{"id":401616,"date":"2025-09-06T14:30:12","date_gmt":"2025-09-06T14:30:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/401616\/"},"modified":"2025-09-06T14:30:12","modified_gmt":"2025-09-06T14:30:12","slug":"hoehere-sozialabgaben-fuer-gutverdiener-ab-2026-vorgesehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/401616\/","title":{"rendered":"H\u00f6here Sozialabgaben f\u00fcr Gutverdiener ab 2026 vorgesehen"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (dpa) &#8211; Menschen mit h\u00f6heren Einkommen m\u00fcssen im kommenden Jahr voraussichtlich mehr Geld an die Sozialversicherungen abf\u00fchren. Konkret geht es um die Anhebung der sogenannten Bemessungsgrenze beim Einkommen, bis zu der Sozialbeitr\u00e4ge zu entrichten sind. Sie wird j\u00e4hrlich an die Lohnentwicklung angepasst. Den entsprechenden Verordnungsentwurf, der die Grenzen f\u00fcr 2026 neu festlegt, hat das Bundesarbeitsministerium am Freitag zur Abstimmung an die anderen Ressorts geschickt. Der Entwurf, \u00fcber den zuvor das Portal \u00abPolitico\u00bb berichtete, liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.\u00a0<\/p>\n<p>Was ist f\u00fcr die einzelnen Versicherungsarten vorgesehen?<\/p>\n<ul>\n<li>In der allgemeinen Rentenversicherung soll die Beitragsbemessungsgrenze dem Entwurf zufolge von derzeit 8.050 Euro im Monat ab dem 1. Januar auf 8.450 Euro steigen.<\/li>\n<li>In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) soll die Beitragsbemessungsgrenze demnach ebenfalls steigen &#8211; von monatlich 5.512,50 Euro in diesem Jahr auf 5.812,50 Euro im kommenden Jahr.<\/li>\n<li>Die Versicherungspflichtgrenze, also die Grenze, bis zu der Arbeitnehmer in der Regel gesetzlich krankenversichert sein m\u00fcssen, soll gem\u00e4\u00df der Planungen 2026 von aktuell 6.150 Euro Bruttomonatseinkommen auf dann 6.450 Euro angehoben werden.\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n<p>Was die Beitragsbemessungsgrenze ist<\/p>\n<p>Die Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung ist der H\u00f6chstbetrag des Bruttoeinkommens, bis zu dem Beitr\u00e4ge zum gesetzlichen System der Alterssicherung, zu dem Arbeitnehmer und Arbeitgeber beitragen, erhoben werden. Einkommen oberhalb dieser Grenze wird nicht f\u00fcr die Berechnung der Rentenversicherungsbeitr\u00e4ge herangezogen. Um die ma\u00dfgebenden Werte der Rechengr\u00f6\u00dfen der Sozialversicherung zu bestimmen, betrachtet man die Entwicklung der L\u00f6hne und Geh\u00e4lter.\u00a0<\/p>\n<p>Weitreichendere politische Forderungen<\/p>\n<p>Der SPD-Gesundheitsexperte Christos Pantazis hatte im Juni in einem Interview vorgeschlagen, dass Gutverdiener mehr in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlen. Konkret pl\u00e4dierte er f\u00fcr eine Erh\u00f6hung der Beitragsbemessungsgrenze um rund 2.500 Euro, um die angespannte Finanzlage der Versicherungen zu stabilisieren. Der gesundheitspolitische Sprecher der Gr\u00fcnen, Janosch Dahmen, pl\u00e4dierte neben Strukturreformen ebenfalls f\u00fcr eine Anhebung \u00abstufenweise auf das Niveau der gesetzlichen Rentenversicherung\u00bb.<\/p>\n<p>Arbeitnehmer endlich entlasten<\/p>\n<p>\u00abEntscheidend ist am Ende doch, was auf dem Lohnzettel \u00fcbrig bleibt\u00bb, sagte der Pr\u00e4sident des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel, nun \u00abBild\u00bb und dpa. \u00abStatt immer nur Grenzen hochzuschrauben, braucht es endlich Einsparungen bei den Sozialleistungen.\u00bb<\/p>\n<p>Mit Blick auf den f\u00fcr 2026 vorgesehenen Anstieg der Beitragsbemessungsgrenze vollziehe die Bundesregierung die Lohnentwicklung nach und habe \u00abin der Sache wenig Gestaltungsspielraum\u00bb, sagte dagegen Dennis Radtke (CDU), Vorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft Deutschlands, dem \u00abTagesspiegel\u00bb. Er f\u00fcgte jedoch hinzu: \u00abDas Dilemma ist: Parallel zur Anhebung der Bemessungsgrenze zeichnet sich die Erh\u00f6hung der Zusatzbeitr\u00e4ge in der GKV ab.\u00bb Somit w\u00fcrden viele Besch\u00e4ftigte gleich doppelt getroffen statt endlich entlastet. Der Europaabgeordnete sagte der Zeitung: \u00abViele haben einfach die Nase voll, weil sie trotz harter Arbeit kaum noch vom Fleck kommen.\u00bb<\/p>\n<p>Zusatzbeitr\u00e4ge stiegen zu Jahresbeginn<\/p>\n<p>Anfang dieses Jahres waren die Zusatzbeitr\u00e4ge im Schnitt auf 2,9 Prozent gestiegen. Jeweils im Herbst ermittelt ein Sch\u00e4tzerkreis einen Orientierungswert f\u00fcr den durchschnittlichen Zusatzbeitrag im Folgejahr. Den konkreten Zusatzbeitrag legt dann jede Kasse nach ihrer Finanzsituation f\u00fcr ihre Versicherten fest.\u00a0<\/p>\n<p>Zum Gesamtbeitrag f\u00fcr die Krankenversicherung, den sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen, geh\u00f6rt daneben der allgemeine Satz von einheitlich 14,6 Prozent des Bruttolohns. Die Leistungsausgaben der rund 90 Krankenkassen waren im ersten Halbjahr um 7,95 Prozent auf 166,1 Milliarden Euro gestiegen, wie aus Kennzahlen des GKV-Spitzenverbands hervorgeht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa) &#8211; Menschen mit h\u00f6heren Einkommen m\u00fcssen im kommenden Jahr voraussichtlich mehr Geld an die Sozialversicherungen abf\u00fchren.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":401617,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1843],"tags":[3364,29,1721,30,1188,8970,1209,379,1458],"class_list":{"0":"post-401616","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenster","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-finanzen","11":"tag-germany","12":"tag-krankenversicherung","13":"tag-muenster","14":"tag-nordrhein-westfalen","15":"tag-rente","16":"tag-soziales"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115157836075079906","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/401616","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=401616"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/401616\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/401617"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=401616"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=401616"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=401616"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}