{"id":400540,"date":"2025-09-06T04:37:41","date_gmt":"2025-09-06T04:37:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/400540\/"},"modified":"2025-09-06T04:37:41","modified_gmt":"2025-09-06T04:37:41","slug":"michael-heckert-sinnliche-kunst-trifft-laendliche-idylle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/400540\/","title":{"rendered":"Michael Heckert: Sinnliche Kunst trifft l\u00e4ndliche Idylle"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/atelierheckert-102.webp\" alt=\"Ein Mann steht vor gro\u00dfen Gem\u00e4lden an einer Wand, es ist der Maler Michael Heckert.\" title=\"Ein Mann steht vor gro\u00dfen Gem\u00e4lden an einer Wand, es ist der Maler Michael Heckert. | NDR \/ Michael Heckert\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>AUDIO: Zu Besuch im Atelier bei Michael Heckert in Rappenhagen (5 Min)<\/p>\n<p>\n            Stand: 04.09.2025 14:20 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Etwa 1.000 Frauen und M\u00e4nner in Mecklenburg-Vorpommern arbeiten als bildende K\u00fcnstler &#8211;\u00a0 davon leben viele in kleineren St\u00e4dten oder in einem Dorf. Ein Besuch beim Maler Michael Heckert, der sein Atelier in Rappenhagen zwischen Greifswald und Wolgast hat.<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von Juliane Voigt<\/p>\n<p class=\"\">\nWenn Michael Heckert in seinem Atelier arbeitet, macht er sich Musik an &#8211; am liebsten Fleetwood Mac. \u00dcberhaupt: Die wilden 60er und 70er, sind ihm sehr nah, sagt er. Gerade arbeitet er an einem Bild, ein Gro\u00dfformat. Zu sehen sind Strukturen aus Fotografien, \u00fcbermalt mit kr\u00e4ftigen breiten Pinselstrichen, \u00fcppig aufgetragene Farben. Heckert zeigt: &#8222;Hier sind Frauen, die in Bewegung sind. Es ist schwierig, einer stehenden Form Bewegung zu verleihen. Darum benutze ich Formen, die sich in Bewegung befinden. Und diese Bewegung nehme ich auf und hoffe, dass es kein rationaler Vorgang bleibt, sondern dass die Erotik oder Sinnlichkeit oder Bewegung oder auch etwas Esoterisches, Metaphysisches mit einflie\u00dft.&#8220; An den W\u00e4nden seines Ateliers lehnen viele gro\u00dfe Gem\u00e4lde in Regalen aneinander.<\/p>\n<p class=\"\">\nMichael Heckert ist 75 Jahre alt. Geboren wurde er in Halle an der Saale, aufgewachsen ist er in Westfalen und studierte Malerei in Braunschweig. K\u00fcnstlerisch orientierte er sich fr\u00fch am abstrakten Expressionismus, einer Kunstrichtung aus Amerika, aus der er seinen eigenen Stil entwickelte. Eine gro\u00dfe Galerie hat ihn damals in K\u00f6ln vertreten. &#8222;Es gibt im Museum Ludwig in K\u00f6ln zwei Arbeiten und die meisten dieser Gr\u00f6\u00dfe sind in Privath\u00e4usern. Leider bin ich an die gro\u00dfen Sammler nicht herangekommen&#8220;, bedauert Heckert, &#8222;es waren mehr Privatleute, die ich immer wieder kennenlernte durch Ausstellungen und so weiter.&#8220; Als K\u00fcnstler war er viele Jahre lang mittendrin in der rebellischen, westdeutschen Kunstszene, dem Aufruhr der jungen Wilden, dem unkonventionellen Lebensstil der Lebensk\u00fcnstler der sp\u00e4ten 60er-Jahre.<\/p>\n<p>    Von Haiti an den Lubminer Strand<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/atelierheckert-100.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/atelierheckert-100.webp\" alt=\"Ein Mann steht vor gro\u00dfen Gem\u00e4lden an einer Wand, es ist der Maler Michael Heckert.\" title=\"Der K\u00fcnstler Michael Heckert: geboren in Halle, gelebt auf Haiti, gestrandet in Vorpommern. | NDR \/ Michael Heckert\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Der K\u00fcnstler Michael Heckert: geboren in Halle, gelebt auf Haiti, gestrandet in Vorpommern.<\/p>\n<p class=\"\">\nSeit sieben Jahren aber lebt Michael Heckert in Vorpommern. Das Atelier, in dem er jetzt arbeitet, war fr\u00fcher ein Traktorschuppen. Er \u00f6ffnet das Fenster. &#8222;Das ist ein riesiges Feld, ein Acker, da werden Korn und R\u00fcben und Kartoffeln angebaut. Das Feld ist riesig und hier sozusagen das Ende der Welt. Und ja, das ist alles ganz neu f\u00fcr mich.&#8220; Der erkl\u00e4rte Gro\u00dfst\u00e4dter hat viele Jahre im Ausland verbracht, unter anderem auf Haiti und der Dominikanischen Republik. Das kam durch seine Frau, die in der Entwicklungshilfe gearbeitet hat. Jetzt ist Rappenhagen der Arbeits- und Lebensort des Paares &#8211; mit dem Atelier am Feldrand kurz vorm Greifswalder Bodden am Lubminer Strand. &#8222;Es ist ein Schritt, jetzt so einsam zu arbeiten, aber ich bin gern einsam. Ich habe ja auch viel gesehen und es hat sich durch Zufall ergeben, dass wir dieses Haus hier fanden. Meine Frau suchte ein Haus in Berlin, das war nicht zu bezahlen und so vergr\u00f6\u00dferte sich der Suchkreis immer mehr, und dann haben wir das Haus in Rappenhagen gefunden &#8211; und diesen Raum, in dem ich mein k\u00fcnftiges Atelier gesehen habe. Das war alles schon ideal.