{"id":408038,"date":"2025-09-09T03:14:24","date_gmt":"2025-09-09T03:14:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/408038\/"},"modified":"2025-09-09T03:14:24","modified_gmt":"2025-09-09T03:14:24","slug":"er-lebt-wie-gott-in-frankreich-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/408038\/","title":{"rendered":"Er lebt \u201ewie Gott in Frankreich\u201c"},"content":{"rendered":"<ol class=\"id-DonaldBreadcrumb lp_west_breadcrumb id-DonaldBreadcrumb--default\" data-k5a-pos=\"west_breadcrumb\">\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.come-on.de\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"1_comeOnDe\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">come-on.de<\/a><\/li>\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.come-on.de\/lennetal\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"2_lennetal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Lennetal<\/a><\/li>\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.come-on.de\/lennetal\/werdohl\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"3_werdohl\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Werdohl<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"id-Story-timestamp id-Story-timestamp--default\">Stand: 09.09.2025, 04:50 Uhr<\/p>\n<p class=\"id-Story-interactionBar id-Story-interactionBar--default\">DruckenTeilen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/39597123-charly-montreal-aka-hacke-gloerfeld-mit-seiner-frau-sylviane-in-frankreich-2nLp3i7XD7fe.jpg\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\"   height=\"619\" width=\"1100\" alt=\"Charly Montr&#xE9;al aka Hacke Gl&#xF6;rfeld mit seiner Frau Sylviane in Frankreich.\"\/>In S\u00fcdfrankreich genie\u00dft Karl-Heinz Gl\u00f6rfeld mit seiner franz\u00f6sischen Ehefrau Sylviane seinen Lebensabend. Zuvor haben sie schon acht Jahre in der Bourgogne gewohnt. \u00a9\u00a0Gl\u00f6rfeld<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-leadText\">Ein waschechter Franzose ist noch nicht aus ihm geworden, aber er f\u00fchlt sich wohl im westlichen Nachbarland, und das jetzt schon seit elf Jahren. Karl-Heinz Gl\u00f6rfeld (78), vielen Werdohlern noch bekannt unter dem Spitznamen \u201eHacke\u201c, lebt seit 2014 in Frankreich \u2013 mit seiner franz\u00f6sischen Ehefrau Sylviane, zwei Hunden und einer Katze.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Werdohl \u2013 Gl\u00f6rfelds Leben hatte im Februar 1947 begonnen wie das vieler anderer Werdohler in dieser Zeit. Geboren wurde er in  \u00dctterlingsen in der Wohnsiedlung gegen\u00fcber dem Freibad, die wegen ihrer kleinen H\u00e4uschen, die auf Gehei\u00df der NSDAP dort gebaut worden waren, \u201eNegerdorf\u201c genannt wurde.  Wahrscheinlich erinnerten sie die Menschen damals an Siedlungen in Afrika. Dass es Gl\u00f6rfeld eines Tages auch einmal in ein fremdes Land ziehen w\u00fcrde, war damals nat\u00fcrlich noch nicht absehbar.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Abgesehen von einigen Jahren, die er in Dortmund, Neuenrade und L\u00fcdenscheid verbrachte, hat Karl-Heinz Gl\u00f6rfeld von seiner Geburt an bis 2014 in Werdohl gelebt. Nach dem Besuch der Evangelischen Volksschule Werdohl und der Gemeinschaftsschule \u00dctterlingsen, absolvierte er im Werdohler Herrenmoden-Gesch\u00e4ft Keinecke eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann und arbeitete dort anschlie\u00dfend auch noch vier Jahre als Verk\u00e4ufer von Herrenbekleidung. Dann ging es f\u00fcr ihn beruflich nach Hagen in den dortigen Kaufhof.