{"id":404846,"date":"2025-09-07T20:58:12","date_gmt":"2025-09-07T20:58:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/404846\/"},"modified":"2025-09-07T20:58:12","modified_gmt":"2025-09-07T20:58:12","slug":"europas-raumfahrt-hoffnung-liegt-noerdlich-des-polarkreises-und-tief-im-wald","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/404846\/","title":{"rendered":"Europas Raumfahrt-Hoffnung liegt n\u00f6rdlich des Polarkreises\u00a0\u2013 und tief im Wald"},"content":{"rendered":"<p>  <img decoding=\"async\" class=\"m-image-and-caption__image lazyload\" alt=\"Das Esrange Space Center im schwedischen Kiruna.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/4cde2511-a05f-4005-848e-8ac2e4b4f7d1.jpeg\"  data-\/><\/p>\n<p>      Das Esrange Space Center im schwedischen Kiruna.<\/p>\n<p>        AP Photo\/Malin Haarala\/Keystone\n      <\/p>\n<p class=\"a-paragraph a-paragraph--lead\" data-t-name=\"Paragraph\">Das Esrange Space Center ganz im Norden Schwedens geh\u00f6rt zu den europ\u00e4ischen Hoffnungen im Griff nach den Sternen. Schon im n\u00e4chsten Jahr k\u00f6nnte von Europa aus ein Start in die Erdumlaufbahn gelingen.<\/p>\n<p>  Keine Zeit? blue News fasst f\u00fcr dich zusammen<\/p>\n<ul class=\"m-list m-list--content-list\">\n<li class=\"m-list__element\">Europa hinkt im Weltraum-Wettbewerb mit China und den USA weit hinterher.<\/li>\n<li class=\"m-list__element\">Die Hoffnungen der europ\u00e4ischen Raumfahrt ruhen unter anderem auf dem Esrange-Raumfahrtzentrum im schwedischen Kiruna.<\/li>\n<li class=\"m-list__element\">Es liegt 200 Kilometer n\u00f6rdlich des Polarkreises tief im Wald.<\/li>\n<li class=\"m-list__element\">Ludwig Moeller, Direktor des Europ\u00e4ischen Instituts f\u00fcr Weltraumpolitik, geht davon aus, dass ein Start in die Umlaufbahn von Europa aus schon im n\u00e4chsten Jahr gelingen k\u00f6nnte.<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Tief im Wald im Norden Schwedens liegt ein Sprungbrett f\u00fcr Europas Weg ins All. Vom Esrange-Raumfahrtzentrum in Kiruna starten Forschungsraketen und Ballons. Jetzt ruhen auf dem Zentrum Hoffnungen, dass es im Schulterschluss mit anderen Einrichtungen des Kontinents in Zukunft den USA, Russland und China Paroli bieten kann.<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Bisher hinke Europa weit hinterher, erkl\u00e4rt Hermann Ludwig Moeller, Direktor des Europ\u00e4ischen Instituts f\u00fcr Weltraumpolitik (ESPI) mit Sitz in Wien: \u00abDie L\u00fccke ist betr\u00e4chtlich.\u00bb Seiner Einsch\u00e4tzung nach m\u00fcsse Europa seine Investitionen in die Raumfahrt mindestens verdoppeln, um in den n\u00e4chsten f\u00fcnf bis zehn Jahren eine relevante Rolle zu spielen. Eine Verdoppelung w\u00fcrde aber nicht bedeuten, dass Europa in gleichem Masse aufhole, stellt er klar \u2013 denn es sei ja zu erwarten, dass andere Regionen ebenfalls weiterk\u00e4men.<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Derzeit ist die einzige europ\u00e4ische Basis, von der aus Raketen und Satelliten in die Erdumlaufbahn starten k\u00f6nnen, in Franz\u00f6sisch-Guayana in S\u00fcdamerika. Sie liegt dort rund 500 Kilometer n\u00f6rdlich des \u00c4quators. Ansonsten greifen die Europ\u00e4er auch auf die Nasa-Basis Cape Canaveral in Florida zur\u00fcck.<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Im M\u00e4rz liess Isar Aerospace von Norwegen aus eine erste Testrakete starten. Nur kurz nach dem Abschuss in And\u00f8ya, einer Insel im Norden des Landes, st\u00fcrzte die \u00abSpectrum\u00bb zwar ins Meer. Doch damit hatte das deutsche Unternehmen gerechnet. Und es hat weitere Starts in And\u00f8ya auf dem Plan. Auch dieser Ort in Skandinavien z\u00e4hlt zu den Hoffnungstr\u00e4gern f\u00fcrs europ\u00e4ische Raumprogramm.