{"id":404269,"date":"2025-09-07T15:44:51","date_gmt":"2025-09-07T15:44:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/404269\/"},"modified":"2025-09-07T15:44:51","modified_gmt":"2025-09-07T15:44:51","slug":"niedersachsen-gut-aufgestellt-fuer-herausforderungen-im-gesundheitlichen-verbraucherschutz-taetigkeitsbericht-des-laves-erschienen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/404269\/","title":{"rendered":"Niedersachsen gut aufgestellt f\u00fcr Herausforderungen im gesundheitlichen Verbraucherschutz \u2013 T\u00e4tigkeitsbericht des LAVES erschienen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gesundheitlicher Verbraucherschutz hat in Niedersachsen hohe Priorit\u00e4t: Mehr als 1,8 Millionen amtliche Untersuchungen sind 2024 in den landesweit sechs Instituten des Nieders\u00e4chsischen Landesamts f\u00fcr Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) durchgef\u00fchrt worden. Das Spektrum reicht von Lebens- und Futtermitteln, Bedarfsgegenst\u00e4nden wie Spielwaren bis hin zur Untersuchung unter anderem auf Tierseuchen wie Gefl\u00fcgelpest oder Afrikanische Schweinepest. Im Rahmen der Beratungs- und \u00dcberwachungst\u00e4tigkeiten des LAVES wurden rund 65.000 hoheitliche Aufgaben, Kontrollen, Beratungen und Stellungnahmen ausgef\u00fchrt. Heute wurde der T\u00e4tigkeitsbericht 2024 des LAVES ver\u00f6ffentlicht.<\/strong><\/p>\n<p>Niedersachsens Ministerin f\u00fcr Ern\u00e4hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Miriam Staudte: \u201eUm Irref\u00fchrung und T\u00e4uschung nachweisen zu k\u00f6nnen, sind oft aufwendige Untersuchungen der Produkte notwendig. Zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher investiert das Land Niedersachsen darum kontinuierlich in hochmoderne Analytik.\u201c Im vergangenen Jahr seien insgesamt rund 3,7 Millionen Euro f\u00fcr Ersatz- und Neuger\u00e4te in den LAVES-Untersuchungseinrichtungen investiert worden, berichtet Klaus Steinkopff, Vizepr\u00e4sident des LAVES: \u201eDurch immer neue Herausforderungen und Risiken ist eine st\u00e4ndige Anpassung und Weiterentwicklung der Analysemethoden notwendig.\u201c<\/p>\n<p>Im LAVES wurden insgesamt 26.293 Lebensmittelproben untersucht, eingesandt von den kommunalen Lebensmittel\u00fcberwachungsbeh\u00f6rden: 4.472 Proben mussten beanstandet werden, davon waren 36 Proben als gesundheitssch\u00e4dlich oder gesundheitsgef\u00e4hrdend einzustufen (Beispiele: erh\u00f6hter Bleigehalt in einer Hirsch-Rohwurst oder Salmonellen in einer Hackfleischzubereitung zum Rohverzehr). Dieser Anteil ist wie in den Jahren zuvor sehr niedrig. Die Kennzeichnung macht den gr\u00f6\u00dften Anteil der Beanstandungen aus.<\/p>\n<p>Mit dem Fokus auf Zusammensetzung, Kennzeichnung und N\u00e4hrwertdeklaration wurde Speiseeis aus Sonderpostenm\u00e4rkten untersucht. Die H\u00e4lfte der insgesamt 24 Proben wurde beanstandet: irref\u00fchrend gekennzeichnet, weil die so bezeichnete Erdbeerso\u00dfe keine Erdbeeren enthielt; abweichende Angaben des Fettgehalts in der N\u00e4hrwertkennzeichnung; abgelaufenes Mindesthaltbarkeitsdatum; nicht zugelassener Farbstoff.<\/p>\n<p>Um \u201eEtikettenschwindel\u201c ging es bei der \u00dcberwachung der Textilkennzeichnung. 12 Tonnen Bettw\u00e4sche waren falsch etikettiert: \u201e100% Baumwolle\u201c stand auf dem Etikett der Bettw\u00e4sche, laut Handelsdokumenten war es jedoch Ware aus Polyester. Nach der Analyse der Faserzusammensetzung im Institut ordnete die Markt\u00fcberwachung des LAVES Ma\u00dfnahmen an. 10.000 Einzelartikel in 775 Kartons musste der polnische Einf\u00fchrer auf \u201e100% Polyester\u201c umetikettieren und f\u00fcr die gesamten Lager- und Verwaltungskosten von \u00fcber 15.000 Euro aufkommen.<\/p>\n<p>Kritische Duftstoffe wurden bei der Untersuchung von Schuhdeos und weiteren speziellen Schuhpflegeprodukten nachgewiesen. 16 Proben wurden auf L\u00f6sungsmittel, Duftstoffe, Konservierungsstoffe oder Elemente untersucht, bem\u00e4ngelt wurden davon sieben. Es fehlte zum Beispiel ein Teil der Gefahrenkennzeichnung oder die Angabe bestimmter allergener Duftstoffe. Bei vier Erzeugnissen konnte der als fruchtbarkeitsgef\u00e4hrdend eingestufte Duftstoff Lilial nachgewiesen werden.<\/p>\n<p>In einem so viehdichten Bundesland wie Niedersachsen \u2013 40 Prozent aller deutschen Eier (13,6 Mrd.) wurden in Niedersachsen produziert; mit 49 Mio. Tieren werden in Niedersachsen mehr als 56 Prozent des in Deutschland (88 Mio.) vorhandenen Mastgefl\u00fcgels gehalten \u2013 kommt auch der Bek\u00e4mpfung von Tierseuchen und -krankheiten hohe Bedeutung zu. Der effektive Zugriff auf Daten, Zahlen und Fakten, gerade im Bereich der Tierseuchenpr\u00e4vention und -bek\u00e4mpfung, ist elementar. Mit oberster Priorit\u00e4t wurden im LAVES deshalb digitale Web- oder App-Anwendungen und Datenbanken entwickelt.