{"id":408907,"date":"2025-09-09T11:19:14","date_gmt":"2025-09-09T11:19:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/408907\/"},"modified":"2025-09-09T11:19:14","modified_gmt":"2025-09-09T11:19:14","slug":"indizes-in-europa-fuehrt-die-peripherie-die-rallye-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/408907\/","title":{"rendered":"Indizes: In Europa f\u00fchrt die Peripherie die Rallye an"},"content":{"rendered":"<p>\n                            Was vor wenigen Jahren noch undenkbar schien, ist heute Realit\u00e4t: Portugal, Spanien, Griechenland &#8211; und demn\u00e4chst wohl auch Italien &#8211; leihen sich zu niedrigeren Zinsen Geld als Deutschland und Frankreich. Eine bemerkenswerte Umkehr, die sich nicht nur am Anleihemarkt zeigt: Auch an den Aktienb\u00f6rsen \u00fcberfl\u00fcgeln die L\u00e4nder der europ\u00e4ischen Peripherie ihre n\u00f6rdlichen Nachbarn deutlich.\n                    <\/p>\n<p>Seit Jahresbeginn verzeichnen die Aktienindizes der sogenannten Peripheriel\u00e4nder \u2013 etwa Italien, Spanien oder Griechenland \u2013 eine klar bessere Entwicklung als die der gro\u00dfen Eurozonen-Volkswirtschaften Frankreich und Deutschland. W\u00e4hrend der DAX im Jahr 2025 bislang rund 19 % und der CAC 40 nur rund 5 % zulegt, kommt der griechische ATHEX Composite Index auf ein sattes Plus von 37 %.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-zoomable=\"true\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/01-121229431;4941;7629;7395;7404-2a9d8f;8ab17d;e9c46a;f4a261;e76f51-2.png\" border=\"0\" alt=\"\" width=\"793\" height=\"488\"\/><\/p>\n<p data-start=\"795\" data-end=\"1193\">\nDiese Outperformance der B\u00f6rsen reflektiert eine tiefere Entwicklung: die wirtschaftliche Wiederbelebung jener L\u00e4nder, die nach der Eurokrise besonders hart getroffen worden waren. Spanien, Portugal und Griechenland verzeichnen heute eine dynamischere Konjunktur, gest\u00fctzt durch ges\u00fcndere Fundamentaldaten. Entsprechend w\u00e4chst das Vertrauen internationaler Investoren \u2013 Kapitalstr\u00f6me kehren zur\u00fcck.<\/p>\n<p data-start=\"1195\" data-end=\"1653\">\nGanz anders die Lage im Norden. Deutschland k\u00e4mpft sich nach zwei Rezessionsjahren m\u00fchsam zur\u00fcck, Frankreich hingegen ist politisch wie finanziell blockiert. Seit der Aufl\u00f6sung der Nationalversammlung im Juni ist das Land de facto unregierbar: Die politische Landschaft ist in drei nahezu gleich starke Lager zersplittert, eine stabile Regierung nicht in Sicht. Strukturreformen, insbesondere zur Konsolidierung des Haushalts, erscheinen derzeit illusorisch.<\/p>\n<p data-start=\"1655\" data-end=\"2057\">\nEin Rollentausch mit Symbolkraft: Jahrelang galt Frankreich als politisch verl\u00e4sslich \u2013 ein Trumpf, der Investoren und Ratingagenturen gleicherma\u00dfen \u00fcberzeugte, w\u00e4hrend Italien mit h\u00e4ufig wechselnden Regierungen k\u00e4mpfte. Heute stellt sich das Bild auf den Kopf. Giorgia Meloni regiert Rom seit drei Jahren unangefochten, in Paris dagegen wird bald der f\u00fcnfte Premierminister binnen drei Jahren gesucht.<\/p>\n<p data-start=\"2059\" data-end=\"2092\"><strong data-start=\"2059\" data-end=\"2092\">Banken treiben den Aufschwung<\/strong><\/p>\n<p data-start=\"2094\" data-end=\"2422\">\nEin Teil der Kursgewinne ist dabei schlicht ein Aufholen nach Jahren der Vernachl\u00e4ssigung durch Anleger. Die lange bestehende Investorenabstinenz gegen\u00fcber den Peripheriem\u00e4rkten hat zu Bewertungsabschl\u00e4gen gef\u00fchrt, die nun teilweise abgebaut werden \u2013 der Anstieg des MIB oder des IBEX ist somit auch Ausdruck eines \u201eRe-Ratings\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-zoomable=\"true\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Capture dcran 2025-09-08 113035.png\" border=\"0\" alt=\"\" width=\"360\" height=\"386\"\/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Quelle: Financial Times<\/p>\n<p data-start=\"2424\" data-end=\"2762\">\nEin weiterer Erkl\u00e4rungsfaktor liegt in der Sektorstruktur der jeweiligen Indizes. Europas mit Abstand st\u00e4rkstes B\u00f6rsensegment im Jahr 2025 ist der Bankensektor. Und gerade dieser macht in den Indizes der Peripheriel\u00e4nder einen erheblichen Anteil aus: Im italienischen MIB entfallen 50 % auf Finanzwerte, im Athener Leitindex sind es 44 %.<\/p>\n<p data-start=\"2764\" data-end=\"3098\">\nDer STOXX 600 Banks-Index legte seit Jahresbeginn um satte 45 % zu. Auf Sicht von f\u00fcnf Jahren betr\u00e4gt das Plus sogar 300 % \u2013 mehr als das Dreifache der Entwicklung des breiten STOXX 600. Europas Banken profitieren derzeit von robusten Gewinntrends bei gleichzeitig niedrigen Bewertungskennziffern \u2013 ein ideales Umfeld f\u00fcr Investoren.<\/p>\n<p data-start=\"2764\" data-end=\"3098\">\n\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Was vor wenigen Jahren noch undenkbar schien, ist heute Realit\u00e4t: Portugal, Spanien, Griechenland &#8211; und demn\u00e4chst wohl auch&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":408908,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,665,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-408907","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-boerse","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europaeische-union","14":"tag-europe","15":"tag-european-union","16":"tag-headlines","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115174071719599520","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/408907","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=408907"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/408907\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/408908"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=408907"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=408907"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=408907"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}