{"id":407592,"date":"2025-09-08T23:09:09","date_gmt":"2025-09-08T23:09:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/407592\/"},"modified":"2025-09-08T23:09:09","modified_gmt":"2025-09-08T23:09:09","slug":"regierung-bayrou-in-frankreich-vor-dem-aus-das-muessen-sie-wissen-news","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/407592\/","title":{"rendered":"Regierung Bayrou in Frankreich vor dem Aus? Das m\u00fcssen Sie wissen &#8211; News"},"content":{"rendered":"<p class=\"article-lead\">Die Sparpl\u00e4ne von Fran\u00e7ois Bayrou stossen auf Widerstand. Der Premier verliert die Vertrauensabstimmung.<\/p>\n<p>  Klicken, um die Teilen-Funktion zu \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>            Teilen<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\"><strong>Das passiert in Frankreich: <\/strong>In Frankreich wurde heute die Regierung gest\u00fcrzt \u2013 zum zweiten Mal in einem Jahr. Premierminister Fran\u00e7ois\u00a0Bayrou hatte im Parlament die Vertrauensfrage gestellt. Wie schon sein Vorg\u00e4nger hatte er mit breitem Widerstand gegen seine Sparpl\u00e4ne zu k\u00e4mpfen. <\/p>\n<p class=\"article-paragraph\"><strong>So verschuldet ist das Land: <\/strong>Frankreich, die zweitgr\u00f6sste Volkswirtschaft im Euroraum, ist hoch verschuldet. Mittlerweile hat das Land \u00fcber 3000 Milliarden Euro Schulden angeh\u00e4uft. Das entspricht etwa 114 Prozent des Bruttoinlandprodukts. F\u00fcr Bayrou ist die Finanzlage so ernst, dass er n\u00e4chstes Jahr 44 Milliarden Euro einsparen will. <\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" alt=\"Premierminister Fran\u00e7ois\u00a0Bayrou vor Journalisten.\" class=\"image__img\" loading=\"lazy\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\"\/><\/p>\n<p>                    Legende:<\/p>\n<p>                Das Land sei kurz vor der \u00dcberschuldung, erkl\u00e4rte Premier Bayrou an einer Medienkonferenz.<\/p>\n<p>                    Keystone\/CHRISTOPHE PETIT TESSON<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\"><strong>Diese Rolle spielt die Politik:<\/strong> Mathieu Plane, stellvertretender Direktor am franz\u00f6sischen Institut f\u00fcr Konjunktur und Wirtschaft OFCE, relativiert Bayrous Prognosen etwas. Die wirtschaftliche Lage sei zwar ernst, aber nicht schlimmer als fr\u00fcher. Das eigentliche Problem sei die politische Blockade. Derzeit gebe es keine politische Mehrheit und \u00fcberhaupt keinen Konsens \u00fcber die zu ergreifenden Massnahmen. <\/p>\n<blockquote class=\"blockquote \">\n<p>\n        Wo es bislang oft ohne Kompromisse funktionierte, braucht es jetzt Kompromissbereitschaft.\n    <\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"article-paragraph\"><strong>Deshalb tut sich Frankreich schwer mit Kompromissen: <\/strong>Frankreichs politisches System war \u00fcber sechs Jahrzehnte von einem Majorzwahlrecht gepr\u00e4gt. Durch dieses Wahlsystem hatten die Pr\u00e4sidenten mit ihren jeweiligen Regierungen in der Nationalversammlung in der Regel eine Mehrheit. Seit den vorgezogenen Neuwahlen im letzten Jahr ist das anders. Das Parlament ist in drei mehr oder weniger gleich starke Bl\u00f6cke geteilt. \u00abWo es bislang also oft ohne Kompromisse funktionierte, braucht es jetzt Kompromissbereitschaft\u00bb, erkl\u00e4rt SRF-Frankreich-Korrespondentin Zoe Geissler. Allerdings sei bislang kein Block und keine Partei wirklich dazu bereit, von den jeweiligen Positionen abzuweichen. Denn das s\u00e4hen die Parteien als Verrat an ihren W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hlern an. \u00abF\u00fcr Kompromisse br\u00e4uchte es also einen Kulturwandel in Frankreich.