{"id":409930,"date":"2025-09-09T20:27:17","date_gmt":"2025-09-09T20:27:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/409930\/"},"modified":"2025-09-09T20:27:17","modified_gmt":"2025-09-09T20:27:17","slug":"hohe-fahrbahn-kante-sorgt-fuer-kritik-von-senioren-und-linken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/409930\/","title":{"rendered":"Hohe Fahrbahn-Kante sorgt f\u00fcr Kritik von Senioren und Linken"},"content":{"rendered":"<p class=\"intro\">\n  Neue, drei Zentimeter hohe Kanten nach dem Zebrastreifen l\u00f6sen in Ettlingen Kritik aus. F\u00fcr Senioren, f\u00fcr Rollator oder Rollstuhl sei das ein gro\u00dfes Hindernis.\n<\/p>\n<p>    <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"\" alt=\"Blick auf die Kante am Stra\u00dfenrand bei einem Zebrastreifen-\u00dcbergang, die Blinde mit Stock erf\u00fchlen k\u00f6nnen.\" src=\"https:\/\/bnn.de\/img\/15789733\/xXtQXs7ki4tKEV2OsGaXgQ\/Kante1?size=1920&amp;format=jpeg&amp;variant=LANDSCAPE_16x9\" width=\"1920\" height=\"1080\" loading=\"eager\" data-upscaled=\"\"\/><\/p>\n<p>                Als Stolperfalle und unn\u00f6tiges Hindernis f\u00fcr Mobilit\u00e4tseingeschr\u00e4nkte sieht auch der Linken-Ortsverband Ettlingen den \u00dcbergang vom Gehweg zur Stra\u00dfe, der blinden Menschen mit Stock helfen soll. Hier mit Justin Sliver und Jan Pflugmacher (von links) von Die Linke.<\/p>\n<p>            Foto: Rainer Obert<\/p>\n<p>Klare Kante zu zeigen, ist von der Redewendung her ein doch eher positiver Wesenszug. Die klaren Kanten am Zebrastreifen-\u00dcbergang \u00fcber die Pforzheimer Stra\u00dfe in Ettlingen sorgen indes f\u00fcr Kopfsch\u00fctteln bei so manchem Fu\u00dfg\u00e4nger. <\/p>\n<p>Gedacht ist die Kante als Signal f\u00fcr Blinde mit Blindenstock. Um zu erf\u00fchlen, wo das Betreten der Fahrbahn beginnt und wo die Stra\u00dfe nach dem \u00dcberqueren endet. Aber: Die Kante ist zu hoch, so das Votum von Senioren, der Vorsitzenden des Agendabeirats \u201eBarrierefreies Ettlingen\u201c sowie des Linken-Ortsverbands. <\/p>\n<p>Umbau der Pforzheimer Stra\u00dfe bekommt Lob \u2013 aber auch Kritik<\/p>\n<p>Gut gemeint, aber schlecht gemacht? Der Bereich Pforzheimer Stra\u00dfe ist mit der \u00dcberplanung des alten Feuerwehrareals zum \u201eQuartier Alte Feuerwehr\u201c umgestaltet worden. Lange war der Stra\u00dfenabschnitt gesperrt, inzwischen ist er wieder frei.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" class=\"\" alt=\"Ein Mann kniet am Rand eines Zebrastreifens an einer Stra\u00dfenkreuzung vor einem wei\u00dfen Geb\u00e4ude.\" src=\"https:\/\/bnn.de\/img\/15789677\/I_FpijYJhVFmFHMEFdC7Gw\/Kante5?size=1920&amp;format=jpeg&amp;variant=LANDSCAPE_16x9\" width=\"1920\" height=\"1080\" loading=\"lazy\" data-upscaled=\"\"\/><\/p>\n<p>                Nachgebessert werden muss auf jeden Fall aus Sicht des Ettlingen Linken-Ortsverbands bei den Kanten beim Zebrastreifen an der Kreuzung Pforzheimer Stra\u00dfe und Durlacher Stra\u00dfe. Hier Vorstandsmitglied Justin Sliver.