hat sich zum Ziel gesetzt, dass die Beitr\u00e4ge f\u00fcr die Versicherten stabil bleiben sollten. &#8222;Wir haben keine Zeit zu verlieren&#8220;, sagte die CDU-Politikerin.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuff\u00e4llig ist der im ersten Halbjahr auf 2,8 Milliarden Euro gestiegene \u00dcberschuss der 94 gesetzlichen Krankenkassen. Nach Rekorddefiziten im Jahr 2024 war bis Ende M\u00e4rz bereits ein \u00dcberschuss von 1,8\u00a0Milliarden Euro entstanden. &#8222;Aber das sollte niemanden beruhigen&#8220;, sagte der Vorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Oliver Blatt.<\/p>\n<p>    Zu wenig Finanzreserven<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer \u00dcberschuss sei dringend notwendig, um die gesetzliche Mindestreserve der Kassen wieder aufzuf\u00fcllen. Zuletzt waren R\u00fccklagen abgebaut worden. Auch Warken betonte, der \u00dcberschuss m\u00fcsse f\u00fcr den Aufbau von R\u00fccklagen genutzt werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Finanzreserven betrugen <a href=\"https:\/\/www.bundesgesundheitsministerium.de\/presse\/pressemitteilungen\/finanzentwicklung-der-gkv-im-1-halbjahr-2025-pm-05-09-2025.html\" title=\"Finanzentwicklung der GKV im 1. Halbjahr 2025\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">zum Ende des 1. Halbjahres rund 4,6 Milliarden Euro<\/a>. Dies entspricht 0,16 Monatsausgaben und liegt damit weiterhin unterhalb der gesetzlich vorgesehenen Mindestreserve in H\u00f6he von 0,2 Monatsausgaben.<\/p>\n<p>    GKV-Verband warnt: &#8222;So kann es nicht weitergehen&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAllein beim gr\u00f6\u00dften Kostenblock, den Krankenhausbehandlungen, \u00fcbertraf das Plus mit 9,6 Prozent noch das des ersten Halbjahres 2024 (7,9\u00a0Prozent). Treiber sind vor allem Aufwendungen f\u00fcr psychiatrische Behandlungen und Pflegepersonalkosten. 54,5 Milliarden Euro flossen nun zu den Kliniken. Die Ausgaben f\u00fcr \u00c4rzte stiegen um 7,8 Prozent auf 27,0 Milliarden, die f\u00fcr Arzneimittel um sechs Prozent auf 28,9 Milliarden Euro.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBlatt sprach von einer &#8222;ungebrochenen Ausgabendynamik&#8220; im ersten Halbjahr 2025. &#8222;So kann es nicht weitergehen, solche Steigerungsraten h\u00e4lt kein Gesundheitssystem der Welt auf Dauer aus.&#8220; Die Kassen machen vor allem die Gesetzgebung der vergangenen Jahre f\u00fcr die Kostensteigerungen verantwortlich. Honorardeckel wurden demnach f\u00fcr immer mehr \u00e4rztliche Leistungen abgeschafft und Preisvorgaben bei Arzneimitteln gelockert.<\/p>\n<p>    Stabile Beitr\u00e4ge ohne zus\u00e4tzliches Geld?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nF\u00fcr die Versicherten sollen die h\u00f6heren Kosten nach dem Willen der Koalition keine Auswirkungen haben: Schwarz-Rot will die Beitr\u00e4ge nach deutlichen Steigerungen im kommenden Jahr m\u00f6glichst stabil halten. Im Koalitionsausschuss am Mittwochabend hatte man das Ziel noch einmal bekr\u00e4ftigt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWie die Stabilit\u00e4t erreicht werden soll, ist noch unklar. Unions-Haushaltsexperte Christian Haase teilte nach den abschlie\u00dfenden Ausschussberatungen zum <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/haushalt-bundestag-bereinigungssitzung-100.html\" title=\"Haushaltsausschuss einigt sich auf Etat f\u00fcr 2025\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Haushalt 2025<\/a> mit, dass zun\u00e4chst keine weiteren finanziellen Mittel bereitgestellt werden sollen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSPD-Haushaltsexperte