{"id":39998,"date":"2025-04-17T21:06:29","date_gmt":"2025-04-17T21:06:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/39998\/"},"modified":"2025-04-17T21:06:29","modified_gmt":"2025-04-17T21:06:29","slug":"neue-spezialsenate-hamburg-festigt-seine-rolle-als-metropole-des-rechts-sagt-justizsenatorin-gallina","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/39998\/","title":{"rendered":"Neue Spezialsenate: Hamburg festigt seine Rolle als \u201eMetropole des Rechts\u201c, sagt Justizsenatorin Gallina"},"content":{"rendered":"<p>Ab einem Streitwert von einer halben Million Euro k\u00f6nnen internationale Unternehmen ihre wirtschaftlichen Streitigkeiten k\u00fcnftig in Hamburg vor Spezialsenaten ausgetragen. Jene Commercial Courts sollen den Justizstandort Deutschland wettbewerbsf\u00e4higer machen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Es z\u00e4hlte zu einem der letzten Vorhaben, das die scheidende Ampelregierung noch umsetzte: das \u201eGesetz zur St\u00e4rkung des Justizstandortes Deutschland durch Einf\u00fchrung von Commercial Courts\u201c, im Juli 2024 vom Bundestag beschlossen, am 1. April dieses Jahres in Kraft getreten. In <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/hamburg-staedtereise\/\" title=\"Nachrichten, Bilder, Videos und Reisetipps zu Hamburg finden Sie auf unserer Themenseite.\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/hamburg-staedtereise\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;Nachrichten, Bilder, Videos und Reisetipps zu Hamburg finden Sie auf unserer Themenseite.&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;Nachrichten, Bilder, Videos und Reisetipps zu Hamburg finden Sie auf unserer Themenseite.&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hamburg<\/a> haben diese speziellen Gerichte nun ihre Arbeit aufgenommen und erm\u00f6glichen international agierende Unternehmen, ihre wirtschaftsrechtlichen Streitigkeiten k\u00fcnftig auch in englischer Sprache auszutragen. Damit werde Hamburg \u201eseiner Rolle als Metropole des Rechts im Norden noch einmal mehr gerecht\u201c, sagt Justizsenatorin <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/article245398778\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/article245398778&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Anna Gallina<\/a> (Gr\u00fcne). <\/p>\n<p>In der Praxis bedeutet das, dass der beim Hanseatischen Oberlandesgericht angesiedelte Commercial Court f\u00fcr Verfahren ab einem Streitwert von einer halben Million Euro in deutscher oder englischer Sprache zust\u00e4ndig ist. Ein Senat ist auf bau-, banken- und finanzrechtliche Streitigkeiten sowie Auseinandersetzungen nach Firmenzusammenschl\u00fcssen spezialisiert. Ein zweiter Senat hat seinen Schwerpunkt beim Versicherungs-, Transport-, Verkehrs- und Schifffahrtsrecht. Ab einem Streitwert von mehr als 5000 Euro verhandeln ferner und ebenfalls ab sofort zwei Commercial Chambers beim Landgericht Hamburg vollst\u00e4ndig auf Englisch.<\/p>\n<p>Aus Sicht von Justizsenatorin Gallina lebt der \u201eRechts- und Wirtschaftsstandort Hamburg von seiner weltweiten Kooperation\u201c. Der Internationale Seegerichtshof, eine Lokalkammer des Einheitlichen Patentgerichts und diverse traditionsreiche Schiedsgerichte seien in der Hansestadt zu Hause. \u201eJetzt gehen wir den logischen n\u00e4chsten Schritt in die Zukunft. Mit dem f\u00fcr Wirtschaftsstreitigkeiten optimierten Verfahren und den hierauf spezialisierten Richter:innen wird das Angebot der Justiz passgenau erg\u00e4nzt\u201c, so die Gr\u00fcnen-Politikerin. Das st\u00e4rke den Rechtsstandort <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/article255534226\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/article255534226&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hamburg<\/a>, seine internationale Ausrichtung sowie den Rechtsstandort Deutschland im internationalen Wettbewerb.<\/p>\n<p>Mit dem Justizstandort-St\u00e4rkungsgesetz erm\u00e4chtigt der Bundesgesetzgeber die Bundesl\u00e4nder, jene spezialisierten Spruchkammern f\u00fcr Handelssachen einzurichten. Die L\u00e4nder sind frei, hiervon Gebrauch zu machen \u2013 und so bleibt abzuwarten, wie sie das Gesetz mit Leben f\u00fcllen. Ziel des Bundesgesetzgebers war es zudem, durch l\u00e4nder\u00fcbergreifende Kooperation ein \u201einflation\u00e4res Entstehen\u201c von Commercial Courts zu vermeiden. Neben Hamburg haben die Spezialsenate bereits in <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/duesseldorf\/\" title=\"Nachrichten, Bilder, Videos und Reisetipps zu D\u00fcsseldorf finden Sie auf unserer Themenseite.\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/duesseldorf\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;Nachrichten, Bilder, Videos und Reisetipps zu D\u00fcsseldorf finden Sie auf unserer Themenseite.&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;Nachrichten, Bilder, Videos und Reisetipps zu D\u00fcsseldorf finden Sie auf unserer Themenseite.&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">D\u00fcsseldorf<\/a>, Frankfurt\/Main, <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/stuttgart\/\" title=\"Nachrichten, Bilder, Videos und Reisetipps zu Stuttgart finden Sie auf unserer Themenseite.