{"id":403633,"date":"2025-09-07T09:51:16","date_gmt":"2025-09-07T09:51:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/403633\/"},"modified":"2025-09-07T09:51:16","modified_gmt":"2025-09-07T09:51:16","slug":"wohnungspolitik-in-muenster-die-positionen-der-ob-kandidaten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/403633\/","title":{"rendered":"Wohnungspolitik in M\u00fcnster: Die Positionen der OB-Kandidaten"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"512\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/employment-office-2157225_1280-768x512.jpg\" class=\"attachment-medium_large size-medium_large wp-image-21071\" alt=\"Erfahre \u00fcber die j\u00fcngsten Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt in M\u00fcnster, beeinflusst durch politische Unsicherheiten und wirtschaftliche Schwankungen. Die Arbeitslosigkeit in M\u00fcnster steigt\"  \/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tFoto:  andreas160578 <\/p>\n<p>M\u00fcnster\/AI.<\/p>\n<p data-start=\"152\" data-end=\"512\">Die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich ist auch in M\u00fcnster sp\u00fcrbar. Steigende Mieten, ungleiche Bildungschancen und unterschiedliche Zug\u00e4nge zu Teilhabeangeboten stellen die Stadtgesellschaft vor gro\u00dfe Herausforderungen. Vor der Kommunalwahl haben wir die OB-Kandidierenden gefragt: <strong data-start=\"439\" data-end=\"510\">Was wollen Sie konkret gegen soziale Ungleichheiten in M\u00fcnster tun?<\/strong><\/p>\n<p>Ihre Positionen im Wortlaut:<\/p>\n<p>Maren Berkenheide (Volt): Bezahlbarer Wohnraum, Bildungsgerechtigkeit und Teilhabe ausbauen<\/p>\n<p>Soziale Ungleichheit w\u00e4chst auch in M\u00fcnster \u2013 das sehen wir bei Mieten, Bildungschancen und Teilhabe. Volt begegnet dem mit einem ganzen B\u00fcndel an Ma\u00dfnahmen: Wir sorgen f\u00fcr mehr bezahlbaren Wohnraum durch gemeinwohlorientiertes Bauen, Genossenschaften und das Modell Housing First gegen Wohnungslosigkeit. Gleichzeitig bauen wir die fr\u00fchkindliche Bildung aus, st\u00e4rken Ganztagsschulen und wollen das mehrgliedrige Schulsystem abschaffen, weil es Bildungsungleichheit zementiert. Wir schaffen mehr R\u00e4ume f\u00fcr Begegnung, erweitern den M\u00fcnsterPass und setzen uns gegen Einsamkeit ein \u2013 mit einem eigenen Einsamkeits- und Ehrenamtsbeauftragten. Und: Wir st\u00e4rken Integration, Sprache und Teilhabe \u2013 damit Vielfalt zur echten St\u00e4rke M\u00fcnsters wird. Unser Ziel ist eine Stadt, in der Herkunft und Kontostand nicht \u00fcber Chancen entscheiden.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\tFranz Pohlmann (\u00d6DP): Bewusstsein sch\u00e4rfen und Angebote evaluieren<\/p>\n<p>Die wachsende soziale Ungleichheit ist ein Kernproblem unserer Gesellschaft. Leider sind unsere Handlungsm\u00f6glichkeiten in M\u00fcnster begrenzt. Ich glaube, dass ein erster Schritt zu mehr sozialem Ausgleich sein m\u00fcsste, das Bewusstsein daf\u00fcr zu sch\u00e4rfen, dass Armut und mangelhafte soziale Teilhabe auch in einer verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig reichen Stadt wie M\u00fcnster ein Problem ist. Ignoranz und Ausgrenzung k\u00f6nnen das Problem nicht l\u00f6sen. Wir brauchen in unserer Gesellschaft wieder eine Kultur des Miteinanders, des Verantwortungsbewusstseins f\u00fcreinander und des respektvollen Umgangs untereinander. Eine solche Atmosph\u00e4re w\u00fcrde sicherlich Ressourcen f\u00fcr die Teilhabe sozial und wirtschaftlich benachteiligter Menschen freisetzen.<\/p>\n<p>Zahlreiche Hilfen und Unterst\u00fctzungen der Stadt sind (\u00fcberwiegend durch Tr\u00e4gerzusch\u00fcsse) vorhanden etwa in der Schuldnerberatung, beim Thema Wohnungslosigkeit oder bei Integrationsangeboten. Was fehlt ist eine sinnvolle Evaluation, um vorhandene und neu entstehende Angebote ausreichend mit Ressourcen zu versorgen bzw. auch Ressourcen umzuleiten zu sinnvolleren Angeboten.