{"id":409730,"date":"2025-09-09T18:37:22","date_gmt":"2025-09-09T18:37:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/409730\/"},"modified":"2025-09-09T18:37:22","modified_gmt":"2025-09-09T18:37:22","slug":"stromausfall-im-berliner-suedosten-brandanschlag-auf-tesla","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/409730\/","title":{"rendered":"Stromausfall im Berliner S\u00fcdosten: Brandanschlag auf Tesla?"},"content":{"rendered":"<p>        Brandanschlag auf Kabel<br \/>\n      Zehntausende Berliner ohne Strom \u2013 Polizei pr\u00fcft, ob Tesla das Ziel war<\/p>\n<p>            Kopiere den aktuellen Link<\/p>\n<p>          Zur Merkliste hinzuf\u00fcgen<\/p>\n<p>Kein Licht, keine Notrufe, geschlossene Gesch\u00e4fte \u2013 Brandstifter zerst\u00f6ren in Berlin Stromleitungen. Der Stromausfall betraf tausende Menschen, auch Patienten in Pflegeheimen.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg is-initial\">Zehntausende Berliner Haushalte trifft ein Stromausfall mitten in der Nacht. Grund ist nach ersten Ermittlungen der Polizei vermutlich ein politisch motivierter Brandanschlag auf zwei Strommasten in der Hauptstadt, der die dortige Energieversorgung lahmlegt. Rund 50.000 Haushalte und Firmen im Berliner S\u00fcdosten sind betroffen, viele davon blieben bis zum Nachmittag ohne <a class=\"taxonomy-entity keyword\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/panorama\/themen\/strom-6267682.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Strom<\/a>, manche noch l\u00e4nger.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Der Alarm ging um 3.30 Uhr ein. Das Feuer zerst\u00f6rte mehrere dicke Starkstromleitungen am Fu\u00df der Masten am K\u00f6nigsheideweg im Bezirk <a class=\"taxonomy-entity place\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/panorama\/themen\/treptow-koepenick-7058260.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Treptow-K\u00f6penick<\/a> nahe einem Wohnviertel mit Einfamilienh\u00e4usern und viel Gr\u00fcn. Eine Stunde brauchten Feuerwehrleute, um den Brand zu l\u00f6schen. Die T\u00e4ter hatten nach ersten Erkenntnissen Brandbeschleuniger eingesetzt.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Die <a class=\"taxonomy-entity organization\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/panorama\/verbrechen\/themen\/polizei-4541324.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Polizei<\/a> pr\u00fcft einen m\u00f6glichen Zusammenhang mit einem geplanten Tesla-Entwicklungszentrum in der Gegend. &#8222;Ob das eine Rolle spielt, ist auch Gegenstand der Ermittlungen&#8220;, sagte eine Polizeisprecherin. Konkrete Hinweise dazu gebe es aber noch nicht.<\/p>\n<p>  Tesla plant neues Entwicklungszentrum<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Nach erster Einsch\u00e4tzung der Polizei geht die Brandstiftung vermutlich auf das Konto von politisch motivierten und mutma\u00dflich extremistischen T\u00e4tern. Hinweise darauf seien die Wahl der beiden <a class=\"taxonomy-entity keyword\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/themen\/strommast-4144656.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Strommasten<\/a> als Anschlagsziel und das Vorgehen, hie\u00df es von der Polizei.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Tesla hatte am 3. September bekanntgegeben, in <a class=\"taxonomy-entity place\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/themen\/berlin-4151912.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Berlin<\/a>-K\u00f6penick ein neues europ\u00e4isches Entwicklungszentrum zu bauen. Der umstrittene Konzern will daf\u00fcr eine alte Fabrikanlage renovieren, verriet aber den genauen Standort nicht. Auch der Bezirk wollte die Geheimhaltung beibehalten.\u00a0<\/p>\n<p>  \u00c4hnlichkeiten mit einem Anschlag im M\u00e4rz 2024<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Zuvor hatten &#8222;intensive und vertrauliche Gespr\u00e4che&#8220; von Senat und Bezirk mit Tesla stattgefunden. &#8222;Die konsequent gewahrte Vertraulichkeit war ein wichtiger Faktor f\u00fcr die erfolgreiche Standortentscheidung zugunsten K\u00f6penicks&#8220;, hie\u00df es.