{"id":400155,"date":"2025-09-06T01:04:34","date_gmt":"2025-09-06T01:04:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/400155\/"},"modified":"2025-09-06T01:04:34","modified_gmt":"2025-09-06T01:04:34","slug":"wie-gelingt-werbung-im-digitalen-zeitalter-wuppertaler-wohnzimmerstudie-gewinnt-wichtigen-branchenpreis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/400155\/","title":{"rendered":"Wie gelingt Werbung im digitalen Zeitalter? \u2013 Wuppertaler Wohnzimmerstudie gewinnt wichtigen Branchenpreis"},"content":{"rendered":"<p>\u201eDie Auszeichnung ist f\u00fcr uns eine besondere Anerkennung unserer Arbeit \u2013 besonders, weil sie aus den Reihen derer kommt, die tagt\u00e4glich mit den gro\u00dfen Herausforderungen der Realisation effektiver Marketingkommunikation konfrontiert sind\u201c, betont Prof. Dr. Tobias Langner, der an der Uni Wuppertal den Lehrstuhl f\u00fcr Marketing leitet und die Studie gemeinsam mit seinen Mitarbeitern Lennart Borgmann und Julian Felix Kopka durchf\u00fchrte.<\/p>\n<p>Die Wuppertaler Wohnzimmerstudie ist die bislang gr\u00f6\u00dfte mobile Eye-Tracking-Feldstudie in Deutschland. F\u00fcr sie wurden 144 Personen in ihrem h\u00e4uslichen Umfeld beobachtet, um zu analysieren, wie sie Medien und Werbung konsumieren. Die Studie untersucht die Frage, wie Werbung in einem Umfeld, das gepr\u00e4gt ist von zahlreichen Medienangeboten, \u00fcberhaupt noch Aufmerksamkeit bekommt. Die Forschenden wollten so herausfinden, welche Taktiken bei der Gestaltung von Werbung f\u00fcrs Gewinnen und f\u00fcrs Halten von Aufmerksamkeit besonders effektiv funktionieren.<\/p>\n<p><strong>Wohnzimmer wird zum Labor<\/strong><\/p>\n<p>\u201eAufmerksamkeit ist die Super-Variable des Konsumentenverhaltens und eine Kernkompetenz unseres Lehrstuhls. Seitdem das Smartphone unser st\u00e4ndiger Begleiter ist, sind wir permanent online, abgelenkt und filtern Inhalte in rasanter Geschwindigkeit \u2013 Werbung zieht dabei oft den K\u00fcrzeren. Die dahinterliegenden Mechanismen zu erforschen und so zu effektiverer und effizienterer Werbung beizutragen, hat uns von Anfang an fasziniert\u201c, erkl\u00e4rt Julian Felix Kopka.<\/p>\n<p>Dabei machten die Forscher aus der Not eine Tugend: Als die Corona-Pandemie klassische Laborexperimente unm\u00f6glich machte, besuchten sie die Proband*innen zu Hause und untersuchten ihr Werbeverhalten dort, wo es stattfindet \u2013 im Wohnzimmer. Sie schauten genau hin: Welche Werbeinhalte nehmen die Studien-Teilnehmenden \u00fcberhaupt wahr und woran bleiben sie h\u00e4ngen? Ihre Proband*innen trugen dabei eine Brille, die die Augenbewegung dokumentiert.\u00a0<\/p>\n<p>\u201eUnsere Studie zeigt, dass rund die H\u00e4lfte der Aufmerksamkeit durch reine Gestaltungselemente erkl\u00e4rt wird. Ein Appell an die Praxis lautet daher: Nutzt Aufmerksamkeitstaktiken\u201c, so Lennart Borgmann. Besonders effektiv beim Gewinnen von Aufmerksamkeit seien demnach gro\u00dfe Anzeigenformate, direkte Ansprache, animierte Szenen, fremdsprachige Elemente und unbekannte Personen. Eindeutig waren auch diese Ergebnisse: Medienkonsum kann heute immer und \u00fcberall stattfinden, das Smartphone dominiert, klassische Medien wie TV verlieren an Bedeutung.<\/p>\n<p>Um Aufmerksamkeit zu halten, wirken Prominente, Influencer*innen, positive Emotionen, Kontraste, sch\u00f6ne Hintergr\u00fcnde und Gewinnspiele. Gleichzeitig zeigt sich: Zu aufdringliche Gestaltung, etwa grelle Farben oder laute Musik, kann kontraproduktiv sein und zur Werbevermeidung f\u00fchren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eDie Auszeichnung ist f\u00fcr uns eine besondere Anerkennung unserer Arbeit \u2013 besonders, weil sie aus den Reihen derer&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":400156,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1840],"tags":[11620,11621,3364,29,21924,597,30,2766,1209,176,21923,4938,5162,4418],"class_list":{"0":"post-400155","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wuppertal","8":"tag-studieren","9":"tag-uni","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-einschreiben","13":"tag-forschung","14":"tag-germany","15":"tag-hochschule","16":"tag-nordrhein-westfalen","17":"tag-nrw","18":"tag-studiengang","19":"tag-studium","20":"tag-universitaet","21":"tag-wuppertal"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115154666329688280","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/400155","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=400155"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/400155\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/400156"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=400155"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=400155"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=400155"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}