<\/p>\n<p>Niedersachsen ist derzeit frei von Sperrzonen aufgrund der Gefl\u00fcgelpest. Die M\u00f6glichkeit einer pr\u00e4ventiven Impfung von Gefl\u00fcgel in Deutschland befindet sich in Pr\u00fcfung.<\/p>\n<p>Die Blauzungenkrankheit (BTV) sorgte im vergangenen Jahr f\u00fcr schwere Erkrankungen und erhebliche Verluste in Tierbest\u00e4nden. Rund 45.000 Proben insgesamt wurden in den Instituten des LAVES untersucht. Da die BTV-Symptome nahezu identisch mit denen der Maul- und Klauenseuche (MKS) sind, wurden alle Proben von klinisch verd\u00e4chtigen Tieren auch auf MKS \u2013 mit negativem Ergebnis \u2013 untersucht. Im Januar 2025 brach MKS in einem Bestand von Wasserb\u00fcffeln in Brandenburg aus; Niedersachsen hatte zu dem Zeitpunkt bereits durch die mit Weitsicht durchgef\u00fchrten Untersuchungen einen guten eigenen \u00dcberblick \u00fcber die Lage.<\/p>\n<p>Die Impfung bietet den einzigen Schutz vor einem schweren Verlauf der Blauzungenkrankheit. Gegenw\u00e4rtig ist die Anwendung von drei BTV-3-Impfstoffen in Deutschland per Eilverordnung gestattet. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 180.000 Rinder, knapp 180.000 Schafe und rund 8.000 Ziegen geimpft.<\/p>\n<p>\u201eErfreulicherweise ist Niedersachsen im vergangenen Jahr nicht von Lebensmittelskandalen betroffen gewesen. Gr\u00f6\u00dfere Tierseuchenausbr\u00fcche sind ausgeblieben\u201c, so Ministerin Staudte. \u201eAlle beteiligten Beh\u00f6rden arbeiten gemeinsam daran, Menschen und Tiere in Niedersachsen zu sch\u00fctzen. Pr\u00e4ventive Ma\u00dfnahmen, \u00dcbungen, Austausch und kontinuierliche Untersuchungen sprechen f\u00fcr das hohe Niveau in der \u00dcberwachung im gesundheitlichen Verbraucherschutz\u201c.<\/p>\n<p>Bereits das Tierfutter im Stall hat Einfluss auf gesunde Tiere und sichere Lebensmittel \u2013 eine wichtige Aufgabe der amtlichen Futtermittel\u00fcberwachung und -untersuchung, denn: rund 40 Prozent der gesamtdeutschen Futtermittelproduktion erfolgen allein in Niedersachsen. Das LAVES ist im Bereich Futtermittel f\u00fcr die amtliche Kontrolle der Betriebe, Probenahme und Untersuchung sowie f\u00fcr die Durchf\u00fchrung von Ma\u00dfnahmen im Fall von Beanstandungen zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Ein Ergebnis aus Kontrollen und Untersuchungen waren deutlich mehr auff\u00e4llige Gehalte an Mutterkorn im Vergleich zu den Vorjahren. In 80 Prozent der im vergangenen Jahr untersuchten Futtermittel-Proben wurden 23 H\u00f6chstgehalts\u00fcberschreitungen festgestellt. Der als Mutterkorn bekannte Pilz infiziert das Getreide w\u00e4hrend der Bl\u00fcte, beg\u00fcnstigt durch Witterung mit hoher Luftfeuchtigkeit, und enth\u00e4lt f\u00fcr Mensch und Tier giftige Mykotoxine.<\/p>\n<p>Der T\u00e4tigkeitsbericht 2024 ist verf\u00fcgbar unter www.laves.niedersachsen.de.<\/p>\n<p>PR<br \/>Foto: Pixabay \/ Pexels<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/hildesheimer-presse.de\/informationen\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Hinweis zu der Meldung<\/a><br \/>\n<br \/>\nDiese Seite zeigt gesponsorten Marketing-Inhalt, Quell- und Informationslinks sowie extern eingespielte Banner und Flash-Anzeigen.<br \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gesundheitlicher Verbraucherschutz hat in Niedersachsen hohe Priorit\u00e4t: Mehr als 1,8 Millionen amtliche Untersuchungen sind 2024 in den landesweit&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":404270,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1836],"tags":[3364,29,30,46,1411],"class_list":{"0":"post-404269","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hannover","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-hannover","12":"tag-niedersachsen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115163792909536188","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/404269","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=404269"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/404269\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/404270"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=404269"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=404269"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=404269"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}