{"id":401738,"date":"2025-09-06T15:37:12","date_gmt":"2025-09-06T15:37:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/401738\/"},"modified":"2025-09-06T15:37:12","modified_gmt":"2025-09-06T15:37:12","slug":"frauen-bleiben-nach-dem-erdbeben-in-afghanistan-unsichtbar-unter-truemmern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/401738\/","title":{"rendered":"Frauen bleiben nach dem Erdbeben in Afghanistan unsichtbar unter Tr\u00fcmmern"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspAShw\">Die ersten Helfer erreichten Bibi Ayshas Dorf mehr als 36 Stunden <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/vier-tage-nach-dem-erdbeben-zahl-der-toten-in-afghanistan-steigt-auf-mehr-als-2200-14255033.html?icid=in-text-link_14287277\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">nach dem schweren Erdbeben<\/a>, das am Sonntag weite Teile der \u00f6stlichen Bergregion Afghanistans verw\u00fcstete. Unter den Rettern war keine einzige Frau. Bibi Aysha schilderte der <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2025\/09\/04\/world\/asia\/afghanistan-earthquake-rescue-efforts-women.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" class=\"link link--external\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"external\" aria-describedby=\"message-target-blank\">\u201eNew York Times\u201c<\/a>, dass \u201esie uns in einer Ecke sammelten und verga\u00dfen\u201c und dass niemand den Frauen geholfen oder gefragt habe, was sie brauchten.<\/p>\n<p>Der Morgenlage Newsletter<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1745846948_156_morgenlage-abendlage-icon-klein.png\" alt=\"\" class=\"tspCMhv\"\/><\/p>\n<p class=\"tspCMny\"> Die wichtigsten Nachrichten des Tages \u2014 morgens direkt in Ihr E-Mail-Postfach. <\/p>\n<p class=\"tspAShw\">Regeln der Taliban besagen, dass M\u00e4nner Frauen, die nicht zu ihrer Familie geh\u00f6ren, nicht ber\u00fchren d\u00fcrfen. In Andarluckak seien laut der \u201eNew York Times\u201c verwundete M\u00e4nner und Kinder behandelt worden, w\u00e4hrend verletzte Frauen und M\u00e4dchen abgedr\u00e4ngt wurden, selbst wenn sie bluteten.<\/p>\n<p> Frauen in Afghanistan sind unsichtbar und hinten angestellt <\/p>\n<p class=\"tspAShw\">Tahzeebullah Muhazeb, ein freiwilliger Helfer in Mazar Dara, sagte dem Bericht zufolge, \u201ees f\u00fchlte sich an, als w\u00e4ren Frauen unsichtbar\u201c. M\u00e4nner und Kinder seien zuerst versorgt worden, w\u00e4hrend Frauen abseits warteten. Wenn keine m\u00e4nnlichen Verwandten vor Ort waren, seien tote Frauen an ihrer Kleidung aus den Tr\u00fcmmern gezogen worden, um Hautkontakt zu vermeiden.<\/p>\n<p class=\"tspAShw\">Nach Angaben der afghanischen Regierung starben mehr als 2200 Menschen, rund 3600 wurden verletzt. Ganze D\u00f6rfer haben die Beben dem Erdboden gleichgemacht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/erdbeben-helferin-berichtet-aus-afghanistan-in-kunar-hat-jede-frau-mit-der-ich-sprach-mehrere-kinder-verloren-14284529.html?icid=single-topic_14287277___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspCAmo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Erdbeben-Helferin berichtet aus Afghanistan \u201eIn Kunar hat jede Frau, mit der ich sprach, mehrere Kinder verloren\u201c <\/a><\/p>\n<p class=\"tspAShw\">Susan Ferguson, Sonderbeauftragte von UN Women Afghanistan, sagte der \u201eNew York Times\u201c zufolge, dass \u201eFrauen und M\u00e4dchen erneut die Hauptlast dieser Katastrophe tragen, weshalb ihre Bed\u00fcrfnisse im Zentrum von Hilfe und Wiederaufbau stehen m\u00fcssten.\u201c<\/p>\n<p> Fehlende weibliche Helferinnen <\/p>\n<p class=\"tspAShw\">In den betroffenen Gebieten gab es zun\u00e4chst keine weiblichen Rettungskr\u00e4fte oder Krankenhausmitarbeiterinnen, berichtete die \u201eNew York Times\u201c. Erst Tage sp\u00e4ter trafen wenige Helferinnen ein \u2013 begleitet von Soldaten, die Journalisten daran hinderten, Fragen zu stellen oder Fotos zu machen.<\/p>\n<p class=\"tspAShw\">Die Taliban best\u00e4tigten dem Bericht zufolge den Mangel. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums, Sharafat Zaman, sagte, dass \u201ees einen Mangel an weiblichen Gesundheitskr\u00e4ften in den vom Beben zerst\u00f6rten Gebieten gab.\u201c In einigen Provinzen wie Kunar, Nangarhar oder Laghman gebe es hingegen ausreichend weibliches Personal.<\/p>\n<p> Folgen der Restriktionen durch die Taliban <\/p>\n<p class=\"tspAShw\">Frauen d\u00fcrfen laut Regeln der Taliban seit vergangenem Jahr kein Medizinstudium mehr aufnehmen, M\u00e4dchen d\u00fcrfen nur bis zur sechsten Klasse zur Schule gehen. Frauen k\u00f6nnen kaum noch arbeiten, weder in humanit\u00e4ren Organisationen noch bei den Vereinten Nationen, wo Mitarbeiterinnen bedroht wurden und zeitweise von zu Hause arbeiten mussten, wie die \u201eNew York Times\u201c berichtet.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/schweres-erdbeben-in-afghanistan-das-ausmass-der-katastrophe-wird-erst-mit-der-zeit-deutlich-werden-14256518.html?icid=single-topic_14287277___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspCAmo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schweres Erdbeben in Afghanistan \u201eDas Ausma\u00df der Katastrophe wird erst mit der Zeit deutlich werden\u201c <\/a><\/p>\n<p class=\"tspAShw\">Bibi Aysha fasste ihre Erfahrungen bitter zusammen und sagte der \u201eNew York Times\u201c: \u201eGott hat mich und meinen Sohn gerettet. Aber nach dieser Nacht habe ich verstanden \u2013 eine Frau zu sein bedeutet hier, dass wir immer die Letzten sind, die gesehen werden\u201c. (mit AFP\/Reuters)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die ersten Helfer erreichten Bibi Ayshas Dorf mehr als 36 Stunden nach dem schweren Erdbeben, das am Sonntag&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":401739,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[7451,22,553,13,14,15,12,966,15451,10,8,9,11,103,104],"class_list":{"0":"post-401738","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-afghanistan","9":"tag-erdbeben","10":"tag-familie","11":"tag-headlines","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-schule","16":"tag-taliban","17":"tag-top-news","18":"tag-top-meldungen","19":"tag-topmeldungen","20":"tag-topnews","21":"tag-welt","22":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115158099538992435","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/401738","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=401738"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/401738\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/401739"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=401738"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=401738"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=401738"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}