{"id":40010,"date":"2025-04-17T21:12:35","date_gmt":"2025-04-17T21:12:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/40010\/"},"modified":"2025-04-17T21:12:35","modified_gmt":"2025-04-17T21:12:35","slug":"unser-finalgegner-im-check-die-eisbaeren-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/40010\/","title":{"rendered":"Unser Finalgegner im Check &#8211; die Eisb\u00e4ren Berlin"},"content":{"rendered":"<p>Finale, oh oh! Erstmals seit 2014 stehen wir wieder im Finale um die Deutsche Meisterschaft! Gegner in der DEL-Finalserie sind die Eisb\u00e4ren Berlin. Wir werfen einen Blick auf die Mannschaft von Cheftrainer Serge Aubin.<\/p>\n<p>DIE HISTORIE<\/p>\n<p>Die Wurzeln der heutigen Eisb\u00e4ren Berlin gehen auf die Sportvereinigung Deutsche Volkspolizei heraus. Anfangs als SV DVP gegr\u00fcndet, spielte der Verein bald in der DDR-Oberliga, musste jedoch mehrfach strukturelle und politische R\u00fcckschl\u00e4ge hinnehmen. Ab 1954 trat der neu gegr\u00fcndete SC Dynamo Berlin regelm\u00e4\u00dfig an und gewann ab Mitte der 1960er mehrere DDR-Meistertitel. Besonders hervorzuheben ist der Titel-Hattrick zwischen 1966 und 1968. International trat der SC Dynamo erstmals 1966 im Europacup an, erreichte 1969 sogar das Halbfinale, scheiterte jedoch am \u00fcberm\u00e4chtigen ZSKA Moskau aus Russland.<\/p>\n<p>1970 entschied die DDR-F\u00fchrung, nur noch zwei Eishockeyteams \u2013 Berlin und Wei\u00dfwasser \u2013 zu f\u00f6rdern, alle anderen wurden aufgel\u00f6st. Der SC Dynamo Berlin dominierte \u201edie kleinste Liga der Welt\u201c und gewann bis 1990 zw\u00f6lf Meistertitel. International war der gr\u00f6\u00dfte Erfolg der dritte Platz im Europapokal 1984. 1990 benannte sich die Eishockeyabteilung in EHC Dynamo Berlin um. Der Club nahm weiterhin regelm\u00e4\u00dfig am Europacup und internationalen Sommerturnieren teil, scheiterte jedoch oft in sp\u00e4teren Runden, vor allem an Topteams aus dem Westen und Osten Europas.<\/p>\n<p>Nach der Wiedervereinigung traten Dynamo Berlin und Dynamo Wei\u00dfwasser zun\u00e4chst nicht in die 2. Bundesliga ein, sondern wurden 1990 direkt in die 1. Bundesliga aufgenommen. Trotz sportlicher Probleme und des Abstiegs blieb das Team finanziell stabil und stieg 1992 wieder auf. Um Sponsoren zu gewinnen, wurde der Name 1992 in EHC Eisb\u00e4ren Berlin ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p>In den Folgejahren gab es sportliche H\u00f6hen und Tiefen sowie zahlreiche Trainerwechsel. Der Einstieg der DEL 1994 und der Wegfall des Abstiegs erm\u00f6glichten die Integration vieler Nachwuchsspieler. Finanzielle Probleme f\u00fchrten 1999 zur \u00dcbernahme durch die Anschutz Entertainment Group, die den Verein entschuldete.<\/p>\n<p>Ab 2002 etablierte sich der Club sportlich und erreichte regelm\u00e4\u00dfig die Playoffs, darunter zwei aufeinanderfolgende Finalteilnahmen 2003 und 2004 \u2013 allerdings ohne Titelgewinn. International nahm man an der European Hockey League und dem IIHF Continental Cup teil und erreichte dort mehrfach Halbfinals und Finalrunden, mit einem dritten Platz in der EHL als gr\u00f6\u00dftem Erfolg.<\/p>\n<p>In der durch den NHL-Lockout gepr\u00e4gten Saison 2004\/2005 gewannen die Eisb\u00e4ren ihre erste Meisterschaft, gefolgt von weiteren Titeln 2006, 2008, 2009, 2011, 2012 und 2013. Nach einem Umbruch folgten durchwachsene Jahre, ehe 2021, 2022 und 2024 erneut Meistertitel geholt wurden. International gewannen die Berliner 2010 die European Trophy \u2013 als bislang einziger deutscher Klub einen Europapokal. Mit zehn deutschen Meisterschaften sind die Eisb\u00e4ren aktueller Deutscher Rekordmeister.<\/p>\n<p>DIE ARENA<\/p>\n<p>Bis in die Saison 2007\/2008 trugen die Eisb\u00e4ren ihre Heimspiele im legend\u00e4ren Wellblechpalast aus, welcher weiterhin als Trainingsst\u00e4tte der Hauptst\u00e4dter funktioniert. Seit der Fertigstellung der neuen Multifunktionsarena in der N\u00e4he des Berliner Ostbahnhofs, ist die Uber-Arena (ehem. Mercedes-Benz Arena \/ O2-World) die Heimspielst\u00e4tte der Eisb\u00e4ren. Mit einem Fassungsverm\u00f6gen von 14.200 Zuschauern ist die Uber-Arena die zweitgr\u00f6\u00dfte Eishockeyarena Deutschlands \u2013 hinter der LANXESS arena.