&#8220;<\/p>\n<p class=\"\">\nEs ist ein R\u00fcckzugsraum, von dem viele K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler in den gro\u00dfen St\u00e4dten tr\u00e4umen &#8211; allerdings hat der nicht nur Vorteile. &#8222;Ich war nie ein Vereinsmensch&#8220;, erkl\u00e4rt Hecker, &#8222;ich habe K\u00fcnstlervereinigungen immer gescheut. Was ich hier vermisse, sind Gespr\u00e4che \u00fcber Kunst, intellektuelle Gespr\u00e4che unter Kollegen. Ich bin also in den hiesigen Kunstverein eingetreten, der Art7Kunstverein: das sind Leute, die sich f\u00fcr Kunst interessieren. Ich m\u00f6chte zwar das Interesse an meiner Arbeit wecken, mich aber auch mit Kollegen austauschen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"\">\nAm Donnerstag wird das Atelier von Michael Heckert voller Menschen sein. Er erwartet die Landeskulturministerin Bettina Martin, den Vorsitzenden des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann und Claudia Kapellusch vom Berufsverband Bildender K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler Mecklenburg-Vorpommern e.V. zu einer Gespr\u00e4chsrunde mit G\u00e4sten. Diskutiert wird \u00fcber &#8222;Kunst und Kultur im l\u00e4ndlichen Raum&#8220;.<\/p>\n<p>Am Donnerstag, den 4. September 2025, l\u00e4dt der Berufsverband Bildender K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler M-V e.V. gemeinsam mit dem Deutschen Kulturrat e.V. und dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) zu einer hochkar\u00e4tig besetzten Podiumsdiskussion nach Rappenhagen, OT Kemnitz, ein. Unter dem Titel &#8222;Kunst und Kultur abseits der Metropolen &#8211; Chancen, H\u00fcrden und Perspektiven in l\u00e4ndlichen R\u00e4umen&#8220; diskutieren prominente Akteur*innen aus Kultur, Politik und Zivilgesellschaft \u00fcber aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Potenziale kultureller Arbeit fernab urbaner Zentren.<\/p>\n<p>Die Veranstaltung findet von 12:00 bis 14:00 Uhr im Atelier des Bildenden K\u00fcnstlers Michael Heckert statt. Der NDR wird die Diskussion aufzeichnen und am Sonntag, den 7. September 2025, zwischen 19 Uhr und 20 Uhr auf NDR 1 Radio MV senden. <br \/>Die Gespr\u00e4chsteilnehmer*innen auf dem Podium sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Bettina Martin, Ministerin f\u00fcr Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes Mecklenburg-Vorpommern<\/li>\n<li>David Adler, Kulturlandb\u00fcro<\/li>\n<li>Michael Heckert, Bildender K\u00fcnstler <\/li>\n<li>Claudia Kapellusch, 1. Vorsitzende des Berufsverbandes Bildender K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler M-V e.V.<\/li>\n<li>Olaf Zimmermann, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Deutschen Kulturrates e.V<\/li>\n<\/ul>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/screenshot-25570.webp\" alt=\"Das Thusch Theater in Teterow: Ein beiges, zweist\u00f6ckiges Geb\u00e4ude mit einer sechstufigen runden Treppe am Eingang.\" title=\"Das Thusch Theater in Teterow: Ein beiges, zweist\u00f6ckiges Geb\u00e4ude mit einer sechstufigen runden Treppe am Eingang. | Screenshot\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Kultur im l\u00e4ndlichen Raum ist eine Herausforderung, der sich Elisa Ottersberg-H\u00f6h und ihr Team im Thusch Theater im mecklenburgischen Teterow stellen.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/kulturleben106.webp\" alt=\"Mehrere Menschen nehmen an einem Workshop der Universit\u00e4t Rostock teil\" title=\"Mehrere Menschen nehmen an einem Workshop der Universit\u00e4t Rostock teil | Wossidlo-Forschungsstelle der Universit\u00e4t Rostock, Wossidlo-Forschungsstelle der Universit\u00e4t Rostock\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Am Beispiel des Landkreises Rostock will die Wossidlo-Forschungsstelle der Universit\u00e4t herausfinden, welche Herausforderungen Vereine haben und wie sie diese meistern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"AUDIO: Zu Besuch im Atelier bei Michael Heckert in Rappenhagen (5 Min) Stand: 04.09.2025 14:20 Uhr Etwa 1.000&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":391841,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1775],"tags":[1140,1793,29,13194,105096,214,30,8782,80,2075,1794,3414,1351,215],"class_list":{"0":"post-400540","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-arbeit","9":"tag-art-and-design","10":"tag-deutschland","11":"tag-dorf","12":"tag-einoede","13":"tag-entertainment","14":"tag-germany","15":"tag-kreativitaet","16":"tag-kultur","17":"tag-kunst","18":"tag-kunst-und-design","19":"tag-land","20":"tag-mecklenburg-vorpommern","21":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115155504211508057","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/400540","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=400540"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/400540\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/391841"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=400540"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=400540"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=400540"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}