{"id":403228,"date":"2025-09-07T05:59:11","date_gmt":"2025-09-07T05:59:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/403228\/"},"modified":"2025-09-07T05:59:11","modified_gmt":"2025-09-07T05:59:11","slug":"bamf-17-650-syrer-beantragten-2025-asyl-in-deutschland-doch-nur-1867-kehrten-in-ihr-heimatland-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/403228\/","title":{"rendered":"Bamf: 17.650 Syrer beantragten 2025 Asyl in Deutschland \u2013 doch nur 1867 kehrten in ihr Heimatland zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p>Rund 955.000 Syrer leben in Deutschland. Dass ein Gro\u00dfteil von ihnen bald in die alte Heimat zur\u00fcckkehrt, ist unwahrscheinlich. Gleichzeitig beantragen weiter Tausende Syrer Asyl in Deutschland. Und ein erheblicher Teil wird eingeb\u00fcrgert<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die Zahl der syrischen Fl\u00fcchtlinge, die nach dem Sturz von Baschar al-Assad aus Deutschland in die alte Heimat zur\u00fcckkehrt, steigt langsam an. Sie ist aber noch relativ gering, was auch mit Sicherheitsrisiken und der stark zerst\u00f6rten Infrastruktur nach dem B\u00fcrgerkrieg zusammenh\u00e4ngt, wie Hilfsorganisationen berichten. <\/p>\n<p>Wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Bundesinnenministerium erfuhr, waren <b>bis Ende August 1.867 Menschen mit F\u00f6rderung vom Bund nach Syrien ausgereist<\/b>. Bis Ende Mai hatten erst 804 Fl\u00fcchtlinge mit Herkunftsland Syrien diese Unterst\u00fctzung in Anspruch genommen.<\/p>\n<p>F\u00f6rderprogramm f\u00fcr eine R\u00fcckkehr nach Syrien gibt es aber auch \u00fcber Landesprogramme. Hinzu kommen freiwillige Ausreisen von Menschen, die keine staatliche F\u00f6rderung in Anspruch nehmen.<\/p>\n<p>Im Libanon und der T\u00fcrkei w\u00e4chst der Druck auf die Fl\u00fcchtlinge<\/p>\n<p>Seitdem Assad am 8. Dezember 2024 das Land verlassen hat, sind vor allem Fl\u00fcchtlinge aus den Nachbarl\u00e4ndern Syriens &#8211; T\u00fcrkei, Libanon, Jordanien und Irak &#8211; zur\u00fcckgekehrt. Insbesondere Familien t\u00e4ten sich mit dieser Entscheidung oft schwer, berichtet Janine Lietmeyer, Vorstandsmitglied der Hilfsorganisation World Vision Deutschland. <\/p>\n<p>Lietmeyer, die Syrien im August besucht hat, sagt, die relative Normalit\u00e4t in der Innenstadt der Hauptstadt Damaskus stehe in starkem Kontrast zu den gro\u00dfen Problemen in anderen Landesteilen. Diese erschwerten es den R\u00fcckkehrern, in ihren fr\u00fcheren Heimatorten wieder Fu\u00df zu fassen.<\/p>\n<p>Mehr als 83.000 Syrer erhielten 2024 den deutschen Pass<\/p>\n<p>F\u00fcr die R\u00fcckkehrer stellten sich neben der in einigen Regionen immer noch schwierigen Sicherheitslage grunds\u00e4tzliche Fragen wie: \u201eGibt es eine funktionierende Schule? Wie viele Stunden am Tag habe ich Strom? Gibt es \u00fcberhaupt Wohnm\u00f6glichkeiten?\u201c Denn in einigen einstigen Rebellenhochburgen seien praktisch alle H\u00e4user zerst\u00f6rt, sagt Lietmeyer. Restmunition mache den Aufenthalt in diesen Gebieten gef\u00e4hrlich.