{"id":40516,"date":"2025-04-18T02:04:45","date_gmt":"2025-04-18T02:04:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/40516\/"},"modified":"2025-04-18T02:04:45","modified_gmt":"2025-04-18T02:04:45","slug":"grossbritannien-und-trump-wars-das-mit-der-sonderbeziehung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/40516\/","title":{"rendered":"Gro\u00dfbritannien und Trump: War&#8217;s das mit der Sonderbeziehung?"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 14.11.2024 09:06 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Gro\u00dfbritannien pflegt das Bild von der besonderen Beziehung zu den USA. Viel ist bislang nicht dabei herausgesprungen &#8211; und nun kommt auch noch Trump zur\u00fcck, der von britischen Ministern bereits scharf kritisiert wurde. <\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/christoph-proessl-105.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Christoph Pr\u00f6ssl\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/christoph-proessl-101.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Unehrlich, verblendet, ausl\u00e4nderfeindlich, narzisstisch &#8211; Donald Trump ist kein Freund von Gro\u00dfbritannien.&#8220; Diese \u00c4u\u00dferung \u00fcber den Mann, der bald Pr\u00e4sident der Vereinigten Staaten von Amerika sein wird, stammt vom jetzigen britischen Au\u00dfenminister David Lammy. Der Labour-Politiker hatte das im Jahr 2019 getwittert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas ist ein paar Jahre her, aber es gab eine Reihe solcher \u00c4u\u00dferungen aus seiner Feder, die in den vergangenen Tagen die Frage aufwarfen, ob Lammy wirklich die beste Wahl ist an der Spitze des britischen Au\u00dfenministeriums. Doch Lammy winkte im Interview mit der BBC ab. Immerhin habe er mit Trump und Premier Keir Starmer zu Abend gegessen. Das Treffen fand im September statt. Starmer und Lammy waren zur Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York, da trafen sie auch Trump.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs ging ganz offensichtlich auch darum, die Wogen zu gl\u00e4tten im Verh\u00e4ltnis zum damaligen Spitzenkandidaten der Republikaner. Der sei ein guter Gastgeber gewesen, sagt Lammy: &#8222;Er war gro\u00dfz\u00fcgig, sehr freundlich, sehr bem\u00fcht, dass es uns gut geht bei ihm. Er war witzig, Gro\u00dfbritannien zugewandt und schw\u00e4rmte von der K\u00f6nigsfamilie.&#8220;<\/p>\n<p>    Alles halb so wild?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnd bei diesem Treffen muss es Signale gegeben haben, dass Lammy und seine Tweets einer guten Zusammenarbeit beider Regierungen k\u00fcnftig nicht im Wege stehen w\u00fcrden. Anders ist nicht zu erkl\u00e4ren, dass ein Sprecher von Starmer gerade erst best\u00e4tigte, dass Lammy aller Kritik zum Trotz f\u00fcnf Jahre im Amt bleiben werde. Viele andere Minister w\u00fcnschten sich eine solche R\u00fcckendeckung.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAlso alles doch gar nicht so schlimm im neuen britisch-amerikanischen Verh\u00e4ltnis? Zumindest ist die Zusammenarbeit mit der kommenden US-Regierung durch den britischen Au\u00dfenminister nicht so belastet, dass dieser ausgetauscht werden m\u00fcsste.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDoch die Anekdote macht deutlich, dass die sozialdemokratische Regierung von Starmer irgendwie mit der neuen Trump-Regierung klarkommen muss, und trotzdem politisch g\u00e4nzlich anders ausgerichtet ist. \u00a0<\/p>\n<p>    Musk und sein Einfluss<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDiese Fremdheit unterstreicht auch, dass Elon Musk, Eigent\u00fcmer der Plattform X, in den vergangenen Wochen immer wieder Starmer attackiert hat. Nach einem Messerangriff in Southport, bei dem drei M\u00e4dchen starben, kam es zu ausl\u00e4nderfeindlichen Protesten in England. Starmer lie\u00df die Polizei und Justiz hart durchgreifen. Musk hetzte gegen Starmer, schrieb auf der Nachrichtenplattform X, dass ein B\u00fcrgerkrieg unausweichlich sei.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer superreiche Gesch\u00e4ftsmann unterst\u00fctzte Trump im Wahlkampf massiv, steht nun fest an der Seite von Trump. Und Musk mischt sich gerne in die britische Politik ein, oft ohne genauere Kenntnis der Ereignisse und macht so Politik.<\/p>\n<p>    Viele Differenzen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie inhaltlichen Differenzen zwischen Labour und Trump und seinem Team sind gro\u00df. Trump spricht sich f\u00fcr Z\u00f6lle aus, f\u00fcr Abgaben auf Handelswaren auch aus dem Vereinigten K\u00f6nigreich.