<\/p>\n<p>Eine Urlaubsbekanntschaft f\u00fcrs Leben<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Nach zwei Jahren Bundeswehr in Hammelburg begann Gl\u00f6rfeld 1970 eine Umschulung zum Industriekaufmann mit Fachrichtung Automobilzulieferung und anschlie\u00dfend noch eine Weiterbildung Entwicklungsingenieur f\u00fcr Pkw- und Lkw-Zulieferteile. So kam es dann auch zur ersten Ber\u00fchrung mit Frankreich. Ein Eink\u00e4ufer von Renault in Paris vermittelte Gl\u00f6rfeld ein Haus in Saint Marc sur Mer in der Bretagne, wo er im August 1991 mit seinem Sohn und guten Freunden aus Werdohl den Urlaub verbrachte und die aus Paris stammende Sylviane Oge kennenlernte. Eine schicksalhafte Begegnung: Die beiden verliebten sich ineinander, und noch im selben Jahr zog die Franz\u00f6sin zu ihm und seinem Sohn nach Werdohl. Acht Jahre sp\u00e4ter, am 31. Dezember 1999, wurde geheiratet. \u00dcber die standesamtliche Trauung im Werdohler Rathaus berichtete damals auch der S\u00fcderl\u00e4nder Volksfreund, war dies doch die letzte Hochzeit vor dem Wechsel ins Jahr 2000. <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Karl-Heinz und Sylviane Gl\u00f6rfeld  wohnten dann noch gut 14 Jahre auf der K\u00f6nigsburg. Am 30. Juni 2014 zogen sie um nach Saint Leger sus Beuvray in die Bourgogne. F\u00fcr den Werdohler begann ein Leben in einer anderen Welt. \u201eIch hatte noch ein paar Franz\u00f6sisch-Kenntnisse aus der Schulzeit, und wir haben ab 1992 auch jedes Jahr in Frankreich Urlaub gemacht\u201c, erz\u00e4hlt Gl\u00f6rfeld, dass er sich von Anfang an einigerma\u00dfen gut mit den Einheimischen verst\u00e4ndigen konnte. <\/p>\n<p>Sprachunterricht beim Maurer<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Seine Ehefrau habe beim Milit\u00e4r eine Arbeitsstelle gefunden, w\u00e4hrend er selbst ja schon seit gut vier Jahren Rentner war. So habe er Zeit gehabt, sich in den ersten Monaten um die Renovierung eines alten Bauernhauses zu k\u00fcmmern, das er mit seiner Frau gekauft hatte. Dabei habe er sich auch mit einem franz\u00f6sischen Maurer angefreundet. \u201eDer kam nach Feierabend oder, wenn n\u00f6tig, auch an den Wochenenden zu mir\u201c, erz\u00e4hlt Gl\u00f6rfeld, wie er durch diese Begegnungen seinen Wortschatz habe erweitern k\u00f6nnen. Seine Frau habe auch viel dolmetschen k\u00f6nnen und den Rest habe ein gutes \u00dcbersetzungsger\u00e4t erledigt. Dennoch gibt Gl\u00f6rfeld zu: \u201ePerfekt Franz\u00f6sisch kann ich bis heute nicht. Aber was das sonstige Leben angeht, bin ich hier vollintegriert. Ich habe viele Freunde gefunden.\u201c <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/39597148-das-gloerfeldhaus-in-frankreich-PFBG.jpg\" loading=\"lazy\"   height=\"774\" width=\"1100\" alt=\"Das Gl&#xF6;rfeldhaus in Frankreich.\"\/>Im 1000-Einwohner-\u00d6rtchen Montr\u00e9al du Gers in der historischen Region\u00a0Armagnac bewohnen die Gl\u00f6rfelds ein kleines H\u00e4uschen. \u00a9\u00a0Gl\u00f6rfeld<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Apropos Freunde: \u201eEinmal h\u00e4tten wir  fast einen guten Freund verloren, weil bei den Renovierungsarbeiten eine Decke einst\u00fcrzte. Er konnte sich in letzter Sekunde durch einen Sprung auf einen anderen Balken retten\u201c, denkt Gl\u00f6rfeld an einen dramatischen Moment zur\u00fcck.  <\/p>\n<p>Aus der Bourgogne in den S\u00fcden<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Obwohl sich die Gl\u00f6rfelds ein sch\u00f6nes Domizil aufgebaut hatten, sind sie im Juli 2022 nach Montr\u00e9al du Gers in S\u00fcdfrankreich umgezogen. \u201eDer gr\u00f6\u00dfte Teil der franz\u00f6sischen Familie ist im Laufe der Jahre in den S\u00fcden Frankreichs gezogen. Alle kamen nur noch selten zu Besuch. Und unser Haus in der Bourgogne mit 200 Quadratmetern Wohnfl\u00e4che und 3500 Quadratmetern Grundst\u00fcck wurde uns dann auch zu gro\u00df\u201c, erkl\u00e4rt Karl-Heinz Gl\u00f6rfeld diesen Entschluss. Auch am neuen Wohnort renovieren sie wieder ein Haus und bauen es ganz nach ihrem Geschmack um. Sie leben dort mit den beiden Hunden Marcel und Maya und Katze Ami und f\u00fchlen sich offensichtlich pudelwohl.<\/p>\n<p>Werdohler weltweit<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-factBox-paragraph\">In unserer Serie \u201eWerdohler weltweit\u201c stellen wir Menschen vor, die<strong> in Werdohl geboren oder aufgewachsen<\/strong> sind, die es aber im Laufe ihres Lebens in andere, vielleicht auch<strong> ferne L\u00e4nder <\/strong>verschlagen hat. In der Serie schildern wir, wie es den Ex-Werdohlern in der Fremde ergangen ist und wie sie dort leben.<strong> Exil-Werdohler<\/strong>, die sich angesprochen f\u00fchlen und Teil der Serie werden m\u00f6chten, d\u00fcrfen sich gerne per E-Mail (sv@mzv.net) an die Redaktion wenden. Auch f\u00fcr <strong>Tipps<\/strong> ist die Redaktion sehr dankbar.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">\u201eDieses Montr\u00e9al du Gers liegt schon richtig. Eine unserer Familien wohnt direkt neben uns, eine andere zw\u00f6lf Kilometer entfernt in Eauze. Das Mittelmeer, die Pyren\u00e4en, der Ozean, Bordeaux und Spanien oder Andorra mit zollfreiem Einkauf, das alles liegt im Umkreis von 150 bis 200 Kilometern\u201c, beschreibt Karl-Heinz-Gl\u00f6rfeld seine neuen Lebensumst\u00e4nde. Es werde viel gefeiert, und essen und trinken k\u00f6nne man dort \u201ewirklich wie Gott in Frankreich\u201c. <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Dennoch ist auf Dauer eine R\u00fcckkehr geplant. \u201eIch habe immer noch Kontakt zur Heimat, haupts\u00e4chlich \u00fcber Facebook\u201c, sagt Gl\u00f6rfeld, der sich in diesem sozialen Netzwerk in Anlehnung an seinen Wohnort den Namen \u201eCharly Montr\u00e9al\u201c gegeben hat. \u201eIch wei\u00df immer, was in Werdohl los ist\u201c, betont er seine Liebe zur alten Heimat. Und wie sieht es mit einer R\u00fcckkehr nach Werdohl aus? \u201eWir werden noch eine Weile in Frankreich bleiben, bis sich Deutschland finanziell wieder besser aufgestellt hat und diese Rechtslastigkeit sich wieder zur\u00fcckbildet. Solange die AfD auf dem Vormarsch ist, zieht es uns nicht zur\u00fcck\u201c, sagt Karl-Heinz Gl\u00f6rfeld.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"come-on.de Lennetal Werdohl Stand: 09.09.2025, 04:50 Uhr DruckenTeilen In S\u00fcdfrankreich genie\u00dft Karl-Heinz Gl\u00f6rfeld mit seiner franz\u00f6sischen Ehefrau Sylviane&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":402232,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3974],"tags":[331,332,548,663,3934,3980,156,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-408038","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-france","14":"tag-frankreich","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115172164563722450","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/408038","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=408038"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/408038\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/402232"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=408038"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=408038"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=408038"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}