{"id":40316,"date":"2025-04-18T00:12:24","date_gmt":"2025-04-18T00:12:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/40316\/"},"modified":"2025-04-18T00:12:24","modified_gmt":"2025-04-18T00:12:24","slug":"verfahren-gegen-meta-mark-zuckerberg-wollte-instagram-2018-wieder-verkaufen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/40316\/","title":{"rendered":"Verfahren gegen Meta: Mark Zuckerberg wollte Instagram 2018 wieder verkaufen"},"content":{"rendered":"<p>Meta-Chef Mark Zuckerberg hat 2018 dar\u00fcber nachgedacht, Instagram wieder abzusto\u00dfen, um einer m\u00f6glichen Aufspaltung seines Konzerns zuvorzukommen. Das hat der US-Milliard\u00e4r am zweiten Tag des Gerichtsverfahrens rund um die \u00dcbernahmen der Foto-Plattform und des Messengers WhatsApp vor Gericht eingestanden, <a href=\"https:\/\/www.bloomberg.com\/news\/articles\/2025-04-15\/meta-ceo-zuckerberg-testifies-on-emails-about-instagram-whatsapp-deals\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">berichtet unter anderem Bloomberg<\/a>. Die Ausgliederung h\u00e4tte auch Facebook helfen sollen, auf eigenen Beinen zu stehen. <a href=\"https:\/\/techcrunch.com\/2025\/04\/15\/mark-zuckerberg-once-considered-deleting-all-your-facebook-friends\/\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Erst am Montag hatte er erkl\u00e4rt<\/a>, dass er vier Jahre sp\u00e4ter \u00fcberlegt hat, alle Freundschaften auf Facebook zu entfernen, damit alle Nutzer und Nutzerinnen ihre Kontakte neu aufbauen m\u00fcssen. Auch das h\u00e4tte die Relevanz des Dienstes erh\u00f6hen sollen. Beides wurde verworfen.<\/p>\n<p>Geld als L\u00f6sung f\u00fcr alle Schwierigkeiten<\/p>\n<p>Im Zeugenstand hat Zuckerberg am Dienstag nun au\u00dferdem publik gemacht, dass Facebook dem Konkurrenten Snapchat 2013 sechs Milliarden US-Dollar f\u00fcr eine \u00dcbernahme geboten hat, zitiert die dpa. Das abgelehnte Angebot f\u00fcr die damals zwei Jahre alte Anwendung war bekannt geworden, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Foto-App-Startup-Snapchat-lehnt-Milliardenangebot-von-Facebook-ab-2046128.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00f6ffentlich war aber lediglich von drei Milliarden US-Dollar die Rede<\/a>. Die US-Handelsaufsicht FTC hat das jetzt laufende Gerichtsverfahren gegen den Facebook-Mutterkonzern auch mit dem Argument angesto\u00dfen, dass Meta durch die milliardenschweren Zuk\u00e4ufe von WhatsApp und Instagram Konkurrenten ausgeschaltet und den Wettbewerb behindert habe. Das Milliardenangebot f\u00fcr Snapchat scheint zu dieser Argumentationslinie zu passen.<\/p>\n<p>Am Dienstag wurde zudem bekannt, dass Zuckerberg der FTC Ende M\u00e4rz 450 Millionen US-Dollar angeboten hat, um den Prozess noch zu verhindern, <a href=\"https:\/\/www.wsj.com\/us-news\/law\/mark-zuckerberg-meta-antitrust-ftc-negotiations-a53b3382?st=vzXqGG&amp;reflink=desktopwebshare_permalink\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">berichtet das Wall Street Journal<\/a>. Das war aber nur ein Bruchteil jener 30 Milliarden US-Dollar, die die Beh\u00f6rde verlangt hatte und ein viel weniger als Meta f\u00fcr WhatsApp und Instagram bezahlt hat. Zuckerberg meinte demnach, die Unterst\u00fctzung von US-Pr\u00e4sident Donald Trump zu haben, f\u00fcr dessen Amtseinf\u00fchrung er eine Million US-Dollar gespendet hat. Der FTC-Chef habe das abgelehnt, auch eine Erh\u00f6hung der Offerte auf eine Milliarde US-Dollar habe daran nichts ge\u00e4ndert. Er habe mindestens 18 Milliarden US-Dollar und weitere Auflagen f\u00fcr Meta verlangt.