<\/p>\n<p>Ende Juli lebten laut Ausl\u00e4nderzentralregister (AZR) knapp 955.000 syrische Staatsangeh\u00f6rige in Deutschland, etwa 20.000 weniger als zu Beginn des Jahres. Im vergangenen Jahr wurden laut Bundesinnenministerium <b>83.150 vormals syrische Staatsangeh\u00f6rige in Deutschland eingeb\u00fcrgert<\/b>. F\u00fcr dieses Jahr liegen entsprechende Daten bisher nicht vor. Jedoch erf\u00fcllen viele der Fl\u00fcchtlinge, die 2015 oder 2016 gekommen waren, inzwischen die Kriterien f\u00fcr die Einb\u00fcrgerung &#8211; von der Sicherung des eigenen Lebensunterhalts bis zu deutschen Sprachkenntnissen. <\/p>\n<p>Gleichzeitig kommen weiterhin Syrer nach Deutschland, um einen Asylantrag zu stellen. <b>17.650 Menschen aus Syrien<\/b> <b>beantragten beim Bundesamt f\u00fcr Migration und Fl\u00fcchtlinge (Bamf) zwischen Anfang Januar und Ende August Asy<\/b>l. Entschieden wird \u00fcber Antr\u00e4ge syrischer Staatsb\u00fcrger jedoch seit dem Machtwechsel im Dezember in der Regel nicht &#8211; abgesehen von wenigen Ausnahmen und F\u00e4llen, in denen gekl\u00e4rt wird, ob ein anderes europ\u00e4isches Land f\u00fcr das Verfahren zust\u00e4ndig ist. Begr\u00fcndet wird dies damit, dass die Lage in Syrien nach wie vor starken Ver\u00e4nderungen unterworfen sei. Dieser Aufschub hat dazu gef\u00fchrt, dass sich bei der Beh\u00f6rde inzwischen 53.187 Verfahren von Menschen aus Syrien angesammelt haben, bei denen die Entscheidung noch aussteht.<\/p>\n<p>Neuer Lagebericht vom 30. Mai<\/p>\n<p>Zwar hat das Ausw\u00e4rtige Amt Ende Mai einen aktualisierten Bericht \u00fcber die Lage in Syrien vorgelegt, der dem Bamf bei seinen Entscheidungen \u00fcber Asylantr\u00e4ge helfen soll.<\/p>\n<p>Doch die einzigen Syrer, \u00fcber deren Schutzstatus das Bamf gem\u00e4\u00df einer Weisung des Bundesinnenministeriums aus diesem Sommer inzwischen wieder entscheidet, sind Straft\u00e4ter und sogenannte Gef\u00e4hrder, also Menschen, denen man eine schwerwiegende politisch motivierte Straftat zutraut. Mit einer raschen Abschiebung m\u00fcssen sie jedoch bislang nicht rechnen, auch wenn Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) betont, er wolle da vorankommen.<\/p>\n<p>Abschiebungen aus Deutschland nach Syrien gibt es seit 2012 nicht mehr. \u201eDas Bundesministerium des Innern arbeitet intensiv daran, R\u00fcckf\u00fchrungen nach Syrien, wie im Koalitionsvertrag vereinbart, zu erm\u00f6glichen und die L\u00e4nder hierbei zu unterst\u00fctzen\u201c, sagt eine Sprecherin.<\/p>\n<p>Gemeinsame Reise legte Grundlage f\u00fcr Abschiebung aus \u00d6sterreich<\/p>\n<p>\u00d6sterreich hatte im Juli erstmals seit rund 15 Jahren einen Syrer in sein Heimatland abgeschoben. Die Grundlage daf\u00fcr habe Innenminister Gerhard Karner (\u00d6VP) bei einer gemeinsamen Syrien-Reise mit seiner damaligen deutschen Amtskollegin Nancy Faeser (SPD) im April gelegt, hie\u00df es aus dem Innenministerium in Wien. <\/p>\n<p>Der Mann, der als Sympathisant der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gilt, wurde mit Zwischenstopp in Istanbul nach Damaskus gebracht, wo er erst einmal verschwand. Zuletzt hatte der Europ\u00e4ische Gerichtshof f\u00fcr Menschenrechte eine weitere geplante Abschiebung aus \u00d6sterreich nach Syrien gestoppt, zumindest vorl\u00e4ufig.<\/p>\n<p>dpa\/rct<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Rund 955.000 Syrer leben in Deutschland. 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