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDabei hatte Labour immer noch gehofft, dass es vielleicht bald ein Freihandelsabkommen mit den USA geben k\u00f6nnte, ein Versprechen der Brexit-Bef\u00fcrworter, um den Handel in Schwung zu bringen, das bislang nicht eingel\u00f6st werden konnte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSo k\u00f6nnte es erst einmal auch bleiben. Schlimmer noch: Es k\u00f6nnten neue Handelsbeschr\u00e4nkungen dazu kommen.<\/p>\n<p>    Uneinig \u00fcber die Ukraine-Hilfe<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch in der Ukraine-Politik sind die Differenzen riesig. Trump will den Krieg in der Ukraine beenden &#8211; viele bef\u00fcrchten durch einen Waffenstillstand, der bedeuten k\u00f6nnte, dass die Ukraine Gebiete abtreten muss.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Wir werden alles tun, um die Ukraine zu unterst\u00fctzen&#8220;, sagte der britische Verteidigungsminister John Healey in dieser Woche der BBC. Die Labour-Regierung hat immer wieder deutlich gemacht, dass die Unabh\u00e4ngigkeit der Ukraine ein wichtiges Ziel britischer Au\u00dfenpolitik ist und eine Voraussetzung f\u00fcr die Sicherheit in Europa.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGro\u00dfbritannien geh\u00f6rt neben den USA und Deutschland zu den L\u00e4ndern, die die Ukraine finanziell und mit Waffen massiv unterst\u00fctzen. Labour hat in Aussicht gestellt, die Verteidigungsausgaben deutlich auszuweiten, das NATO-Ziel von zwei Prozent der j\u00e4hrlichen Wirtschaftsleistung soll sogar \u00fcbertroffen werden. Angepeilt werden 2,5 Prozent.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas wiederum d\u00fcrfte Trump gefallen. Er hatte immer wieder gefordert, die europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten m\u00fcssten mehr tun. Aber k\u00f6nnen die Europ\u00e4er die Ukraine so stark unterst\u00fctzen, dass klar ist: Putin kann keine Grenzen in Europa verschieben? Danach sieht es derzeit nicht aus. \u00a0<\/p>\n<p>    Ein Trumpf namens Charles<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nImmerhin haben die Briten auch noch ein Argument, dass sie ausspielen k\u00f6nnen, um Trump f\u00fcr sich zu gewinnen: ihren K\u00f6nig. In den Medien wird bereits spekuliert, dass King Charles den neuen US-Pr\u00e4sidenten mit Pomp und allen milit\u00e4rischen Ehren empfangen k\u00f6nnte, so wie Queen Elizabeth dies 2018 getan hat.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nTrump war damals nachhaltig beeindruckt. Aber ob das in einer neuen Pr\u00e4sidentschaft reichen w\u00fcrde, einen Handelskrieg zu verhindern, steht dahin. Trump ist offen f\u00fcr Schmeicheleien und alles, was seine Person herauszustellen scheint. Aber er gilt weiterhin als unberechenbar &#8211; und nach wie vor als jemand, den vor allem seine gesch\u00e4ftlichen Instinkte antreiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 14.11.2024 09:06 Uhr Gro\u00dfbritannien pflegt das Bild von der besonderen Beziehung zu den USA. Viel ist bislang&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":40517,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3976],"tags":[331,332,551,13,20162,14,15,12,6382,113,3992,3993,3994,322,64,3995,3996,3997],"class_list":{"0":"post-40516","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-vereinigtes-koenigreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-grossbritannien","11":"tag-headlines","12":"tag-labour","13":"tag-nachrichten","14":"tag-news","15":"tag-schlagzeilen","16":"tag-starmer","17":"tag-trump","18":"tag-uk","19":"tag-united-kingdom","20":"tag-united-kingdom-of-great-britain-and-northern-ireland","21":"tag-us-wahl-2024","22":"tag-usa","23":"tag-vereinigtes-koenigreich","24":"tag-vereinigtes-koenigreich-grossbritannien-und-nordirland","25":"tag-vereinigtes-koenigreich-von-grossbritannien-und-nordirland"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114356516687338673","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/40516","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=40516"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/40516\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/40517"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=40516"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=40516"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=40516"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}