{"id":406266,"date":"2025-09-08T10:35:17","date_gmt":"2025-09-08T10:35:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/406266\/"},"modified":"2025-09-08T10:35:17","modified_gmt":"2025-09-08T10:35:17","slug":"diese-erfindungen-kommen-aus-wuppertal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/406266\/","title":{"rendered":"Diese Erfindungen kommen aus Wuppertal"},"content":{"rendered":"<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Vieles ist aus unserem Alltag kaum mehr wegzudenken. Hier sind einige der bekanntesten Beispiele.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Heutiger Hauptsitz von Bayer ist zwar Leverkusen, doch die Geschichte des Chemie- und Pharmakonzerns begann in Wuppertal. Wohl noch bekannter als das Unternehmen selbst ist sein weltweit erfolgreiches Produkt <strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Aspirin<\/strong>. Der Chemiker Felix Hoffmann hatte das Kopfschmerzmittel 1897 entwickelt, indem er erstmals Acetylsalicyls\u00e4ure synthetisierte. 1899 brachte Bayer das Produkt unter dem Namen Aspirin auf den Markt. \u201eHeute sagt fast niemand: \u201aGib mir bitte eine Kopfschmerztablette\u2018, sondern \u201aGib mir eine Aspirin\u2018\u201c, sagt Christine Volkmann von der Bergischen Universit\u00e4t Wuppertal, Unesco-Lehrstuhl f\u00fcr Entrepreneurship und interkulturelles Management.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Hoffmann war auch an der Entwicklung von <strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Heroin<\/strong> beteiligt. Bayer entwickelte ein Verfahren zur Synthese von Diacetylmorphin und lie\u00df sich 1898 den Markennamen Heroin sch\u00fctzen. Das vermeintlich harmlose Wundermittel gegen so ziemlich alle Beschwerden verkaufte Bayer noch bis 1931 \u2013 das schnell abh\u00e4ngig machende Mittel ist l\u00e4ngst verboten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Eine weitere Erfindung, die aus unseren Wohnungen und H\u00e4usern kaum wegzudenken ist, ist die <strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Raufasertapete<\/strong>. Das Wuppertaler Unternehmen Erfurt &amp; Sohn entwickelte die \u201eRaufaser\u201c 1864 zun\u00e4chst als Dekorationspapier f\u00fcr Schaufenster. Im Laufe der Zeit setzte sich die Raufaser auch als Tapete bei der Innenraumgestaltung durch.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Erfindung des <strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Rei\u00dfverschlusses<\/strong> f\u00fchrt hingegen zur\u00fcck bis ins 19. Jahrhundert in die USA. Sp\u00e4ter fertigte der schwedisch-amerikanische Ingenieur und Erfinder Gideon Sundb\u00e4ck ein Modell an, das allerdings noch nicht genug ausgereift war, um es in Serie herzustellen. Doch auch Wuppertal hat seinen betr\u00e4chtlichen Einfluss. 1923 erwarb ein Schweizer Unternehmer namens Martin Othmar Winterhalter die europ\u00e4ischen Rechte an dem Patent f\u00fcr 100\u2005000 Franken. Er gr\u00fcndete das Unternehmen Riri (\u201eRille\u201c und \u201eRippe\u201c) in Halle an der Saale, die industrielle Serienproduktion begann allerdings in Barmen, wie Christine Volkmann erkl\u00e4rt. Winterhalter verlegte den Produktionsstandort hierher, weil Barmen Zentrum der Textilindustrie war.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch das <strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Eisengarn<\/strong> ist eine Erfindung aus Wuppertal. Anders als der Name vermuten l\u00e4sst, enth\u00e4lt Eisengarn kein Eisen. Es handelt sich um mehrfach gezwirntes Baumwollgarn, das h\u00e4ufig f\u00fcr die Bespannung sogenannter Stahlrohrm\u00f6bel, vor allem aus der Bauhaus-Epoche, eingesetzt wurde und unter anderem auch bei der Herstellung von Futterstoffen oder in der Kabelindustrie zum Einsatz kommt. Entwickelt wurde es Mitte des 19. Jahrhunderts in Barmen, wo es zum wirtschaftlichen Aufschwung der Bandwebereien beitrug. Das Material gilt als \u00e4u\u00dferst strapazierf\u00e4hig.