<\/p>\n<p>Mammutprozess hat gerade erst begonnen<\/p>\n<p>Vor Gericht versucht die FTC nun, eine Aufspaltung von Facebook, Instagram und WhatsApp zu erreichen. Mit den milliardenschweren \u00dcbernahmen habe er den Wettbewerb unterdr\u00fcckt und aufstrebende Konkurrenten aus dem Weg ger\u00e4umt. Zuckerberg und sein Konkurrent weisen das von sich und behaupten, dass der Markt f\u00fcr soziale Netzwerke und damit auch die Konkurrenz viel gr\u00f6\u00dfer ist, als die FTC behauptet. Die Verhandlungen vor einem Gericht in Washington D.C. sollen mindestens bis Juli gehen, es ist aber davon auszugehen, dass die unterlegene Seite danach in Berufung geht. Zum Auftakt musste Mark Zuckerberg jetzt an zwei aufeinanderfolgenden Tagen aussagen.<\/p>\n<p>Eingereicht wurde die Klage im Dezember 2020 noch in der ersten Amtszeit von Donald Trump. Diese erste Version hat der auch jetzt zust\u00e4ndige Richter James Boasberg mit dem\u00fctigenden Worten f\u00fcr die FTC-Juristen zur\u00fcckgewiesen, die Beh\u00f6rde hielt aber unter Joe Biden an dem Plan fest und <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Ruf-nach-Aufspaltung-US-Wettbewerbsklage-gegen-Facebook-neu-eingereicht-6170321.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">kam mit viel mehr Zahlen zur\u00fcck<\/a>. Dabei hat die FTC auf die enormen Marktanteile von Facebook verwiesen. Sollte die Beh\u00f6rde das Gericht tats\u00e4chlich davon \u00fcberzeugen k\u00f6nnen, dass eine R\u00fcckabwicklung der \u00dcbernahmen n\u00f6tig ist, h\u00e4tte das massive Konsequenzen f\u00fcr Meta. So erzielt Meta etwa die H\u00e4lfte seiner Werbeeinnahmen auf Instagram, in Bezug auf t\u00e4glich aktive Nutzer und Nutzerinnen ist WhatsApp die gr\u00f6\u00dfte Anwendung des Konzerns.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mho@heise.de\" title=\"Martin Holland\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mho<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Meta-Chef Mark Zuckerberg hat 2018 dar\u00fcber nachgedacht, Instagram wieder abzusto\u00dfen, um einer m\u00f6glichen Aufspaltung seines Konzerns zuvorzukommen. Das&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":40317,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[175,170,169,29,291,20708,30,152,4683,5776,171,174,13924,1273,20709,173,172,4412,4686,672,55],"class_list":{"0":"post-40316","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-business","9":"tag-companies","10":"tag-companies-markets","11":"tag-deutschland","12":"tag-facebook","13":"tag-federal-trade-commission","14":"tag-germany","15":"tag-instagram","16":"tag-kartellrecht","17":"tag-mark-zuckerberg","18":"tag-markets","19":"tag-maerkte","20":"tag-meta-platforms","21":"tag-mobiles","22":"tag-snapchat","23":"tag-unternehmen","24":"tag-unternehmen-maerkte","25":"tag-wettbewerb","26":"tag-wettbewerbsrecht","27":"tag-whatsapp","28":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114356076354833254","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/40316","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=40316"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/40316\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/40317"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=40316"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=40316"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=40316"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}