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Der aktuelle mutma\u00dfliche Brandanschlag weist \u00c4hnlichkeiten mit einem Anschlag im M\u00e4rz 2024 auf einen Strommast s\u00fcd\u00f6stlich von Berlin auf. Damals war die Stromversorgung von Tesla, anderer Firmen und Tausender Privathaushalte unterbrochen wurden. Eine als linksextremistisch eingestufte Gruppe teilte anschlie\u00dfend mit, sie habe den Anschlag ver\u00fcbt. Der Generalbundesanwalt \u00fcbernahm die Ermittlungen.<\/p>\n<p>  Linksradikale ver\u00f6ffentlichen Bekennerschreiben<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Im aktuellen Fall ermittelt der f\u00fcr politisch motivierte Straftaten zust\u00e4ndige Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamtes. An den beiden hohen Strommasten am K\u00f6nigsheideweg waren dicke Leitungen durch das Feuer besch\u00e4digt und teilweise zerst\u00f6rt worden. Die T\u00e4ter setzten nach ersten Erkenntnissen einen sogenannten Brandbeschleuniger, also etwa Benzin, ein.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Die Polizei pr\u00fcft nach eigenen Angaben ein Bekennerschreiben. In dem auf der linksradikalen Internetseite &#8222;Indymedia&#8220; ver\u00f6ffentlichten Text hie\u00df es, der Anschlag habe sich gegen den Technologiepark Adlershof im S\u00fcdosten Berlins gerichtet.<\/p>\n<p>  &#8222;Einige Anarchist:innen&#8220;<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Weiter schrieben die Autoren: &#8222;Den technologischen Angriff sabotieren \u2013 dem milit\u00e4risch-industriellen Komplex den Saft abdrehen.&#8220; Unterzeichnet wurde das Schreiben mit: &#8222;Einige Anarchist:innen&#8220;.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">&#8222;Zwei 110KV Strommasten in der K\u00f6nigsheide in Johannisthal wurden durch Brandstiftung der Saft abgedreht und damit ein Blackout im Technologiepark verursacht&#8220;, hie\u00df es in dem Text. Dort seien Firmen und Forschung aus den Bereichen IT, Robotik, Bio- &amp; Nanotech, Raumfahrt, KI, Sicherheits- und R\u00fcstungsindustrie vertreten. Jedes denkbare Gesch\u00e4ftsmodell dieser Hightech-Industrie fungiere auf die ein oder andere Weise systemstabilisierend und sei unter anderem ein Produkt milit\u00e4rischer Interessen, hie\u00df es.<\/p>\n<p>  Bis zu 50.000 Haushalte vom Blackout betroffen<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Betroffen waren von dem Stromausfall seit der Nacht nach Angaben von Stromnetz Berlin 50.000 Kunden. Die Feuerwehr sprach von mehr als 43.000 Haushalten und 3.000 Firmen. Au\u00dferdem waren Schulen, Kitas und zwei Pflegeheime ohne Strom. Ampeln und Stra\u00dfenbeleuchtung fielen aus. Die Feuerwehr k\u00fcmmerte sich um die Pflegeheime. Mehrere Patienten, die etwa auf Beatmungen angewiesen waren, wurden in Krankenh\u00e4user verlegt.<\/p>\n<p>An dieser Stelle hat unsere Redaktion Inhalte von Datawrapper GmbH integriert.<\/p>\n<p>Aufgrund Ihrer Datenschutz-Einstellungen wurden diese Inhalte nicht geladen, um Ihre Privatsph\u00e4re zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>    Diesen Inhalt einmalig anzeigen<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Mobilfunk- und Festnetzverbindungen sowie die Erreichbarkeit der Notrufe 110 und 112 waren teilweise gest\u00f6rt. Die Polizei forderte dazu auf, sich in dringenden Notf\u00e4llen direkt an die n\u00e4chstgelegene Wache zu wenden.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">In Berlin kommt es immer wieder zu Stromausf\u00e4llen, allerdings von kleinerem Ausma\u00df. &#8222;Diese Dimension ist die absolute Ausnahme&#8220;, sagte ein Sprecher von Stromnetz Berlin.<\/p>\n<p>  Spurensuche l\u00e4uft \u2013 Reparatur kann noch viele Stunden dauern<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Die Arbeiten an der Stromversorgung k\u00f6nnten noch bis Mittwoch dauern. &#8222;Wir richten uns darauf ein, dass wir nicht heute damit fertig werden&#8220;, sagte Stromnetz Berlin-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Erik Landeck vor Ort. Die technischen Arbeiten k\u00f6nnen erst beginnen, wenn die Polizei mit der Spurensuche vor Ort fertig sei.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Kurz nach 10.00 Uhr seien bereits mehr als 14.000 Kunden wieder versorgt gewesen, sagte Landeck. Das sei durch die Inbetriebnahme von Kabeln, die eigentlich au\u00dfer Betrieb waren, gelungen. F\u00fcr die restlichen Kunden werde es wegen der Reparaturen etwas l\u00e4nger dauern. &#8222;Wir werden keine neuen Masten aufstellen k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p>  Stromausfall legt Ampeln und Gesch\u00e4fte lahm<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Polizisten regelten an Kreuzungen mit ausgefallenen Ampeln den Verkehr. &#8222;Wir sind auch sonst auf den Stra\u00dfen pr\u00e4sent, um ansprechbar zu sein&#8220;, sagte eine Polizeisprecherin. Die S-Bahnen fuhren, aber viele Lautsprecheransagen, Anzeigen, Aufz\u00fcge und Fahrkartenautomaten funktionierten nicht.