{"id":404925,"date":"2025-09-07T21:39:27","date_gmt":"2025-09-07T21:39:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/404925\/"},"modified":"2025-09-07T21:39:27","modified_gmt":"2025-09-07T21:39:27","slug":"gernsbacher-bildhauerin-zeigt-kursbesuchern-den-weg-zur-eigenen-skulptur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/404925\/","title":{"rendered":"Gernsbacher Bildhauerin zeigt Kursbesuchern den Weg zur eigenen Skulptur"},"content":{"rendered":"<p class=\"intro\">\n  Zehn Stunden Stein, Staub und Sch\u00f6pfung: In ihrer Werkstatt in Weisenbach zeigt Annegret Kalvelage, wie aus rohen Alabastersteinen pers\u00f6nliche Skulpturen entstehen.\n<\/p>\n<p>    <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"\" alt=\"Eine Frau steht an einem Stein und bearbeitet diesen mit einem speziellen Holzhammer und einem Mei\u00dfel. \" src=\"https:\/\/bnn.de\/img\/15741422\/PonVuKKtoJo7Qcy7884xiw\/Alabster_4?size=1920&amp;format=jpeg&amp;variant=LANDSCAPE_16x9\" width=\"1920\" height=\"1080\" loading=\"eager\" data-upscaled=\"\"\/><\/p>\n<p>                Im Atelier in Weisenbach lernen die Kursteilnehmer den Umgang mit den Werkzeugen zur Steinbearbeitung. Hier hat K\u00fcnstlerin Annegret Kalvelage einen Kn\u00fcpfel und einen Flachmei\u00dfel im Einsatz. <\/p>\n<p>            Foto: Miriam Mandt-B\u00f6ckelmann<\/p>\n<p>      07. Sep 2025 \u00a0| \u00a008:00 Uhr<\/p>\n<p>        3 Minuten<\/p>\n<p>Sanft, geradezu z\u00e4rtlich streicht Annegret Kalvelage \u00fcber den wei\u00df-schimmernden Stein vor sich auf dem Arbeitstisch. Beim Reden fahren ihre Finger die einzelnen Konturen nach: Tastend, forschend. Dann greift sie zum runden Holzhammer, dem sogenannten Kn\u00fcpfel, h\u00e4lt den Mei\u00dfel an das Objekt und l\u00e4sst ihre Energie, ihre Fantasie und Emotionen in das Werkst\u00fcck flie\u00dfen. Mit ge\u00fcbten Bewegungen sch\u00e4len sich so Hammerschlag f\u00fcr Hammerschlag zwei H\u00e4nde aus dem Stein. Es sieht leicht und doch kontrolliert aus, Handwerk und doch Kunst.<\/p>\n<p>Teilnehmer lernen, wie aus Stein ein Kunstobjekt entsteht<\/p>\n<p>Die Symbiose dieser beiden Welten will die Gernsbacher Bildhauerin auch den Menschen vermitteln, die ihre Wochenend-Kurse im Atelier in Weisenbach besuchen. \u00dcber rund zehn Arbeitsstunden lernen die Teilnehmer, wie aus einem unbehauenen Stein ein Kunstobjekt wird. \u201eEs geht darum, den Umgang mit dem Werkzeug zu lernen, das man zur Bildhauerei braucht\u201c, sagt Kalvelage. Denn auch hier gilt: Die beste k\u00fcnstlerische Fantasie und Idee sind nichts ohne die richtige handwerkliche Umsetzung. Und Technik will eben erlernt werden. <\/p>\n<p>Das sieht man auch im beruflich-k\u00fcnstlerischen Werdegang der geb\u00fcrtigen Ruhrpottlerin: Kalvelage machte eine Ausbildung zur Steinbildhauerin im Handwerk \u2013 und hatte Gl\u00fcck: Statt Grabsteinen durfte sie Vogeltr\u00e4nken aus Stein und Verzierungen hauen und konnte so ihrer Kreativit\u00e4t folgen. Lachend sagt die 56-J\u00e4hrige: \u201eF\u00fcr mich existiert der rechte Winkel nicht.\u201c <\/p>\n<p>Skulpturen von Kalvelage pr\u00e4gen den \u00f6ffentlichen Raum<\/p>\n<p>Kalvelage wollte mehr: Sie studierte Kunst- und Baugeschichte in Karlsruhe. Danach absolvierte sie eine Technikerausbildung und arbeitete in der Denkmalpflege. 