{"id":407888,"date":"2025-09-09T01:54:23","date_gmt":"2025-09-09T01:54:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/407888\/"},"modified":"2025-09-09T01:54:23","modified_gmt":"2025-09-09T01:54:23","slug":"iaa-muenchen-das-grosse-match-europa-gegen-china","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/407888\/","title":{"rendered":"IAA M\u00fcnchen: Das gro\u00dfe Match Europa gegen China"},"content":{"rendered":"<p>L\u00e4ngst ist es offensichtlich: Europa, insbesondere Deutschland, das als Automutterland gilt, hat die Entwicklung hin zum E-Motor zuerst lange untersch\u00e4tzt, dann zu bremsen versucht und schlie\u00dflich weitgehend verschlafen. Nun versuchen die Unternehmen, aufzuholen und damit die Dominanz auf dem europ\u00e4ischen Markt zu behaupten.<\/p>\n<p>Ob BMW, Mercedes oder der Volkswagen-Konzern: Auf der IAA wollen die zuletzt strauchelnden deutschen Autohersteller mit einer Vielzahl an neuen Elektromodellen wieder in die Offensive gehen. Doch Hersteller aus China sind weiter auf dem Vormarsch bei der Branchenschau in der bayrischen Landeshauptstadt, die neben Autos auch \u201edie unterschiedlichsten Mobilit\u00e4tsformen\u201c von E-Bikes bis zu neuen S-Bahnen in den Fokus r\u00fccken will.<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" class=\"lazy-loading\" bad-src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg%20xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg'%20viewBox%3D'0%200%205527%203685'%2F%3E\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/2759169_bigpicture_1063457_automesse_iaa_muenchen_body_clg_r.jpg\"  alt=\"Pr\u00e4sentation des Mercedes GLC auf der IAA\"\/><\/p>\n<p>   Reuters\/Kai Pfaffenbach<\/p>\n<p>      Mercedes will mit dem elektrischen GLC an gute alte Zeiten ankn\u00fcpfen<\/p>\n<p>Branche erwartet \u201eselbstbewusstes Signal\u201c<\/p>\n<p>Pedro Pacheco vom Marktforschungsunternehmen Gartner sieht ein Match \u201eEuropa gegen China\u201c. Die Chinesen \u201eversuchen, in Europa zu wachsen, w\u00e4hrend die Europ\u00e4er versuchen, bei E-Autos und Software dagegenzuhalten\u201c.<\/p>\n<p>Auf der IAA werde die Industrie \u201eein selbstbewusstes Signal der St\u00e4rke und zukunftsorientierten Mentalit\u00e4t\u201c aussenden, zeigte sich J\u00fcrgen Mindel, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des deutschen Verbandes der Automobilindustrie (VDA), der die IAA im Zweijahresturnus ausrichtet, im Vorfeld betont zweckoptimistisch. Das deutsche \u201eHandelsblatt\u201c titelte, die deutsche Autoindustrie wolle auf der IAA \u201eihr Comeback erzwingen\u201c.<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" class=\"lazy-loading\" bad-src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg%20xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg'%20viewBox%3D'0%200%204895%203263'%2F%3E\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/2759165_bigpicture_1063459_automesse_iaa_muenchen_body_ix3_r.jpg\"  alt=\"BMW CEO Oliver Zipse bei der Pr\u00e4sentation des BMW iX3 auf der IAA\"\/><\/p>\n<p>   Reuters\/Angelika Warmuth<\/p>\n<p>      Im BMW iX3 steckt f\u00fcr europ\u00e4ische Verh\u00e4ltnisse viel Software<\/p>\n<p>Angebote f\u00fcr Wohlhabendere<\/p>\n<p>Mercedes will mit dem elektrischen GLC nichts weniger als eine \u201eneue \u00c4ra der Elektromobilit\u00e4t\u201c einl\u00e4uten. BMW wiederum nennt die Weltpremiere des mittelgro\u00dfen SUV iX3 \u201eeine der bedeutendsten Modellneuheiten\u201c in der Geschichte des Konzerns. Beides sind Angebote f\u00fcr die wohlhabendere Kundschaft. Sie machten damit vor allem Tesla Konkurrenz, wie das \u201eWall Street Journal\u201c (\u201eWJS\u201c) betonte.