{"id":409467,"date":"2025-09-09T16:17:10","date_gmt":"2025-09-09T16:17:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/409467\/"},"modified":"2025-09-09T16:17:10","modified_gmt":"2025-09-09T16:17:10","slug":"braunschweig-erschreckende-szenen-auf-dem-flohmarkt-und-ich-mittendrin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/409467\/","title":{"rendered":"Braunschweig: Erschreckende Szenen auf dem Flohmarkt \u2013 und ich mittendrin"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Wecker klingelt um 4.55 Uhr. Und das am Sonntagmorgen. Was f\u00fcr eine unmenschliche Zeit. Die Welt scheint noch zu schlafen, die Sonne ist noch nicht aufgegangen. Doch ich sch\u00e4le mich tr\u00e4ge aus dem Bett und beginne mit der Morgenroutine.<\/p>\n<p>Denn an diesem Sonntag (7. September) steht f\u00fcr mich und zwei Freunde Flohmarkt in Braunschweig auf der Agenda.<\/p>\n<p> Mega-Andrang auf Braunschweiger Flohmarkt <\/p>\n<p>Tagelang hatte ich das Haus durchsucht, mich \u2013 im Stil von Marie Kondo \u2013 gefragt, ob mich dieses oder jenes Teil noch gl\u00fccklich macht. Am Ende stand ich dann vor einem schier riesigen Berg voller Kisten, W\u00e4schek\u00f6rbe und Taschen, in denen die Dinge verstaut sind, die ich und meine Familie nicht mehr brauchen. Die aber auch einfach zu schade zum Wegwerfen sind. Daher habe ich mich mit Freunden verabredet. Zusammen wollen wir unser Gl\u00fcck auf dem Harz und Heide-Flohmarkt in Braunschweig versuchen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.news38.de\/braunschweig\/article300601538\/magnifest-braunschweig-besucher-staende-nachricht.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">+++ Nach dem Magnifest in Braunschweig macht die Nachricht die Runde +++<\/a><\/p>\n<p>Wir beladen einen riesigen Anh\u00e4nger mit unserem Tr\u00f6del. Nat\u00fcrlich d\u00fcrfen auch Tapeziertische, Campingst\u00fchle und ein riesiger Humpen mit Kaffee nicht fehlen. Am Sonntagmorgen um 5.30 Uhr ist Abfahrt. Wir steigen ins Auto und machen uns auf den Weg nach Braunschweig. \u00dcber die A39 brauchen wir rund 20 Minuten, bis wir an der Abfahrt Gartenstadt ankommen. Ich freue mich, denn oft sind die ersten Schn\u00e4ppchenj\u00e4ger und Schatzsucher ebenfalls fr\u00fche V\u00f6gel und bereits zum Aufbau ab 6 Uhr unterwegs. Ich habe schon auf vielen Flohm\u00e4rkten gestanden, am liebsten mag ich die Dorfflohm\u00e4rkte. Doch heute ist unser Motto \u201eAlles muss raus\u201c und daf\u00fcr eignet sich laut unserer Erfahrung einer der gr\u00f6\u00dferen M\u00e4rkte besonders. Und der Harz und Heide-Markt ist gro\u00df. Rund 2.500 Menschen kommen zum Verkaufen, 35.000 bis 50.000 Besucher werden erwartet. Hinzu kommt, dass an diesem Sonntag diverse Flohm\u00e4rkte stattfinden, in anderen St\u00e4dten und auch auf den D\u00f6rfern wird getr\u00f6delt.<\/p>\n<p> \u201eKlett- statt Rei\u00dfverschlussverfahren\u201c <\/p>\n<p>Beste Aussichten daf\u00fcr, dass wir am Nachmittag mit vielen leeren Kisten den Heimweg antreten k\u00f6nnen. Doch als wir auf der Abfahrt ankommen, geht erstmal nichts mehr. Wir stehen. Nicht etwa, weil die Ampeln rot sind. Die aktuell wegen einer Baustelle nur einspurig befahrbare Theodor-Heuss-Stra\u00dfe besteht vielmehr aus einer einzigen Autoschlange. Solch einen Andrang an einem Flohmarkt-Sonntag habe ich auch noch nicht gesehen. Um 6.16 Uhr schicken wir ein erstes Update nach Hause. Nach 30 Minuten Schneckentempo sind wir noch nicht einmal am Hochhaus vorbei. Keine 500 Meter geschafft. Wir nehmen es gelassen, schnacken \u00fcber Gott und die Welt. \u201eW\u00fcrdest du nicht mit im Auto sitzen, w\u00e4re ich schon l\u00e4ngst umgedreht\u201c, gesteht mein Freund. Um uns herum: vollbepackte Autos \u2013 alle mit dem gleichen Ziel. Mit der Zeit w\u00e4chst allerdings unsere Sorge, dass wir mit unserem gro\u00dfen Gespann auf dem eng gestellten Braunschweiger Messegel\u00e4nde nicht mehr gut rangieren k\u00f6nnen. Doch wir halten durch und k\u00e4mpfen uns Meter f\u00fcr Meter vorw\u00e4rts.