2007 machte sie sich mit einem eigenen Atelier als Freie Bildhauerin selbstst\u00e4ndig und lebt seit 2011 im Murgtal. Neben der Arbeit im Atelier ist Kalvelage Dozentin und nimmt an Symposien teil. Ihre Werke sind im \u00f6ffentlichen Raum zu sehen: zum Beispiel im schweizerischen Elm im Kanton Glarus oder auf dem Skulpturenweg im Pfinztal im Landkreis Karlsruhe. <\/p>\n<p>K\u00fcnstlerin arbeitet mit dem Material im kreativen Dialog<\/p>\n<p>Den Schritt in die Selbstst\u00e4ndigkeit habe sie nicht bereut, erz\u00e4hlt die K\u00fcnstlerin. Im Gegenteil: \u201eEs war wie eine Erweckung, weil ich endlich meiner Kreativit\u00e4t freien Lauf lassen konnte\u201c, erinnert sie sich. Das will sie auch ihren Sch\u00fclern vermitteln: \u201eIch bin mit einem Kunstwerk w\u00e4hrend der Entstehung in einem Dialog. Manchmal habe ich eine Idee im Kopf, trotzdem reagiere ich auf das, was mir das Werkst\u00fcck hergibt\u201c, erkl\u00e4rt die Bildhauerin. Gemeint sind besondere Farbverl\u00e4ufe im Stein oder Maserung und Risse im Holz.<\/p>\n<p>Eine Haut \u201ewie Alabaster\u201c<\/p>\n<p>Bildhauer-Kurse mit Alabaster gibt Kalvelage seit f\u00fcnf Jahren. \u201eDer gipsartige Stein ist relativ weich und leicht zu bearbeiten\u201c, erkl\u00e4rt sie. Alabaster, der in Spanien und Italien abgebaut wird, hat eine lange Tradition: Schon im Barock galt als sch\u00f6n, wer eine \u201eHaut wie Alabaster\u201c hatte. Gemeint war eine strahlend helle, glatte, ebenm\u00e4\u00dfige und zarte Haut mit einem seidigen Glanz. Dieser makellose Teint galt f\u00fcr adlige Frauen als ideal.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" class=\"\" alt=\"Auf einem Tisch liegen unbehauene Steinbl\u00f6cke. \" src=\"https:\/\/bnn.de\/img\/15741404\/EPMhUmGo76p-k-_QgheSxg\/Alabaster_1?size=1920&amp;format=jpeg&amp;variant=LANDSCAPE_16x9\" width=\"1920\" height=\"1080\" loading=\"lazy\" data-upscaled=\"\"\/><\/p>\n<p>                Am Anfang jeder Bildhauerei steht ein unbearbeiteter Stein. In diesem Fall Alabaster, ein relativ weicher Stein, der sich leicht mit verschiedenen Werkzeugen bearbeiten l\u00e4sst. <\/p>\n<p>            Foto: Miriam Mandt-B\u00f6ckelmann<\/p>\n<p>Die Kurse sind gut besucht: Oft seien es auch Mutter-Tochter-Gespanne, die sich zusammen eine etwas andere Auszeit g\u00f6nnten, so die K\u00fcnstlerin. Zu Anfang jedes Kurses suchen sich die Teilnehmenden einen Stein aus, den sie dann bearbeiten. Diese sind bewusst nicht zu gro\u00df gehalten. \u201eIch m\u00f6chte, dass jeder nach zwei Tagen sein fertiges Werk mit nach Hause nehmen kann und der Spa\u00df an der Arbeit nicht auf der Strecke bleibt\u201c, erkl\u00e4rt Kalvelage. <\/p>\n<blockquote class=\"quote\">\n<p>Wenn der Alabaster gew\u00e4ssert wird, ist das ein magischer Moment.<\/p>\n<p>      Annegret Kalvelage<br \/>\n      <br \/>Bildhauerin\n  <\/p><\/blockquote>\n<p>Manche Teilnehmer h\u00e4tten schon eine Idee im Kopf, andere br\u00e4chten Fotos oder kleine Modelle als Vorlage mit. So entstehen relativ oft Frauentorsi, aber auch Erinnerungen an den geliebten Vierbeiner. <\/p>\n<p>Magischer Moment l\u00e4sst Farbenspiel der Steine erstrahlen<\/p>\n<p>Die Reihenfolge ist immer gleich: Erst geht es an die grobe Arbeit, dann werden die Fl\u00e4chen gegl\u00e4ttet. Und dann komme der gro\u00dfe Moment: \u201eDie Steine werden ins Wasser gelegt und zeigen mit einmal ihre ganze Farbigkeit und Sch\u00f6nheit\u201c, sagt die K\u00fcnstlerin. Das sei ein \u201emagischer Moment\u201c f\u00fcr die Teilnehmer und best\u00e4tige diese in ihrem