{"id":399866,"date":"2025-09-05T22:23:18","date_gmt":"2025-09-05T22:23:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/399866\/"},"modified":"2025-09-05T22:23:18","modified_gmt":"2025-09-05T22:23:18","slug":"offen-gesagt-auftrag-erteilt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/399866\/","title":{"rendered":"Offen gesagt: Auftrag erteilt"},"content":{"rendered":"<p class=\"initial richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Eine oder einer wird das Werk vollbringen m\u00fcssen. Der Auftrag ist mit ganzer politischer Breite erteilt. Und er ist im Grunde auch alternativlos, in diesem Falle wirklich. Ausnahmsweise. Denn das sogenannte PBZ ist nicht so etwas wie die Kirsche auf der Torte, es ist kein Prestigeobjekt eines begeisterten Kulturpolitikers oder Freundeskreises. Es ist das logische n\u00e4chste Kapitel einer kulturellen Institution, von denen Deutschland und erst Recht Nordrhein-Westfalen nicht allzu viele hat. Es gilt, ein Erbe zu bewahren, es gilt, ein Verm\u00e4chtnis in die Zukunft zu entwickeln. Vor allem gilt es, sich endlich w\u00fcrdig vor Pina Bausch zu verbeugen. <\/p>\n<p>Es ist viel zu schnell in Vergessenheit geraten, was diese so scheu wirkende K\u00fcnstlerin f\u00fcr Wuppertal, Nordrhein-Westfalen und f\u00fcr Deutschland getan hat. Das zu ermessen, reicht es, sich in die fr\u00fchen 1970er Jahre zur\u00fcckzuversetzen, gut 25 Jahre nach Ende der Nazi-Herrschaft, mit millionenfachem Tod und grenzenloser Zerst\u00f6rung. Deutschland und die Deutschen hatten noch so viele Striche auf den Deckeln der Welt. Kein noch so guter Mercedes konnte die Angst davor tilgen, dass die Deutschen mal wieder auf schreckliche Gedanken kommen. Und dann kam Pina Bausch. Dann kam die junge T\u00e4nzerin und Choreografin und zeigte der Welt die Deutschen hinter dem Vorurteil, das der Krieg und der Holocaust zwangsl\u00e4ufig erzeugt hatten. Bauschs Deutsche waren und sind fr\u00f6hlich und traurig, schwach und stark, mutig und \u00e4ngstlich, kraftvoll und verletzt, euphorisch und verzweifelt, albern und bitterernst, gerecht und bisweilen auch b\u00f6se. Pina Bauschs Deutsche sind Menschen, normale Menschen. Es mag heute seltsam klingen, aber die internationale Kunstwelt war gelinde gesagt \u00fcberrascht. Pina Bausch hat das Bild der Deutschen und Deutschlands ver\u00e4ndert. Mit durchaus positiven Folgen f\u00fcr die Wahrnehmung im Allgemeinen, aber sicher auch f\u00fcr die internationalen Beziehungen \u2013 nicht zuletzt wirtschaftlich. Es ist also kein Almosen, wenn sich Stadt, Land und selbstverst\u00e4ndlich Bund kraftvoll und dauerhaft zusammentun, um an der Kluse werden zu lassen, was werden muss.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine oder einer wird das Werk vollbringen m\u00fcssen. Der Auftrag ist mit ganzer politischer Breite erteilt. Und er&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":399867,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1840],"tags":[23402,14142,100372,3364,3280,29,106639,30,106640,1209,106641,14141,76127,8404,4418],"class_list":{"0":"post-399866","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wuppertal","8":"tag-auftrag","9":"tag-bausch","10":"tag-breite","11":"tag-de","12":"tag-deutsche","13":"tag-deutschland","14":"tag-erteilt","15":"tag-germany","16":"tag-kluse-vohwinkel","17":"tag-nordrhein-westfalen","18":"tag-pbz","19":"tag-pina","20":"tag-politischer","21":"tag-westfalen","22":"tag-wuppertal"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115154033367368927","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/399866","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=399866"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/399866\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/399867"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=399866"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=399866"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=399866"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}