{"id":402269,"date":"2025-09-06T20:35:14","date_gmt":"2025-09-06T20:35:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/402269\/"},"modified":"2025-09-06T20:35:14","modified_gmt":"2025-09-06T20:35:14","slug":"landesvorstand-der-saechsischen-linken-verbietet-zusammenarbeit-mit-handala-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/402269\/","title":{"rendered":"Landesvorstand der s\u00e4chsischen Linken verbietet Zusammenarbeit mit Handala \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Mitglieder der Linkspartei in Leipzig d\u00fcrfen nicht mehr mit der pal\u00e4stinensischen Gruppe Handala zusammenarbeiten. Das hat der Vorstand des s\u00e4chsischen Landesverbandes beschlossen. \u00c4u\u00dferungen zum Hamas-Angriff am 7. Oktober waren Anlass f\u00fcr den Beschluss. Die Leipziger AG Pal\u00e4stinasolidarit\u00e4t k\u00fcndigt dennoch an, weiter \u201eentschlossen an der Seite von Handala\u201c zu stehen.<\/p>\n<p>Der Landesvorstand fordert sowohl die AG als auch den gesamten Leipziger Stadtverband dazu auf, \u201egemeinsame Aufrufe und Demonstrationen umgehend zu unterlassen\u201c. Ein entsprechender Antrag mit dem Titel \u201eUnser Ma\u00dfstab ist die Menschlichkeit\u201c wurde nach eigenen Angaben einstimmig auf einer Vorstandsklausur am 29. August beschlossen.<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/62d0d978c0b74b17a1255228ef665be2.gif\" alt=\"\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/leben\/gesellschaft\/2025\/09\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/leben\/gesellschaft\/2025\/09\/1\"\/><\/p>\n<p>Darin fordert der Landesvorstand unter anderem einen sofortigen Waffenstillstand, humanit\u00e4re Nothilfe in Gaza, die Freilassung aller Geiseln sowie ein Ende der \u201ev\u00f6lkerrechtswidrigen Kriegsf\u00fchrung\u201c und des \u201erechtswidrigen israelischen Siedlungsbaus\u201c.<\/p>\n<p>Pal\u00e4stinasolidarit\u00e4t mit Grenzen<\/p>\n<p>Pal\u00e4stinasolidarische Proteste und Solidarit\u00e4tsdemos f\u00fcr die Opfer in Israel seien ausdr\u00fccklich zu begr\u00fc\u00dfen. \u201eLeider hat es in den vergangenen Wochen dabei jedoch auch Zusammenarbeit mit Gruppen gegeben, welche mit den Beschlusslagen unserer Partei auf verschiedenen Ebenen grunds\u00e4tzlich unvereinbar sind.\u201c Gemeint sind insbesondere die Gruppe Handala und die Leipziger Stadt-AG \u201ePal\u00e4stinasolidarit\u00e4t\u201c.<\/p>\n<p>Beide hatten im August mehrmals zu gemeinsamen Demonstrationen aufgerufen, darunter ein Protestmarsch zum Flughafen, an dem sich laut Organisator*innen etwa 700 Menschen beteiligten. Die Teilnehmenden wollten dabei vor allem gegen Waffenlieferungen nach Israel protestieren.<\/p>\n<p>Aus Sicht des Landesvorstandes z\u00e4hlt Handala zu den Gruppen, die \u201edas verbrecherische Agieren der Hamas und anderer islamistischer Organisationen verherrlichen, verharmlosen oder leugnen\u201c. Eine Zusammenarbeit mit solchen Gruppen hatte der s\u00e4chsische Landesverband bereits auf seinem Parteitag im Juni ausgeschlossen.<\/p>\n<p>Handala <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/leben\/gesellschaft\/2025\/08\/linkspartei-gruppe-7oktober-widerstand-631867\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bezeichnet das Hamas-Massaker am 7. Oktober als \u201eWiderstand\u201c<\/a>, nennt Gr\u00e4ueltaten eine \u201eL\u00fcge\u201c und bestreitet, dass es Vergewaltigungen durch pal\u00e4stinensische Gruppen gegeben hat. Auf Instagram hatte Handala den Mord an zwei israelischen Botschaftsmitarbeiter*innen in den USA in eine Linie mit dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus gesetzt.<\/p>\n<p>AG Pal\u00e4stinasolidarit\u00e4t f\u00fcrchtet um Glaubw\u00fcrdigkeit der Linkspartei<\/p>\n<p>Die AG Pal\u00e4stinasolidarit\u00e4t zeigt sich \u201eentt\u00e4uscht\u201c vom Landesvorstand. In einer Stellungnahme auf Instagram hei\u00dft es, dass das Kooperationsverbot \u201elinken Grunds\u00e4tzen und solidarischen Werten\u201c widerspreche.<\/p>\n<p>Ungef\u00e4hr eine Woche vor der Vorstandsklausur habe es ein Gespr\u00e4ch mit mehreren Mitgliedern des Landesvorstandes gegeben, darunter die beiden Vorsitzenden Anja Eichhorn und Marco B\u00f6hme. \u201eWir wurden in diesem Gespr\u00e4ch vor vollendete Tatsachen gestellt und es war nicht m\u00f6glich, statt des Antrags gemeinsam an einer L\u00f6sung zu arbeiten\u201c, hei\u00dft es.<\/p>\n<p>Aus Sicht der AG ist \u201ePal\u00e4stina-solidarische Arbeit ohne Handala beinahe unm\u00f6glich\u201c. Es sei die einzige Gruppe in Leipzig, die von Pal\u00e4stinenser*innen organisiert werde und seit Jahren politisch aktiv sei. Die Pal\u00e4stina-AG bef\u00fcrchtet, dass die Linkspartei noch mehr Vertrauen und Glaubw\u00fcrdigkeit bei linken, migrantischen und antikolonialen Gruppen verlieren werde.<\/p>\n<p>Mit Blick auf den 7. Oktober sei zu ber\u00fccksichtigen, dass die Mitglieder von Handala \u201eausschlie\u00dflich aus der pal\u00e4stinensischen Community\u201c stammten. Angeh\u00f6rige und Freund*innen w\u00fcrden t\u00e4glich unter dem Vorgehen Israels leiden. \u201eWir fordern nicht, die Positionierungen von Handala zum 7. Oktober einfach zu \u00fcbernehmen, aber unser Anspruch als Die Linke sollte sein, sie zu kontextualisieren.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mitglieder der Linkspartei in Leipzig d\u00fcrfen nicht mehr mit der pal\u00e4stinensischen Gruppe Handala zusammenarbeiten. 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