{"id":399214,"date":"2025-09-05T16:29:20","date_gmt":"2025-09-05T16:29:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/399214\/"},"modified":"2025-09-05T16:29:20","modified_gmt":"2025-09-05T16:29:20","slug":"chinesische-roboter-dominieren-europa-verliert-den-anschluss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/399214\/","title":{"rendered":"Chinesische Roboter dominieren \u2013 Europa verliert den Anschluss"},"content":{"rendered":"<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Kaum am <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/messegelaende\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Messegel\u00e4nde<\/a> angekommen, bringt das Handy zun\u00e4chst gute Nachrichten: Die IFA-App ist freigeschaltet. Vor dem Haupteingang prangt sie auf Bannern allgegenw\u00e4rtig als unverzichtbarer Begleiter. Doch schon am Einlass folgt die digitale Ern\u00fcchterung: Die Akkreditierung in der Google Wallet l\u00e4sst sich angeblich nicht einscannen \u2013 stattdessen hei\u00dft es: bitte ausdrucken. Lange Schlangen, lange Gesichter. Willkommen zur\u00fcck im Papierzeitalter. Erst nach einer halben Stunde die Entwarnung: Das Einscannen funktioniert sehr wohl, die Mitarbeiter waren schlicht falsch informiert.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Gleich hinter dem Eingang lockt der erste Stand: IFA-Merchandise. Beutel, T-Shirts, Schl\u00fcsselanh\u00e4nger \u2013 das Gesch\u00e4ft startet sofort. Doch Hand aufs Herz: Wer m\u00f6chte wirklich im IFA-Outfit durch die Hallen schlendern?<\/p>\n<p>Halle 20: \u201ePhoto, Video &amp; Content Creation\u201c<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Hier dreht sich alles um Fotos, Videos und die Welt der Influencer. Stative, Selfie-Sticks und Zubeh\u00f6r f\u00fcr Drohnen, wohin das Auge blickt.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Unter den Ausstellern findet sich auch Potensic. Das Unternehmen wurde 2014 im chinesischen <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/shenzhen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Shenzhen<\/a> gegr\u00fcndet, wo es bis heute seine Fabrik betreibt. Neu im Portfolio ist die Drohne Atom 2, gedacht f\u00fcr den Privatgebrauch. Sie kostet zwischen 199 und 329 Dollar, filmt in 4K und schie\u00dft Fotos mit bis zu 8K-Aufl\u00f6sung. \u201eVor allem junge Chinesinnen und Chinesen lieben dieses Modell\u201c, sagt Mitarbeiterin Mingrui. \u201eEs ist sehr einfach zu fliegen.\u201c In China gebe es zudem spezielle Websites, auf denen sich nachvollziehen l\u00e4sst, wo Drohnenfl\u00fcge erlaubt sind \u2013 und wo nicht, erg\u00e4nzt sie.<\/p>\n<p><img alt=\"Mingrui von Potensic l\u00e4sst das neue Dronenmodell Atom 2 fliegen\" loading=\"lazy\" width=\"5616\" height=\"3744\" decoding=\"async\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent;width:100%;height:auto\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/51bbfc80-0084-4f9d-ad53-d97d9d83ffbe.jpeg\"\/><\/p>\n<p>Mingrui von Potensic l\u00e4sst das neue Dronenmodell Atom 2 fliegenMarkus W\u00e4chter\/Berliner Zeitung<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">In Europa und den USA verkauft Potensic seit Jahren. In <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/china\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">China<\/a> erst seit einem Jahr. Auf die Frage nach dem Grund lacht Mingrui und sagt: \u201eUSA first.\u201c Vielleicht ist es f\u00fcr Privatpersonen in China doch nicht so einfach, Drohnen steigen zu lassen.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Direkt neben Potensic der Branchenriese DJI. Auch er aus Shenzhen, l\u00e4ngst einer der Weltmarktf\u00fchrer. DJI zeigt die komplette Palette: kleine Drohnen f\u00fcr Hobbyfilmer, es gibt aber auch richtige schwere Modelle f\u00fcr Paketlieferungen und Katastrophenschutz, teils sogar mit Benzinantrieb.