<\/p>\n<p>200 Kilometer jenseits des Polarkreises<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Moeller geht davon aus, dass ein Start in die Umlaufbahn von Europa aus schon im n\u00e4chsten Jahr gelingen k\u00f6nnte. Zum Wo will er nicht spekulieren.<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Esrange und And\u00f8ya sind beide seit den 1960er Jahren in Betrieb. Das staatliche Esrange Space Center liegt mehr als 200 Kilometer n\u00f6rdlich des Polarkreises. Die Antennenanlagen dort k\u00f6nnen leichter mit Satelliten kommunizieren, die \u00fcber dem Nordpol kreisen, als solche in \u00c4quatorn\u00e4he. Ein Pluspunkt ist auch die Gr\u00f6sse: Allein die Basis umfasst sechs Quadratkilometer, die Raketenlandezone ganze 5200 Quadratkilometer in der schwedischen Tundra.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" class=\"m-image-and-caption__image lazyload\" alt=\"Mitarbeiter Mattias Abrahamsson an seinem Schreibtisch am Esrange Space Center.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/25eedee0-71a9-43e3-9c42-0d52503c82ed.jpeg\"  data-\/><\/p>\n<p>      Mitarbeiter Mattias Abrahamsson an seinem Schreibtisch am Esrange Space Center.<\/p>\n<p>        AP Photo\/Malin Haarala\/Keystone\n      <\/p>\n<p>  \u00abDer Raketenantrieb f\u00e4llt einfach zu Boden\u00bb<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Das Gebiet ist an sich unbewohnt. Rentierhirten aus der Volksgruppe der Samen, die gelegentlich durchziehen, werden vor jedem Test informiert. \u00abDer Raketenantrieb f\u00e4llt einfach zu Boden, sodass man darauf achten muss, dass keine Menschen in dem Gebiet sind\u00bb, erkl\u00e4rt Matthias Abrahamsson vom Esrange-Zentrum. \u00abWir m\u00fcssen daf\u00fcr Sorge tragen, dass es nicht gef\u00e4hrlicher ist in diesem Gebiet, wenn man Beeren pfl\u00fccken m\u00f6chte oder jagen oder fischen oder was auch immer, als auf einer Strasse in New York oder Stockholm.\u00bb<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Nicht nur Staaten, sondern auch private Unternehmen greifen zunehmend nach den Sternen. Elon Musk oder Jeff Bezos haben mit ihren Raumfahrtmissionen einen Platz im Weltraum beansprucht \u2013 und gezeigt, dass im All viel Geld zu holen ist.<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Auch die Zahl der Satelliten im Weltraum wird in den kommenden Jahren vermutlich betr\u00e4chtlich steigen. Davon will auch die schwedische Raumfahrtbeh\u00f6rde SSC mit Esrange profitieren.<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Satelliten im All seien von immenser Bedeutung f\u00fcr das Leben auf der Erde, sagt Ulrika Unell, Abteilungsdirektorin am Esrange Space Center. Alle sollten im Kopf behalten, wie sehr sie von diesen Objekten abh\u00e4ngig seien, die Hunderte Kilometer \u00fcber ihnen um die Erde kreisten. \u00abIch w\u00fcrde sie bitten, dar\u00fcber nachzudenken, wenn sie mit ihrem Handy herumlaufen und t\u00e4glich all diese Daten nutzen\u00bb, sagt Unell. \u00abDer Weltraum wird also immer mehr zu einem Gut f\u00fcr die gesamte Gesellschaft.\u00bb<\/p>\n<p>      Vorbereitung f\u00fcr die n\u00e4chste Mondlandung \u2013 NASA schickt Sonde zum Mond, um Wasser zu finden<\/p>\n<p class=\"m-teaser__text js-m-teaser__text\">Mit einer Falcon-9-Rakete von SpaceX hat die Nasa die Raumsonde Athena auf die Reise zum Mond geschickt. Geplant sind Bohrungen in der N\u00e4he des S\u00fcdpols. Dort hoffen die Forscher, Wasser zu finden.<\/p>\n<p class=\"m-teaser__lead\">27.02.2025<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Esrange Space Center im schwedischen Kiruna. 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