{"id":409800,"date":"2025-09-09T19:13:13","date_gmt":"2025-09-09T19:13:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/409800\/"},"modified":"2025-09-09T19:13:13","modified_gmt":"2025-09-09T19:13:13","slug":"darum-ist-die-generalsanierung-fuer-wuppertaler-pendler-eine-katastrophe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/409800\/","title":{"rendered":"Darum ist die Generalsanierung f\u00fcr Wuppertaler Pendler eine \u201eKatastrophe\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">2026 wird Wuppertal erneut in gro\u00dfen Teilen vom Zugverkehr abgeschnitten \u2013 diesmal f\u00fcr ganze f\u00fcnf Monate, von Februar bis Juli. Dann wird die Strecke Hagen-Wuppertal-K\u00f6ln \u201egeneralsaniert\u201c \u2013 Teil eines Riesenprojekts der Bahn f\u00fcr ganz Deutschland. In Wuppertal sollen in dieser Zeit keine Fernz\u00fcge mehr halten, S-Bahnen, RE- und RB-Z\u00fcge nur eingeschr\u00e4nkt, Richtung K\u00f6ln gar keine Z\u00fcge mehr fahren. Viele Pendler und ihre Arbeitgeber wird das vor Herausforderungen stellen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eDas ist eine Katastrophe\u201c, findet Stefanie M\u00e4de, Leiterin des Stadtbetriebs Schulen der Stadt. Der sitzt am Islandufer und ist vom Hauptbahnhof aus gut erreichbar. Stefanie M\u00e4de hat Personen in ihrem Team, die aus Bonn, K\u00f6ln und Bochum anreisen. \u201eDie Kollegen sind verzweifelt\u201c, sagt sie. Sie k\u00f6nnten nicht in der ganzen Zeit im Homeoffice arbeiten. Fahrten mit den Ersatzbussen werden viel Zeit kosten. \u201eUnd wenn alle mit dem Auto kommen, gibt das ein Verkehrschaos\u201c, bef\u00fcrchtet sie.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Eine kleine WZ-Umfrage am Hauptbahnhof am Morgen ergibt: Einige sind noch unwissend, andere sind schon informiert, etwa eine Gruppe, die wie \u00f6fters dienstlich nach K\u00f6ln f\u00e4hrt. \u201eWir werden wohl demn\u00e4chst \u00fcber D\u00fcsseldorf fahren m\u00fcssen\u201c, sagt Melanie Hellmann. \u201eDas ist die einzige M\u00f6glichkeit, denn das Auto ist keine Alternative.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Von \u201eKatastrophe\u201c spricht auch Mike Schulze-Holtey, der nach D\u00fcsseldorf zur Arbeit will. Schon jetzt komme man wegen St\u00f6rungen bei der Bahn oft zu sp\u00e4t. Sein Kollege Steven Amoah denkt, dass sie wahrscheinlich Fahrgemeinschaften bilden, denn er k\u00f6nne als Teamleiter kein Homeoffice machen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch Ralf Peter W\u00fcstermann schimpft \u00fcber die \u201eKatastrophe\u201c. Er ist, wie \u00f6fters, auf dem Weg zur K\u00f6lner Messe, hat Erfahrung mit gro\u00dfen Verz\u00f6gerungen bei Bahnreisen. Wenn er nicht f\u00fcr seine Zukunft ohnehin andere Pl\u00e4ne h\u00e4tte, w\u00fcrde er sich wieder ein Auto kaufen: \u201eStau ist wenigstens berechenbar.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Bei der Wuppertaler Stadtverwaltung wurde nach Angaben von Stadtsprecherin Martina Eckermann im Intranet auf die Pl\u00e4ne der Bahn hingewiesen, \u201edamit alle sich fr\u00fchzeitig darauf einstellen k\u00f6nnen\u201c. Eine Statistik, wie Stadtmitarbeiter zur Arbeit kommen, gibt es nicht. Stadtweit z\u00e4hlen die Statistiker rund 53\u2005000 Ein- und rund 56\u2005000 Auspendler. Den Zug nutzt wohl nur ein kleiner Teil davon. Die Bahn selbst geht davon aus, dass t\u00e4glich rund 30\u2005000 Menschen den Wuppertaler Hauptbahnhof betreten.<\/p>\n<p>\u201eVielen Leuten ist das noch gar nicht bewusst\u201c      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Martina Eckermann erkl\u00e4rt, man habe auf die Option hingewiesen, in der Ausnahmesituation von der allgemeinen Richtschnur f\u00fcr Homeoffice der Stadtverwaltung (bis zu zwei Tage Homeoffice je Woche, drei Tage Pr\u00e4senz) abzuweichen. Durch flexible Arbeitszeiten k\u00f6nne man Hauptverkehrszeiten meiden. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ins eigentliche Bahnhofsgeb\u00e4ude zieht demn\u00e4chst das Unternehmen Bohnen IT, voraussichtlich im Fr\u00fchjahr. Wegen der Bahnausf\u00e4lle habe man sich noch keine Gedanken gemacht, erkl\u00e4rt Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Pierre Roth. Er betont aber, dass sich die Kolleginnen und Kollegen ihren Arbeitsort ohnehin frei w\u00e4hlen d\u00fcrfen. Auch beim Versicherungsunternehmen Barmenia, das k\u00fcrzlich mit der Gothaer mit Sitz in K\u00f6ln fusioniert hat, verweist man auf eine hohe Homeofficequote von 60 bis 80 Prozent. Daher gehe man nicht von au\u00dfergew\u00f6hnlichen Auswirkungen aus.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">An der Uni hat man das Thema im Blick, immerhin kommen 65 Prozent der Studierenden von au\u00dferhalb. Mit welchem Verkehrsmittel wird aber nicht festgehalten. Konkrete Ma\u00dfnahmen k\u00f6nne man noch nicht nennen, sagt Sprecherin Denise Haberger.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch bei den Wuppertaler Stadtwerken (WSW) wird nicht gez\u00e4hlt, wer wie anreist. Sollten mehr mit dem Auto kommen, gebe es auf dem Carnaper Platz genug Stellpl\u00e4tze. Ein Auge haben die WSW darauf, ob wegen der Einschr\u00e4nkungen bei der Bahn mehr Menschen mit Bussen und der Schwebebahn fahren: \u201eWir werden die Entwicklung beobachten und gegebenenfalls nachsteuern\u201c, erkl\u00e4rt WSW-Sprecher Rainer Friedrich.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Bei der IHK ist die anstehende Bahnsanierung bekannt: \u201eDie Bahn hat uns informiert\u201c, sagt Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Thomas W\u00e4ngler. \u201eWir haben auch darauf hingewiesen, dass es ungl\u00fccklich ist, diese Strecke zu sanieren, wenn es gleichzeitig Baustellen auf der A3 und der A59 gibt.\u201c Er wundert sich zudem: \u201eIch kenne kein anderes Land der Welt, in dem man eine Hauptstrecke f\u00fcr ein halbes Jahr stilllegt.\u201c Er habe von Menschen geh\u00f6rt, die deswegen wieder aufs Auto umsteigen. Offenbar sei die Infrastruktur der Bahn so lange vernachl\u00e4ssigt worden, dass nun solche Ma\u00dfnahmen notwendig seien. \u201eDas ist f\u00fcr den Wirtschaftsstandort nicht gut, aber jetzt m\u00fcssen wir da durch.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Axel Sindram vom Fahrgastverband Pro Bahn betont, die jetzt geplante Sperrung sei \u201eeine andere Hausnummer\u201c als bisherige Sperrungen: \u201eVielen Leuten ist das noch nicht bewusst.\u201c F\u00fcr die Organisation hat er noch Nachbesserungsbedarf: \u201eDie S9 und die S8 k\u00f6nnten bis Vohwinkel fahren, dann k\u00f6nnte man dort auf die Schwebebahn umsteigen.\u201c F\u00fcr die S7 w\u00fcnscht er sich einen \u201eBehelfshalt\u201c am Rauentaler Viadukt. Er blickt auch auf die Geb\u00e4ude: \u201eDa tut sich wenig. Man kann nur hoffen, dass der Hauptbahnhof endlich fertig erneuert wird.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"2026 wird Wuppertal erneut in gro\u00dfen Teilen vom Zugverkehr abgeschnitten \u2013 diesmal f\u00fcr ganze f\u00fcnf Monate, von Februar&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":409801,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1840],"tags":[513,1739,108439,26877,77162,70177,2226,3364,29,12262,30,3601,19234,108438,7335,1420,81249,1209,17128,4418,6226],"class_list":{"0":"post-409800","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wuppertal","8":"tag-auto","9":"tag-bahn","10":"tag-bahnausfaelle","11":"tag-bahnhofsgebaeude","12":"tag-bahnreisen","13":"tag-bahnsanierung","14":"tag-bahnstrecke","15":"tag-de","16":"tag-deutschland","17":"tag-faehren","18":"tag-germany","19":"tag-hauptbahnhof","20":"tag-homeoffice","21":"tag-homeofficequote","22":"tag-katastrophe","23":"tag-koeln","24":"tag-made","25":"tag-nordrhein-westfalen","26":"tag-schwebebahn","27":"tag-wuppertal","28":"tag-wuppertaler"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115175935585541843","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/409800","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=409800"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/409800\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/409801"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=409800"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=409800"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=409800"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}