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\tDr. Georgios Tsakalidis (Internationale Demokratische Liste): Aufenthaltsqualit\u00e4t schaffen gegen soziale Ungleichheit<\/p>\n<p>Diese Zwei Dinge w\u00fcrde ich genauso zusammendenken. Alle R\u00e4ume der Innenstadt \u00fcberdenken und sie heller und freundlicher gestalten. So das durch die Aufenthaltsqualit\u00e4t, auch das Gef\u00fchl der Sicherheit steigt. Wo Menschen sich gerne aufhalten, werden Angstr\u00e4ume \u00fcberwunden.<\/p>\n<p>\n\t\t\t\t\tMehr zu unserer Reihe #M\u00fcnsterW\u00e4hlt\t\t\t\t<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\tRoland Scholle (Die PARTEI): Soziale Ungleichheit durch finanzielle Gleichheit ausgleichen<\/p>\n<p>Soziale Ungleichheit durch finanzielle Gleichheit ausgleichen.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\tDr. Katja Martinewski (Die LINKE): Wohnraum, Teilhabe und intergenerationelle Projekte<\/p>\n<p>Soziale Ungleichheit entsteht durch die H\u00fcrden, die wir in unserer Gesellschaft aufbauen. Durch massive Investitionen in bezahlbaren Wohnraum, Ausbau des M\u00fcnster-Passes f\u00fcr mehr soziale Teilhabe, kostenfreie und gesunde Mahlzeiten in Kitas und Schulen, St\u00e4rkung der Schulsozialarbeit und unabh\u00e4ngiger Beratungsstellen sowie den Erhalt konsumfreier und kostenfreier \u00f6ffentlicher R\u00e4ume f\u00fcr Begegnung, k\u00f6nnen wir mehr Chancengleichheit schaffen. Um Vereinsamung zu bek\u00e4mpfen, werden mit mir intergenerationelle Projekte gef\u00f6rdert und Milieuschutzsatzungen gegen Verdr\u00e4ngung eingef\u00fchrt. Sozial-, Bildungs- und Kulturangebote werden gezielt f\u00fcr benachteiligte Gruppen erweitert und die F\u00f6rderung interkultureller und antirassistischer Projekte aufgestockt.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\tStephan Brinktrine (SPD): Quartiersarbeit, Barrierefreiheit und Unterst\u00fctzung f\u00fcr Familien<\/p>\n<p>Um den wachsenden sozialen Ungleichheiten in M\u00fcnster entgegenzuwirken, setzen wir auf den Ausbau der Quartiersarbeit in benachteiligten Stadtteilen. Durch gezielte Angebote m\u00f6chten wir die Lebensqualit\u00e4t vor Ort verbessern und den Menschen vor Ort Unterst\u00fctzung bieten. Ein Beispiel daf\u00fcr ist die Schaffung kostenfreier Mittagessen in Schulen und Gemeinschaftseinrichtungen, um insbesondere Familien mit geringem Einkommen zu entlasten und Chancengleichheit zu f\u00f6rdern. Dar\u00fcber hinaus nehmen wir die Barrierefreiheit in den Blick, um sicherzustellen, dass alle Menschen, unabh\u00e4ngig von ihren k\u00f6rperlichen Voraussetzungen, gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen k\u00f6nnen. Besonders wichtig ist es uns auch, die Bed\u00fcrfnisse schw\u00e4cherer Zielgruppen zu ber\u00fccksichtigen, wie zum Beispiel Seniorinnen und Senioren. Wir m\u00f6chten Angebote schaffen, die auf ihre speziellen Bed\u00fcrfnisse eingehen und ihnen ein selbstbestimmtes und aktives Leben erm\u00f6glichen. Kurz gesagt: Unser Ziel ist es, soziale Ungleichheiten in M\u00fcnster abzubauen, indem wir gezielt vor Ort unterst\u00fctzen, Barrieren abbauen und alle Menschen in ihrer Vielfalt und ihren Lebenslagen st\u00e4rken.