<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1706\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/cp-d1-VF3-EBB-MAN24-006k-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-162179\"  \/>Die Uber Arena. (Foto: City-Press GmbH)<\/p>\n<p>DIE BILANZ<\/p>\n<p>147 Duelle in der Deutschen Eishockey Liga gab es bislang zwischen Haien und Eisb\u00e4ren. Die Bilanz spricht vor dem Finale bei 85 Siegen der Berliner (62 KEC-Siege) f\u00fcr die Hauptst\u00e4dter. In der abgelaufenen Hauptrunde war die Bilanz ausgeglichen \u2013 sowohl die Haie als auch die Eisb\u00e4ren konnten sowohl eine Partie auf heimischen als auch auf fremden Eis gewinnen.<\/p>\n<p>In den Playoffs trafen sich beide Clubs bislang f\u00fcnfmal \u2013 viermal mit dem besseren Ende f\u00fcr die Eisb\u00e4ren. Einzig im Playoff-Viertelfinale 2016 konnten wir uns in sieben Spielen gegen die Hauptst\u00e4dter durchsetzen. Im Finale trafen sich beide Clubs zuletzt 2013 (4:0 Berlin).<\/p>\n<p>DIE SAISON 2024\/2025<\/p>\n<p>Der amtierende Deutsche Meister beendete die Hauptrunde der Saison 2024\/2025 auf dem zweiten Tabellenplatz, knapp hinter Hauptrundensieger ERC Ingolstadt. Insbesondere zum Ende der Hauptrunde drehte das Team von Trainer Serge Aubin so richtig auf und gewann sieben der abschlie\u00dfenden neun Partien.<\/p>\n<p>In den Playoffs schalteten die Eisb\u00e4ren im Viertelfinale die Straubing Tigers in f\u00fcnf Spielen aus (4:1), ehe sie im Halbfinale die Adler Mannheim glatt in vier Spielen besiegten. F\u00fcr die Eisb\u00e4ren ist es die 14. Finalteilnahme ihrer DEL-Geschichte.<\/p>\n<p>DER TRAINER<\/p>\n<p>Mit Serge Aubin steht ein echter Erfolgsgarant der Eisb\u00e4ren hinter der Berliner Bande. Der 50-J\u00e4hrige ist seit der Saison 2019\/2020 in der Hauptstadt t\u00e4tigt und f\u00fchrte die Eisb\u00e4ren seither zu drei Meisterschaften. Bemerkenswert: Der Franko-Kanadier hat in seiner Berliner Zeit bislang noch keine einzige Playoff-Serie verloren. In seinem ersten Jahr wurden die Playoffs aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt und in der Saison 2022\/2023 verpassten die Berliner als Tabellenelfter nach der Hauptrunde die Playoffs.<\/p>\n<p>Vor seiner Zeit in Berlin war Aubin bei den Hamburg Freezers, den Vienna Capitals (EBEL-Meister 2017) und bei den ZSC Lions in Z\u00fcrich t\u00e4tig.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1558\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/cp-d1-EBB-WOB25-144-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-162180\"  \/>Eisb\u00e4ren-Coach Serge Aubin. (Foto: City-Press GmbH)<\/p>\n<p>DAS TEAM<\/p>\n<p>Mit Youngster Jonas Stettmer (der die Viertelfinal-Serie gegen Straubing spielte) und US-Amerikaner Jake Hildebrand (im Halbfinale gegen Mannheim im Tor) haben sich beide Goalies der Eisb\u00e4ren in diesen Playoffs bislang abgewechselt.<\/p>\n<p>In der Verteidigung bilden Jonas M\u00fcller und Kapit\u00e4n Kai Wissmann ein starkes deutsches Verteidiger-Paar, welches mit den Nordamerikanern Adam Smith und Olivier Galipeau, sowie den jungen Norwin Panocha, Korbinian Geibel und Eric Mik eine starke Abwehrreihe bildet.<\/p>\n<p>Im breitaufgestellten Angriff der Eisb\u00e4ren stechen mit dem \u201eDEL-Spieler des Jahres\u201c Leo Pf\u00f6derl und Hauptrunden-Topscorer Ty Ronning zwei Spieler nochmal ein St\u00fcck heraus. Pf\u00f6derl scorte in dieser Saison bereits \u00fcber 80 Scorerpunkte. Ronning markierte in der Hauptrunde starke 73 Punkte und brach zudem zuletzt die DEL-Bestmarke von Ex-Hai Peter Draisaitl, als Ronning 23 Spiele in Serie immer punkten konnte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Finale, oh oh! Erstmals seit 2014 stehen wir wieder im Finale um die Deutsche Meisterschaft! 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