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.news38.de\/braunschweig\/article300599191\/braunschweig-new-yorker-headquarter-neubau-zusammenruecken.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">+++ Nach Tod vom Chef \u2013 Braunschweiger Unternehmen \u201eNew Yorker\u201c l\u00e4sst aufhorchen: \u201eN\u00e4her zusammenr\u00fccken\u201c +++<\/a><\/p>\n<p>Um 6.50 Uhr das n\u00e4chste Update. \u201eWir sind fast \u00fcber den Berg.\u201c Durch die B\u00e4ume k\u00f6nnen wir bereits ein bisschen auf das Messegel\u00e4nde sp\u00e4hen. Es sieht schon ziemlich voll aus. Egal, weiter. Kurz vor der Kreuzung verliert ein Busfahrer hinter uns die Nerven. Er zieht auf die linke Spur, die aktuell f\u00fcr den Gegenverkehr gedacht ist und braust an uns vorbei. Denn hinter der Ampel ist alles frei. Wahrscheinlich hat er schon l\u00e4ngst Feierabend. An der Kreuzung angekommen wartet schon die n\u00e4chste Herausforderung. Aus sage und schreibe vier Richtungen str\u00f6men die Fahrzeuge in Richtung Eisenb\u00fctteler Stra\u00dfe. Es ist das sprichw\u00f6rtliche Nadel\u00f6hr. Wir k\u00f6nnen mittlerweile nur noch dar\u00fcber lachen. In dieser Situation zu dr\u00e4ngeln und das \u201eRei\u00dfverschlussverfahren\u201c zu ignorieren bringt einfach mal gar nichts. \u201eDas ist wohl eher Klett- statt Rei\u00dfverschlussverfahren\u201c, lacht mein Freund.<\/p>\n<p> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" height=\"575\" width=\"1024\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/whatsapp-image-2025-09-07-at-065047.jpeg\" alt=\"Absolutes Anreisechaos zum Harz&amp;Heide Flohmarkt in Braunschweig. \" class=\"wp-image-300601786\"  \/>Absolutes Anreisechaos zum Harz&amp;Heide Flohmarkt in Braunschweig. Foto: news38.de<\/p>\n<p>Um 7.30 Uhr sind wir endlich auf dem Gel\u00e4nde und warten darauf, einen Platz zugewiesen zu bekommen. Die Mitarbeiter des Veranstalters sind nett, m\u00fcssen sich aber mit genervten und m\u00fcden Menschen rumschlagen. Ich habe Mitleid, denn die Stimmung ist angespannt. Zu uns sind dennoch alle nett, an anderen Ecken wird es aber immer mal wieder lauter. \u201eWir sind heute total unterbesetzt\u201c, erz\u00e4hlt uns einer der Einweiser.<\/p>\n<p>Am Ende stehen wir irgendwo am Rand, hinter einem Baum. Wir k\u00f6nnen aufbauen, jetzt kann es endlich losgehen. Es ist gut was los, doch erst, als wir das erste Mal gegen 10 Uhr in Richtung Toiletten aufbrechen, sehen wir, wie voll es auf dem Rest des Gel\u00e4ndes ist. Durch den Baum sieht man uns kaum, daf\u00fcr sind wirklich wenig Menschen an unserem Stand vorbeigekommen. Egal, die Nachbarn sind nett und haben Kuchen dabei. So schnacken wir und genie\u00dfen den gemeinsamen Tag. Ein bisschen ist es ja auch wie ein fr\u00fcher Kaffeeklatsch mit Freunden, den wir halt an diesem Tag in Braunschweig und nicht wie sonst auf der Terrasse verbringen.<\/p>\n<p>Mehr News: <\/p>\n<p>Am Ende des Tages dann der Kassensturz. Keine 100 Euro in meiner Kasse. Denn Standgeb\u00fchr war ja schlie\u00dflich auch noch f\u00e4llig. Nat\u00fcrlich habe ich keine hohen Preise f\u00fcr meine Sachen gefordert, da macht es dann eher die Masse. Von daher fehlen uns die eineinhalb Stunden am Morgen. Egal, wir hatten am Ende einen sch\u00f6nen Tag, haben ganz zufriedenstellend verkauft, und das Wetter war der Hammer. Um 14.30 Uhr machen wir uns schlie\u00dflich wieder auf den Heimweg.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Wecker klingelt um 4.55 Uhr. Und das am Sonntagmorgen. Was f\u00fcr eine unmenschliche Zeit. 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