<\/p>\n<p>            Foto: Rainer Obert<\/p>\n<p>\u201eF\u00fcr Blinde ist es spitzenm\u00e4\u00dfig gemacht\u201c, bewertet Agendabeiratsvorsitzende Daniela Adomeit die F\u00fchrung der Menschen mit Blindenstock \u00fcber die eingebrachten Bodenplatten. Der fachm\u00e4nnische Begriff ist taktiles Blindenleitsystem. <\/p>\n<p>Die drei Zentimeter hohe Kante wird mit dem Blindenstock erkannt und man wei\u00df: Hier beginnt die Fahrbahn. Das sei auch deshalb f\u00fcr die Sicherheit gut, da der Radweg am Stra\u00dfenrand entlangf\u00fchrt. Damit der Blindenstock nicht nach vorn f\u00fchlend am Ende vielleicht zwischen Fahrradspeichen landet. <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" class=\"\" alt=\"Pforzheimer Stra\u00dfe in Ettlingen mit Autos, rechts Baustellenabsperrung, links H\u00e4user mit Gesch\u00e4ften, bew\u00f6lkter Himmel im Hintergrund\" src=\"https:\/\/bnn.de\/img\/15789875\/xXtQXs7ki4tKEV2OsGaXgQ\/Kante8?size=1920&amp;format=jpeg&amp;variant=LANDSCAPE_16x9\" width=\"1920\" height=\"1080\" loading=\"lazy\" data-upscaled=\"\"\/><\/p>\n<p>                Neu angelegt wurde der Teilabschnitt der Pforzheimer Stra\u00dfe beim \u201eQuartier Alte Feuerwehr\u201c. Er ist bereits freigegeben, teils gibt es noch Restarbeiten.<\/p>\n<p>            Foto: Rainer Obert<\/p>\n<p>Eine Dr\u00fccker-Ampel brauche es hier nicht. F\u00fcr andere Mobilit\u00e4tseingeschr\u00e4nkte ist die hohe Kante aber schon problematisch, r\u00e4umt Adomeit ein. Mit Rollator oder Rollstuhl sei sie ein Hindernis. \u00c4hnlich sieht es ein betagter Ettlinger B\u00fcrger, der sich an die Redaktion wandte. <\/p>\n<p>Ettlinger Drei-Zentimeter-Kante an Stra\u00dfe entspricht an sich der DIN-Norm<\/p>\n<p>Das System sei \u201eleider nur teilweise gut durchdacht\u201c. Seine Antwort vom Stadtbauamt Ettlingen beinhaltet, die drei Zentimeter hohe Kante sei abgestimmt. Es solle so sein. Dies liegt offenbar auch innerhalb der DIN-Norm, die eine Spanne von ein bis drei Zentimetern f\u00fcr derartige \u201eAnschl\u00e4ge\u201c am Stra\u00dfenrand vorsieht.<\/p>\n<blockquote class=\"quote\">\n<p>Ein Zentimeter Kante ist nat\u00fcrlich schon was anderes als drei.<\/p>\n<p>      Daniela Adomeit<br \/>\n      <br \/>Agendagruppe \u201eBarrierefreies Ettlingen\u201c\n  <\/p><\/blockquote>\n<p>\u201eEin Zentimeter Kante ist nat\u00fcrlich schon was anderes als drei\u201c, verdeutlicht Daniela Adomeit. Der Senior spricht von \u201eSturzfalle\u201c und \u201eStolperkante\u201c. Lobt aber zugleich den im Prinzip ja \u201egut konzipierten Neubau\u201c im Bereich Pforzheimer Stra\u00dfe. An der Kante spalten sich also die Geister. W\u00e4hrend das Stadtbauamt einwarf, dass die Kante wohl so \u00fcberwindbar sei, halten Kritiker dagegen.<\/p>\n<p>So auch der Linken-Ortsverband Ettlingen. \u201eDie neue Bordsteinkante sorgt f\u00fcr gro\u00dfe Probleme bei mobilit\u00e4tseingeschr\u00e4nkten Personen\u201c, wird mitgeteilt. Kommt es tats\u00e4chlich auf ein, zwei Zentimeter hin oder her an? Ja, kommt die klare Antwort.<\/p>\n<p>Mehrere Betroffene seien auf den Ortsverband zugekommen, so Vorstandsmitglied Jan Pflugmacher. Inzwischen habe die Stadt zwar die harte Kante gebrochen, also quer etwas abgeschliffen. Das Hindernis bestehe weiter. <\/p>\n<p>Erschweren Stolperkanten Rollator- und Rollstuhl-Nutzern das Leben?<\/p>\n<p>\u201eWas f\u00fcr viele kaum sp\u00fcrbar ist, kann f\u00fcr andere ein un\u00fcberwindbares Hindernis darstellen\u201c, hei\u00dft es vom Ortsverband. Vor Ort erkl\u00e4ren Pflugmacher und Justin Sliver von den Linken: Rollstuhlfahrer m\u00fcssten je nachdem r\u00fcckw\u00e4rts \u00fcber die Kante fahren.<\/p>\n<blockquote class=\"quote\">\n<p>Man rechnet ja auch gar nicht mit einer Kante.<\/p>\n<p>      Jan Pflugmacher<br \/>\n      <br \/>Linken-Vorstandsmitglied Ettlingen\n  <\/p><\/blockquote>\n<p>Jemand mit Rollator m\u00fcsse diesen vorn anheben. \u201eNoch einmal ran\u201c m\u00fcsse die Stadt aus Sicht Pflugmachers und der Linken. Zumindest, indem klar rund geschliffen wird. \u201eMan rechnet ja auch gar nicht mit einer Kante.