{"id":408995,"date":"2025-09-09T12:06:11","date_gmt":"2025-09-09T12:06:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/408995\/"},"modified":"2025-09-09T12:06:11","modified_gmt":"2025-09-09T12:06:11","slug":"wm-qualifikation-waehrend-israels-hymne-drehen-sich-italiens-fans-demonstrativ-weg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/408995\/","title":{"rendered":"WM-Qualifikation: W\u00e4hrend Israels Hymne drehen sich Italiens Fans demonstrativ weg"},"content":{"rendered":"<p>Israel trifft in der WM-Qualifikation auf Italien. Die nach Ungarn mitgereisten italienischen Ultras sorgen w\u00e4hrend der Hymnen f\u00fcr einen Eklat. Auf dem Platz liefern die Mannschaften ein denkw\u00fcrdiges Spektakel \u2013 wie in \u201eeinem Bud-Spencer-Film\u201c.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Es war ein denkw\u00fcrdiger Fu\u00dfball-Abend im ungarischen Debrecen, so wild, dass die italienische Zeitung \u201eCorriere della Sera\u201c eine \u201eAspirin gegen die Kopfschmerzen\u201c einforderte. In einem Neun-Tore-Spektakel setzte sich Italien in der WM-Qualifikation gegen Israel mit 5:4 (1:1) durch. Es sei eine \u201epartita surreale\u201c \u2013 also \u201eein surreales Spiel\u201c \u2013 gewesen, so das Urteil der  \u201eGazzetta dello Sport\u201c.<\/p>\n<p>Im Stadion sahen es nur wenige Fans. Weil Israel seine Spiele aufgrund der politischen Lage nicht in der Heimat austragen kann, wurde nach Ungarn ausgewichen. Nur rund 2000 Menschen kamen. Einige von ihnen sorgte vor dem Spiel f\u00fcr einen Eklat. Ein paar Dutzend italienische Ultras drehten sich demonstrativ um, als die israelische Nationalhymne abgespielt wurde. Auch Pfiffe waren zu h\u00f6ren. Wenig sp\u00e4ter hielten sie Schilder mit abgedrucktem Stoppschild hoch \u2013 offensichtlich eine Botschaft gegen das Handeln der israelischen Regierung im Gaza-Krieg.<\/p>\n<p>Sportlich nahm das Spektakel schon in der f\u00fcnften Minute seinen Lauf. <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/sport\/fussball\/bundesliga\/fc-bayern-muenchen\/article68b6e42428ef4f2369ca96f0\/FC-Bayern-Das-Leben-des-Jamal-Musiala-nach-dem-Crash-mit-Donnarumma.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/sport\/fussball\/bundesliga\/fc-bayern-muenchen\/article68b6e42428ef4f2369ca96f0\/FC-Bayern-Das-Leben-des-Jamal-Musiala-nach-dem-Crash-mit-Donnarumma.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Keeper Gianluigi Donnarumma<\/a> faustete sich eine Ecke ins eigene Tor. Er hatte aber gro\u00dfes Gl\u00fcck, dass Schiedsrichter Slavko Vincic ein angebliches Offensivfoul von Israels Stav Lemkin erkannt haben wollte. Auch die deutschen Videoschiedsrichter sahen keinen Anlass, die Entscheidung zu korrigieren. DAZN-Kommentator Oliver Fa\u00dfnacht sprach von einer \u201ekrassen Fehlentscheidung\u201c.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste ungewohnte Aussetzer f\u00fchrte dann zur israelischen F\u00fchrung. Manuel Locatelli gr\u00e4tschte einen Querpass ins eigene Tor. Moise Kean glich zwar noch vor der Pause aus (40.), viel mehr Ruhe bekamen die Italiener dadurch aber nicht ins Spiel. Erst beim Stand von 4:2 schien das Spiel nach 81 Minuten entschieden \u2013 erneut Kean (54.), Matteo Politano (59.) und Giacomo Raspadori (81.) hatten f\u00fcr die Italiener getroffen, Dor Peretz (52.) f\u00fcr Israel. <\/p>\n<p>Der Au\u00dfenseiter aber steckte nicht auf und kam unter kr\u00e4ftiger Mithilfe von Alessandro Bastoni (87.), der das zweite Eigentor des Abends erzielte, noch einmal zur\u00fcck. Peretz erzielte gar den zwischenzeitlichen 4:4-Ausgleich (89.). Das letzte Wort aber hatten die Italiener, die sich in Person von Sandro Tonali in der Nachspielzeit selbst erl\u00f6sten (90.+1). \u201eEs war zum Sterben\u201c, \u00e4chzte <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/sport\/fussball\/article256257774\/Fussball-Nationalmannschaft-Ein-WM-Held-soll-Italien-zur-WM-2026-fuehren.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/sport\/fussball\/article256257774\/Fussball-Nationalmannschaft-Ein-WM-Held-soll-Italien-zur-WM-2026-fuehren.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Trainer Gennaro Gattuso<\/a> sichtlich emotional angekratzt. \u201eEin Alptraum, furchtbar. Wir m\u00fcssen verr\u00fcckt sein!\u201c<\/p>\n<p>\u201eWas f\u00fcr ein Schrecken. Und was f\u00fcr Fehler\u201c <\/p>\n<p>Trotz aller Kritik \u2013 Gattuso erkannte etwa, dass die Mannschaft \u201ezu zerbrechlich\u201c sei \u2013 lobte der fr\u00fchere Abr\u00e4umer, dass \u201eHerz dabei war, es war der Wille da\u201c. Das st\u00e4ndige Hin und Her hinterlie\u00df auch in den heimischen Gazetten ein Gef\u00fchlschaos. \u201eEs war wie in einem alten Bud-Spencer-Film\u201c, verglich \u201eCorriere della Sera\u201c, \u201eein Irrenhaus\u201c. \u201eGazzetta dello Sport\u201c, vermerkte: \u201eWas f\u00fcr ein Schrecken. Und was f\u00fcr Fehler.\u201c <\/p>\n<p>F\u00fcr Gattuso war es nach dem 5:0 gegen Estland der zweite Sieg im zweiten Spiel in seinem neuen Amt. Mit neun Punkten verbesserten sich die Italiener auf Platz zwei der Gruppe G hinter Norwegen. Der Sieg gegen Israel \u201ehaucht einer Nationalmannschaft neues Leben ein, die zum dritten Mal in Folge mit dem D\u00e4mon eines erneuten WM-Ausschlusses zu k\u00e4mpfen hat\u201c, schrieb \u201eTuttosport\u201c in Erinnerung daran, dass Italien zuletzt zweimal die WM-Qualifikation verpasst hatte. <\/p>\n<p>Dieser D\u00e4mon habe sich am Quartier des Nationalteams in Coverciano eingenistet, f\u00fcrchtet das Blatt und sieht Gattuso bereits als Retter: \u201eDank des Exorzismus des Mannes, der diesen Pokal in den Himmel gehoben hat, k\u00f6nnte er endlich verschwinden.\u201c<\/p>\n<p>Das R\u00fcckspiel gegen Israel steigt am 14. Oktober in Udine. Aus Angst vor antiisraelischen Demonstrationen verlangte der B\u00fcrgermeister bereits, die Partie in seiner Stadt zu verschieben. Italiens Trainervereinigung AIAC hatte im August sogar gefordert, Israels Nationalteam komplett von internationalen Wettbewerben zu suspendieren. <\/p>\n<p>luwi mit dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Israel trifft in der WM-Qualifikation auf Italien. 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