{"id":409783,"date":"2025-09-09T19:04:18","date_gmt":"2025-09-09T19:04:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/409783\/"},"modified":"2025-09-09T19:04:18","modified_gmt":"2025-09-09T19:04:18","slug":"augsburger-transrapid-augsburg-journal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/409783\/","title":{"rendered":"Augsburger \u201eTransrapid\u201c? &#8211; Augsburg Journal"},"content":{"rendered":"<p><strong>Eine Magnetschwebebahn f\u00fcr Augsburg? Immer wieder machen neuartige Transportsysteme Schlagzeilen, wenn es darum geht, den Personennahverkehr in und um Gro\u00dfst\u00e4dte zu modernisieren. Selbstfahrende Busse ohne Chauffeur, Flugtaxis, Stadtseilbahnen\u2026 Stadtwerkechef Rainer Nauerz hatte k\u00fcrzlich die Variante Magnetschwebebahn thematisiert. Und dem Vernehmen nach soll das Thema auch bereits zwischen den Stadtwerken und der Stadtspitze er\u00f6rtert worden sein.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eIm \u00d6PNV tauschen wir uns intensiv mit Herstellern \u00fcber die n\u00e4chsten Innovationen im Verkehr aus. Neue Magnetschwebebahnen reduzieren L\u00e4rm und Verschlei\u00df. Wir pr\u00fcfen deren Entwicklung und andere aktuelle L\u00f6sungen wie Seilbahnen und Schnellbuslinien f\u00fcr Augsburg. Dies sind langfristige Visionen, die sich aus heutiger Sicht zun\u00e4chst etwas surreal anf\u00fchlen\u2026\u201c So der Stadtwerkechef im Interview mit dem Portal \u201elifeguide\u201c. Nach Informationen unserer Zeitung k\u00f6nnte es konkret um die \u201eStra\u00dfenbahnlinie\u201c 5 gehen, die k\u00fcnftig zwischen dem Hauptbahnhof und der Uniklinik verkehren soll. Derzeit liegt f\u00fcr diese Verbindung eine Planung f\u00fcr zwei konventionelle Stra\u00dfenbahnschienenstr\u00e4nge weitestgehend auf der Trasse der B\u00fcrgermeister-Ackermannstra\u00dfe auf dem Tisch. Das Projekt geriet zuletzt aber etwas auf ein Nebengleis.<\/p>\n<p>Magnetschwebebahn? War da nicht jener Transrapid, der gem\u00e4\u00df des fr\u00fcheren bayerischen Ministerpr\u00e4sidenten Edmund Stoiber \u201ein nur zehn Minuten\u201c h\u00e4tte vom M\u00fcnchner Hauptbahnhof zum Flughafen flitzen sollen? Im Grunde w\u00fcrde es sich um eine vergleichbare Technik handeln, die allerdings auf die Bed\u00fcrfnisse des Nahverkehrs zugeschnitten w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Das <a href=\"https:\/\/transportsystemboegl.com\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">TSB<\/a> (Transport System B\u00f6gl) ist solch eine Magnetschwebebahn, die von der Firmengruppe Max B\u00f6gl seit dem Jahr 2010 entwickelt wird. Das System sei f\u00fcr den Nahverkehr konzipiert und transportiert nach Firmenangaben Personen und G\u00fcter auf seiner eigenen, unabh\u00e4ngigen und platzsparenden Infrastruktur. Das System wird in Sengenthal (bei Neumarkt\/Oberpfalz) entwickelt, wo es auf einer 850 Meter messenden Teststrecke betrieben wird.<\/p>\n<p>Naturgem\u00e4\u00df betont die Herstellerfirma die Vorteile der neuen Technik: Ein gro\u00dfer Vorteil der Magnetschwebetechnologie ist neben dem nahezu ger\u00e4uschlosen Vortrieb die witterungsunabh\u00e4ngige Zuverl\u00e4ssigkeit. Das TSB k\u00f6nne je nach Fahrzeugkonfiguration bis zu 35.000 Personen pro Stunde und Richtung ans Ziel bringen. Mit bis zu 150 km\/h ist das TSB nahezu ger\u00e4uschlos im Stadtgebiet und dessen Umland unterwegs.<\/p>\n<p>Magnetschwebebahn statt in N\u00fcrnberg in Augsburg<\/p>\n<p>Es kursieren Vermutungen, dass das Magnetschwebe-Thema deswegen bei Augsburg landen k\u00f6nnte, weil es in N\u00fcrnberg damit nicht recht vorangeht. Bereits seit Jahren wird in N\u00fcrnberg der Bau einer Magnetschwebebahn geplant und diskutiert. Es geht dabei um eine rund vier Kilometer lange Strecke im S\u00fcden der Stadt zum Messegel\u00e4nde und weiter zum dortigen Klinikum S\u00fcd. Laut einer Studie sei der Bau technisch und finanziell m\u00f6glich. Doch den Nutzen erachten Nahverkehrs-Experten geringer als bei einer Stra\u00dfenbahn, weswegen sie das Projekt mehrheitlich ablehnen.<\/p>\n<p>Die Baukosten sieht die N\u00fcrnberger Studie mit jeweils rund 70 Millionen Euro \u00e4hnlich hoch. Das TSB brauche jedoch weniger Platz als eine Tram und k\u00f6nne \u00fcber Stra\u00dfenkreuzungen gef\u00fchrt werden, da seine Trasse auf Stelzen gebaut w\u00fcrde. Au\u00dferdem habe die Magnetschwebebahn laut der Studie geringere Betriebskosten als die Stra\u00dfenbahn, auch, weil das TSB praktisch ohne Fahrpersonal unterwegs sei. Als Hauptproblem erachten Experten die Notwendigkeit f\u00fcr alle Fahrg\u00e4ste, aus der \u201ealten Stra\u00dfenbahn\u201c aussteigen zu m\u00fcssen, solche Umsteigezw\u00e4nge f\u00fchrten laut Verkehrsexperten zu einem \u201ereduzierten Fahrgastgewinn\u201c. In N\u00fcrnberg hat das Thema auch eine kommunalpolitische Dimension. CSU-OB Marcus K\u00f6nig und der aus N\u00fcrnberg stammende CSU-Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der wollen die Schwebebahn. SPD und Gr\u00fcne im N\u00fcrnberger Stadtrat zeigen sich indes eher skeptisch. Ob Augsburg von diesem Dissens profitieren kann?<\/p>\n<p>Lesen Sie auch: <a href=\"https:\/\/www.augsburg-journal.de\/news\/ralf-wengenmayr-der-augsburger-sound-des-neuen-manitu\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ralf Wengenmayr: Der Augsburger Sound des neuen \u201eManitu\u201c<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine Magnetschwebebahn f\u00fcr Augsburg? Immer wieder machen neuartige Transportsysteme Schlagzeilen, wenn es darum geht, den Personennahverkehr in und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":409784,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1846],"tags":[680,772,3364,29,548,663,3934,30,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-409783","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-augsburg","8":"tag-augsburg","9":"tag-bayern","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europe","15":"tag-germany","16":"tag-headlines","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115175900531601361","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/409783","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=409783"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/409783\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/409784"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=409783"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=409783"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=409783"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}