\u201c Barrierefreiheit d\u00fcrfe nicht an zwei Zentimetern scheitern. <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" class=\"\" alt=\"Gepflasterter Gehweg mit taktilen Leitelementen an einer Kreuzung, daneben Zebrastreifen und wartende Autos.\" src=\"https:\/\/bnn.de\/img\/15789673\/xXtQXs7ki4tKEV2OsGaXgQ\/Kante2?size=1920&amp;format=jpeg&amp;variant=LANDSCAPE_16x9\" width=\"1920\" height=\"1080\" loading=\"lazy\" data-upscaled=\"\"\/><\/p>\n<p>                Gelobt wird das taktile Leitsystem auf dem Gehweg in der Pforzheimer Stra\u00dfe, das Blinde mit Stock informiert und optimal zum Ziel f\u00fchrt.<\/p>\n<p>            Foto: Rainer Obert<\/p>\n<p>Und noch eine Gefahrenstelle sei leider an besagter Kreuzung Pforzheimer und Durlacher Stra\u00dfe entstanden: f\u00fcr Radfahrer. Der Radweg ist klar eingezeichnet, f\u00fchrt \u00fcber die Kreuzung und endet dann vor dem dort querenden Zebrastreifen. <\/p>\n<p>Der Radweg \u00fcber die Ettlinger Kreuzung endet an einer Engstelle<\/p>\n<p>Das Problem: Der Stra\u00dfenabschnitt nach der Kreuzung ist schmaler als der davor. \u201eMan f\u00e4hrt in eine Engstelle und f\u00fcr den weiteren Fahrbahnweg fehlt die Markierung\u201c, bem\u00e4ngelt Jan Pflugmacher. F\u00e4hrt etwa ein Lkw oder Bus neben dem Radweg, wird es nach der Kreuzung gef\u00e4hrlich eng.<\/p>\n<p>Das kann vor Ort beim Beobachten des Verkehrs gut nachvollzogen werden. Eigentlich ist nach aktuellem Stand der weitere Weg des Radfahrers nach der Kreuzung auf dem Gehweg vorgesehen. Eine direkte Verkn\u00fcpfung von Radweg am Stra\u00dfenrand zum Weg auf dem Bordstein fehlt.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" class=\"\" alt=\"Stra\u00dfenszene mit mehreren Autos, Zebrastreifen, Fahrradspur und Geb\u00e4uden an einer Kreuzung in einem Wohngebiet.\" src=\"https:\/\/bnn.de\/img\/15789675\/xXtQXs7ki4tKEV2OsGaXgQ\/Kante4?size=1920&amp;format=jpeg&amp;variant=LANDSCAPE_16x9\" width=\"1920\" height=\"1080\" loading=\"lazy\" data-upscaled=\"\"\/><\/p>\n<p>                Der Radweg endet abrupt nach der Querung der Kreuzung Pforzheimer Stra\u00dfe und Durlacher Stra\u00dfe (rechts). Dann wird aber auch die Fahrbahn schmaler.<\/p>\n<p>            Foto: Rainer Obert<\/p>\n<p>Die Unfallgefahr ist aus Sicht der Linken erheblich. Der Radfahrer bleibe fragend zur\u00fcck, m\u00fcsse jedoch an der Stelle umgehend ja irgendwie reagieren. Aus Sicht der Stadt l\u00e4sst man Radfahrern freie Wahl. Zwischen Planungs- und Ordnungsamt sei das intensiv abgestimmt.<\/p>\n<p>Man k\u00f6nne entweder rechts einf\u00e4deln auf den vorhandenen Radweg oder auf der Stra\u00dfe weiterfahren. \u201eDas tun diejenigen, die lieber auf der Fahrbahn bleiben m\u00f6chten und sich dort sicher f\u00fchlen.\u201c<\/p>\n<p>          <a href=\"https:\/\/bnn.link\/55g\" target=\"_blank\" class=\"link-acquire\" rel=\"nofollow noopener\">Rechte am Artikel erwerben<\/a><\/p>\n<p>    <a class=\"button--full button--home button button--primary\" href=\"https:\/\/bnn.de\/\" _keys=\"class href\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zur \u00dcbersicht<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Neue, drei Zentimeter hohe Kanten nach dem Zebrastreifen l\u00f6sen in Ettlingen Kritik aus. 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