{"id":402359,"date":"2025-09-06T21:23:11","date_gmt":"2025-09-06T21:23:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/402359\/"},"modified":"2025-09-06T21:23:11","modified_gmt":"2025-09-06T21:23:11","slug":"erster-bericht-kabel-loeste-sich-von-todes-bahn-in-lissabon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/402359\/","title":{"rendered":"Erster Bericht: Kabel l\u00f6ste sich von Todes-Bahn in Lissabon"},"content":{"rendered":"<p>Lissabon (dpa) &#8211; Das schwere Standseilbahnungl\u00fcck in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon mit 16 Toten ist nach ersten Erkenntnissen einer Untersuchungskommission durch einen Schaden an der Verbindung des Seils mit dem Ungl\u00fcckswagen verursacht worden. Das Seil habe sich von dem gelben Wagen gel\u00f6st, stand in einem Bericht des Amtes f\u00fcr die Verh\u00fctung und Untersuchung von Flug- und Eisenbahnunf\u00e4llen (GPIAAF). Warum die Bremsen das Gef\u00e4hrt nicht stoppen konnten, blieb zun\u00e4chst aber unklar.<\/p>\n<p>Bei der Untersuchung des Wracks vor Ort sei sofort festgestellt worden, dass das Kabel, das die beiden Wagen verbindet, an seinem Befestigungspunkt im oberen Teil des Ungl\u00fcckswagens nachgegeben habe, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Lusa aus dem Bericht.\u00a0<\/p>\n<p>Kabel sollte erst in knapp neun Monaten ausgetauscht werden<\/p>\n<p>Das verwendete Kabel bestehe aus sechs Str\u00e4ngen mit je 36 Stahldr\u00e4hten und einem Faserkern mit einem Gesamtdurchmesser von 32 Millimetern. Die Bruchlast betr\u00e4gt etwa 68 Tonnen. Der Kabeltyp werde in dieser Standseilbahn seit etwa sechs Jahren verwendet.<\/p>\n<p>Die veranschlagte Lebensdauer eines solchen Kabels liege bei 600 Tagen. Das zum Unfallzeitpunkt vorhandene Kabel sei erst seit 337 Tagen im Einsatz gewesen, ging aus dem GPIAAF-Bericht hervor.<\/p>\n<p>Weitere Untersuchungen notwendig\u00a0<\/p>\n<p>Wie es dazu kommen konnte, dass sich das Kabel von dem Wagen l\u00f6ste, m\u00fcsse jedoch bei weiteren Untersuchungen gekl\u00e4rt werden. Einen ausf\u00fchrlicheren Bericht beabsichtigt die Beh\u00f6rde nach Angaben ihres Direktors Nelson Oliveira in etwa 45 Tagen vorzulegen, einen umfassenden Abschlussbericht in einem Jahr.<\/p>\n<p>Der \u00abElevador da Gl\u00f3ria\u00bb ist eine der ber\u00fchmtesten Touristenattraktionen Lissabons, aber auch Einheimischen nutzen ihn t\u00e4glich. J\u00e4hrlich bef\u00f6rdert die im 19. Jahrhundert in Deutschland gebaute Standseilbahn rund drei Millionen Passagiere. Am Mittwochabend aber verwandelte sich die Anlage binnen Sekunden in eine Todesfalle. Der gerade die steile Stra\u00dfe bergab fahrende Wagen beschleunigte unkontrolliert, entgleiste, st\u00fcrzte auf die Seite und krachte in einer Kurve mit einer Geschwindigkeit von rund 60 Kilometern pro Stunde gegen ein Geb\u00e4ude. Von dem Gef\u00e4hrt blieben nur Tr\u00fcmmer \u00fcbrig.<\/p>\n<p>Elf Ausl\u00e4nder unter den Toten<\/p>\n<p>Au\u00dfer den 16 Todesopfern des Ungl\u00fccks wurden auch 21 Menschen zum Teil schwer verletzt. Ein zun\u00e4chst totgeglaubter Deutscher wurde sp\u00e4ter von seinen Eltern schwer verletzt, aber lebend in einem Krankenhaus gefunden. Seine Frau wurde schwer, der gemeinsame kleine Sohn leicht verletzt.\u00a0<\/p>\n<p>Bei den Todesopfern handelt es sich um f\u00fcnf Portugiesen, drei Briten, zwei Kanadier, zwei S\u00fcdkoreaner und je ein Todesopfer aus der Schweiz, der Ukraine, Frankreich und den USA, wie die portugiesische Kriminalpolizei mitteilte.\u00a0<\/p>\n<p>Einen solchen Unfall mit einer der drei Standseilbahnen hatte es in Lissabon bisher nicht gegeben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Lissabon (dpa) &#8211; Das schwere Standseilbahnungl\u00fcck in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon mit 16 Toten ist nach ersten Erkenntnissen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":402360,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1843],"tags":[3364,29,30,8970,1209,4338,7118,1163,15617],"class_list":{"0":"post-402359","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenster","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-muenster","12":"tag-nordrhein-westfalen","13":"tag-notfall","14":"tag-portugal","15":"tag-tourismus","16":"tag-unflle"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115159459725123364","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/402359","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=402359"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/402359\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/402360"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=402359"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=402359"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=402359"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}