<\/p>\n<p>Halle 18: Willkommen im \u201eHome und Entertainment\u201c<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Die <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/suedkorea\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">S\u00fcdkoreaner<\/a> von LG haben Halle 18 komplett gemietet. Alles dreht sich um \u201eAI Home\u201c. K\u00fchlschr\u00e4nke, die sich dem Einkaufsverhalten und Tagesrhythmus anpassen. Wer nachts Futter sucht, bekommt das Licht gedimmt. Niemand soll beim Mitternachtssnack geblendet werden.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Mitten in der Show dann der Bruch: Der gro\u00dfe Vorf\u00fchrk\u00fchlschrank l\u00e4uft, das Display blinkt verhei\u00dfungsvoll \u2013 nur innen herrscht Zimmertemperatur. Umweltfreundliche Demonstration oder schlicht Vorf\u00fchrpanne?<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Auch die Waschmaschinen sind mit KI ausger\u00fcstet. Sie erkennen, wie schwer die Trommel beladen ist, welche Textilien sich darin befinden. Das l\u00e4uft unter dem Hashtag #AIwash. \u00a0Zusammengefasst laufen die Produkte unter dem Projektnamen\u201eAI Home\u201c. All das ist aber nicht neu, Innovationen Fehlanzeige. Man verfeinert Bekanntes, etikettiert es mit KI.<\/p>\n<p><img alt=\"Der smarte K\u00fchlschrank von LG ist prall gef\u00fcllt.\" loading=\"lazy\" width=\"5271\" height=\"3514\" decoding=\"async\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent;width:100%;height:auto\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/ffe3dbf2-8673-4c82-b4fa-aa95507d459f.jpeg\"\/><\/p>\n<p>Der smarte K\u00fchlschrank von LG ist prall gef\u00fcllt.Markus W\u00e4chter\/Berliner Zeitung<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Wie LG hat der ebenfalls aus S\u00fcdkorea kommende ewige Rivale Samsung jede Menge Geld in die Hand genommen und bespielt den gesamten City Cube. Auch hier das \u00dcbliche: Fernseher, K\u00fchlschr\u00e4nke und Waschmaschinen. Auch hier \u00fcberall <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/ai\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">KI<\/a>. Immerhin: Der Vorf\u00fchrk\u00fchlschrank ist kalt. Ein kleiner Triumph \u00fcber LG. Ansonsten wirkt der Auftritt aber auch nur wie eine stylishe Neuinszenierung bereits bekannter Technologien.<\/p>\n<p>Halle 2.2: Die erste \u00dcberraschung mit einem Roboter<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Die einzige echte Innovation findet sich in Halle 2.2: Eufy, eine Marke von Anker Innovations, pr\u00e4sentiert den Marswalker \u2013 einen Staubsaugerroboter, der tats\u00e4chlich Treppen steigen kann. Dazu gibt\u2019s die Dockingstation Omni S2. Endlich Science-Fiction zum Anfassen, endlich ein Produkt, das man so noch nicht gesehen hat und das tats\u00e4chlich Sinn ergibt. Schon der Name klingt nach Blockbuster: Marswalker \u2013 das riecht nach Elon Musk, nach Aufbruch ins All. Nur f\u00fchrt der Weg in die Zukunft hier schlicht die Treppe hinauf. Das kleine Manko: Hoch kommt der Roboter, saugen tut er die Stufen allerdings nicht.<\/p>\n<p><img alt=\"Auf zum Mars: Treppenstufen sind f\u00fcr den Marswalker von Eufy kein Problem.\" loading=\"lazy\" width=\"5240\" height=\"3493\" decoding=\"async\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent;width:100%;height:auto\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/209ececf-07e4-42eb-ae0e-97578d9dbc3c.jpeg\"\/><\/p>\n<p>Auf zum Mars: Treppenstufen sind f\u00fcr den Marswalker von Eufy kein Problem.Markus W\u00e4chter\/Berliner Zeitung<\/p>\n<p>Halle 5: \u201eGaming Area\u201c mit Ausstellern aus Fernost<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Auch im Gaming Bereich kommen die Aussteller aus Fernost. Die Firma Akko aus, wer h\u00e4tte das gedacht, Shezhen zeigt Tastaturen und M\u00e4use. Bunt bedruckt mit Anime-Helden aus One Piece und Dragon Ball Z richten sie sich an Gamer und Cosplayer.