{"id":399378,"date":"2025-09-05T17:56:11","date_gmt":"2025-09-05T17:56:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/399378\/"},"modified":"2025-09-05T17:56:11","modified_gmt":"2025-09-05T17:56:11","slug":"batman-gegen-die-ki-auch-warner-zerrt-midjourney-vor-gericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/399378\/","title":{"rendered":"Batman gegen die KI: Auch Warner zerrt Midjourney vor Gericht"},"content":{"rendered":"<ol class=\"a-toc__list\">\n<li class=\"a-toc__item&#10;          &#10;            a-toc__item--counter&#10;          &#10;            a-toc__item--current\">\n<p>              Batman gegen die KI: Auch Warner zerrt Midjourney vor Gericht<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Der Unterhaltungskonzern Warner Bros. Discovery aus New York im gleichnamigen US-Bundesstaat hat eine umfassende Klage gegen den KI-Bildgenerator-Dienst Midjourney eingereicht. Der Vorwurf lautet auf massive und vors\u00e4tzliche Urheberrechtsverletzung.<\/p>\n<p>In der beim Bundesgericht in Kalifornien eingereichten Klageschrift wird dem Unternehmen Midjourney aus San Francisco vorgeworfen, seine K\u00fcnstliche Intelligenz illegal mit unz\u00e4hligen urheberrechtlich gesch\u00fctzten Bildern trainiert zu haben. Konkret geht es um bekannte Charaktere aus dem Warner-Universum, darunter Batman, Superman, die Looney Tunes und Harry Potter.<\/p>\n<p>Klagevorwurf: Vors\u00e4tzlicher Diebstahl geistigen Eigentums<\/p>\n<p>Laut der Klageschrift, aus der unter anderem <a href=\"https:\/\/www.engadget.com\/ai\/warner-bros-discovery-is-suing-midjourney-for-copyright-infringement-035850831.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Engadget<\/a> zitiert, geht der Vorwurf \u00fcber das reine Training der KI hinaus. Warner Bros. Discovery argumentiert, Midjourney nutze die Popularit\u00e4t der Charaktere gezielt als Verkaufsargument f\u00fcr seine kostenpflichtigen Abonnements.<\/p>\n<p>Besonders schwer wiege der Umstand, dass Midjourney zeitweise technische Schutzma\u00dfnahmen implementiert hatte, die eine Erstellung von Bildern mit Warner-Charakteren unterbanden. Diese seien aber in j\u00fcngster Vergangenheit wieder entfernt worden. &#8222;Es ist schwer, sich eine Urheberrechtsverletzung vorzustellen, die vors\u00e4tzlicher ist als das, was Midjourney hier tut&#8220;, hei\u00dft es dazu in den Gerichtsunterlagen.<\/p>\n<p>Kein Einzelfall: Die KI-Branche steht unter juristischem Druck<\/p>\n<p>Die Klage von Warner Bros. Discovery ist der n\u00e4chste logische Schritt in einer ganzen Reihe von juristischen Auseinandersetzungen, mit denen sich Entwickler generativer KI konfrontiert sehen. Bereits im Juni 2025 hatten die Konzerne Disney und Universal Studios eine sehr \u00e4hnliche Klage gegen Midjourney eingereicht.<\/p>\n<p>Diese Entwicklung zeigt, dass die gro\u00dfen Rechteinhaber nicht l\u00e4nger bereit sind, die Trainingsmethoden der KI-Anbieter hinzunehmen. Die grundlegende Frage, ob das Auslesen und Verarbeiten urheberrechtlich gesch\u00fctzter Werke zum Training einer KI unter Ausnahmeregelungen wie &#8222;Fair Use&#8220; f\u00e4llt, wird nun an entscheidender Stelle verhandelt.<\/p>\n<p>Was f\u00fcr die Zukunft der KI auf dem Spiel steht<\/p>\n<p>Der Ausgang dieser Gerichtsverfahren k\u00f6nnte weitreichende Konsequenzen haben. Sollten die Gerichte zugunsten der Hollywood-Studios entscheiden, k\u00f6nnte dies das Gesch\u00e4ftsmodell vieler KI-Unternehmen fundamental infrage stellen. Sie w\u00e4ren gezwungen, f\u00fcr Trainingsdaten k\u00fcnftig Lizenzgeb\u00fchren zu entrichten oder ihre Modelle auf Basis lizenzfreier oder explizit freigegebener Daten komplett neu zu entwickeln.<\/p>\n<p>Ein Urteil zugunsten von Midjourney hingegen k\u00f6nnte die Position der KI-Unternehmen st\u00e4rken und die bisherige Praxis des sogenannten &#8222;Scraping&#8220; von Daten aus dem Internet rechtlich festigen. Das birgt jedoch die Gefahr, die Position von K\u00fcnstlern und anderen Kreativen weiter zu schw\u00e4chen, deren Werke ohne ihre Zustimmung oder Verg\u00fctung zur Grundlage neuer kommerzieller Produkte gemacht werden. Der Weg zu einer klaren rechtlichen Regelung bleibt damit vorerst den Gerichten \u00fcberlassen.<\/p>\n<p>Dieser Beitrag ist zuerst bei <a href=\"https:\/\/t3n.de\/news\/batman-superman-warner-bros-verklagt-midjourney-wegen-urheberrecht-1705877\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">t3n.de<\/a> erschienen.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:jle@heise.de\" title=\"Jennifer Lepies\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">jle<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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