{"id":409792,"date":"2025-09-09T19:09:14","date_gmt":"2025-09-09T19:09:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/409792\/"},"modified":"2025-09-09T19:09:14","modified_gmt":"2025-09-09T19:09:14","slug":"iran-neue-vereinbarung-mit-internationalen-atominspektoren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/409792\/","title":{"rendered":"Iran: Neue Vereinbarung mit internationalen Atominspektoren"},"content":{"rendered":"<p>Kairo (dpa) &#8211; Der Iran meldet einen wichtigen Schritt im Streit mit den UN-Atomw\u00e4chtern. Man habe sich mit der Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde (IAEA) \u00fcber die \u00abModalit\u00e4ten des Umgangs in der neuen Situation\u00bb nach dem Krieg verst\u00e4ndigt, sagte der Sprecher des iranischen Au\u00dfenministeriums, Ismail Baghai, dem staatlichen iranischen Rundfunk.<\/p>\n<p>Dieses Ergebnis wurde in der \u00e4gyptischen Hauptstadt Kairo erzielt, wo IAEA-Chef Rafael Grossi mit Irans Au\u00dfenminister Abbas Araghtschi sowie dessen \u00e4gyptischen Kollegen Badr Abdel-Atti Gespr\u00e4che f\u00fchrten.\u00a0<\/p>\n<p>\u00abDas ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung\u00bb, schrieb Grossi auf der Plattform X. Details der Vereinbarung wurden von der IAEA vorerst nicht bekanntgegeben.<\/p>\n<p>Seit Wochen verhandelte die Atomenergiebeh\u00f6rde in Wien mit iranischen Vertretern \u00fcber die Wiederaufnahme von Inspektionen. Dabei steht vor allem der Verbleib von mehr als 400 Kilogramm Uran im Fokus, das laut IAEA einen beinahe Atomwaffen-tauglichen Reinheitsgrad hat.\u00a0<\/p>\n<p>Bislang hat Teheran die IAEA nicht dar\u00fcber informiert, wo und in welchem Zustand dieses Material nach den Angriffen auf seine Atomanlagen vom Juni ist. Der Iran habe Fristen f\u00fcr entsprechende Berichte verstreichen lassen, sagte Grossi gestern Rande einer Sitzung des IAEA-Gouverneursrates. Der Iran bef\u00fcrchte, dass Israel aufgrund solcher Informationen den Iran erneut bombardieren k\u00f6nnte, hie\u00df es aus westlichen diplomatischen Kreisen in Wien.<\/p>\n<p>Sorgen vor neuem Krieg gegen Iran<\/p>\n<p>Israel hatte im Juni zw\u00f6lf Tage lang Krieg gegen den Iran gef\u00fchrt und gemeinsam mit den USA zentrale Einrichtungen des Atomprogramms bombardiert, darunter auch die unterirdische Anlage Fordo. Israels Regierung begr\u00fcndete das Vorgehen mit einer Bedrohung durch Irans Atom- und Raketenprogramm. Zahlreiche Juristen stuften den Krieg als v\u00f6lkerrechtswidrig ein. Zuletzt hatte Irans Regierung Sorgen \u00fcber einen neuen Krieg ge\u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<p>Hintergrund des Atomstreits sind Bef\u00fcrchtungen des Westens, der Iran k\u00f6nne nach Atomwaffen streben. Teheran weist dies zur\u00fcck. Der Iran hatte sich im Wiener Atomabkommen bereits einmal verpflichtet, sein Nuklearprogramm einzuschr\u00e4nken. Im Gegenzug sollten Sanktionen aufgehoben werden. In seiner ersten Amtszeit k\u00fcndigte US-Pr\u00e4sident Donald Trump die Vereinbarung jedoch einseitig auf. Faktisch umgesetzt wird der Deal schon seit Jahren nicht mehr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kairo (dpa) &#8211; Der Iran meldet einen wichtigen Schritt im Streit mit den UN-Atomw\u00e4chtern. 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