{"id":400547,"date":"2025-09-06T04:41:13","date_gmt":"2025-09-06T04:41:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/400547\/"},"modified":"2025-09-06T04:41:13","modified_gmt":"2025-09-06T04:41:13","slug":"the-devils-diner-survive-the-night","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/400547\/","title":{"rendered":"The Devil\u2019s Diner \u2013 Survive the Night"},"content":{"rendered":"<p><b>Inhalt \/ Kritik<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lange genug hat Edward Osborne (<strong>Jeremy Sisto<\/strong>) um seine tote Frau getrauert. Es wird Zeit, dass er wieder rausgeht und das Leben genie\u00dft. Zu diesem Zweck bef\u00f6rdert er seine Tochter Nancy (<strong>Jessica Belkin<\/strong>), die bislang als Kellnerin in seinem Diner gearbeitet hat, zur Managerin. Damit ist sie jedoch \u00fcberfordert. Nicht nur, dass da drau\u00dfen ein paar Jugendliche herumlungern. Sie hat auch Stress mit den Angestellten und feuert nach einem Streit im Affekt den langj\u00e4hrigen Koch Jake Collins (<strong>Taylor Kowalski<\/strong>). Dessen j\u00fcngerer Bruder Petey (<strong>Christopher M. Lopes<\/strong>) und der Kellner Bobby (<strong>Joji Otani-Hansen<\/strong>) halten zwar zu ihm. Nancy l\u00e4sst sich davon aber nicht beeindrucken, ist sie doch fest entschlossen, Autorit\u00e4t zu beweisen. Zumal sie bald ganz andere Probleme hat, denn die Teenager sind zur\u00fcck und beginnen, das Diner zu belagern \u2026<\/p>\n<p>Der Diner als Ort des Schreckens<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eigentlich sind Diner ja Orte, an denen die Menschen sich st\u00e4rken k\u00f6nnen, einen Happen essen, vielleicht auch ausruhen. Und doch gibt es eine Reihe von Horrorfilmen und Thrillern, die eben einen solchen Ort aussuchen, um schreckliche Dinge passieren zu lassen. Das funktioniert vor allem dann gut, wenn dieses Diner ein bisschen abgelegen ist, die Menschen also quasi darin gefangen sind. In <a href=\"https:\/\/www.film-rezensionen.de\/2024\/11\/the-last-stop-in-yuma-county\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">The Last Stop in Yuma County<\/a> kommt es so beispielsweise zu einem Blutbad, wenn G\u00e4ste und Angestellte um das gro\u00dfe Geld k\u00e4mpfen. In <a href=\"https:\/\/www.film-rezensionen.de\/2023\/03\/legion\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Legion<\/a> wird ein W\u00fcstendiner zum Schauplatz eigenartiger Vorkommnisse. Auch bei <a href=\"https:\/\/www.film-rezensionen.de\/2023\/04\/the-fearway\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">The Fearway<\/a> spielt ein W\u00fcstendiner eine gro\u00dfe Rolle, wenn ein Paar vergeblich versucht davonzufahren und immer wieder dort landet. Mit The Devil\u2019s Diner \u2013 Survive the Night kommt nun ein weiterer Film bei uns heraus, der fast ausschlie\u00dflich in einem solchen Diner bzw. dem daran anschlie\u00dfenden Parkplatz spielt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anders als die beiden letztgenannten Filme und trotz des irref\u00fchrenden Titels gibt es hier aber keine \u00fcbernat\u00fcrliche Komponente. Wenn am Ende zahlreiche Menschen tot sind, dann ist das nicht der Einfluss des Teufels oder irgendwelcher D\u00e4monen. Das kriegen die Menschen auch ohne satanische Hilfe hin. Tats\u00e4chlich versucht The Devil\u2019s Diner \u2013 Survive the Night sogar, einiges \u00fcber die Gesellschaft zu sagen. Wir lernen hier mehrere Leute kennen, denen das Mitgef\u00fchl fehlt, die sich nicht in andere hineinversetzen wollen und stattdessen einfach ihr Ding durchziehen. Selbst Nancy, die eigentlich als Identifikationsfigur fungiert, kommt nicht wirklich gut weg. Von Anfang an ist sie unsympathisch und konfrontativ, wobei nicht ganz klar ist, wie viel davon letztendlich damit zusammenh\u00e4ngt, dass sie v\u00f6llig mit der Situation \u00fcberfordert ist.