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Nebenan zeigen die Chinesen von Kinstone einen <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/koepenick-erster-sozialer-roboter-in-berlin-brandenburg-im-einsatz-das-kann-willi-li.2314291\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Roboter<\/a> f\u00fcr Kinder. Mit Mikrofon, Lautsprecher, Motor. Ferngesteuert per Handy kann er singen, tanzen und sprechen. \u00dcber Bluetooth mit dem Handy verbunden, wird er zur Stimme von ChatGPT. Bei einer Abnahme ab 1000 St\u00fcck koste er nur 30 Dollar, erkl\u00e4rt die Marketingverantwortliche.<\/p>\n<p><img alt=\"Der Spielzeugroboter von Kinstone kann singen, tanzen, sprechen und zuh\u00f6ren.\" loading=\"lazy\" width=\"6000\" height=\"4000\" decoding=\"async\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent;width:100%;height:auto\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/dbecd252-35c9-45fe-a6d8-cc573709101e.jpeg\"\/><\/p>\n<p>Der Spielzeugroboter von Kinstone kann singen, tanzen, sprechen und zuh\u00f6ren.Markus W\u00e4chter\/Berliner Zeitung<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Hier dr\u00e4ngt sich die gro\u00dfe Frage auf: Soll wirklich ausgerechnet China die digitale Erziehung europ\u00e4ischer Kinder pr\u00e4gen? Fr\u00fcher kam Spielzeug von dort billig und stumm \u2013 heute spricht es. Und h\u00f6rt mit.<\/p>\n<p>Halle 17: Massagesessel, die wie High-Tech-S\u00e4rge aussehen<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Keine Innovation, aber eine der raren Attraktionen findet sich in Halle 17. Dort zeigt die koreanische Firma Bodyfriend seine Massagesessel. Modelle, die wie High-Tech-S\u00e4rge aussehen. Das Modell \u201eQuantum\u201c\u00a0bewegt den ganzen K\u00f6rper, sch\u00fcttelt, streckt, massiert. Wer darin sitzt, f\u00fchlt sich wie in einem <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/nonstop-action-und-hip-hop-im-neuen-transformers-film-li.356298\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Transformer Film<\/a>.<\/p>\n<p><img alt=\"Der Quantum Massagesessel von Bodyfriend: Wer darin sitzt, f\u00fchlt sich wie in einem Transformer-Film.\" loading=\"lazy\" width=\"6000\" height=\"4000\" decoding=\"async\" data-nimg=\"1\" style=\"color:transparent;width:100%;height:auto\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/f1b8136d-6aa1-412b-ae68-528af3eb95ed.jpeg\"\/><\/p>\n<p>Der Quantum Massagesessel von Bodyfriend: Wer darin sitzt, f\u00fchlt sich wie in einem Transformer-Film.Markus W\u00e4chter\/Berliner Zeitung<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Und auch das gibt es bei der IFA 2025: Ein humanoider Roboter spaziert \u00fcber das Gel\u00e4nde. Auf die Frage, was er k\u00f6nne, antwortet sein Betreuer: \u201eEr l\u00e4uft.\u201c Gut ist der Transport f\u00fcr Besucher: \u00dcber das Messegel\u00e4nde f\u00e4hrt die BVG. Mit Minibussen, kostenlos und zuverl\u00e4ssig. Jeder darf zusteigen.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Nach zwei Stunden Rundgang bleibt vor allem das h\u00e4ngen: Die IFA 2025 wirkt wie ein Spiegel der Weltwirtschaft. Dominiert von Asien, insbesondere China und noch genauer: von Shenzhen. Die Drohnen, Roboter, Haushaltsger\u00e4te und Spielzeug kommen aus Fernost, der Westen hat das Nachsehen: \u201eByebye!\u201c, wie man so sch\u00f6n in China und jetzt gerade auch auf der IFA sagt. Ansonsten viel Show und wenig \u00dcberraschung. Die Ausnahme: Eufys Marswalker. Die Tatsache, dass ein Staubsaugeroboter der Star der IFA 2025 ist, sagt alles.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\"><strong>Empfehlungen aus dem BLZ-Ticketshop:<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kaum am Messegel\u00e4nde angekommen, bringt das Handy zun\u00e4chst gute Nachrichten: Die IFA-App ist freigeschaltet. 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