{"id":409061,"date":"2025-09-09T12:41:14","date_gmt":"2025-09-09T12:41:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/409061\/"},"modified":"2025-09-09T12:41:14","modified_gmt":"2025-09-09T12:41:14","slug":"kluft-bei-bildungsabschluessen-in-deutschland-waechst-laut-oecd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/409061\/","title":{"rendered":"Kluft bei Bildungsabschl\u00fcssen in Deutschland w\u00e4chst laut OECD"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 09.09.2025 13:01 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Deutsche Hochschulen stehen laut einer neuen OECD-Studie international gut da. Besonders beliebt sind die f\u00fcr die Industrie wichtigen MINT-F\u00e4cher. Die Autoren warnen jedoch: Die Zahl der Menschen ohne Schul- oder Berufsausbildung steigt.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn Deutschland w\u00e4chst die Kluft zwischen dem oberen und unteren Bildungsniveau junger Erwachsener zwischen 25 und 34 Jahren. Wie aus der <a href=\"https:\/\/www.oecd.org\/content\/dam\/oecd\/de\/publications\/reports\/2025\/09\/education-at-a-glance-2025_c58fc9ae\/9783763979257.pdf\" title=\"OECD-Studie &quot;Bildung auf einen Blick 2025&quot;\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Studie &#8222;Bildung auf einen Blick&#8220;<\/a> der Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervorgeht, hatten im vergangenen Jahr 15 Prozent der Altersgruppe weder die Fachhochschulreife noch eine Berufsausbildung, das waren zwei Prozentpunkte mehr als noch 2019. In der EU stehen nur Italien, Portugal und Spanien schlechter da.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIm selben Zeitraum wuchs der Analyse zufolge der Anteil mit einem Hochschul-, Fachhochschul- oder Berufsakademieabschluss von 33 auf 40 Prozent. Diese wachsende Kluft bei den Bildungsabschl\u00fcssen sei besorgniserregend, so die OECD.<\/p>\n<p>    Soziale Ungleichheiten schon bei fr\u00fchkindlicher Bildung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZwischen den geringer qualifizierten jungen Erwachsenen und denen mit einem sogenannten Terti\u00e4rabschluss gibt es demnach in Deutschland &#8222;unter allen teilnehmenden OECD-L\u00e4ndern die gr\u00f6\u00dften Kompetenzdisparit\u00e4ten&#8220;. Die Studienautoren meinen damit, dass Menschen mit Hochschulabschluss im Schnitt sehr viel besser lesen und allt\u00e4gliche Mathematikaufgaben l\u00f6sen k\u00f6nnen als Menschen ohne Fachhochschulreife oder Berufsausbildung.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn der j\u00fcngeren Altersgruppe der 18- bis 24-J\u00e4hrigen sind nur zehn Prozent weder in Bildung noch Besch\u00e4ftigung, deutlich weniger als der OECD-Wert von 14 \u202fProzent. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt mit 2,7\u202fProzent ebenfalls unter dem OECD-Durchschnitt.\u00a0&#8222;Trotz der Fortschritte bleiben Herausforderungen&#8220;, erkl\u00e4rten das Bildungs- und das Forschungsministerium unter Verweis auf die Studie. So sei die Arbeitslosenquote bei gering qualifizierten Erwachsenen weiterhin hoch, zudem best\u00fcnden nach wie vor soziale Ungleichheiten beim Zugang zu fr\u00fchkindlicher Bildung.<\/p>\n<p>    Famili\u00e4rer Hintergrund verfestigt Bildungsniveau<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDeutschland investierte pro Bildungsteilnehmer mehr als der Durchschnitt der Industriestaaten in sein Bildungssystem. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt des Landes sind die Bildungsausgaben mit 4,4 Prozent aber unterdurchschnittlich. Sie liegen demnach deutlich unter denen von Norwegen oder Gro\u00dfbritannien, die mehr als sechs Prozent ihres BIP in Bildung investieren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWie bereits viele Untersuchungen zuvor belegt die diesj\u00e4hrige OECD-Studie zudem einen gro\u00dfen Einfluss des famili\u00e4ren Hintergrunds auf die Bildungschancen junger Menschen. Haben die Eltern weder die Fachhochschulreife noch eine Berufsausbildung, ist demnach die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind einen Terti\u00e4rabschluss erreicht, weitaus geringer als bei Kindern aus akademischen Elternh\u00e4usern.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer jeweilige Bildungsabschluss hat zudem sp\u00fcrbare Auswirkungen auf das eigene Einkommen: 25- bis 64-J\u00e4hrige mit Hochschulabschluss verdienen in Deutschland im Schnitt 50 Prozent mehr als diejenigen ohne h\u00f6heren Abschluss. Das entspricht in etwa dem OECD-Schnitt von 54 Prozent Mehrverdienst.<\/p>\n<p>    Deutsche Hochschulen attraktiv f\u00fcr ausl\u00e4ndische Studierende<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIm internationalen Wettbewerb um Nachwuchswissenschaftler k\u00f6nnen deutsche Hochschulen der Studie zufolge immer st\u00e4rker punkten. Deutschland ziehe zunehmend internationale Studierende an, hei\u00dft es. Der Anteil ausl\u00e4ndischer Studierender habe sich seit 2013 von 7,1 auf 12,7 Prozent im Jahr 2023 signifikant erh\u00f6ht. Im OECD-Schnitt liege er bei 7,4 Prozent. Studierende aus Asien bildeten mit 44 Prozent in Deutschland die gr\u00f6\u00dfte Gruppe, 31 Prozent k\u00e4men aus anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAktuellere Daten des Statistischen Bundesamts vom M\u00e4rz zeigen, dass sich der Trend fortsetzt: Demnach waren im vergangenen Wintersemester 492.600 Studentinnen und Studenten aus dem Ausland in Deutschland eingeschrieben, was einem Anteil von rund 17 Prozent bei 2,87 Millionen Studierenden entspricht. Deutschland steht dem OECD-Bericht zufolge unter den nicht englischsprachigen L\u00e4ndern bei der Zahl der ausl\u00e4ndischen Studierenden auf Platz eins und insgesamt auf Platz vier hinter den USA, Gro\u00dfbritannien und Australien.<\/p>\n<p>    Forschungsministerin B\u00e4r zufrieden mit MINT-Bereich<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBundesforschungsministerin Dorothee B\u00e4r hob bei der Vorstellung der OECD-Studie die vielen Abschl\u00fcsse im sogenannten MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) hervor. Deutschland sei ein hochqualifiziertes MINT-Land und &#8222;MINT-Weltmeister&#8220;, sagte die CSU-Politikerin. 35 Prozent aller Absolventen eines Bachelor- oder gleichwertigen Programms schlie\u00dfen dem Bericht zufolge in Deutschland in einem MINT-Fach ab. Dies sei der h\u00f6chste Anteil unter den OECD-L\u00e4ndern (Durchschnitt: 23 Prozent).<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nF\u00fcr die Berliner Bildungssenatorin und Vertreterin der Bildungsministerkonferenz, Katharina G\u00fcnther-W\u00fcnsch, verdeutlicht der OECD-Bericht aber auch den Handlungsbedarf. &#8222;Noch immer verlassen zu viele Jugendliche die Schule ohne Abschluss, und die Herkunft pr\u00e4gt den Bildungserfolg nach wie vor zu stark&#8220;, erkl\u00e4rte die CDU-Politikerin.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung analysierte f\u00fcr die Studie &#8222;Bildung auf einen Blick 2025&#8220; die Bildungssysteme der 38 OECD-Staaten sowie weiterer Beitrittsl\u00e4nder und Partnerstaaten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 09.09.2025 13:01 Uhr Deutsche Hochschulen stehen laut einer neuen OECD-Studie international gut da. 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