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zwar kommt <strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Wellblech<\/strong> urspr\u00fcnglich aus England, doch der Barmer Carl Ludwig Wesenfeld trug mit seinem Tr\u00e4gerwellblech zur weltweiten Verbreitung und Anwendung von Wellblech als Baustoff und im Maschinenbau bei.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Im Haushalt geh\u00f6rt der \u201e<strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Kobold<\/strong>\u201c zu den Klassikern deutscher Staubsauger. Das Unternehmen Vorwerk hat das Ur-Modell in den Jahren 1929 und 1930 erstmals entwickelt \u2013 damit ist er etwa so alt wie die Stadt Wuppertal selbst. Aus einem Grammophon-Motor hat man den tragbaren Staubsauger entwickelt. Gegen\u00fcber den damaligen Alternativen galt der \u201eKobold\u201c als besonders handlich.<\/p>\n<p>Innovationsstandort Wuppertal: Gegenwart und Zukunft      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Wuppertal war einst Zentrum der Industrialisierung und Textilindustrie \u2013 und heute? \u201eDer Erfindungsreichtum kommt nicht von ungef\u00e4hr\u201c, schreibt die Wirtschaftsf\u00f6rderung der Stadt auf ihrer Website. \u201eWuppertal hat sich vom traditionsreichen Ort der Fr\u00fchindustrialisierung zum modernen Wirtschaftsstandort gewandelt, wo Zukunftsthemen angepackt werden wie Kreislaufwirtschaft (Circular Valley), Mobilit\u00e4t der Zukunft oder Smart City Anwendungen.\u201c <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Will eine Stadt Standort f\u00fcr Innovationen sein, muss sie dabei einige Voraussetzungen erf\u00fcllen, sagt Christine Volkmann. Neben einer Universit\u00e4t und entsprechenden Forschungseinrichtungen braucht es auch eine gute Anbindung, sowohl im Verkehr als auch digital, starke Unternehmen und \u2013 hier sieht Volkmann Wuppertal gut aufgestellt \u2013 viel Netzwerkarbeit zwischen allen Akteuren. Auch wichtig seien F\u00f6rderstrukturen und eine \u201eInnovationskultur\u201c wichtig, in der Scheitern erlaubt ist. \u201eWoran wir scheitern, ist das Image der Stadt\u201c, sagt Volkmann. \u201eAber Wuppertal ist besser als sein Ruf. Wir haben hier wirklich viel zu bieten.\u201c Zudem stehe man als Standort in Konkurrenz mit den Metropolen der Region. Mit seinen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und vielen Erfolgsgeschichten k\u00f6nne Wuppertal durchaus mehr f\u00fcr sich werben, findet Volkmann.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ob Student, Absolvent oder Mitarbeiter: F\u00fcr potenzielle Gr\u00fcnder an der Bergischen Universit\u00e4t gibt es Unterst\u00fctzung vom Start-up Center, das schon innovative Projekte betreut hat oder weiterhin betreut, erz\u00e4hlt Volkmann: Experial entwickelt digitale Zwillinge von Zielgruppen. Save the Grain will Ernteverluste in Subsahara-Afrika reduzieren und setzt daf\u00fcr auf einen energieunabh\u00e4ngigen Solartrockner. PrepXpert entwickelt ein Laborger\u00e4t, das unsichtbare Schadstoffe in Wasser, B\u00f6den und Luft sichtbar macht. \u201eDie Start-ups haben F\u00f6rderungen und zum Teil bereits auch Auszeichnungen erhalten\u201c, so Volkmann. Weitere Informationen und Erfolgsgeschichten im Internet unter<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Vieles ist aus unserem Alltag kaum mehr wegzudenken. Hier sind einige der bekanntesten Beispiele. 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