{"id":399726,"date":"2025-09-05T21:03:13","date_gmt":"2025-09-05T21:03:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/399726\/"},"modified":"2025-09-05T21:03:13","modified_gmt":"2025-09-05T21:03:13","slug":"immer-mehr-unerledigte-verfahren-bei-staatsanwaltschaften","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/399726\/","title":{"rendered":"Immer mehr unerledigte Verfahren bei Staatsanwaltschaften"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (dpa) &#8211; Die Zahl unerledigter F\u00e4lle w\u00e4chst nach Angaben des Deutschen Richterbundes weiter. Zur Jahresh\u00e4lfte hat sich die Anzahl demnach bundesweit auf 981.633 Verfahren erh\u00f6ht. Damit sind im ersten Halbjahr 2025 nochmals 30.781 offene F\u00e4lle bei den Beh\u00f6rden hinzugekommen. Zum Jahresende 2024 war ein bisheriger Rekordstand von 950.852 unerledigten Verfahren erreicht worden.<\/p>\n<p>Die Zahlen gehen auf eine Umfrage bei den Justizverwaltungen der L\u00e4nder zur\u00fcck, die die vom Richterbund herausgegebene \u00abDeutsche Richterzeitung\u00bb durchgef\u00fchrt hat. Ber\u00fccksichtigt wurden dabei nur die Verfahren gegen namentlich bekannte Beschuldigte, wie es hie\u00df.<\/p>\n<p>Laut Verband blieb auch die Zahl neuer Verfahren bei den Staatsanwaltschaften auf Rekordniveau: In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres kamen mehr als 2,7 Millionen neue F\u00e4lle auf die bereits bestehenden Aktenberge hinzu. \u00abIm Ergebnis ziehen sich viele Strafverfahren in die L\u00e4nge und Verfahrenseinstellungen nehmen zu\u00bb, erkl\u00e4rte der Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Richterbundes, Sven Rebehn.<\/p>\n<p>Meisten unerledigten Verfahren in NRW<\/p>\n<p>Die bundesweit h\u00f6chste Zahl offener Verfahren zum Stichtag 30. Juni gibt es nach den Angaben in Nordrhein-Westfalen mit knapp 267.000 F\u00e4llen. Seit dem Jahr 2021 ist dies ein Zuwachs von rund 40 Prozent (Ende 2021: 191.604).<\/p>\n<p>Besonders schwierig ist die Entwicklung laut Richterbund in Hamburg: Dort wuchs der Berg unerledigter F\u00e4lle bis Ende Juni auf 64.404 Verfahren. Damit hat sich der Aktenstapel laut Richterbund in den vergangenen dreieinhalb Jahren fast verdreifacht (Ende 2021: 22.900 offene Verfahren).<\/p>\n<p>Brandenburg reduziert offene F\u00e4lle<\/p>\n<p>Auch Sachsens Staatsanwaltschaften schieben eine gro\u00dfe Bugwelle vor sich her: Dort gab es nach den Angaben Ende Juni 45.952 offene Verfahren &#8211; eine Zunahme von 54 Prozent seit dem Jahr 2021.<\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich der Zahlen fordert der Deutsche Richterbund eine schnelle Zusage der L\u00e4nder f\u00fcr neue Stellen in der Justiz. Erst dann k\u00f6nnten die von der Bundesregierung zugesagten 450 Millionen Euro an zus\u00e4tzlichen Mitteln flie\u00dfen. \u00abDie Strafjustiz darf nicht zum Flaschenhals bei der Kriminalit\u00e4tsbek\u00e4mpfung werden.\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa) &#8211; Die Zahl unerledigter F\u00e4lle w\u00e4chst nach Angaben des Deutschen Richterbundes weiter. Zur Jahresh\u00e4lfte hat sich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":399727,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1840],"tags":[296,3364,29,30,1015,177,1209,4418],"class_list":{"0":"post-399726","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wuppertal","8":"tag-berlin","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-justiz","13":"tag-kriminalitt","14":"tag-nordrhein-westfalen","15":"tag-wuppertal"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115153718777423285","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/399726","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=399726"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/399726\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/399727"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=399726"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=399726"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=399726"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}