{"id":403385,"date":"2025-09-07T07:36:22","date_gmt":"2025-09-07T07:36:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/403385\/"},"modified":"2025-09-07T07:36:22","modified_gmt":"2025-09-07T07:36:22","slug":"niedersachsen-bremen-lueneburg-profitiert-seit-fast-20-jahren-von-roten-rosen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/403385\/","title":{"rendered":"Niedersachsen &#038; Bremen: L\u00fcneburg profitiert seit fast 20 Jahren von &#8222;Roten Rosen&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>                    Niedersachsen &amp; Bremen<br \/>\n                L\u00fcneburg profitiert seit fast 20 Jahren von &#8222;Roten Rosen&#8220;<\/p>\n<p>\t\t\t\t              07.09.2025, 05:33 Uhr<\/p>\n<p><strong>Das L\u00fcneburg-Marketing hat seit langem die Fans der Serie &#8222;Rote Rosen&#8220; im Blick. Etwa 30 Prozent der Tagestouristen kommen wegen der Telenovela in die Hansestadt. Nun gibt es eine neue Attraktion.<\/strong><\/p>\n<p>L\u00fcneburg (dpa\/lni) &#8211; Ein Selfie mit Serienstar Jan Stapelfeldt alias Julius B\u00f6ttcher ist der H\u00f6hepunkt des Ausflugs f\u00fcr Claudia Speit. Die 54-J\u00e4hrige aus der N\u00e4he von Paderborn ist gl\u00fchender Fan der &#8222;Roten Rosen&#8220; und hat eine spezielle Themenf\u00fchrung durch L\u00fcneburg gebucht. Die Gruppe mit zwei Dutzend Interessierten muss auf dem Marktplatz einen kleinen Umweg nehmen \u2013 wegen aktueller Dreharbeiten f\u00fcr die 24. Staffel der ARD-Telenovela. Es werde jeden Tag eine Folge gedreht, berichtet Stadtf\u00fchrer Horst Mietzner.\u00a0<\/p>\n<p>Die Einheimischen st\u00f6re es nicht, wenn sie manches Mal ihre Autos umparken m\u00fcssten, weil die Altstadt vom Filmset eingenommen wird. Mietzner gibt sein Wissen seit 25 Jahren mit viel Wortwitz auf den Rundg\u00e4ngen preis. Etlichen neuen Schauspielerinnen und Schauspielern zeigte er die Umgebung und wurde mehrmals spontan als Komparse verpflichtet, wenn jemand am Set ausfiel, berichtet er. Das Honorar sei nicht besonders hoch gewesen, daf\u00fcr lernte er viel \u00fcber das Filmgesch\u00e4ft.\u00a0<\/p>\n<p>Der Legende nach stamme der Name der Serie von den vielen Rosen im mittelalterlichen Stadtbild, erz\u00e4hlt der 85-J\u00e4hrige seinen G\u00e4sten. Es habe sogar eine B\u00fcrgerinitiative gegeben, die sich einst f\u00fcr einen Rosenstrauch vor jedem Haus eingesetzt habe.\u00a0<\/p>\n<p>Die Altstadt mit den Backstein-Giebelh\u00e4usern ist vielen aus dem Fernsehen vertraut. Thomas Paly ist extra aus Zug in der Schweiz angereist, um sich die Orte seiner Lieblingssendung anzuschauen. &#8222;L\u00fcneburg ist in Natur noch viel sch\u00f6ner&#8220;, meint der 65-J\u00e4hrige.\u00a0<\/p>\n<p>L\u00fcneburg als Star der Serie<\/p>\n<p>Sieben Millionen Tagestouristen reisen jedes Jahr an \u2013 einen gro\u00dfen Anteil daran haben die &#8222;Rosen&#8220;-Fans. &#8222;Etwa 30 Prozent der Interessenten f\u00fcr \u00dcbernachtung oder Stadtf\u00fchrung kommen wegen der Rosen&#8220;, sagt Melanie-Gitte Lansmann von der L\u00fcneburg Marketing GmbH. Das mache etwa 150.000 \u00dcbernachtungen aus. Seit fast 20 Jahren ist die Serie ein Hauptgewinn f\u00fcr das Marketing der kleinen Stadt.\u00a0<\/p>\n<p>Seit diesem Sommer gibt es sogar einen offiziellen Fotopoint auf der Brausebr\u00fccke mit Blick auf die Ilmenau und dem mond\u00e4nen Hotel Bergstr\u00f6m (in der Serie Drei K\u00f6nige) an der Seite. Vor dem Logo der Telenovela dr\u00e4ngeln sich die Besucher.\u00a0<\/p>\n<p>Sommer wie winters ist hier kaum ein Durchkommen, doch das st\u00f6rt &#8222;Rosen&#8220;-Produzent Jan Diepers nicht. &#8222;Ich glaube, dass die Serie ohne L\u00fcneburg in der Qualit\u00e4t nicht m\u00f6glich w\u00e4re&#8220;, sagt der 54-J\u00e4hrige im Gespr\u00e4ch mit der Deutschen Presse-Agentur, &#8222;die Stadt ist f\u00fcr uns das ideale Freilichtstudio&#8220;.