\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/stuttgart\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;Nachrichten, Bilder, Videos und Reisetipps zu Stuttgart finden Sie auf unserer Themenseite.&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;Nachrichten, Bilder, Videos und Reisetipps zu Stuttgart finden Sie auf unserer Themenseite.&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stuttgart<\/a> und <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/berlin-staedtereise\/\" title=\"Nachrichten, Bilder, Videos und Reisetipps zu Berlin finden Sie auf unserer Themenseite.\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/berlin-staedtereise\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;Nachrichten, Bilder, Videos und Reisetipps zu Berlin finden Sie auf unserer Themenseite.&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;Nachrichten, Bilder, Videos und Reisetipps zu Berlin finden Sie auf unserer Themenseite.&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Berlin<\/a> ihre Arbeit aufgenommen. <\/p>\n<p>Verdr\u00e4ngung unserer Sprache in der Justiz?<\/p>\n<p>Die AfD-Fraktion im Bundestag hatte im Juli 2024 gegen den von der Bundesregierung eingebrachten Entwurf eines \u201eGesetzes zur St\u00e4rkung des Justizstandortes Deutschland durch Einf\u00fchrung von Commercial Courts und der Gerichtssprache Englisch in der Zivilgerichtsbarkeit\u201c gestimmt. Zur Begr\u00fcndung hie\u00df es damals aus der Fraktion: Der deutsche Staat sei kein Wirtschaftsunternehmen, \u201ewelches um Marktanteile zu konkurrieren hat\u201c. <\/p>\n<p>Vielmehr m\u00fcsse der Staat dem Fortbestand der Nation dienen. \u201eDazu geh\u00f6rt es, dass die Sprache dieser Republik die deutsche Sprache ist und bleibt.\u201c Die AfD warnte davor, dass nun auch im Kernbereich des Staates, in der Justiz, \u201eder Prozess der Verdr\u00e4ngung unserer Sprache beginnt\u201c. Das ber\u00fchre den \u201enationalen und demokratischen Charakter unseres Staatswesens\u201c. <\/p>\n<p>Hamburg indes sieht die Einrichtung als Chance. \u201eDer Commercial Court beim Hanseatischen Oberlandesgericht erm\u00f6glicht eine z\u00fcgigere Kl\u00e4rung von wirtschaftsrechtlichen Streitigkeiten\u201c, betont der Pr\u00e4sident des Hanseatischen Oberlandesgerichts, <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/plus223505516\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/plus223505516&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Marc Tully<\/a>. Gleichzeitig st\u00fcnden \u201eunsere unabh\u00e4ngigen Richterinnen und Richter f\u00fcr eine hohe juristische Qualit\u00e4t der Entscheidungen ein\u201c. Tully weiter: \u201eWir laden mit der Einrichtung des Commercial Court insbesondere auch alle internationalen Unternehmen ein, zu uns zu kommen und davon zu profitieren.\u201c<\/p>\n<p>Mit Blick auf die Commercial Chambers verweist Landgerichts-Pr\u00e4sidentin Birte Meyerhoff darauf, dass \u201eviele unserer Richterinnen und Richter eine vertiefte Expertise im internationalen Wirtschaftsrecht und vielf\u00e4ltige Erfahrung im Bereich der internationalen Prozessf\u00fchrung und Schiedsgerichtsbarkeit mitbringen \u2013 sowohl aus richterlicher als auch aus anwaltlicher Sicht\u201c. Daraus folgten \u201eoptimale Prozessbedingungen f\u00fcr internationale Wirtschaftsstreitigkeiten am Landgericht Hamburg\u201c. <\/p>\n<p>Und so k\u00f6nnen Unternehmen k\u00fcnftig vor dem Commercial Court am Hanseatischen Oberlandesgericht wirtschaftsrechtliche Verfahren f\u00fchren, wenn sie erstinstanzlich dessen Zust\u00e4ndigkeit vereinbaren. Zur Wahrung von Gesch\u00e4ftsgeheimnissen k\u00f6nne bei Verhandlungen die \u00d6ffentlichkeit ausgeschlossen und der Verfahrensgegner verst\u00e4rkt zur Diskretion verpflichtet werden, hie\u00df es weiter. Gegen die Entscheidungen des Commercial Court ist Revision zum Bundesgerichtshof m\u00f6glich. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ab einem Streitwert von einer halben Million Euro k\u00f6nnen internationale Unternehmen ihre wirtschaftlichen Streitigkeiten k\u00fcnftig in Hamburg vor&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":39999,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1826],"tags":[20605,13820,29,20604,1993,30,4583,692,14623,1015,45,173,15398],"class_list":["post-39998","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-hamburg","tag-anna-gruene","tag-betriebe","tag-deutschland","tag-gallina","tag-gerichte","tag-germany","tag-gesetze","tag-hamburg","tag-innenpolitik","tag-justiz","tag-texttospeech","tag-unternehmen","tag-werner-jana"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114355344828180347","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/39998","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=39998"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/39998\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/39999"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=39998"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=39998"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=39998"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}