Weg. <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" class=\"\" alt=\"Aus einem hellen Stein sind zwei H\u00e4nde gehauen worden, die ineinander liegen. \" src=\"https:\/\/bnn.de\/img\/15741412\/2YUllqnNoHa8rdHbmZqCrg\/Alabaster_2?size=1920&amp;format=jpeg&amp;variant=LANDSCAPE_16x9\" width=\"1920\" height=\"1080\" loading=\"lazy\" data-upscaled=\"\"\/><\/p>\n<p>                Alabaster ist ein heller Stein, der geradezu durchscheinend wirkt. Hier hat K\u00fcnstlerin Annegret Kalvelage mit der Ausarbeitung zweier H\u00e4nde begonnen. Die Kursteilnehmer setzen ihre eigenen Ideen um. <\/p>\n<p>            Foto: Miriam Mandt-B\u00f6ckelmann<\/p>\n<p>Manche seien am Anfang des Kurses unsicher: \u201eKann ich das wirklich?\u201c Diese Frage stellten sich viele. Dabei gebe es in so einem Anf\u00e4ngerkurs kein Richtig und kein Falsch, kein Sch\u00f6n und kein H\u00e4sslich. Jedes Werkst\u00fcck habe seine Berechtigung, eine Bewertung gebe es auch in der Gruppe nicht.<\/p>\n<p>\u201eBei der Arbeit geht es darum, sich fallen zu lassen und in einen Flow zu kommen. Dadurch entsteht eine ganz besondere meditative Stimmung\u201c, hat Kalvelage festgestellt. Durch die Arbeit mit dem Stein entdecke man eine andere, tiefere Bewusstseinsebene. Man besch\u00e4ftigt sich mit sich selbst, mit seinen eigenen Gef\u00fchlen. <\/p>\n<p>Der Beginn einer neuen gro\u00dfen Liebe?<\/p>\n<p>Und das Ergebnis? Das kann der Anfang einer neuen, gro\u00dfen Liebe sein. \u201eIch w\u00fcrde mich nat\u00fcrlich freuen, wenn die Teilnehmer meiner Kurse auch Zuhause weitermachen. Das R\u00fcstzeug daf\u00fcr m\u00f6chte ich ihnen an die Hand geben.\u201c <\/p>\n<p>Service<\/p>\n<p>In Zusammenarbeit mit der VHS Rastatt findet am Samstag, 11. Oktober, und Sonntag, 12. Oktober 2025, jeweils von 10 bis 16 Uhr der Kurs \u201eBildhauerei mit Alabaster\u201c in Kalvelages Atelier in Weisenbach statt. Weitere Infos und Anmeldung unter www.vhs-landkreis-rastatt.de oder telefonisch 07222 3813500.<\/p>\n<p>          <a href=\"https:\/\/bnn.link\/55g\" target=\"_blank\" class=\"link-acquire\" rel=\"nofollow noopener\">Rechte am Artikel erwerben<\/a><\/p>\n<p>    <a class=\"button--full button--home button button--primary\" href=\"https:\/\/bnn.de\/\" _keys=\"class href\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zur \u00dcbersicht<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zehn Stunden Stein, Staub und Sch\u00f6pfung: In ihrer Werkstatt in Weisenbach zeigt Annegret Kalvelage, wie aus rohen Alabastersteinen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":404926,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1775],"tags":[1793,29,214,30,1794,215],"class_list":{"0":"post-404925","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-art-and-design","9":"tag-deutschland","10":"tag-entertainment","11":"tag-germany","12":"tag-kunst-und-design","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115165185209524316","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/404925","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=404925"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/404925\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/404926"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=404925"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=404925"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=404925"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}