\u00a0<\/p>\n<p>F\u00fcr die n\u00e4chste Staffel habe man die Au\u00dfenansichten sogar verdoppelt \u2013 weil es so gut ankommt. Die Kneipendichte in der 80.000-Einwohner-Stadt ist hoch, die zahlreichen Restaurants sind gut besucht. Da profitieren die Einheimischen von den vielen Ausw\u00e4rtigen. &#8222;Die Leute sind stolz auf ihre &#8222;Rosen&#8220;, sie beschweren sich nicht, wenn wir drehen&#8220;, erz\u00e4hlt Diepers. Im Sommer n\u00e4chsten Jahres soll das 20-j\u00e4hrige Jubil\u00e4um der &#8222;Rosen&#8220; in der ganzen Stadt gefeiert werden, die Planungen laufen bereits.\u00a0<\/p>\n<p> Die Serie will moderner werden<\/p>\n<p>Bis mindestens Anfang 2027 sind die Dreharbeiten im Norden Niedersachsens gesichert, ob es dann mit Staffel 26 weitergeht, wird die ARD zu gegebener Zeit entscheiden. Diepers \u2013 seit 2020 dabei \u2013 ist optimistisch: &#8222;Gerade in einer Zeit wie jetzt sind wir beliebt, die Leute wollen etwas Sch\u00f6nes.&#8220; W\u00e4hrend er jahrelang am Wochenende nach Berlin gependelt ist, k\u00f6nnte f\u00fcr ihn nach dem Auszug der Kinder demn\u00e4chst sogar ein Umzug an die Ilmenau anstehen.\u00a0<\/p>\n<p>Seine Pl\u00e4ne f\u00fcr die Wochentags-Serie sind vielf\u00e4ltig. W\u00e4hrend in den fr\u00fcheren Staffeln Frauen \u00fcber 40 und ihr Leben im Mittelpunkt standen, werden mit neuen Figuren zus\u00e4tzlich nun auch j\u00fcngere Generationen angesprochen. &#8222;Wir erz\u00e4hlen die Geschichten von drei Generationen von Frauen&#8220;, berichtet Diepers. So drehe man derzeit bereits die Folgen zum Weltfrauentag f\u00fcr den 8. M\u00e4rz 2026. Und die M\u00e4nner? &#8222;Sie m\u00fcssen bei uns akzeptieren, dass sie nur unterst\u00fctzen.&#8220;<\/p>\n<p>Marktanteil bei zehn Prozent<\/p>\n<p>Eine t\u00e4gliche Serie solle das Leben der Bev\u00f6lkerung widerspiegeln, alles andere wirke k\u00fcnstlich, meint er. Das j\u00fcngere Publikum schaue h\u00e4ufiger in der Mediathek, das Mediennutzungsverhalten sei dabei sich zu ver\u00e4ndern. Auch deswegen sei die Zuschauerzahl der linearen Sendung inzwischen auf eine Million gesunken, die Mediathek-Anteile w\u00fcrden nicht ver\u00f6ffentlicht. Der Marktanteil betrage nach wie vor etwa zehn Prozent.<\/p>\n<p>Ge\u00e4ndert habe sich einiges auch am Set. Wegen der langen Zeit der Serie sei man in der Lage gewesen, vieles im Voraus zu planen. So habe man in eine Flotte von E-Autos investiert, um nachhaltiger zu werden. Zudem seien die Dieselaggregate unter anderem f\u00fcr die Beleuchtung bei den Au\u00dfendrehs durch Batterien ersetzt worden. Und auch die K\u00fcche konnte sparen: immer mehr vegetarisches Essen f\u00fcr die Crew sei preiswerter als Fleischgerichte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Niedersachsen &amp; Bremen L\u00fcneburg profitiert seit fast 20 Jahren von &#8222;Roten Rosen&#8220; 07.09.2025, 05:33 Uhr Das L\u00fcneburg-Marketing hat&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":403386,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1824],"tags":[2420,3364,29,30,18200,22662,1411,1219,28948],"class_list":{"0":"post-403385","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bremen","8":"tag-bremen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-jahren","13":"tag-lueneburg","14":"tag-niedersachsen","15":"tag-rosen","16":"tag-roten"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115161869986760202","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/403385","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=403385"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/403385\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/403386"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=403385"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=403385"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=403385"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}