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Das gro\u00dfe Einkaufszentrum Sch\u00f6neweide wirkte wie ausgestorben, am Vormittag waren die Gesch\u00e4fte dunkel, Verk\u00e4ufer sa\u00dfen drinnen. Nur ein gro\u00dfer Supermarkt war hell erleuchtet. Bei einem anderen stand ein Einkaufswagen mit einem Schild quer in der ge\u00f6ffneten Ladent\u00fcr: &#8222;Geschlossen Stromausfall !!!!&#8220;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"image-element__image image\" fetchpriority=\"auto\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/stromausfall-berliner-suedosten.jpg\"  style=\"aspect-ratio: 1.7778; background-color: #3f4751;\" alt=\"Im Eingang eines Berliner Supermarkts steht ein Einkaufswagen mit einer Pappe mit der Aufschrift &quot;Geschlossen Stromausfall&quot;\" title=\"Im Eingang eines Berliner Supermarkts steht ein Einkaufswagen mit einer Pappe mit der Aufschrift &quot;Geschlossen Stromausfall&quot;\"\/><\/p>\n<p>Auch dieser Berliner Supermarkt war vom Stromausfall betroffen<\/p>\n<p>\u00a9\u00a0Julius-Christian Schreiner \/ DPA<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Ein Friseur sagte, er habe sich schon beim Aufstehen gewundert: &#8222;Alles war so dunkel.&#8220; Im Laden habe es dann am Morgen gehei\u00dfen: &#8222;Wir k\u00f6nnen nicht arbeiten.&#8220; Bis mittags habe sich das auch nicht ge\u00e4ndert, es sei zu dunkel in den R\u00e4umen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Eine Apothekerin sagte: &#8222;Wir m\u00fcssen Kunden wegschicken, wir k\u00f6nnen nicht kassieren, wir k\u00f6nnen die Rezepte nicht einl\u00f6sen. Wir mussten unsere K\u00fchlware woanders hinbringen und das ganz, ganz schnell.&#8220; Heutzutage sei alles digital und das mache es ohne Strom sehr schwierig.<\/p>\n<p>  Senatorin schickt Lautsprecherwagen f\u00fcr Infos an die Anwohner<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) schickte Lautsprecherwagen in die betroffenen Ortsteile. Sie sollen &#8222;die Bev\u00f6lkerung unter anderem \u00fcber Anlaufpunkte informieren&#8220;. Sie habe vereinbart, dass noch am Dienstag zwei sogenannte Katastrophenschutz-Leuchtt\u00fcrme, das sind Anlaufstellen mit Personal und Stromversorgung, aufgebaut und in Betrieb genommen werden sollten.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Nach Angaben der Stromnetz-Betreiber ist der Fall vergleichbar mit einer St\u00f6rung 2019 in K\u00f6penick. Damals war ein Kabel bei Bauarbeiten besch\u00e4digt worden. Der Stromausfall traf mehr als 30.000 Haushalte und 2.000 Gewerbebetriebe und dauerte rund 30 Stunden.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Hinweis: Dieser Artikel wurde aktualisiert.<\/p>\n<p>\n    DPA\n  <\/p>\n<p>\n    Andreas Rabenstein und Julia Kilian \/ cl \/ lw \/ tkr\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Brandanschlag auf Kabel Zehntausende Berliner ohne Strom \u2013 Polizei pr\u00fcft, ob Tesla das Ziel war Kopiere den aktuellen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":408978,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,296,1937,29,30,1940,1938],"class_list":{"0":"post-409730","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","9":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","10":"tag-berlin","11":"tag-berlin-news","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-nachrichten-aus-berlin","15":"tag-news-aus-berlin"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115175793966302634","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/409730","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=409730"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/409730\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/408978"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=409730"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=409730"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=409730"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}