<\/p>\n<p>Mit der \u201eNeuen Klasse\u201c will BMW an die 1960er Jahre andocken: Die damalige \u201eNeue Klasse\u201c rettete BMW vor dem drohenden Firmen-Aus. Eine neue Batterietechnologie soll die Kosten um bis zu 50 Prozent senken und damit schon 2026 Margen wie beim Verbrenner erm\u00f6glichen. Eine neue Softwarearchitektur soll zudem den R\u00fcckstand bei digitalen Funktionen verringern.<\/p>\n<p>      Europas gr\u00f6\u00dfte Automesse startet in M\u00fcnchen<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund einer schw\u00e4chelnden Autobranche startet mit der IAA Europas gr\u00f6\u00dfte Automesse in der bayrischen Hauptstadt M\u00fcnchen. Sowohl bei Autoherstellern als auch Zulieferern geht es nicht nach Plan. Die Verk\u00e4ufe brechen ein: Starke Konkurrenz bei den Elektroautos aus China, hohe Z\u00f6lle bei Exporten in die USA und strenge Umweltauflagen der EU machen den europ\u00e4ischen Konzernen zu schaffen.<\/p>\n<p>Einstieg in Umstieg auf neue Art des Autobauens<\/p>\n<p>Dem \u201eWSJ\u201c zufolge sind es die bisher umfangreichsten Versuche traditioneller deutscher Automarken, wie Tesla und die chinesische Konkurrenz das Auto weniger von der Mechanik her zu entwickeln, sondern rund um die Software zu bauen. Daf\u00fcr gingen sie Kooperationen mit US-KI-Konzernen wie Google und Co. ein. Der neue BMW wird in Deutschland rund 70.000 Euro kosten, deutlich mehr als des Tesla-Konkurrenzmodell Y, freilich auch mit deutlich gr\u00f6\u00dferer Reichweite.<\/p>\n<p>Ob die Konzentration auf die obere Mittel- und Luxusklasse die richtige Strategie ist, muss sich erst zeigen. Zumindest Tesla, das seit Elon Musks Politengagement ein Imageproblem in Europa hat, k\u00f6nnte die deutsche Autoindustrie so Marktanteile abringen.<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" class=\"lazy-loading\" bad-src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg%20xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg'%20viewBox%3D'0%200%204056%202704'%2F%3E\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/2759369_bigpicture_1063522_automesse_iaa_muenchen_idpolo_r.jpg\"  alt=\"Pr\u00e4sentation des VW ID.Polo auf der IAA\"\/><\/p>\n<p>   Reuters\/Kai Pfaffenbach<\/p>\n<p>      VW will unter anderem mit dem ID.Polo \u2013 vormals ID2 \u2013 punkten<\/p>\n<p>Deutlich teurer<\/p>\n<p>Der VW-Konzern will auch auf erschwinglichere Elektromodelle setzen, um neue Technik \u201ef\u00fcr alle\u201c zug\u00e4nglich zu machen. So wird der ID.2 auf der IAA nun als ID.Polo vorgestellt. Auch die Konzernt\u00f6chter Skoda und Cupra wollen in M\u00fcnchen neue E-Modelle zeigen.<\/p>\n<p>Preislich sind die VW-E-Auto-Modelle nicht konkurrenzf\u00e4hig mit ihren chinesischen Pendants. So geht es allen europ\u00e4ischen Herstellern, warum etwa Opel und Stellantis zuletzt ihren Ausstieg aus der Verbrennerautoproduktion weiter verschoben. Gerade jetzt bekommt angesichts der anhaltenden wirtschaftlichen Flaute und steigender Arbeitslosigkeit der Preis aber f\u00fcr viele noch mehr Gewicht.<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" class=\"lazy-loading\" bad-src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg%20xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg'%20viewBox%3D'0%200%206000%204000'%2F%3E\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/2759173_bigpicture_1063455_automesse_iaa_muenchen_body_body_byd_r.jpg\"  alt=\"Pr\u00e4sentation des BYD Seal auf der IAA\"\/><\/p>\n<p>   Reuters\/Kai Pfaffenbach<\/p>\n<p>      Mit dem gro\u00dfen Kombi Seal 6 DM-i Touring will BYD in Europa Erfolge erzielen<\/p>\n<p>Autoindustrie in schwieriger Lage<\/p>\n<p>Die europ\u00e4ischen Hersteller mussten zuletzt herbe Verluste verzeichnen. Noch immer liegt der Absatz von Neuwagen unterhalb des Niveaus vor der CoV-Krise, w\u00e4hrend zeitgleich die geopolitischen Herausforderungen und nicht zuletzt die US-Z\u00f6lle f\u00fcr erhebliche Sorgenfalten sorgen. Das f\u00fchrt zu nicht ausgelasteten Fabriken, was auch die heimische Zulieferindustrie unter Druck bringt.