{"id":401287,"date":"2025-09-06T11:33:16","date_gmt":"2025-09-06T11:33:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/401287\/"},"modified":"2025-09-06T11:33:16","modified_gmt":"2025-09-06T11:33:16","slug":"nach-google-milliardenstrafe-neue-us-zoelle-angedroht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/401287\/","title":{"rendered":"Nach Google-Milliardenstrafe: Neue US-Z\u00f6lle angedroht"},"content":{"rendered":"<p>Die EU-Kommission verh\u00e4ngt gegen Google <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/EU-Kommission-verhaengt-2-95-Milliarden-Euro-Bussgeld-gegen-Google-10634800.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wegen Verst\u00f6\u00dfen gegen Wettbewerbsregeln im Werbegesch\u00e4ft eine Strafe von 2,95 Milliarden Euro<\/a>. Die Strafe l\u00f6ste eine harsche Reaktion von US-Pr\u00e4sident Donald Trump aus, der mit neuen Z\u00f6llen gegen die EU drohte.<\/p>\n<p>Der Vorwurf der Kommission gegen Google: Der US-Konzern habe eigene Online-Werbedienstleistungen zum Nachteil konkurrierender Anbieter bevorzugt. Google bezeichnete die Entscheidung als falsch und will in Berufung gehen.<\/p>\n<p>Laut EU entsteht durch das Gesch\u00e4ftsmodell von Google ein Interessenkonflikt: Das Tech-Unternehmen schaltet auf den eigenen Webseiten und Anwendungen einerseits selbst Werbung, vermittelt aber auch zwischen Werbetreibenden und denen, die den Platz daf\u00fcr online zur Verf\u00fcgung stellen.<\/p>\n<p>Google kontert<\/p>\n<p>Konkreter lautet der Vorwurf aus Br\u00fcssel: Google habe den Werbetreibenden und den Anbietern von Werbepl\u00e4tzen den eigenen Marktplatz AdX bevorzugt vorgeschlagen. Dies habe zu h\u00f6heren Kosten gef\u00fchrt, die am Ende auch an Verbraucher weitergereicht worden seien. Die EU-Kommission fordert Google nun auf, sich nicht weiter selbst zu bevorzugen \u2013 und geht noch weiter: Aktuell sehe es danach aus, dass die Trennung von einem Teil des Werbegesch\u00e4fts der einzige Weg sei, den Interessenkonflikt auszur\u00e4umen.<\/p>\n<p>Google konterte, die Geldstrafe sei ungerechtfertigt und die verlangten \u00c4nderungen w\u00fcrden &#8222;Tausenden von europ\u00e4ischen Unternehmen schaden&#8220;, da sie deren Gesch\u00e4ft erschweren. &#8222;Die Bereitstellung von Diensten f\u00fcr Werbekunden und -verk\u00e4ufer ist keineswegs wettbewerbswidrig, und es gibt mehr Alternativen zu unseren Diensten als je zuvor&#8220;, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Trump ist sauer<\/p>\n<p>Die Strafe k\u00f6nnte nun auch politische Folgen nach sich ziehen. US-Pr\u00e4sident Donald Trump kritisierte sie als n\u00e4chsten Schlag gegen &#8222;ein gro\u00dfartiges amerikanisches Unternehmen&#8220;. Er werde sich gezwungen sehen, ein Verfahren f\u00fcr neue Z\u00f6lle einzuleiten, wenn US-Konzerne weiter zur Kasse gebeten w\u00fcrden, schrieb Trump auf seiner eigenen Online-Plattform &#8222;Truth Social&#8220;.<\/p>\n<p>Konkret drohte der Pr\u00e4sident eine Untersuchung auf Basis von Artikel 301 des US-Handelsrechts an, der Z\u00f6lle als Reaktion auf unfaire Handelspraktiken vorsieht. Die EU und die US-Regierung hatten sich erst im Juli auf eine umfassende Handelsvereinbarung geeinigt, deren Details gerade noch gekl\u00e4rt werden. Die Europ\u00e4er akzeptierten dabei unter anderem einen generellen US-Zoll von 15 Prozent auf ihre Waren.<\/p>\n<p>Trump hatte k\u00fcrzlich bereits mit zus\u00e4tzlichen Z\u00f6llen f\u00fcr L\u00e4nder gedroht, die amerikanische Technologieunternehmen aus seiner Sicht angreifen. Dabei ging es ihm um digitale Regulierungen, die er kritisch sieht. Die US-Regierung fordert schon l\u00e4nger \u00c4nderungen an den strengen EU-Digitalgesetzen, die etwa die Verbreitung von Falschinformationen \u00fcber Plattformen wie X verhindern sollen und auch Unternehmen wie Amazon, Apple, Meta (Facebook), Alphabet (Google) und Microsoft betreffen.<\/p>\n<p>Auch die US-Regierung sieht bei Google eine Monopolstellung und hat bereits versucht, dagegen vorzugehen. Zun\u00e4chst stand bei dem Kartellverfahren eine Aufspaltung des Konzerns im Raum, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Kritiker-sehen-Google-Urteil-als-nicht-ausreichend-und-haben-Datenschutzbedenken-10631411.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">jetzt endete es aber in Auflagen f\u00fcr den Suchmaschinen-Riesen<\/a>. Google darf Chrome und Android behalten, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Google-muss-Suchdaten-mit-Konkurrenz-teilen-darf-Chrome-und-Android-behalten-10629784.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">muss aber Suchdaten mit der Konkurrenz teilen, entschied das Gericht.<\/a> Das Urteil wird nun vielfach als zu mild kritisiert, unter anderem von Google-Wettbewerbern und Verlegern.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:nen@heise.de\" title=\"Niklas Jan Engelking\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">nen<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die EU-Kommission verh\u00e4ngt gegen Google wegen Verst\u00f6\u00dfen gegen Wettbewerbsregeln im Werbegesch\u00e4ft eine Strafe von 2,95 Milliarden Euro. Die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":401288,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[175,170,169,29,30,4149,171,174,173,172,55,211],"class_list":{"0":"post-401287","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-business","9":"tag-companies","10":"tag-companies-markets","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-google","14":"tag-markets","15":"tag-maerkte","16":"tag-unternehmen","17":"tag-unternehmen-maerkte","18":"tag-wirtschaft","19":"tag-zoelle"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115157139930045236","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/401287","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=401287"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/401287\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/401288"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=401287"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=401287"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=401287"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}