\u00bb<\/p>\n<p>          Die Haltung der Parteien<\/p>\n<p>    Box aufklappen<br \/>\n    Box zuklappen<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Die meisten Parteien seien sich zwar einig, dass etwas getan werden m\u00fcsse. Beim Was vertrete aber jede Partei ihre eigene Linie, so Konjunkturforscher Mathieu Plane. \u00abDie einen wollen die \u00f6ffentlichen Ausgaben f\u00fcr Beamte k\u00fcrzen, andere eher beim Sozialmodell sparen. Einige wollen die Einwanderer zur Kasse bitten, andere wollen, dass die Reichen zahlen.\u00bb <\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Das funktioniere so aber nicht. Mathieu Plane: \u00abWenn man vor einer Herausforderung dieser Gr\u00f6ssenordnung steht, muss man eigentlich ein bisschen von allem tun.\u00bb <\/p>\n<p class=\"article-paragraph\"><strong>Darum droht ein Teufelskreis:<\/strong> Die turbulente Zeit aufgrund der Auseinandersetzung um Budgetkompromisse habe Auswirkungen auf die Wirtschaft, erkl\u00e4rt Konjunkturforscher Mathieu Plane. \u00abWir sind in einer Zeit der grossen Unsicherheit. Das ist nie gut f\u00fcr die Wirtschaft, weil die Unternehmen weniger investieren und weniger Personal einstellen. Die Haushalte neigen dazu, mehr zu sparen und weniger auszugeben. Wir laufen also gar Gefahr, dass es zu einer Rezession kommt.\u00bb Man m\u00fcsse schnell zu einer L\u00f6sung kommen. Angesichts der politischen H\u00e4ngepartie seien schnelle L\u00f6sungen aber derzeit nicht in Sicht.<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\"><strong>So reagiert Macron: <\/strong>Nach dem Sturz der Mitte-Rechts-Regierung in Paris will Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron z\u00fcgig einen neuen Premier ernennen. Er werde am Dienstag den gescheiterten Premier Fran\u00e7ois Bayrou empfangen, um den R\u00fccktritt von dessen Regierung anzunehmen, teilte der \u00c9lys\u00e9e-Palast am Montagabend mit. \u00abDer Pr\u00e4sident wird in den n\u00e4chsten Tagen einen neuen Premier ernennen\u00bb, hiess es in der Mitteilung weiter. Den Ausgang der Vertrauensfrage habe Macron zur Kenntnis genommen.<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\"><strong>So geht es weiter:<\/strong> Pr\u00e4sident Emmanuel Macron muss nun eine neue Regierung finden. Laut SRF-Frankreich-Korrespondentin Zoe Geissler steht er nun aber wieder vor dem gleichen Problem. \u00abNiemand hat eine Mehrheit im Parlament. Und derzeit sieht es so aus, als w\u00fcrde sich keine Regierung \u2013 egal ob links, rechts oder zentral \u2013 wirklich lange halten k\u00f6nnen.\u00bb Macron k\u00f6nnte auch das Parlament noch einmal aufl\u00f6sen. \u00abDoch genau durch die Parlamentsaufl\u00f6sung im letzten Jahr ist Frankreich in diese verfahrene Situation geraten\u00bb, gibt Geissler zu bedenken. Und ob es nach erneuten Neuwahlen eine politische Mehrheit g\u00e4be, sei derzeit ebenfalls unklar. <\/p>\n<p>  Klicken, um die Teilen-Funktion zu \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>            Teilen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Sparpl\u00e4ne von Fran\u00e7ois Bayrou stossen auf Widerstand. Der Premier verliert die Vertrauensabstimmung. 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