<\/p>\n<p>Tragische Eskalation<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Originaltitel Last Straw\u00a0trifft das Geschehen dann auch besser. Mit dem \u201eletzten Strohhalm\u201c ist gemeint, dass etwas das Fass zum \u00dcberlaufen bringt. Und das ist hier der Fall, wenn wir auf eine Reihe von Leuten treffen, die sowieso schon angespannt sind und sich dann gegenseitig in den Abgrund ziehen. Das erf\u00e4hrt das Publikum aber erst mit der Zeit. The Devil\u2019s Diner \u2013 Survive the Night erz\u00e4hlt die Geschichte quasi mehrfach, wechselt dabei zwischendurch aber die Perspektive. Was im einen Moment ganz klar erscheint, sieht sp\u00e4ter wieder ganz anders aus. Solche Perspektivspr\u00fcnge gibt es in Filmen immer mal wieder, aktuell etwa in <a href=\"https:\/\/www.film-rezensionen.de\/2025\/08\/weapons-die-stunde-des-verschwindens\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weapons \u2013 Die Stunde des Verschwindens<\/a>, welches das Geheimnis um verschwundene Kinder in sechs Kapiteln l\u00fcftet. Hier dient die Erz\u00e4hlstruktur aber weniger dem Zusammensetzen eines Puzzles, sondern soll zeigen, wie unterschiedlich Menschen eine Situation wahrnehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu viel Tiefgang sollte man sich hiervon dann aber doch nicht erhoffen. Der Film, der 2023 auf dem <a href=\"https:\/\/sitgesfilmfestival.com\/en\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sitges Film Festival<\/a> Weltpremiere feierte, will in erster Linie f\u00fcr Spannung sorgen. Das funktioniert auch, The Devil\u2019s Diner \u2013 Survive the Night\u00a0ist \u00fcber weite Strecken ein Home-Invasion-Thriller, bei dem die Atmosph\u00e4re immer bedrohlicher wird, bis der Kampf ums \u00dcberleben anf\u00e4ngt. Aber er ist zugleich eben auch ein Film dar\u00fcber, wie schnell und wie unn\u00f6tig Situationen eskalieren k\u00f6nnen. Das Ergebnis ist zwar absurd, nicht wirklich aus dem Leben gegriffen. Und doch zieht das hier seine Kraft daraus, dass es mehrere Punkte gibt, bei denen man tats\u00e4chlich mitf\u00fchlen kann, wie es den Menschen geht \u2013 selbst wenn sie v\u00f6llig falsche Schl\u00fcsse daraus ziehen.<\/p>\n<p><b>Credits<\/b><\/p>\n<p><strong>OT:<\/strong>\u00a0\u201eLast Straw\u201c<br \/><strong>Land:<\/strong>\u00a0USA<br \/><strong>Jahr:<\/strong>\u00a02023<br \/><strong>Regie:<\/strong>\u00a0Alan Scott Neal<br \/><strong>Drehbuch:<\/strong> Taylor Sardoni<br \/><strong>Musik:<\/strong> Alan Palomo<br \/><strong>Kamera:<\/strong> Andrey Nikolaev<br \/><strong>Besetzung:<\/strong> Jessica Belkin, Taylor Kowalski, Jeremy Sisto, Joji Otani-Hansen, Christopher M. Lopes<\/p>\n<p><b>Kaufen \/ Streamen<\/b><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/amzn.to\/3UYZMeB\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Amazon (DVD \u201eThe Devil\u2019s Diner \u2013 Survive the Night\u201c)<\/a><\/p>\n<p>Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf \u00fcber diesen Link erhalten wir eine Provision, ohne dass f\u00fcr euch Mehrkosten entstehen. Auf diese Weise k\u00f6nnt ihr unsere Seite unterst\u00fctzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Inhalt \/ Kritik Lange genug hat Edward Osborne (Jeremy Sisto) um seine tote Frau getrauert. 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