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\tTilman Fuchs (Gr\u00fcne): Familienf\u00f6rdergarantie und starke soziale Infrastruktur<\/p>\n<p>Soziale Teilhabe erfordert eine starke und vielf\u00e4ltige soziale Infrastruktur. Die Tr\u00e4gervielfalt in M\u00fcnster ist ein zentraler Baustein dieser Infrastruktur, die wir erhalten und ausbauen werden. Daf\u00fcr werden wir eine verl\u00e4ssliche und ausk\u00f6mmliche Finanzierung sicherstellen und insbesondere kleine Tr\u00e4ger vermehrt unterst\u00fctzen. Zudem werden wir die Vernetzung der Tr\u00e4ger themenfokussiert weiter ausbauen. Mit dem Quartiersansatz setzen wir direkt in den Stadtteilen an, st\u00e4rken soziale Treffpunkte und unterst\u00fctzen gezielt dort, wo Hilfe gebraucht wird, etwa durch den Ausbau der Schulsozialarbeit in besonders belasteten Quartieren. In M\u00fcnster soll niemand aus Scham, Unwissenheit oder aufgrund von b\u00fcrokratischen oder sprachlichen Barrieren auf dringend ben\u00f6tigte Hilfe verzichten m\u00fcssen. Deshalb m\u00f6chte ich als Oberb\u00fcrgermeister Leistungen b\u00fcndeln, Transparenz schaffen und eine zentrale Anlaufstelle f\u00fcr Familien einrichten. Mit unserer kommunalen Familienf\u00f6rdergarantie werden wir daf\u00fcr sorgen, dass Unterst\u00fctzungsleistungen Familien automatisch und unb\u00fcrokratisch zugutekommen \u2013 ohne H\u00fcrden, langes Suchen oder komplizierte Antragsverfahren.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\tDr. Georg Lunemann (CDU): Pr\u00e4vention, fr\u00fchkindliche Bildung und faire Chancen<\/p>\n<p>Soziale Ungleichheit ist leider auch bei uns in M\u00fcnster Realit\u00e4t, besonders sp\u00fcrbar bei Kindern und Jugendlichen. Fast 15\u2009% der unter 18-J\u00e4hrigen leben im SGB-II-Bezug. Das sind keine abstrakten Zahlen, das sind Kinder, die bei der Einschulung schon mit schlechteren Startbedingungen dastehen als einige ihrer Mitsch\u00fcler. Ich sehe diese Herausforderungen und will aktiv gegensteuern. Fr\u00fchzeitige und gezielte Pr\u00e4vention ist der Schl\u00fcssel. Das beginnt bei der gesundheitlichen F\u00f6rderung schon im Kleinkindalter: Bewegung, gesunde Ern\u00e4hrung und auch mentale Gesundheit m\u00fcssen eine st\u00e4rkere Rolle spielen, am besten in Kita, Schule und im sozialen Umfeld. Daf\u00fcr wollen wir Eltern st\u00e4rken und ihnen durch niedrigschwellige Angebote helfen, die Gesundheit ihrer Kinder im Alltag besser mitzugestalten. Ein weiterer Schwerpunkt ist die fr\u00fchkindliche Bildung: Kinder aus benachteiligten Familien m\u00fcssen fr\u00fch in die Kita kommen, daf\u00fcr brauchen wir gute Konzepte f\u00fcr einen fr\u00fcheren Kitaeinstieg. Und wir brauchen verl\u00e4ssliche Strukturen, damit Kinder regelm\u00e4\u00dfig betreut werden, unabh\u00e4ngig davon, wo sie wohnen oder welches Einkommen die Eltern haben. Und nicht zuletzt geht es mir auch um eine starke Pr\u00e4ventionskette in der Stadt, also eine enge Verzahnung von Jugendhilfe, Gesundheitswesen, Schulen und sozialen Einrichtungen. Ein \u201eHaus des Kinderschutzes\u201c kann da ein Baustein sein, genauso wie die Weiterentwicklung von Familienzentren. Mein Ziel ist ganz klar: Alle Kinder in M\u00fcnster sollen faire Chancen haben, egal, wo sie herkommen.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\tM\u00fcnster steht vor gro\u00dfen Herausforderungen<\/p>\n<p data-start=\"252\" data-end=\"770\">Die Antworten der OB-Kandidierenden machen deutlich, dass es viele Ans\u00e4tze gibt, um soziale Ungleichheit in M\u00fcnster zu verringern \u2013 von mehr bezahlbarem Wohnraum \u00fcber fr\u00fchkindliche Bildung bis hin zu gezielter Quartiersarbeit und Pr\u00e4ventionsprogrammen. Klar ist: Die Probleme sind komplex und erfordern langfristige L\u00f6sungen. Die Kommunalwahl am 14. September wird zeigen, welche Ideen die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger \u00fcberzeugen \u2013 und welchen Kurs M\u00fcnster k\u00fcnftig im Umgang mit sozialer Ungleichheit einschlagen wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Foto: andreas160578 M\u00fcnster\/AI. Die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich ist auch in M\u00fcnster sp\u00fcrbar. 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