{"id":407880,"date":"2025-09-09T01:47:16","date_gmt":"2025-09-09T01:47:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/407880\/"},"modified":"2025-09-09T01:47:16","modified_gmt":"2025-09-09T01:47:16","slug":"berlin-und-paris-schlagen-neue-russland-sanktionen-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/407880\/","title":{"rendered":"Berlin und Paris schlagen neue Russland-Sanktionen vor"},"content":{"rendered":"<p>&#13;<br \/>\n            Br\u00fcssel. Deutschland setzt sich gemeinsam mit Frankreich f\u00fcr schlagkr\u00e4ftige neue EU-Sanktionen gegen Russland ein. Wie aus einem an andere EU-Staaten \u00fcbermittelten Positionspapier hervorgeht, werben Berlin und Paris unter anderem f\u00fcr ein noch entschlosseneres Vorgehen gegen den russischen Energiesektor. Dieser sei die wichtigste Finanzierungsquelle f\u00fcr den Kriegshaushalt von Kremlchef Wladimir Putin, hei\u00dft es zur Begr\u00fcndung in dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Text. <\/p>\n<p>Darin wird daf\u00fcr pl\u00e4diert, weitere \u00d6lkonzerne wie Lukoil und Serviceunternehmen aus der \u00d6lbranche ins Visier zu nehmen. Dies k\u00f6nnten auch Akteure sein, die f\u00fcr den Export russischen \u00d6ls in die EU verantwortlich sind, oder Unternehmen, die mit russischem \u00d6l handeln. Vorstellbar ist demnach auch, den Mechanismus der Preisobergrenze f\u00fcr russisches \u00d6l auf europ\u00e4ische Unternehmen auszuweiten, die zwischen Drittl\u00e4ndern raffinierte Produkte aus russischem Roh\u00f6l transportieren. <\/p>\n<p>Bislang werden nur Unternehmen Sanktionen angedroht, die am Transport von russischem \u00d6l zu einem Preis oberhalb des Preisdeckels beteiligt sind. Diese Regel zielt auf Reedereien ab, aber auch auf Unternehmen, die Versicherungen, technische Hilfe sowie Finanzierungs- und Vermittlungsdienste anbieten. <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            Kryptow\u00e4hrungsdienstleister im Visier <\/p>\n<p>Zudem sollen nach dem Willen von Berlin und Paris finanzielle und logistische Schlupfl\u00f6cher geschlossen werden, \u00fcber die Russland bereits bestehende Sanktionen bislang umgeht. Demnach k\u00f6nnten weitere russische Banken, ausl\u00e4ndische Finanzinstitute mit Verbindungen zu dem von der russischen Zentralbank entwickelten Transaktionssystem SPFS sowie Kryptow\u00e4hrungsdienstleister in Zentralasien auf Sanktionslisten landen. \u201eStand heute sind rund 250 kleine und regionale Banken in internationale Transaktionen zur Unterst\u00fctzung der russischen Kriegsanstrengungen eingebunden\u201c, hei\u00dft es in dem Positionspapier. <\/p>\n<p>Nach Meinung Deutschlands und Frankreichs m\u00fcssen zudem auch Drittstaaten-Unternehmen, die durch den Handel mit Hightech-Material oder Rohstoffen wie Holz zur Sanktionsumgehung beitragen, st\u00e4rker ins Visier genommen werden. <\/p>\n<p>Neue Importverbote, h\u00f6here Z\u00f6lle <\/p>\n<p>Vorstellen k\u00f6nnen sich Berlin und Paris zudem die Sanktionierung weiterer Akteure aus den Bereichen Automobilindustrie, zivile Luftfahrt, Gold, Maschinenbau und Elektrotechnik, die mit dem milit\u00e4risch-industriellen Komplex in Russland verbunden sind. Bef\u00fcrwortet werden auch neue Importverbote oder h\u00f6here Z\u00f6lle auf bestimmte Waren. Als allgemeines Ziel geben Deutschland und Frankreich zudem aus, all diejenigen Wirtschaftsakteure vom europ\u00e4ischen Markt auszuschlie\u00dfen, die russischen Wirtschaftssektoren mit Kriegsbezug Ressourcen bereitstellen. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Tauschten-sich-zuletzt-eng-zum-Thema-aus-Bundeskanzler-1129617.jpg\" title=\"Berlin und Paris schlagen neue Russland-Sanktionen vor\" alt=\"Tauschten sich zuletzt eng zum Thema aus: Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron.\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p>Tauschten sich zuletzt eng zum Thema aus: Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron. &#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\tFoto: Kay Nietfeld\/dpa<\/p>\n<p>Die deutsch-franz\u00f6sische Positionierung ist als Beitrag zum derzeit laufenden Planungsprozess f\u00fcr das mittlerweile 19. Paket mit EU-Russland-Sanktionen gedacht. Er soll in den kommenden Tagen in einem konkreten Vorschlag der EU-Kommission f\u00fcr Rechtsakte m\u00fcnden. Diese m\u00fcssten dann noch von den Regierungen der Mitgliedstaaten angenommen werden. <\/p>\n<p>Es wird wieder einmal ein schwieriger Abstimmungsprozess erwartet &#8211; insbesondere weil manche L\u00e4nder wie Ungarn allen neuen Sanktionen kritisch gegen\u00fcberstehen und eine einstimmige Entscheidung erforderlich ist. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#13; Br\u00fcssel. Deutschland setzt sich gemeinsam mit Frankreich f\u00fcr schlagkr\u00e4ftige neue EU-Sanktionen gegen Russland ein. 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