Thorsten Rudolph sagte der Nachrichtenagentur dpa, dazu w\u00fcrden Vorschl\u00e4ge von Gesundheitsministerin Warken mit Blick auf den Etat 2026 erwartet. Warken will &#8222;zeitnah&#8220; Expertenkommissionen einsetzen, die Reformvorschl\u00e4ge f\u00fcr die Kranken- und Pflegeversicherung erarbeiten sollen. Als bereits laufende Projekte nannte sie die &#8222;Anpassung der <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/krankenhausreform-abstimmung-bundesrat-100.html\" title=\"Was \u00e4ndert sich durch die Krankenhausreform?\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Krankenhausreform<\/a>&#8222;, sowie eine Reform des Notfall- und Rettungsdienstes und die <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/gesellschaft\/primaerarztsystem-hausarzt-facharzt-100.html\" title=\"Kann das Prim\u00e4rarztsystem das Gesundheitssystem entlasten?\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Einf\u00fchrung eines Prim\u00e4rarztsystems<\/a>.<\/p>\n<p>    Regierung erw\u00e4gt Mix zur Stabilisierung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAusgeschlossen sind erh\u00f6hte zus\u00e4tzliche Beitr\u00e4ge aus dem Bundeshaushalt jedoch nicht, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer der Nachrichtenagentur Reuters. Der finanzielle Ausgleich bei den Kranken- und Pflegeversicherungen k\u00f6nne durch einen &#8222;Mix&#8220; geschaffen werden: durch erh\u00f6hte zus\u00e4tzliche Beitr\u00e4ge aus dem Bundeshaushalt sowie zus\u00e4tzliche Einsparungen im Gesundheitssektor.<\/p>\n<p>    Vorschlag: Deckelung der Zuw\u00e4chse<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIm Haushalt f\u00fcr 2025 und im Entwurf f\u00fcr 2026 sind bereits Finanzspritzen f\u00fcr die gesetzlichen Krankenkassen \u00fcber Darlehen vorgesehen. Das Gesundheitsministerium hatte aber mehrfach signalisiert, dass dies noch nicht ausreicht, um Beitragsanhebungen Anfang 2026 zu verhindern.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer GKV-Vorsitzende Blatt lobte, dass die Regierung die Beitr\u00e4ge stabil halten wolle. Grunds\u00e4tzlich m\u00fcsse verhindert werden, dass die Krankenkassen mehr ausgeben als sie einnehmen. Konkret warb Blatt f\u00fcr den Vorschlag eines &#8222;Ausgabenmoratoriums&#8220;: &#8222;Preis- und Honorarzuw\u00e4chse d\u00fcrfen k\u00fcnftig nicht mehr schneller steigen als die tats\u00e4chlichen Einnahmen der Krankenkassen.&#8220; Der grunds\u00e4tzliche Reformdruck bleibe trotz solche einer &#8222;Sofortma\u00dfnahme&#8220; bestehen.<\/p>\n<p>    Zuletzt starker Anstieg der Beitr\u00e4ge<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZu Jahresbeginn hatten die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler auf breiter Front tiefer in die Tasche greifen m\u00fcssen. Der Zusatzbeitrag stieg im Schnitt auf 2,9\u00a0Prozent. Ihn legt jede Kasse selbst fest. Daneben gilt der allgemeine Satz von 14,6 Prozent des Bruttolohns.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer\u00a0GKV-Sch\u00e4tzerkreis werde die Versichertenentwicklung, die Ausgaben und die Einnahmen der gesetzlichen Krankenversicherung f\u00fcr das laufende und das kommende Jahr Mitte Oktober prognostizieren, hie\u00df es vom Bundesgesundheitsministerium. Daraufhin werde bis zum 1. November der durchschnittliche ausgabendeckende Zusatzbeitragssatz f\u00fcr das Jahr 2026 bekanntgegeben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 05.09.2025 15:28 Uhr Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen sind im ersten Halbjahr weiter gestiegen. 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