<\/p>\n<p>Die Know-how-F\u00fchrerschaft, die gerade deutsche Autokonzerne bei Verbrennungsmotoren jahrzehntelang innehatten, mussten sie bei E-Autos \u2013 vor allem der Batterietechnik \u2013 an China abgeben, das sich in den Jahrzehnten zuvor den Zugang zum riesigen chinesischen Markt mit der Weitergabe europ\u00e4ischen Know-hows abkaufen lie\u00df.<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" class=\"lazy-loading\" bad-src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg%20xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg'%20viewBox%3D'0%200%205500%203667'%2F%3E\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/2759175_bigpicture_1063454_automesse_iaa_muenchen_body_leapmotor_r.jpg\"  alt=\"Leapmotor Pr\u00e4sentation auf der IAA\"\/><\/p>\n<p>   Reuters\/Kai Pfaffenbach<\/p>\n<p>      Leapmotor pr\u00e4sentiert in M\u00fcnchen seinen BO5, der ab 2026 verkauft wird<\/p>\n<p>Starkes Wachstum von niedrigem Niveau aus<\/p>\n<p>Nun haben chinesische Hersteller wie BYD begonnen, in Europa,  etwa in Ungarn, Produktionsst\u00e4tten aufzubauen, um die hiesigen M\u00e4rkte zu erobern. Denn der heftige Wettbewerb chinesischer Automarken untereinander auf dem E-Auto- und Hybridmarkt hat sich l\u00e4ngst zu einem Verdr\u00e4ngungswettbewerb ausgewachsen, der in China hart und mit enormen Preisabschl\u00e4gen gef\u00fchrt wird. Die chinesische F\u00fchrung versucht das nun einzud\u00e4mmen.<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" class=\"lazy-loading\" bad-src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg%20xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg'%20viewBox%3D'0%200%205627%203751'%2F%3E\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/2759180_bigpicture_1063453_automesse_iaa_muenchen_body_mokka_afp.jpg\"  alt=\"Pr\u00e4sentation des Opel Mokka GSE auf der IAA\"\/><\/p>\n<p>   Reuters\/Angelika Warmuth<\/p>\n<p>      Opel zeigt den Mokka GSE und den Kombi Corsa GSE<\/p>\n<p>Zugleich suchen BYD, Geely, Chery, Leapmotor und Xiamo und Dutzende der mehr als 90 weiteren chinesischen Konzerne ihr Wachstum und ihre Rendite im Export. Laut dem Marktforscher JATO Dynamics kamen chinesische Automarken in Europa heuer im ersten Halbjahr auf 4,8 Prozent Marktanteil. Das allein w\u00e4re vielleicht nicht beunruhigend, aber das Tempo des Wachstums ist enorm: Der Marktanteil verdoppelte sich innerhalb eines Jahres. Dabei werden chinesische E-Autos in Europa viel teurer verkauft als in der Heimat \u2013 sind aber noch vergleichsweis g\u00fcnstig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"L\u00e4ngst ist es offensichtlich: Europa, insbesondere Deutschland, das als Automutterland gilt, hat die Entwicklung hin zum E-Motor zuerst&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":407889,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-407888","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115171850052219654","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/407888","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=407888"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/407888\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/407889"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=407888"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=407888"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=407888"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}